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Mansonelliasis

Mansonella ozzardi
Infektion und Übertragung
Klinik und Therapie


Mansonella persistans
Infektion und Übertragung
Klinik und Therapie

Mansonella streptocerca
Infektion und Übertragung
Klinik und Therapie

Mansonella ozzardi

Vorkommen der Mansonella-ozzardi-Filariose

Weitere Bezeichnungen: Mansonelliasis

Infektion und Übertragung

Infektionsart: Parasitose, Nematodeninfestation

Erreger: Mansonella ozzardi, Filaria ozzardi

Vorkommen: In Zentral- und Südamerika. Dort häufige Infektion mit Prävalenz zwischen 2-50%.

Übertragung: Übertragung der Wurmlarven auf den Menschen durch sehr kleine Mücken; die adulten Würmer leben im Fett- und Bindegewebe der Eingeweide.

Klinik und Therapie

Oft asymptomatisch. Allergische Reaktionen, Pruritus, Urtikaria, subkutane Ödeme, Lymphknotenschwellungen, abdominale und Gelenkbeschwerden, Parästhesien sowie Fieber möglich.

Therapie: Meist keine, evtl. bei klinischer Symptomatik (Ivermectin)

Prophylaxe: Schutznetze mit sehr kleiner Maschenweite, geeignete Kleidung. Meiden der Mückenbrutstätten vor allem an bewaldeten Flußläufen. Mückenschutz vor allem abends und nachts.

Nachweis: Nachweis von Mikrofilarien im peripheren Blut (gelegentlich in Hautbiopsien bei Onchozerkoseverdacht).

Mansonella persistans

Vorkommen der Mansonella-persistans-Filariose

Weitere Bezeichnungen: Dipetalonematose perstans

Infektion und Übertragung

Infektionsart: Parasitose, Nematodeninfestation

Erreger: Mansonella perstans (= Acanthocheilonema perstans, Dipetalonema perstans, Filaria perstans)

Vorkommen: Afrika nördlich der Sahara, von Mauretanien bis Sudan etwa 20 Grad nördl. Breite, südlich der Sahara von Südgrenze Angola, Simbabwe bis Mozambique. Südmexiko, Mittelamerika, Venezuela, Trinidad, Guyana, Surinam, Amazonasgebiet, Ostküste Brasiliens, nördl. Argentinien; auch in Indonesien. In Endemiegebieten häufiger Befall, dort Prävalenz von 10 bis zu 50%.

Übertragung: Übertragung der Wurmlarven auf den Menschen durch kleine behaarte Mücken, sog. Gnitzen. Die adulten Filarien leben im peritonealen Bindegewebe weitgehend apathogen.

Klinik und Therapie

In der Regel symptomlos; abdominelle Beschwerden, Gliederschmerzen, Urtikaria, Pruritus, subkutane Ödeme, Arthralgien mit Gelenkschwellung, selten Organmanifestation.

Therapie: Meist keine; evtl. bei klinischer Symptomatik (Albendazol, Mebendazol, Diäthylcarbamazin).

Prophylaxe: Schutznetze mit kleiner Maschenweite, Mückenschutz vor allem abends und nachts, geeignete Kleidung, Meiden von Bananenplantagen.

Nachweis: Mikrofilarien-Nachweis im peripheren (Kapillar-) Blut oder durch Anreicherung (Zentrifugation, Filtration); keine bevorzugte Tageszeit.

Mansonella streptocerca

Vorkommen der Mansonella-persistans-Filariose

Weitere Bezeichnungen: Dipetalonematose streptocerca

Infektion und Übertragung

Infektionsart: Parasitose, Nematoden-Manifestation

Erreger: Mansonella streptocerca (= Acanthocheilonema streptocerca, Dipetalonema streptocerca, Filaria streptocerca).

Vorkommen: Vornehmlich in West-, auch in Zentralafrika südlich des 8. Breitengrades. Unterschiedliche Prävalenz.

Übertragung: Übertragung der Wurmlarven auf den Menschen durch sehr kleine behaarte Mücken, sog. Gnitzen. Die apathogene adulte Filarie lebt im subkutanen Bindegewebe des Thorax- und Schulterbereichs.

Klinik und Therapie

In der Regel keine Beschwerden, gelegentlich Pruritus, papulovesikulöses Exanthem, hypopigmentierte Flecken, verdickte Haut im Schulter-, Thorax-, Oberamrbereich, axilläre LKS.

Therapie: Meist keine, evtl. bei klinischer Symptomatik (Diäthylcarbamazin).

Prophylaxe: Schutznetze mit sehr kleiner Maschenweite, geeignete Kleidung, Mückenschutz, Meiden von Bananenplantagen.

Nachweis: Mikrofilarien-Nachweis in flacher Hautbiopsie. Bei negativem Befund evtl. Provokation mit Diäthylcarbamazin (Mazotti-Test).


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