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Meningokokken-Meningitis

Infektion und Übertragung
Klinik und Therapie

Weltweites Vorkommen der Meningokokken-Meningitis

Weitere Bezeichnungen: Meningitis epidemica

Infektion und Übertragung

Infektionsart: Bakterielle Infektion; meldepflichtig sind Erkrankung und Tod.

Erreger: Neisseria meningitidis, Serogruppen A, B, C, D, W135, Y und andere.

Vorkommen: Weltweit, in unseren Breiten nur sporadisches Auftreten vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern (ca. 600 Fälle/Jahr in Deutschland, meist durch Gruppe B) mit Erkrankungsgipfel im Winter und Frühjahr. Epidemische Meningokokken-Meningitiden in Brasilien, im Süden der Sahara, Indien und Nepal erfassen auch in erster Linie Kinder und Jugendliche (meist Gruppe A, seltener Gruppe C). Erkrankungsgipfel in den Tropen besonders in den Trockenzeiten, im Meningitisgürtel Afrikas mit periodischer Wiederkehr. Saisonale Häufung in den Monaten November / Dezember bis Mai / Juni.

In 1996 Epidemien in Nigeria, Burkina Faso, Niger und Mali. In 10 Monaten aus 22 Staaten des afrikanischen Meningitisgürtels 149.166 Erkrankungen mit 15.783 Todesfällen registriert. Seit Beginn der Meningitis-Saison November 1996 bis Anfang März 1997 in Benin, Burkina Faso, Gambia, Ghana, Mali, Niger, Togo 11.536 Erkrankungen mit 1.576 Todesfällen (13,7%). Nach Schätzungen 100.000 Erkrankungen/Jahr weltweit, bei Epidemien kann die Inzidenz sehr viel höher liegen.

Übertragung: Übertragung durch Tröpfcheninfektion bzw. engen Kontakt zu Trägern; ca. 1-10% der Bevölkerung sind Träger vorwiegend im Nasopharynx.

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