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Dengue Fieber (Sieben-Tage-Fieber)

Infektion und Übertragung
Klinik und Therapie

Weltweite Verbreitung des Dengue Fieber

Weitere Bezeichnungen: Sieben-Tage-Fieber

Infektion und Übertragung

Infektionsart: Virus-Infektion

Erreger: Dengue-Virus (Familie Togaviren, Genus Flaviviridae, Serotypen DEN-1 bis DEN-4).

Vorkommen: In tropischen und subtropischen Gebieten Asiens, Afrikas, Mittel- und Südamerikas zwischen 30° nördlicher Breite und 40° südlicher Breite. In Ostasien: DEN-1 bis DEN-4; Pazifikregion: DEN-2; Westafrika: DEN-1, DEN-2; Ostafrika: DEN-2, DEN-3; Karibik: DEN-1 bis DEN-4; Mittelamerika und Süden der USA: DEN-2, DEN-3.

Sporadisches Auftreten und explosionsartige epidemische Ausbrüche häufig während oder nach den Regenzeiten. Zunehmende Verbreitung durch rückläufige Vektorenkontrolle und gesteigerten Luftverkehr.

Übertragung: Übertragung durch Stich infizierter Mücken (meist Aedes aegypti und albopictus), die vorwiegend tagsüber aktiv sind.

Klinik und Therapie

Nach Inkubationszeit von 2-7 Tagen Temperaturanstieg bis 40°C mit schweren grippeähnlichen Symptomen (Kopf-, Gelenk-Muskel- und Knochenschmerzen) bei niedrigem Puls. Erythematöser Hautausschlag, oft als masern- oder scharlachähnliches Exanthem. Anschwellen von Lymphknoten, Milz und Leber.

Nach Fieberabfall erneuter Anstieg (am 7. Krankheitstag) und 2-3 Tage dauernde Fieberphase, dann Ausheilung. Bis zur völligen Genesung können Monate vergehen. Selten schwere Verläufe mit ZNS-Befall oder gastrointestinale Blutungen; dann Letalität bis 50%.

Komplikationen: Hämorrhargisches Denguefieber durch Zweitinfektion einige Monate später mit heterologem Serotyp, vor allem Den-2; am häufigsten bei Kindern. Lebensgefährliche Blutungen und hypvolämisches Schocksysndrom möglich.

Therapie: Symptomatisch

Prophylaxe: Mückenschutz durch geeignete Kleidung, Repellentien, Mückenbekämpfung. 1993 erstmals ein in Thailand entwickelter Impfstoff erprobt, er ist bisher noch nicht im Handel.

Nachweis: Erregernachweis bis zum 3. Krankheitstag, Anzucht in Zellkulturen oder lebenden Moskitos. PCR und Nukleinsäure-Hybridisierung möglich. Serokonversion im IFAT oder ELISA frühestens ab 4. Krankheitstag, auch NT und HAHT. Spezifische IgM-Nachweise im akuten Stadium.

Differentialdiagnostik: Andere Arbovirus-Infektionen, Malaria,Masern, Inluenza.


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