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RheumaLexikon: K

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Forum: Rheumatologie

 

Rheuma / Rheumatoide Arthritis (Chronische Polyarthritis)

Weitergehende Informationen zum Thema Rheuma: Definition, Ursache, Diagnose, Ernährung, Rheuma beim Kind, Therapie, neue Medikamente, Selbsthilfegruppen, weiterführende Literatur

RheumaLexikon: K

Kältetherapie

Schmerzen und Schwellung entzündeter Gelenke lassen sich häufig gut durch die Anwendung von Kälte bessern. Diesen Effekt nutzt die Kältetherapie.

Abb.: Beispiel einer Kältebehandlung entzündeter Gelenke

Kalzium

Kalzium ist ein Mineralstoff, der im Körper für die regelrechte Funktion von Nerven und Muskeln erforderlich ist. Dabei schadet sowohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig an Calcium. Deshalb wird die Calcium-Konzentration im Blut durch zwei Hormone in sehr engen Grenzen gehalten: Das Nebenschilddrüsenhormon Parathormon führt zu einer Freisetzung von Calcium aus dem Knochen und zu seiner vermehrten Aufnahme aus dem Darm. Dadurch steigt der Calciumspiegel im Blut. Währenddessen wird duch das in der Schilddrüse gebildete Hormon Calcitonin das Gegenteil bewirkt. Normalerweise halten sich diese Hormonwirkungen die Waage und der Calciumspiegel bleibt konstant. Calcium ist aber auch ein wichtiger Baustoff des Knochens und verleiht ihm seine Festigkeit. Deshalb ist eine ausreichende Zufuhr von Calcium mit der Nahrung (vor allem Milch und Milchprodukte) wichtig, um einem Knochenschwund (Osteoporose) vorzubeugen.

Kapillarmikroskopie

Bei der Kapillarmikroskopie betrachtet man kleinste Gefäße am Nagelfalz durch ein Mikroskop. Veränderungen der Form dieser Gefäße können helfen bestimmte rheumatische Erkrankungen (z.B. Sklerodermie) zu diagnostizieren.

Karpaltunnelsyndrom

Auf der zur Handfläche gerichteten Seite des Handgelenkes läuft der sogenannte Nervus medianus durch eine von Knochen und Bändern gebildete Engstelle, den sogenannten Karpaltunnel. Durch verschiedene Ursachen (z.B. Verletzung, Schwangerschaft oder auch rheumatische Entzündungen) kann es zu einer Einengung und Druckschädigung des Nerven im Karpaltunnel kommen. Die Folge sind vor allem nächtliche Schmerzen im Bereich des Daumens, des Zeige- und Mittelfingers, die mit Brennen, Kribbeln und einem Pelzigkeitsgefühl einhergehen können. Wenn diese Beschwerden anhalten, besteht die Gefahr von Lähmungen der Handmuskeln. Dann muß der eingeengte Nerv aus dem Karpaltunnel durch eine Operation befreit werden (sogenannte Karpaltunnelspaltung).

Keratokonjunktivitis

Entzündung von Bindehaut und Hornhaut des Auges. Diese kann manchmal auch als Folge rheumatischer Erkrankungen auftreten.

Kernantikörper

Antikörper gegen Zellkerne. Man nennt sie auch antinukleäre Antikörper (ANA). Es handelt sich um Antikörper, die der Körper aufgrund einer fehlgeleiteten Abwehrreaktion (Immunreaktion) gegen Bestandteile der Zellkerne bildet. Der Nachweis solcher Antikörper im Blut kann hinweisend auf bestimmte rheumatische Erkrankungen sein (z.B. Lupus erythematodes). Man muß allerdings betonen, daß man diese Antikörper manchmal auch bei gesunden Menschen finden kann.

Kernspin-Aufnahme

Anders als die Computertomografie, bei der Röntgenstrahlen benutzt werden, nutzt man bei der Kernspin-Tomografie starke magnetische Felder, um Schnittbilder des Körpers zu erhalten. Die Kernspin-Tomografie bildet dabei die Körpergewebe in einer anderen Weise ab als die Computertomografie. Sie stellt insbesondere Weichteile des Körpers deutlicher dar. Die Kernspintomografie kann die Computertomografie deshalb häufig nicht ersetzen, sondern nur ergänzen.

Ketoprofen

Dies ist ein sogenanntes Nichtsteroidales Antirheumatikum (Handelsname z.B. Orudis®).

Knochenmarkpunktion

Das Knochenmark ist der Ort im Körper, in dem Blutzellen neu gebildet werden. Bei der Knochenmarkpunktion wird mit einer Spritze etwas Knochenmark entnommen und unter dem Mikroskop untersucht. Auf diese Weise kann man feststellen, ob Blutbildveränderungen (z.B. Mangel an roten Blutkörperchen = Anämie) Folge einer Erkrankung der blutbildenden Zellen sind, oder ob andere Ursachen (z.B. Zerstörung der Blutzellen durch Gifte) dazu führen. Bei der Knochenmarkpunktion wird Knochenmark entweder aus dem Brustbein (= Sternalpunktion) oder aus dem Beckenknochen (= Beckenkamm-Biopsie) entnommen. Für die Untersuchung wird die Punktionsstelle lokal betäubt, sie ist dann nicht schmerzhafter als ein Zahnarzt-Eingriff. Eine Vollnarkose ist normalerweise nicht erforderlich.

Knopflochdeformität

Bei rheumatischen Gelenkentzündungen (Polyarthritis) kann es nach langem Verlauf zu Zerstörungen von Knochen und Sehnen kommen. Die Folge ist, daß vor allem die Finger- und Handgelenke Stellungen einnehmen, die beim Gesunden nicht möglich wären. Die sogenannte Knopflochdeformität beschreibt eine dieser Fehlstellungen an den Fingergelenken.

Kokzygodynie = Steißbeinschmerz

Kollagenose

Als Kollagenosen wird eine Gruppe von Krankheiten bezeichnet, deren gemeinsames Kennzeichen die Entzündung verschiedener Bindegewebe im Körper sind. Dazu zählen der Lupus erythematodes, die Sklerodermie, die Polymyositis und die Dermatomyositis. Diesen Erkrankungen ist auch gemeinsam, daß sie Folge fehlgesteuerter Abwehrreaktionen des Körpers gegen körpereigene Gewebe sind (sogenannte Autoimmunkrankheiten). Die Krankheitserscheinungen der genannten Kollagenosen sind aber zum Teil sehr unterschiedlich.

Koxarthrose = Hüftgelenksarthrose

Verschleiß des Hüftgelenkes. Neben der Kniegelenksarthrose ist dies eine der häufigsten Formen von Arthrose.


© '98 Arbeitsgruppe Rheumatologie Online, St. Willibrord-Spital Emmerich


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