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Nachrichten zum Thema Ethik

Militärtechnologie: Forscher warnen vor Waffen mit Gedankensteuerung

Hirnströme steuern Drohnen, Chemikalien erhöhen die Denkleistung, Hightech-Messgeräte lesen Gedanken: Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften wecken das Interesse des Militärs. Jetzt warnen britische Forscher vor den Folgen.

www.spiegel.de vom 07.02.12

Künstliche Befruchtung: Erstes deutsches Baby nach Erbgut-Diagnose geboren

Es ist ein Mädchen: Das erste Baby Deutschlands, bei dem Mediziner eine Präimplantationsdiagnostik (PID) durchführten, ist in Lübeck zur Welt gekommen. Mittels des Tests konnte ein tödlicher Gendefekt ausgeschlossen werden.

www.spiegel.de vom 27.01.12

Lebensmittelverschwendung: Her mit den krummen Gurken!

Lebensmittel gibt es in Deutschland im Überfluss: Millionen Tonnen Brot, Obst, Fleisch und Milchprodukte landen jedes Jahr im Müll. Immer mehr Menschen halten das für untragbar – und einige tun etwas dagegen.

www.spiegel.de vom 22.01.12

Altruismus-Studie: Evolution macht Roboter selbstlos

Selbstlos können nicht nur Menschen sein – auch bei Tieren und Bakterien kommt die Eigenschaft vor. Jetzt haben Forscher sogar Robotern beigebracht, nett zueinander zu sein. Damit wollen sie der Evolution des altruistischen Verhaltens auf die Spur kommen.

www.spiegel.de vom 09.05.11

Synthetische Biologie: Leben aus dem Lego-Baukasten

Maßgeschneiderte Bakterien stellen billig Medikamente her, Einzeller besiedeln den Mars: Wissenschaftler hoffen auf bahnbrechende Neuerungen durch die synthetische Biologie. SPIEGEL ONLINE erklärt, was die Mikroben-Ingenieure für die Zukunft planen.

www.spiegel.de vom 05.01.10

Stammzellen: Besinnung auf die inneren Werte

US-Forschern ist es erstmals gelungen, spezialisierte Körperzellen in vielseitige Stammzellen umzuprogrammieren, ohne dabei Gene oder Proteine in die Zellen einschleusen zu müssen. Der Trick: Die Wissenschaftler aktivierten mit Hilfe spezieller Kulturbedingungen einfach die zelleigenen Varianten der Gene, die bei frühreren Ansätzen von außen eingeschleust worden waren. Auf diese Weise erzeugten sie aus Zellen aus der Augenhornhaut von Ratten Stammzellen, die den vielseitigen embryonalen Stammzellen stark ähnelten. Da die Umprogrammierung ohne fremdes Genmaterial auskomme, sei auch das Risiko, dass sich Krebs entwickele, sehr viel geringer als bei bisherigen Versuchen, so die Forscher. Das Verfahren könne sich daher sehr gut für die Erzeugung maßgeschneiderter Stammzellen eignen.

www.wissenschaft.de vom 23.10.09

Stammzellen: Tausendsassa aus der Nabelschnur

Statt Hautzellen könnten in Zukunft umprogrammierte Nabelschnurblutzellen die begehrten pluripotenten Stammzellen liefern, die sich in jede Art von Körpergewebe verwandeln lassen. Die Basis für diese Vision haben jetzt ein spanisches und ein deutsches Forscherteam gelegt: Es gelang ihnen, Zellen aus Nabelschnurblut so umzuprogrammieren, dass sie nicht mehr von embryonalen Stammzellen zu unterscheiden waren. Vorteil der Methode: Die Nabelschnurblutzellen sind noch sehr jung, so dass ihr Erbgut kaum Mutationen angesammelt hat, und sie sind noch nicht ausgereift, so dass das Gewebe eines potenziellen Empfängers nicht ganz so exakt passen muss wie bei älteren Zellen. Die bereits existierenden Nabelschnurblutbanken wären zudem eine reiche und leicht zugängliche Quelle für die umprogrammierten pluripotenten Zellen, kommentieren die Forscher.

www.wissenschaft.de vom 02.10.09

Bremen: Behörde lehnt Affenversuche erneut ab

Die umstrittenen Experimente an Affen in Bremen dürfen nicht fortgesetzt werden – das hat das Gesundheitsressort der Stadt beschlossen. Die Universität will die Entscheidung anfechten und notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.

www.spiegel.de vom 12.08.09

Aus Hautzellen werden Mäuse

Aus normalen Körperzellen entstehen kleine Mäuse: Erstmals konnten chinesische Forscher Mäuse aus Abkömmlingen von Bindegewebszellen und nicht aus solchen von Embryozellen klonen. Die Forscher programmierten die Bindegewebszellen in Stammzellen um und erzeugten aus ihnen lebende Mäuse. Es ist das erste Mal, dass aus rückprogrammierten Körperzellen lebende Organismen entstanden. Auch der Nachwuchs in zweiter und dritter Generation haben sich gesund entwickelt.

www.wissenschaft.de vom 24.07.09

Eher Cousins als Zwillinge

Die umprogrammierten Hautzellen, die als Hoffnungsträger für den Ersatz embryonaler Stammzellen gelten, unterscheiden sich wohl doch grundlegender von den echten embryonalen Zellen als bisher angenommen: Forscher haben jetzt gezeigt, dass eine ganze Reihe von Genen in den beiden Zellarten unterschiedlich aktiv sind. Bei den Abweichungen handelt es sich nicht um Spuren der Umprogrammierung, denn das Muster ist unabhängig von der für die Verjüngung verwendeten Methode und sogar davon, ob die Zellen vom Menschen oder der Maus stammen. Die umprogrammierten Hautzellen sollten daher als eigene Klasse von vielseitigen Zellen betrachtet werden, empfehlen die Forscher. Welche Konsequenzen diese Unterschiede für einen möglichen späteren Einsatz in der Klinik haben, sei jedoch noch vollkommen offen.

www.wissenschaft.de vom 03.07.09

Das Moral-Ideal

Moralisches und unmoralisches Verhalten balancieren sich gegenseitig aus: Wer sich in einem bestimmten Bereich besonders selbstlos verhält, neigt dazu, in einem anderen äußerst egoistisch zu handeln. Umgekehrt verursacht rücksichtsloses Verhalten nicht selten den Drang, etwas Gutes zu tun, haben US-Psychologen in einer kleinen Studie nachgewiesen. Ihre Schlussfolgerung: Ähnlich wie man sich nach einem ausgedehnten Lauftraining gerne einmal ein besonders üppiges Abendessen gönnt, gleicht man instinktiv Abweichungen vom idealen Level des moralischen Selbstwertgefühls aus – sei es nun nach oben oder nach unten.

www.wissenschaft.de vom 30.06.09

Streit über britisches Mütterchen

Sie ist im besten Oma-Alter, wird aber gerade Mutter: Eine 66-jährige Britin ist im achten Monat schwanger – dank Eizellspende in einer ukrainischen Klinik. Mediziner halten diese Praxis für fragwürdig.

www.spiegel.de vom 17.05.09

Elsevier ließ Pseudo-Fachblätter von Pharmafirmen bezahlen

Peinliche Panne beim renommierten Wissenschafts-Verlag: Elsevier hat in Australien jahrelang im Auftrag von Pharma-Konzernen Zeitschriften herausgebracht, die wie unabhängige Fachtitel aussahen. Einer ist nun Gegenstand in einem Schadensersatz-Prozess.

www.spiegel.de vom 11.05.09

Sprache und Wahrheit: Wenn Wissenschaftler lügen

Wissenschaft will genau sein – doch die Sprache ist oft unscharf. Wann werden Aussagen unexakt? Wo beginnt die Unwahrheit? Chemie-Nobelpreisträger Roald Hoffmann diskutiert mit Geisteswissenschaftlern, ob das Einfache oder das Komplexe lügt.

www.spiegel.de vom 20.03.09

Mehr Hilfe zur Selbsthilfe

Noch immer geben Industrieländer zu viel Geld für teure Lebensmitteltransporte nach Afrika aus, anstatt nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung vor Ort zu finanzieren. Der Entwicklungsforscher Pedro Sanchez verdeutlicht die Ineffizienz dieser besonders von den USA praktizierten Methode jetzt mit einige Zahlen: Afrikaner mit einer Tonne Mais aus den USA zu versorgen, kostet im Schnitt 812 Dollar. Demgegenüber stehen 135 Dollar, die nötig wären, um die Produktivität von Maisfeldern vor Ort um eine Tonne zu steigern und die Situation der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern. Auch das Einkaufen derselben Menge Mais auf afrikanischen Märkten für 320 Dollar wäre noch deutlich billiger als die Verschiffung von amerikanischem Mais.

www.wissenschaft.de vom 12.03.09

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