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Gelbfieber

Infektion und Übertragung
Klinik und Therapie

Weltweite Verbreitung des Gelbfieber

Weitere Bezeichnungen: Yellow Fever

Infektion und Übertragung

Infektionsart: Virusinfektion; meldepflichtig sind Krankheitsverdacht, Erkrankung und Tod. Die Erkrankung ist quarantänepflichtig.

Erreger: Gelbfiebervirus, Flavivirus (Arbo-Virus B)

Vorkommen: In Mittel- u. Südamerika u. in Afrika beidseits des Äquators, etwa zwischen dem 15. Grad nördlicher und dem 15. Grad südlicher Breite, - nicht in Asien. Als Endemiegebiete in Afrika gelten: Angola, -quatorial-Guinea, Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Burundi, Elfenbeinküste, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo, Liberia, Mali südl. 15° nördlicher Breite, Niger südl. 15° nördlicher Breite, Nigeria, Ruanda, Sao TomT und Principe, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Sudan südlich 15° nördlicher Breite, Tansania, Togo, Tschad südlich 15° nördlicher Breite, Uganda, Zaire, Zambia im Grenzgebiet zu Angola, Zentralafrikanische Republik. Als Endemiegebiete in Amerika gelten: Bolivien östl. des Andenhauptkammes, Brasilien mit Ausnahme der östlichen und südlichen Küstenstaaten, Ekuador östl. des Andenhauptkammes, Franz. Guiana, Guyana, Kolumbien, Panama, Peru östlich des Andenhauptkammes, Surinam, Venezuela (siehe Endemiekarte und medizinische Länderinformationen).

Nach Schätzungen einige 100 Erkrankungen/Jahr. Epidemien mit Tausenden von Todesfällen kommen in 6- bis 10-jährigem Rhythmus vor.

Übertragung: durch Mücken auf den Menschen! Hauptreservoir sind Affen.

Klinik und Therapie

Nach Inkubationszeit von 3-6 Tagen leichter Fieberanstieg u. Kopfschmerz, danach plötzliches hohes Fieber mit relativer Bradykardie und schwerem Krankheitsgefühl. Nach Besserung erneut Fieberanstieg mit Leberschwellung, Ikterus, Nierenbeteiligung, Kreislaufkollaps und toxische Gefäßschädigung mit Bluterbrechen od. Darmblutungen. Bei ungünstigem Verlauf Tod in der 2. Woche, sonst meist völlige Ausheilung. Letalität um 10% bis über 80% unter hospitalisierten Patienten. 90% der Infektionen verlaufen symptomlos.

Therapie: Symptomatisch

Prophylaxe: Mückenschutz, möglichst kein Aufenthalt in Wald- und Buschgebieten. Schutzimpfung!

Nachweis: Bis zum 5. Krankheitstag Virusnachweis aus Blut, Serum oder Organmaterial; ab 5. Krankheitstag Antikörperanstieg im Serum (NT, HAH, KBR).


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