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AIDS (Acquired Immunodeficiency Syndrom, Erworbenes Immundefekt-Syndrom, frz. SIDA) wurde erstmals 1981 in den USA diagnostiziert. Durch Infektion mit einem Retrovirus (HIV = Humanes Immunschwäche-Virus) entwickelt sich beim Menschen ein spezifischer Defekt im Abwehrsystem des Körpers, der zur Erkrankung durch Erreger führt, die normalerweise keine Bedrohung darstellen würden. Diese Erkrankungen werden als opportunistische Infektionen bezeichnet. HIV infiziert bestimmte Lymphozyten, wichtige Abwehrzellen des Körpers, und zerstört sie. Ist ein ausreichender Teil der Lymphozyten zerstört, kommt es zum Aufflammen von immer neuen opportunistischen Infektionen, die schließlich zum Tode führen.
HIV kann durch sexuelle Kontakte, Blutprodukte und während Schwangerschaft und Geburt übertragen werden. Weltweit stellen heterosexuelle Kontakte die wichtigste Infektionsquelle dar, da Infektionen durch homosexuelle Kontakte in Afrika und Asien, anders als in der westlichen Welt, zahlenmäßig nicht ins Gewicht fallen. Die hauptsächlich betroffene Altersgruppe liegt zwischen 25-44 Jahren. Die wichtigsten individuellen Verhaltensweisen, die zur Übertragung führen können, sind häufig wechselnde sexuelle Partner und das Benutzen einer gemeinsamen Nadel bei "Fixern".
HIV wird nicht durch normale soziale Kontakte übertragen. Während die Zahl der Neuinfektionen in der westlichen Welt in den letzten Jahren leicht rückgängig ist, ist es vor allem in Asien und Afrika zu einer explosionsartigen Zunahme an Infektionen gekommen. Südamerika wird ein ähnlicher Trend vorausgesagt. Es ist heute noch nicht abzuschätzen, zu welchen sozialen und medizinischen Konsequenzen die Infektion eines großen Teiles der produktiven Bevölkerung in vielen Entwicklungsländern führen wird.
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