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Hepatitis

Hepatitis A
Infektion und Übertragung
Klinik und Therapie


Hepatitis B
Infektion und Übertragung
Klinik und Therapie

Hepatitis A

Weltweite Verbreitung der Hepatitis A

Weitere Bezeichnungen: Hepatitis infectiosa, epidemische Gelbsucht

Infektion und Übertragung

Infektionsart: Virusinfektion; meldepflichtig sind Erkrankung und Tod.

Erreger: Hepatitis-A-Virus (HAV)

Vorkommen: Weltweit, mit unterschiedlicher Durchseuchung. Nach Schätzungen 2 Mio. Neuerkrankungen/Jahr. Inzidenz unter Reisenden (auch Umsiedler/Auswanderer) 0,3 - 1,7% / Jahr.

Übertragung: Fäkal-orale Übertragung (vom Stuhlgang zum Mund) durch infizierte Nahrungsmittel (Salat, Schalentiere) und Wasser, auch Eßbesteck, Handtücher; selten parenteral (über die Blutbahn). Vor allem Kinder in Entwicklungsländern sind betroffen.

Klinik und Therapie

Nach Inkubationszeit von 2-6 Wochen häufig anikterische Verlaufsform (ohne Gelbsucht), selten schwere ikterische Form (mit Gelbsucht) mit Cholestase (Gallenstau) oder protrahiert, keine chronische Verlaufsform. Im Anfangsstadium von mehreren Tagen Übelkeit, Brechreiz, Durchfall oder Verstopfung. Selbstlimitierende Krankheit. Ausheilung in 4-8 Wochen (selten Monate). Mit zunehmendem Alter klinisch schwererer Verlauf. Ab dem 50. Lebensjahr Letalität 2%.

Therapie: Symptomatisch

Prophylaxe: Hygiene, Schutzimpfung!

Nachweis: Anti-HAV-IgM im Serum.

Hepatitis B

Weltweite Verbreitung der Hepatitis B

Weitere Bezeichnungen: Serumhepatitis, Transfusionshepatitis, Inokulationshepatitis

Infektion und Übertragung

Infektionsart: Virusinfektion; meldepflichtig sind Krankheitsverdacht, Erkrankung und Tod.

Erreger: Hepatitis-B-Virus (HBV)

Vorkommen: Weltweit, bei unterschiedlicher Durchseuchung. Insgesamt höhere Prävalenz (Vorkommen) in südlichen Ländern. Nach Schätzungen über 280 Mio. HBs-Ag-Dauerträger (HBs-Ag = Oberflächenantigen des Virus). Bei ca. 20% der Träger kommt es zu chronischen Lebererkrankungen, die dann auch für den Tod verantwortlich sind.

Übertragung: durch Blut, Blutprodukte, Sexualkontakt, diaplazentar (auf das ungeborene Kind), bei Tätowierung und Drogeninjektion mit unsterilen Nadeln. Hohes Risiko für medizinisches Personal, homosexuelle Männer, Dialysepatienten, in tropischen Ländern für Kinder infizierter Mütter.

Klinik und Therapie

Nach Inkubationszeit von einem Monat bis zu einem Jahr (jahrelange Persistenz des Virus im Gewebe möglich) in der Frühphase Gelenk- und Muskelschmerzen, Juckreiz, dann rasch sich vertiefender Ikterus bei akutem Verlauf. Chronische Verläufe in ca. 5 - 10% der Fälle mit den Folgen chronische persistierende Hepatitis, Leberzirrhose und primäres hepatozelluläres Karzinom.

Therapie: Symptomatisch

Prophylaxe: Schutzimpfung!

Nachweis: HBe-Ag, HBs-Ag Anti-HBc-IgM im Serum, Virusnachweis mit PCR oder DNS-Hybridisationstechnik.


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