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Drakunkulose (Medina-, Drachenwurm)

Infektion und Übertragung
Klinik und Therapie

Weltweite Verbreitung der Drakunkulose

Weitere Bezeichnungen: Drachenwurm-, Medinawurm-, Guineawurm-Befall

Infektion und Übertragung

Infektionsart: Parasitose, Nematodeninfestation

Erreger: Dracunculus medinensis (bis 120 cm Länge)

Vorkommen: West-, Zentral-, auch Ostafrika, Südwest- und Südzentralasien, westliches Indien. Kleinere Endemiegebiete in Pakistan, Iran, Irak, Saudi-Arabien, Jemen. Nach Schätzungen 4 Mill. Erkrankungen/Jahr. In Endemiegebieten Prävalenz von 5-20%. Verschleppung durch Wanderarbeiter. Häufigste Erkrankungen in Regenzeiten od. bei der Ernte in Feuchtgebieten. Drastischer Rückgang der Inzidenz auf ca. 130.000 Fälle 1995, allein in Sudan 1996 bisher 55.010 Fälle.

Übertragung: Oral, durch mit Wurmlarven infiziertes Wasser.

Klinik und Therapie

Nach Präpatenz- und Inkubationszeit von bis zu einem Jahr lokal und entlang der Wanderung des weiblichen Wurmes im subkutanen Bindegewebe des Unterschenkels allergische oder allgemeine Erscheinungen. Entzündungen, Blasenbildung, Ulkus u. Gefahr der Abszeßbildung oder Phlegmone sekundärer Infektion (Tetanus!) oder unvollständiger Extraktion des Wurmes. Überleben des Wurmes im Gewebe bis zu 15 Jahre möglich.

Therapie: Albendazol, Metronidazol. Extraktion des adulten Wurmes (Aufwickeln über mehrere Tage mit Holzstäbchen).

Prophylaxe: Abkochen bzw. Filtrieren des Trinkwassers, kontrollierte Trinkwasseranlagen.

Nachweis: Keine, klinisches Bild eindeutig.


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