Strongyloidiasis (Zwergwurm-Befall)

Infektion und Übertragung
Klinik und Therapie

Verbreitung des Zwergwurms

Weitere Bezeichnungen: Zwergwurmbefall, Anguillose, Strongyloides-stercoralis-Befall

Infektion und Übertragung

Infektionsart: Parasitose, Nematodeninfestation

Erreger: Strongyloides stercoralis, Kotälchen

Vorkommen: In tropischen Ländern weltweit herdförmig verbreitet. Nach Schätzungen sollen 75 Mio. Menschen von diesen Parasiten befallen sein. Regional bis 30% Prävalenz.

Übertragung: Übertragung der Larven perkutan (über die Haut) durch Kontakt mit fäkalienverschmutztem Boden. Bei Autoinfektion (die Larven gelangen über das Blut in Lunge, Trachea, Pharynx in den Darm, wo es zur Eiablage und neuen infektionsfähigen Larven kommt). Übertragung der Larven aus dem Analbereich über Jahrzehnte möglich.

Klinik und Therapie

Präpatenzzeit 3-4 Wochen. Dann abdominelle Beschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, juckende Dermatitis infolge der sekundären bakteriellen Verunreinigung der von den Larven durchbohrten Hautstellen, akute Pneumonie ("eosinophile Pneumonie, Löffler-Syndrom"). Bei schwerem Befall (insgesamt selten) Fieber, Abmagerung, Anämie, Hyperinfektionssyndrom, Malabsorption, Panenteritis, Ileus.

Therapie: Albendazol, Thiabendazol, Mebendazol.

Prophylaxe: Hygiene, kein Barfußgehen.

Nachweis: Nachweis der Larven im Stuhl oder Duodenalsaft.


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