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Diphtherie

Infektion und Übertragung
Klinik und Therapie

Weltweite Verbreitung der Diphtherie

Infektion und Übertragung

Infektionsart: Bakterielle Infektion; meldepflichtig sind Erkrankung und Tod.

Erreger: Corynebacterium diphtheriae

Vorkommen: Durch die aktive Schutzimpfung nur noch selten in den Industrieländern, geringe Zunahme in den tropischen Ländern; epidemisches Vorkommen in Ländern der südlichen Sahara und Sahelzone. Vermehrt Meldungen aus den Ländern der ehem. Sowjetunion. 1995 allein in Rußland 35.652 Erkrankungen mit 740 Todesfällen gemeldet. Nach Impfkampagnen in verschiedenen GUS-Staaten 1996 erstmals Rückgang der Zahl der Neuerkrankungen (vgl. medizinische Länderinformationen).

Übertragung: Tröpfcheninfektion, selten Staub- oder Schmierinfektion.

Klinik und Therapie

Häufigste Manifestation der Erkrankung im Respirationstrakt, seltener Haut, Konjunktiven oder Nabelschnur bei Neugeborenen. Nach Inkubationszeit von 2 - 7 Tagen (Erregervermehrung an der Eintrittspforte in den oberen Epithelschichten) lokale Entzündungsreaktion mit Pseudomembranbildung (Ablagerung aus Bakterien, nekrotischem Gewebe und Fibrin) und Gefahr der Atemwegsobstruktion.

Verlauf und Prognose sind abhängig vom Ausmaß systemischer Diphtherietoxin-Wirkung. Krankheitsbeginn mit grippeähnlichen Symptomen, später durch im Blut zirkulierendes Toxin Schädigungen an Herz, Nerven, Nieren und Gefäßen mit entsprechenden Folgeerscheinungen. Bei Komplikationen können Myokarditis mit Kreislaufversagen und Reizleitungsstörungen zum Herztod führen.

Therapie: Sofort bei Verdacht Antitoxin, evtl. Tracheotomie, Antibiotika.

Prophylaxe: Schutzimpfung!

Nachweis: Kulturelle Untersuchung von Nasen- und Rachensekret, evtl. von Wunden oder Pseudomembranen.


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