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15.03.10 23:40
Hallo zusammen!
Vorab: Sorry, probiere mich kurz zu fassen, aber neben meinem eigentlichen Problem, bin ich auch verunsichert, was die Behandlung des Arztes angeht.
Vor 14 Tagen habe ich meinen Arzt (kombinierter HNO und Zahnarzt) aufgesucht, weil ich nicht lokalisierbare Schmerzen in der linken Gesichtshälfte hatte. Mein Verdacht einer Nebenhöhlenentzündung wurde mir vom Arzt bestätigt, gleichzeitig lag er mir nahe, den linken oberen Weisheitszahn zu ziehen. Fühlte mich zwar etwas überrumpelt, aber wenn's denn nötig ist: Der Weisheitszahn wurde entfernt; hierbei allerdings der Nachbarzahn, bzw. dessen Füllung beschädigt.
Ich erhielt eine provisorische Füllung und wurde - ohne Medikamente / Schmerzmittel - nach Hause entlassen.
Zwei Stunden später begannen die wahrscheinlich schlimmsten Schmerzen meines Lebens; die Zeit bis der Arzt aus der Mittagspause wieder erreichbar war und mir nach erneutem Besuch Novaminsulfon (starkes Schmerzmittel) verschrieben hatte, war unerträglich.
Dieses Mittel half zwar spürbar, lies die Schmerzen aber insbesondere Nachts nicht komplett verschwinden und hielten bis zum darauffolgenden Wochenende an.
Da ich nach wie vor auch von einer Nebenhöhlenentzündung ausgegangen bin, habe ich regelmäßig mit Hausmitteln à la Inhalationen, Nasendusche, Gelomyrtol,..., probiert die Beschwerden in den Griff zu bekommen.
Nachdem ich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag überhaupt nicht schlafen konnte, habe ich Freitag morgen wieder den Arzt aufgesucht, der mir diesmal gegen die Nebenhöhlenentzündung ein Antibiotikum verschrieben hat und mir zwei Spritzen gesetzt hat (was genau, weiss ich leider nicht).
Besserung gab es hierdurch nicht, dafür Unwohlsein und Schwindelanfälle, weshalb ich gleich am Montag wieder den Arzt aufgesucht habe, der mir daraufhin ein anderes Antibiotikum verschrieben hat.
Auch dieses Antibiotikum schlug aber nicht merklich an. Ich hatte nach wie vor Schmerzen und konnte insbesondere Nachts kaum schlafen.
Nachdem ich mal wieder eine Nacht überhaupt nicht schalfen konnte, bin ich am Freitag also erneut zum Arzt gegangen, erhielt erneut zwei Spritzen und einen neuen Befund: Der Trigeminus-Nerv sei der Übeltäter, was sich lt. Arzt mit einer der Spritzen erledigt haben sollte. Dem war nicht so, wie sich schon in der ersten Nacht deutlich herausstellte.
Ich also am Samstag in die Notfall-Sprechstunde, erneut eine Spritze bekommen und die Ankündigung, in dieser Woche die provisorische Füllung zu behandeln. Ich berichtete meinem Arzt ausserdem davon, dass Paracetamol 500 nahazu wirkungslos sei, was ihn nicht verwunderte und woraufhin er mir Dolomo als Schmerzmittel verschrieb.
Zu Hause habe ich allerdings feststellen müssen, dass besagtes Dolomo ausgerechnet Paracetamol als Hauptwirkstoff enthält und dazu noch in niedrigerer Dosierung, was mich ein wenig irritiert hat.
Wie kaum anders zu erwarten, hilft Dolomo genauso wenig gegen die Schmerzen.
Der Termin für die Behandlung der provisorischen Füllung wurde heute auf kommenden Freitag(!) angesetzt.
Mein derzeitiger Zustand hat sich die letzten Tage wieder eher etwas verschlechtert:
Während ich tagsüber nur wenig/erträgliche Beschwerden habe, raubt es mir abends / nachts den Schlaf.
Die Schmerzen lassen sich dummerweise nicht eindeutig lokalisieren, Brennpunkte und Intensität variieren: Mal ist das Epizentrum an den linken oberen Zähnen, mal etwas darüber im Oberkiefer. Diese beiden Punkte sind aber immer involviert, dazu kommen eine gereizte Nasenpartie links, Kopfschmerzen, Schmerzen in der linken Schläfengegend, bis hin zu leichten Ohrenschmerzen.
Seit einigen Tagen habe ich gleichzeitig einen unangenehm säuerlich/metallischen Geschmack im Mund und - sehr unangenehm und schmerzhaft - Zahnfleisch- und Gaumen-Reizungen, bzw. 'Verdickungen' am Zahnfleisch/Zahn-Übergang.
Insgesamt bin ich ziemlich verunsichert, insbesondere was den Behandlungs-, Diagnose- und Therapie-Verlauf angeht.
Ich habe in diesen 14 Tagen nur zwei Nächte halbwegs durchschlafen können und größere Schmerzen als die, wegen denen ich ursprünglich den Arzt aufgesucht habe.
Mich würde also interessieren: Hat jemand eine Idee, wo meine Schmerzen ursächlich herrühren können?
Abgesehen vom Kiefer-Röntgenbild am ersten Tag und einigen Blicken in Mund, Nase und Ohr: Reicht sowas für eine ordentliche Diagnose aus?
Ist diese "Trial and Error"-Behandlung vom Arzt wirklich das Non-Plus-Ultra?
War es sinnvoll, mir ausgerechnet jetzt den Weisheitszahn zu ziehen?
Vielleicht würde ich normalerweise ja verschiedene andere Spezialisten aufsuchen (Zahnarzt, HNO, Nervenarzt), aber für eine erneute Arzt-Odyssee fehlt mir gerade einfach die Kraft.
Falls hier jemand rat weiss, oder ähnliche Erfahrungen gemacht hat, wäre ich für ein paar Kommentare sehr dankbar!
Viele Grüße,
idefix
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