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RheumaLexikon: G

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Forum: Rheumatologie

 

Rheuma / Rheumatoide Arthritis (Chronische Polyarthritis)

Weitergehende Informationen zum Thema Rheuma: Definition, Ursache, Diagnose, Ernährung, Rheuma beim Kind, Therapie, neue Medikamente, Selbsthilfegruppen, weiterführende Literatur

RheumaLexikon: G

Gaenslen-Zeichen

Bei einer Entzündung der Fingergrundgelenke führt der Händedruck zu Schmerzen. Dies bezeichnet man als Gaenslen-Zeichen.

Gastrointestinal = den Magen-Darm-Trakt betreffen

Gastrointestinale Nebenwirkungen von Medikamenten z.B. sind solche die Magen und Darm betreffen, also Übelkeit, Erbrechen, Durchfall etc.

Gelenkpunktion

Die Gelenke werden von einer schützenden Haut, der Gelenkkapsel umhüllt. Diese wird von der Gelenkhaut (Synovialis) ausgekleidet. Die Synovialis produziert Gelenkflüssigkeit (Synovia), die die Gelenkoberflächen gleitfähig hält ("Gelenkschmiere"). Bei Gelenkentzündungen ist die Gelenkflüssikeit häufig stark vermehrt und führt zu einer Vorwölbung der Haut über den Gelenken (Gelenkerguß). Man kann nun nach lokaler Betäubung mit einer dünnen Nadel diese Flüssigkeitsansammlung punktieren und Gelenkflüssigkeit absaugen.

Die Untersuchung der Gelenkflüssigkeit gibt Hinweise auf die Ursache des Gelenkergusses, z.B. rheumatische Entzündungen oder Gelenkverschleiß. Bei Entzündungen des Gelenkes kann man auch Medikamente in den Gelenkraum spritzen. Diese wirken dann direkt am entzündeten Gelenk (z.B. Cortison).
Der Vorteil dieser Behandlung ist, daß die Medikamente nur in sehr geringen Mengen ins Blut geraten und damit im übrigen Körper kaum Nebenwirkungen auftreten können. Nachteilig ist, daß auf diese Weise auch Bakterien in den Gelenkraum gelangen und dort eine eitrige Entzündung auslösen können. Bei entsprechender Vorsicht passiert dies allerdings extrem selten.

Gelenkschutz

Rheumatisch entzündete Gelenke sind nicht mehr so belastbar wie gesunde Gelenke. Deshalb ist es wichtig Überbelastungen dieser Gelenke zu vermeiden. Diesem Ziel dienen die Regeln des Gelenkschutzes. So sollte man z.B. eine Tasse nie nur mit einer Hand, sondern mit beiden Händen anfassen. Über den Gelenkschutz informiert der Ergotherapeut (sogenannte Gelenkschutzunterweisung).

Gicht = Gelenkerkrankung durch erhöhte Harnsäure

Harnsäure ist ein natürliches Stoffwechselprodukt und entsteht vermehrt bei der Aufnahme bestimmter Nahrungsmittel, z.B. Fleisch. Unter bestimmten Bedingungen kann es zu einem vermehrten Anfall von Harnsäure im Stoffwechsel kommen oder auch zu einer verminderten Ausscheidung über die Niere. Dann steigt der Harnsäurespiegel im Blut an und Harnsäurekristalle können entstehen (ausfallen). Ein häufiger Ort, wo dies geschieht, sind die Gelenke.

Abb.: Gichtanfall der Großzehe (sogenannte Podagra)

Diese antworten darauf oft mit einer heftigen, sehr schmerzhaften Entzündung (Gicht-Anfall). Wiederholen sich diese Entzündungen, dann kann es auch zu einer Zerstörung vonGelenken kommen. Die Gicht behandelt man in erster Linie dadurch, daß man auf verschiedene Gicht-fördernde Nahrungsmittel verzichtet. Darüberhinaus kann man den Harnsäurespiegel im Blut auch durch Medikamente senken und damit einem Gichtanfall vorbeugen.

Glukokortikosteroide

Als Glukokortikosteroide bezeichnet man Cortison-Präparate (Corticoide) mit entzündungshemmender Wirkung.

Goldtherapie

Chronische Gelenkentzündungen beruhen auf einer fehlgeleiteten Reaktion des körpereigenen Abwehrsystems (Immunsystem), die zu einer Entzündung in der Gelenkhaut führt. Gold in chemisch gebundener Form kann diese Abwehrreaktion offensichtlich so beeinflußen, daß eine Entzündung überhaupt nicht oder nur in deutlich geminderter Form auftritt. Dadurch wird nicht nur Schmerzen vorgebeugt, sondern auch einer Zerstörung der Gelenke. Deshalb wird Gold zur Basistherapie der chronischen Polyarthritis (CP) eingesetzt (Handelsname z.B. Tauredon®). Wie bei anderen Basistherapeutika muß diese Behandlung oft lebenslang fortgeführt werden.

Gonagra = Schmerz im Kniegelenk

Gonarthritis = Entzündung des Kniegelenkes

Gonarthrose = Kniegelenkverschleiß


© '98 Arbeitsgruppe Rheumatologie Online, St. Willibrord-Spital Emmerich


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