Forum » Zahnmedizin »
03.02.12 21:27
Hallo
Wie lange kann ein erfolgreich wurzelbehandelter Zahn halten? Meist entwickeln sich nach 10 oder15 Jahren dann doch Entzündungsherde.
Mein ältester wurzelbehandelter Zahn ( 6er oben) ist seit knapp 30 Jahren in dem Zustand. Es wurden nur 2 der 3 Kanäle gefüllt und er zeigt auch einen leichten chronisch apikalen Prozess. Ich bin aber schmerzfrei.
Was für Erfahrungen haben andere gemacht?
Hilda
05.02.12 21:42
Das kann man sicher nicht verallgemeinern. Die Erfolgsquoten laut
dem
Bericht sind bei 50%. Das zeigt schon, dass die Wurzelbehandlungen immer noch das Stiefkind der Zahnmedizin sind 
05.02.12 21:47
Also ich hoffe doch sehr lange, ich habe erst seit 2 Jahren einen Wurzelbehandelten Zahn und ich möchte den auch noch ganz lange behalten 
05.02.12 21:53
Das Gemeine ist, dass man als Patient vom Kassenarzt gar nicht auf die Möglichkeit hingewiesen wird, dass es auf privater Basis Spitzenmedizin mit hoher Erfolgsquote gibt. In Österreich habe ich wirklich nur durch Zufall davon erfahren. Es wird sofort zur Wurzelspitzenresektion geraten, denn das zahlt die Kasse. Dieser Eingriff ist aber für die Katze, solange der Kanal nicht optimal versorgt ist. Hier im Forum lerne ich auch viel dazu. 
Hilda
05.02.12 21:57
Bei uns wird generell ein Teil der WB privat abgerechnet, da er nicht in der Kassenleistung ist. Außerdem ist es in D klar definiert, ab wann das keine Kassenleistung mehr ist, da kostet das schon mal ein paar hundert Euro, auch beim normalen ZA. Die normale Kassen-wb muß ein Glückstreffer sein, wenn die über 30 Jahre ohne WSR klappt.
05.02.12 22:14
Also ich lasse mich mal überraschen wie lange mein Zahn hält, ich bin zwar privat versichert, aber das war eine ganz normale Wurzelbehandlung beim ZA, also auch nicht übermäßig teuer, bisher bin ich sehr zufriden damit.
05.02.12 22:37
Mein Zahn ist seit 29.12. auf und wird jeden Tag gespült..... JEtzt endlich scheinen wir der
Entzündung den Garaus gemacht zu haben und wahrscheinlich am Mittwoch wird das
Ding zumindest mal testweise verschlossen. Ich bin mal gespannt.
Eine Wurzelspitzenresektion habe ich abgelehnt, denn mir wurde gesagt, dass man bei
einem derart behandeltem ZAhn später an dieser Stelle kein Implantat mehr setzen kann......
Haltet mir die Daumen, dass nun endlich alle Erreger aus dem Kiefer raus sind und ich nach nunmehr fast 2 JAhren mit Auf und Abs endlich RUhe habe........
05.02.12 22:38
noch eine Frage:
was könnte man denn für eine bessere Behandlung als Privatpatient bekommen

Hab nämlich eine Zusatzversicherung – aber mir wurde keine andere Behandlung angeboten.....
05.02.12 22:52
Das halte ich aber für ein Gerücht mit dem Implantat, ulsilein. Unabhängig jetzt von der Erfolgsquote von Wurzelbehandlungen und -resektionen habe ich genau an der Stelle, wo ich mal eine Resektion hatte, nun ein Implantant. Ist mein bester Zahn, mit dem kann ich alles kauen – auch Beton 
P.S. bei mir war die Resektion offenbar nicht erfolgreich...
05.02.12 22:53
Nachtrag: Vielleicht muss die Stelle nach Resektion + Zahn ziehen dann besonders lange ausheilen, wenn dort später ein Implantat gesetzt werden soll?
05.02.12 23:07
Das habe ich auch nur beim Surfen herausgefunden. Ganz aufschlussreich ist die Homepage von Dr. Kovac Martin in Wien.Wahrscheinlich ist diese hochwertige Ausstattung gar nicht erforderlich.Wenn Du unter Endodontie googelst, findest Du auch Infos.
In diese Ordinationen geht man auch, um den Zahn überhaupt zu retten und nicht ziehen zu müssen. Dass man nach einer Wurzelspitzenresektion keine Implantate mehr machen kann , ist garantiert nicht richtig.Diese Resektion ist medizinisch nicht sinnvoll, solange der Kanal nicht optimal versorgt ist. Das ist so, als würde man den Rauch und nicht das Feuer löschen. Auch bei optimaler Füllung kann es passieren, dass der Zahn noch schmerzt, weil es eben doch noch unzugängliche Stellen gibt. Dort wird reseziert und unbedingt müssen dann auch die Kanäle verschlossen werden ( ist in Ö keine Kassenleistung).
Ich habe übrigens auch eine Zusatzversicherung, wo ich fast 90 Euro monatlich zahle. Ich bin also fast gezwungen, mir das Geld durch Zahnarztbesuche wieder zurückzuholen.( 50 Prozent der Kosten incl Implantate, 80 Prozent bei professioneller Zahnreinigung) , bis zu 2900 Euro erhalte ich maximal pro Jahr).
Es würde mich interessieren, wie das bei anderen aussieht.
Hilda
06.02.12 12:43
was könnte man denn für eine bessere Behandlung als Privatpatient bekommen
Hab nämlich eine Zusatzversicherung – aber mir wurde keine andere Behandlung angeboten.....
Bei uns wird nicht zwischen Privat und Kasse unterschieden, wir machen das immer gleich, halt für Kassenpatienten mit Zuzahlung, die Privaten müssen gucken, was ihre KV zahlt.
06.02.12 21:24
Aber was wird denn mit Zuzahlung gemacht...Bisher hat mir noch niemand gesagt
dass ich irgend etwas zuzahlen muß...
Meine Info, dass man bei einer WURzelspitzenresektion später kein Implantat mehr setzen kann
habe ich von einen Kieferchirurgen der Mund-Kiefer-und Gesichtschirurgie in unserem
Krankenhaus. Der hat mir das so gesagt und wollte mit genau der BEgründung den Zahn direkt ziehen und ein Implantat setzen.........Ich weiß langsam nicht mehr wem ich noch glauben soll. ER hat es so begründet, dass dann dort wo man einen Teil der WUrzel wegnimmt ein Loch ist und somit der Knochen instabil und für ein Implantat ungeeignet......
Bin völlig verunsichert.......
Mein Zahnarzt verstand das auch nicht......
Ich glaube langsam, der hat bei letzten mal pfusch gemacht, den er jetzt vertuschen will........

06.02.12 21:26
was macht ihr denn mit einem Zahn, der total entzündet ist,man auf dem Röntgenbild nichts sieht, aufmacht und die SUppe fließt und fließt und das jetzt seit Dezember........
06.02.12 21:32
Aber was wird denn mit Zuzahlung gemacht...Bisher hat mir noch niemand gesagt
dass ich irgend etwas zuzahlen muß...
Elektrometrische Längenvermessung und elektro-phys.-chem. Methode (Spülen mit bestimmten Lösungen) sind Privatleistungen, außerdem noch ein OP-Mikroskop...da gibt es Einiges, was die WB qualifizierter macht.
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