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Nachrichten zum Thema Ernährung

Fettverteilung: Dicker Hintern schützt vor Krankheiten

Nicht die Menge, sondern die Verteilung des Körperfetts zählt: Schon seit längerem wissen Forscher, dass Fett am Bauch wesentlich schädlicher ist als am Oberschenkel und Gesäß. Dass es aber sogar schützt, haben nun erstmals britische Wissenschaftler zeigen können.

www.spiegel.de vom 14.01.10

Lebensmittelkontrolleure warnen vor Vitaminprodukten

In Vitaminprodukten können sich nicht zugelassene Zusätze befinden, warnen Lebensmittelkontrolleure. Die Präparate würden "häufig durch irreführende krankheits- oder schlankheitsbezogene Aussagen beworben und enthalten oft nicht zugelassene Zusätze", bemängelte der Vorsitzende des Bundesverbandes der Lebensmittelkontrolleure.

www.rp-online.de vom 10.01.10

Gentechnik: Forscher merzen Fettpölsterchen von Mäusen aus

Wie wird man unnötige Fettpolster wieder los? Forscher haben jetzt eine neue Antwort darauf gefunden: Bei Mäusen veränderten sie die Aktivität eines bestimmten Gens - und unterdrückten so die Bildung des weißen Fettgewebes. Die Ergebnisse könnten Übergewichtigen eines Tages helfen.

www.spiegel.de vom 08.01.10

Hormon fördert hemmungslose Fressgelage

Das Phänomen tritt nicht nur an den Weihnachtsfeiertagen auf: Obwohl der Magen längst voll ist, wird weitergegessen. US-Forscher haben jetzt die passende Ausrede gefunden: Schuld ist ein Hormon namens Ghrelin. Von diesem war bereits bekannt, dass es ein Hungergefühl hervorruft, wenn der Magen leer ist oder der Körper nur kalorienarme Nahrung erhält. Darüber hinaus beeinflusst es aber auch Hirnareale, die für das Lustempfinden zuständig sind. Dadurch steigt zum einen der Antrieb, Nahrung zu suchen, zudem speichert das Gedächtnis besser ab, wo und wie das Essen gefunden wurde. Je fettreicher die Kost ist, desto intensiver bleibt die Erinnerung gespeichert und desto größer ist das Verlangen nach weiteren hormoninduzierten Glücksmomenten. Das gilt zumindest für Mäuse, deren diesbezügliche Hirnmechanismen den menschlichen allerdings sehr ähneln, berichten Jeffrey Zigmann von der University of Texas in Dallas und seine Kollegen.

www.wissenschaft.de vom 29.12.09

Müsli in der Steinzeit

Bereits vor 105.000 Jahren bereiteten Menschen Speisen aus Getreide her. Wissenschaftler aus Kanada und Mosambik haben in einer Höhle in Mosambik Werkzeuge zum Mahlen von Getreide entdeckt, die viele Jahrtausende älter sind als die ersten Belege für Sesshaftigkeit und Ackerbau. Bislang nahmen Wissenschaftler an, dass Fleisch und Früchte die Hauptnahrung dieser Jäger und Sammler war und sich die Ernährung erst auf eine kohlenhydrathaltige Kost umstellte, als der Mensch sesshaft wurde und begann, Getreide anzubauen. Die neuen Erkenntnisse zeigen jedoch, dass die Menschen vermutlich schon vor 105.000 Jahren damit begannen, Getreide zu ernten und daraus Mehl herzustellen.

www.wissenschaft.de vom 18.12.09

Was fürs Herz: Ein Gläschen Schampus

Champagnerliebhaber behaupten es seit Jahren, jetzt hat ein britisch-französisches Forscherteam endlich auch die wissenschaftliche Bestätigung geliefert: Der Schaumwein ist gut für den Kreislauf. Noch acht Stunden nach dem Genuss einer halben Flasche ließen sich bei Freiwilligen eine verbesserte Durchblutung und entspanntere Blutgefäße nachweisen, berichten die Forscher. Dahinter steckt vermutlich der gleiche Mechanismus, der auch Rotwein so bekömmlich macht: Da Champagner meist aus weißen und roten Trauben gekeltert wird, enthält er größere Mengen der gesundheitsfördernden Polyphenole als Weißwein und ähnele daher eher dem Rotwein, schreiben die Wissenschaftler.

www.wissenschaft.de vom 16.12.09

Hunger macht Beine

Wer Hunger hat, bewegt sich mehr. Zu diesem Schluss kommen Schweizer Forscher nach einer neuen Studie. Damit widersprechen Markus Stoffel von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und sein Team der häufig vertreten These, wonach viele kleine, über den Tag verteilte Mahlzeiten besser seien als drei Hauptmahlzeiten. In Versuchen mit Mäusen fanden die Wissenschaftler heraus, dass ein durch stetiges Futtern oder krankhafte Fettleibigkeit ständig erhöhter Insulinspiegel ein Protein unterdrückt, das den Bewegungsdrang beeinflusst, berichtet die Hochschule.

www.wissenschaft.de vom 04.12.09

Was Soja gegen Krebs tun kann

Soja könnte in Zukunft ein natürliches Medikament gegen Krebs liefern. Zu diesem Schluss sind US-Forscher über einen Umweg gekommen: Sie hatten entdeckt, dass es im Körper von Taufliegen eine Gruppe von Substanzen gibt, die offenbar Zellen in den Selbstmord treiben können – eine Wirkung, die ebenso als Schlüsselfaktor für die Krebsvorbeugung wie auch für die für Entwicklung neuer Krebsmedikamente gilt. Da sich diese Substanzen auch in Sojabohnen finden, sei die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich die Hülsenfrüchte in Zukunft als Lieferant für derartige Wirkstoffe nutzen lassen, schreiben die Wissenschaftler um Julie Saba vom Children's Hospital and Research Center in Oakland.

www.wissenschaft.de vom 25.11.09

Diät fürs Hirn

Eine eiweißreiche Ernährung ist möglicherweise gar nicht so gut fürs Gehirn wie bisher angenommen: Sie scheint bei Mäusen mit einer Alzheimer-artigen Erkrankung zu einem verkleinerten Denkorgan zu führen. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt ein Forscherteam von der Mount Sinai School of Medicine in New York. Die Wissenschaftler untersuchten, wie sich verschiedene Ernährungsweisen auf den Krankheitsverlauf von Mäusen mit einer Veranlagung zur Alzheimer-Krankheit auswirken. Im Moment sei allerdings unklar, ob diese Effekte auch beim Menschen eine Rolle spielen, schreiben die Forscher. Bisher hatten Studien nur Hinweise darauf ergeben, dass eine fettarme Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Fisch die Alzheimer-Krankheit verzögern kann.

www.wissenschaft.de vom 21.10.09

Eine bittere Erkenntnis

Ein italienisch-deutsches Forscherteam hat entdeckt, wie die Zunge die bitterste Substanz der Welt wahrnimmt: Der Stoff namens Amarogentin, der aus Enzian gewonnen wird, dockt gleich an vier spezielle Antennenmoleküle an, die seine Anwesenheit dann ans Gehirn melden. Dieses System ermöglicht es, Amarogentin noch in einer Verdünnung von eins zu 58 Millionen zu schmecken – eine Konzentration, die entsteht, wenn man ein Schnapsglas des Bitterstoffs mit der Wassermenge von 5.800 Badewannen verdünnt.

www.wissenschaft.de vom 14.10.09

Eine Milch für gewisse Stunden

Ein Baby sollte abgepumpte Muttermilch zu der Tageszeit bekommen, zu der sie auch gebildet wird, empfehlen spanische Forscher. Der Grund: Die tagsüber produzierte Milch ist anders zusammengesetzt als die nachts gebildete. Letztere enthält beispielsweise größere Mengen an Substanzen, die den Schlaf fördern, während in ersterer eher anregende Inhaltsstoffe zu finden sind. Es sei also nicht sinnvoll, morgens abgepumpte Milch bis abends aufzuheben und den Säugling dann damit zu füttern, schließen die Forscher um Cristina Sánchez von der Universität in Extremadura.

www.wissenschaft.de vom 05.10.09

Was Olivenöl noch so alles kann

Ein Bestandteil hochwertigen Olivenöls entpuppt sich nach und nach als wahrer Tausendsassa: Die Oleocanthal genannte Substanz wirkt nicht nur entzündungshemmend, durchblutungsfördernd und schmerzlindernd, sondern kann möglicherweise sogar die Alzheimer-Krankheit stoppen, legt jetzt eine Studie amerikanischer Forscher nahe. Zumindest im Labor verändert sie nämlich Proteinfragmente, die mit dem Frühstadium der Krankheit in Verbindung gebracht werden, chemisch so, dass diese nicht mehr an die Kontaktstellen zwischen Nervenzellen andocken können. Dadurch wird auch die Schädigung der Zellen verhindert, die schließlich zum typischen Gedächtnisverlust bei Alzheimer führt. Ob das Oleocanthal jedoch die gleiche Wirkung auch im Körper ausübt, ist bislang völlig unklar.

www.wissenschaft.de vom 01.10.09

Fettes Essen macht Hunger nach mehr

Fette mit hohen Anteilen gesättigter Fettsäuren wie beispielsweise Butter oder das in Fleischgerichten enthaltene Fett stören einen Regelmechanismus des Körpers: Sie bringen das Gehirn dazu, den Körperzellen zu signalisieren, ihrerseits die Signale der Hormone Leptin und Insulin zu ignorieren. Diese beiden Botenstoffe dienen der Regulierung des Gewichts, sagen dem Körper also, wenn genug Nahrung vorhanden ist. Wer viel solches Fett zu sich nimmt, neigt also dazu, immer noch mehr zu essen. Diesen Mechanismus haben Forscher von der Universität von Texas in Dallas in Versuchen mit Ratten nachvollzogen.

www.wissenschaft.de vom 15.09.09

Wie eine falsche Aminosäure krank machen kann

Bei Zöliakiepatienten werden durch ein leicht verändertes Protein Weizenbestandteile länger an Immunzellen gebunden als bei gesunden Menschen. Das löst eine Überreaktion des Immunsystems auf den eigentlich harmlosen Stoff aus und führt zu der weit verbreiteten Glutenunverträglichkeit, hat ein internationales Forscherteam herausgefunden. Demnach hängt die Darmerkrankung Zöliakie meist mit dem Einbau einer falschen Aminosäure in ein körpereigenes Eiweiß zusammen, das an der Erkennung von Fremdkörpern beteiligt ist. Die fehlerhafte Aminosäure verändert die Oberfläche des Proteins und damit seine Bindungseigenschaften, was die Immunantwort hervorruft, obwohl das gebundene Weizenprotein eigentlich gar nicht bekämpft werden müsste.

www.wissenschaft.de vom 31.08.09

Gesunder Genuss: Schokolade könnte Patienten nach Herzinfarkt schützen

Dreimal die Woche Schokolade zu essen, ist vermutlich gesund. Schwedische Forscher haben Herzinfarktpatienten untersucht und entdeckt, dass ihr Risiko für weitere Herzattacken sank, wenn sie die Leckerei genossen - allerdings nur in Maßen.

www.spiegel.de vom 13.08.09

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