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Comfort Food – Trostessen – nennt man im Englischen Nahrungsmittel, die nicht nur den körperlichen Hunger stillen, sondern auch der Seele guttun. Zwei US-Psychologen haben sich nun die Frage gestellt, wie der Trost eigentlich ins Trostessen hinein kommt. Ihr Ergebnis: Das Essen lindert Einsamkeit, weil uns die jeweilige Speise an wichtige Menschen in unserem Leben erinnert und an das Gefühl, bei ihnen geborgen zu sein. Essen kann demnach, obwohl eigentlich ein relativ neutrales Objekt, zu einer Art Ersatz-Bezugsperson werden, zu der man eine echte emotionale Beziehung aufbaut.
www.wissenschaft.de vom 04.05.11
Salz gilt als Risiko, weil es den Blutdruck erhöht. Nun jedoch haben Forscher eine erstaunliche Entdeckung gemacht: Menschen mit zu wenig Salz im Urin sterben anscheinend eher an Herz- und Kreislaufkrankheiten. Die Ernährung sollte darauf eingestellt werden.
www.spiegel.de vom 04.05.11
Wissen Sie, welcher Darmtyp Sie sind? Diese Frage mag ein bisschen befremdlich erscheinen, sie könnte in Zukunft aber ebenso routinemäßig gestellt werden wie die nach der Blutgruppe. Denn laut einer Studie eines großen internationalen Forscherteams gehört jeder Mensch einer von drei Gruppen an, die sich durch die Zusammensetzung der Bakteriengemeinschaft im Darm unterscheiden: Beim Typ 1 dominieren Mikroben der Gattung Bacteroides, bei Typ 2 sind Angehörige der Gattung Prevotella am häufigsten vertreten und bei Typ 3, dem häufigsten Typ, findet sich hauptsächlich die Gattung Ruminococcus. Die drei Gruppen scheinen sich vor allem darin zu unterscheiden, wie effektiv sie Energie aus der Nahrung gewinnen und welche Vitamine sie in welchen Mengen produzieren.
www.wissenschaft.de vom 21.04.11
Das Appetit-Hormon Ghrelin schärft den Riechsinn. Diese Wirkung konnten US-Forscher sowohl bei Ratten als auch bei menschlichen Probanden nachweisen. Nach der Gabe des Hormons schnupperten Tier und Mensch bei Experimenten stärker an Duftquellen und konnten Gerüche auch besser wahrnehmen. Die Forscher vermuten, dass der Botenstoff direkt den Riechkolben im Gehirn beeinflusst und bei Hunger den Riechsinn für Nahrung schärft. Die Ergebnisse offenbaren damit eine spannende Funktion des Ghrelins bei der Steuerung des Essverhaltens, sagen die Forscher um Jenny Tong von der University of Cincinnati.
www.wissenschaft.de vom 13.04.11
Äpfel sind gesund - doch laut einer neuen Studie sollen sie noch besser wirken als bisher vermutet. In einer Studie wollen Forscher herausgefunden haben, dass die Früchte gleich mehrere positive Effekte haben. Der Grund ist rätselhaft.
www.spiegel.de vom 13.04.11
US-amerikanischen Forschern zufolge ist der Apfel ein wahres Wunderobst: Täglich ein paar getrocknete Äpfel senken den Cholesterinspiegel und reduzieren das Körpergewicht. Zu diesem Ergebnis kommt ihre Studie mit 80 Probandinnen, die über ein Jahr hinweg täglich 75 Gramm Trockenäpfel gegessen haben. Bereits nach sechs Monaten war der Wert des "schlechten Cholesterins" (LDL) um 23 Prozent gesunken, der Spiegel der günstigen Form des Cholesterins (HDL) dagegen um 4 Prozent gestiegen. Es ist bekannt, dass hohe Werte von LDL im Zusammenhang mit Gefäßerkrankungen stehen. Außerdem reduzierte sich das Körpergewicht der Probandinnen im Durchschnitt um 1,5 Kilogramm, stellten die Wissenschaftler fest.
www.wissenschaft.de vom 13.04.11
Die Lust auf viel Kaffee ist im Erbgut verankert. Darauf deuten zumindest die Ergebnisse einer Studie US-amerikanischer Forscher hin: Sie haben Variationen zweier Erbanlagen identifiziert, die typischerweise bei Menschen mit hohem Koffeinkonsum vorkommen. Die Gene beeinflussen vermutlich die Abbaurate des Wachmacherstoffs im Körper. Genau darin sehen die Forscher auch den Zusammenhang zum Trinkverhalten: Bei entsprechend veranlagten Menschen verschwindet das Koffein sehr schnell wieder aus dem Körper, und sie benötigen neues, um die anregende Wirkung zu spüren. So schenken sie sich immer wieder neuen Kaffee ein, um die Koffeinwirkung aufrecht zu erhalten.
www.wissenschaft.de vom 08.04.11
Fasten ist nicht gleich Fasten - wer eine Auszeit vom Essen plant, hat die Wahl zwischen verschiedenen Modellen. Nicht alle sind zu empfehlen, einige können tödlich enden. Manche haben nicht einmal etwas mit Nahrung zu tun.
www.spiegel.de vom 30.03.11
Die Größe des Gehirns ist bei Säugetieren eng mit der Länge der Tragedauer und Stillzeit verknüpft. Diesen Zusammenhang zeigen die Analysen zweier britischer Evolutionsbiologen zu den Daten verschiedener Säugetierarten inklusive des Menschen. Sie verglichen die Spezies bezüglich vieler körperlicher Faktoren und Verhaltensweisen. Dabei wurde eine eindeutige Verknüpfung deutlich: Je größer das Gehirn, desto mehr müssen Muttertiere in ihre Nachkommen investieren. Offenbar ist der Nutzen einer starken Hirnleistung für den Erfolg einer Tierart den Aufwand wert, sagen die Forscher.
www.wissenschaft.de vom 29.03.11
Südkoreanische Forscher sind auf einen Zusammenhang zwischen chronischer Mittelohrentzündung bei Kindern und Übergewicht gestoßen: Die Ohrenerkrankung scheint den Geschmackssinn zu verändern und könnte so möglicherweise dazu führen, dass die betroffenen Kinder sich weniger gesund ernähren. Entdeckt haben die Wissenschaftler diese Verbindung in einer Studie mit insgesamt 84 Kindern. Dabei waren die Kinder, die an chronischer Mittelohrentzündung litten, signifikant dicker als die der gesunden Vergleichsgruppe, und auch ihr Geschmackssinn war häufiger gestört - sie konnten vor allem süß und salzig nicht mehr so gut wahrnehmen.
www.wissenschaft.de vom 22.03.11
Der Konsum von mehr als einer Tasse Kaffee pro Tag geht bei Frauen mit einem verringerten Schlaganfallrisiko einher. Das hat ein schwedisch-finnisches Forscherteam in einer Studie mit 34.670 Frauen herausgefunden, die zu Beginn der Studie keine Herz-Kreislauf-Probleme gehabt hatten. Frauen, die mehr als eine Tasse Kaffee pro Tag tranken, hatten in den Folgejahren im Vergleich zu Frauen, die weniger als eine Tasse täglich zu sich nahmen, ein um 22 bis 25 Prozent geringeres Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Dieser Unterschied blieb auch dann bestehen, wenn die Forscher andere Risikofaktoren wie Gewicht, Tabak- oder Alkoholkonsum, Diabetes oder Bluthochdruck berücksichtigten. Noch sei es jedoch zu früh, seine Trinkgewohnheiten in Bezug auf Kaffee zu ändern, warnen die Forscher. Weitere, tiefer gehende Studien seien nötig, schreiben Susanna Larsson vom Karolinska-Institut und ihre Kollegen.
www.wissenschaft.de vom 11.03.11
Die Zahl fettleibiger Menschen auf der Welt hat sich seit 1980 verdoppelt. Das zeigt eine globale Analyse der Entwicklung gesundheitlicher Risikofaktoren. Die Datenauswertung eines internationalen Forscherteams offenbart aber auch positive Trends: Trotz der Gewichtszunahme ist die Häufigkeit von Bluthochdruck und hohen Cholesterin-Werten in den westlichen Industriestaaten leicht zurückgegangen. Hier scheinen sich verbesserte Früherkennung und Behandlung sowie weniger Salzkonsum und der geringerer Verzehr ungesättigter Fette in den Industriestaaten auszuzahlen, sagen die Forscher, denn normalerweise gehen Übergewicht und Bluthochdruck sowie hohe Blutfettwerte Hand in Hand.
www.wissenschaft.de vom 04.02.11
Eine spezielle hypoallergene Ernährung könnte die Symptome der Aufmerksamkeits-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) zumindest bei einigen betroffenen Kindern verringern. Zu diesem Ergebnis kommt ein niederländisches Forscherteam nach einer Studie mit 100 Freiwilligen. Darin hatten die Wissenschaftler vier bis acht Jahre alten ADHS-Kindern fünf Wochen lang nur Nahrungsmittel gegeben, die wenig Allergene enthalten. Dabei stellten sie fest, dass sich dies positiv auf die Aufmerksamkeit und das Verhalten der Kleinen auswirkte. Die spezielle Diät sollte daher Teil der Behandlung aller Kinder mit ADHS sein, empfehlen die Forscher um Jan Buitelaar.
www.wissenschaft.de vom 04.02.11
Schwedische Forscher sind möglicherweise dahintergekommen, warum eine Portion Spinat nicht nur dem Comic-Helden Popeye so gewaltige Körperkraft beschert: Die Nitrate, die in dem grünen Blattgemüse enthalten sind, verbessern die Effizienz der Muskeln, so dass diese mit weniger Sauerstoff die gleiche Leistung erbringen. Zeigen konnten die Schweden das in einem Versuch mit 14 Freiwilligen, denen sie nach einer dreitägigen Nitratkur kleine Gewebeproben aus den Oberschenkelmuskeln entnahmen. Die Entdeckung zeige einmal mehr, dass Nitrate ihren schlechten Ruf nicht verdient haben, sagen die Forscher - die Stickstoffverbindungen galten lange als gesundheitsschädlich oder gar krebserregend. Vielmehr scheinen die Salze sogar verschiedene positive Effekte auf die Gesundheit zu haben. Voraussetzung dafür sei allerdings eine gesunde Mundflora, denn für die Verarbeitung von Nitrat braucht es Bakterien, die im Speichel leben, schreiben Filip Larsen und seine Kollegen.
www.wissenschaft.de vom 02.02.11
Nach einer Mandeloperation legen viele Kinder an Gewicht zu. Das haben US-amerikanische Hals-Nasen-Ohrenärzte bei einer Auswertung der Ergebnisse mehrerer Untersuchungen herausgefunden. Sie verglichen dazu neun ausgewählte Studien über Kinder, bei denen eine Mandeloperation vorgenommen und deren Gewicht etwa ein Jahr nach der Operation erneut gemessen worden war. Dabei fanden sie heraus, dass verhältnismäßig viele Kinder nach der Operation zugenommen hatten. Warum, sei bisher unklar, es könnte jedoch sein, dass sich das Essverhalten der Kinder nach dem Eingriff ändere. Die Ärzte fordern daher, Eltern und Kinder nach einer Mandeloperation über ausgewogene Ernährung und einen gesunden Lebensstil zu informieren. Da die Daten der verschiedenen Studien sehr unterschiedlich erhoben und gewichtet wurden und dadurch auch schlecht zu vergleichen waren, betonen Anita Jeyakumar von der Saint Louis University und ihre Kollegen, wie wichtig es sei, weitere Studien durchzuführen.
www.wissenschaft.de vom 01.02.11
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