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Trichinose (Trichinen)

Infektion und Übertragung
Klinik und Therapie

Verbreitung der Trichinose

Weitere Bezeichnungen: Trichinenbefall, Trichinellose

Infektion und Übertragung

Infektionsart: Parasitose, Nematodeninfestation

Erreger: Trichinella spiralis

Vorkommen: Europa, USA, Mexiko, Ostbereiche von Südamerika. Ca. 3000 Neuerkrankungen/Jahr weltweit.

Übertragung: durch Verzehr von ungenügend erhitztem zystenhaltigem (eingekapselte Wurmlarven) Fleisch (Schwein, Bär, Pferd). Unterscheidung von 2 Entwicklungsformen: Dümmdarmparasiten - geschlechtsreife Würmer, Muskelparasiten - eingekapselte Larven im Muskelfleisch. Parasiten zahlreicher Säugetiere, unter diesen Verbreitung durch Fressen von infizierten Fleischabfällen.

Klinik und Therapie

Nach Inkubationszeit von 1-2 Tagen in der gastrointestinalen Phase und 2-4 Wochen in der muskulären Phase (Wanderung der Larven aus der Dünndarmwand über Blut- u. Lymphgefäße in die Muskulatur, wo sie sich einkapseln) zunächst Dünndarmbeschwerden, auch Diarrhöen und Myalgien, dann nach 10 (5-30) Tagen Typhus-ähnliches hohes Fieber, Ödeme (Augenlider, auch Hände, Füße, Skrotum), gelegentlich Exanthem, Schmerz der Augen-, Kau- und Schluckmuskulatur, Husten, Heiserkeit, Atemstörungen. Bei massivem Befall septisches Bild. Tod infolge von Myokarditis, Enzephalitis oder Sekundärinfektionen möglich.

Therapie: Albendazol, Thiabendazol, Mebendazol

Prophylaxe: Tierärztliche Fleischbeschau. Verzehr nur von ausreichend erhitztem Fleisch. Kein Verfüttern von Fleischabfällen an Hausschweine.

Nachweis: Parasitennachweis in Fleischresten. Parasitennachweis im Quetschpräparat eines Muskelbioptats des Erkrankten; serologisch durch KBR, Präzipitationsreaktionen; Hauttest.


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