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Was "mehr" und "weniger" bedeutet, wissen nicht nur wir Menschen. Auch Affen können Mengen vergleichen. Forscher haben jetzt herausgefunden, mit welchen Nervenzellen die Tiere diese mathematische Aufgabe lösen.
www.spiegel.de vom 19.01.10
Mindestens 50 Bakterienarten tummeln sich in einer menschlichen Achsel. Deohersteller entwickeln immer raffiniertere Methoden, um den Schweißgeruch zu kaschieren. Die neuesten Duftstoffe manipulieren dafür sogar die menschliche Biochemie.
www.spiegel.de vom 17.01.10
Wir essen sie, wir mästen damit unsere Tiere, mit ihrem Öl können wir sogar unsere Autos betanken: Wissenschaftler haben nun das Erbgut der Sojabohne entziffert, einer der wichtigsten Nutzpflanzen des Menschen. Die Herstellung von gentechnisch verändertem Soja dürfte zukünftig noch einfacher werden.
www.spiegel.de vom 15.01.10
US-Forscher haben möglicherweise entdeckt, warum Antidepressiva bei über der Hälfte der Patienten nicht oder nicht sofort anschlagen: Die Betroffenen haben vermutlich überdurchschnittlich viele Andockstellen für den Gehirnbotenstoff Serotonin an bestimmten Nerven in ihrem Hirnstamm. Kommen diese als Rezeptoren bezeichneten Andockstellen mit dem Botenstoff in Kontakt, drosseln sie die Eigenproduktion von Serotonin im Gehirn. Eine künstliche Erhöhung des Serotoninspiegels, die durch viele Antidepressiva herbeigeführt wird, hat in solchen Fällen also kaum eine Wirkung, weil sie zu einem Stopp der Serotoninbildung führt und damit im Endeffekt keine echte Erhöhung des Spiegels erreicht.
www.wissenschaft.de vom 14.01.10
Normalerweise steuert das Gen CETP den Cholesterin-Stoffwechsel. Eine Variante davon findet sich häufiger in alten Menschen. Nun haben Wissenschaftler entdeckt, dass das Gen auch mit einem verminderten Risiko für geistigen Verfall und Demenz einhergeht.
www.spiegel.de vom 13.01.10
Wissenschaftler haben ein Gen entdeckt, das das Risiko von Demenz- und Alzheimer-Erkrankungen reduziert und damit den altersbedingten Rückgang der Gehirnfunktion verlangsamen kann. Das Gen namens CETP hat einen Einfluss auf Cholesterinpartikel, wirkt sich jedoch auch auf die mentalen Fähigkeiten aus, fanden die Forscher um Richard Lipton von der Yeshiva University in New York heraus. Mit diesem Wissen könnten künftig Medikamente entwickelt werden, die den Effekt dieses Gens imitieren, um ältere Menschen vor Alzheimer zu schützen.
www.wissenschaft.de vom 13.01.10
Patienten ertragen bei Migräneanfällen kein Licht, denn es verschlechtert ihren Zustand massiv. Den Grund dafür haben nun US-Wissenschaftler herausgefunden: Spezielle lichtsensitive Rezeptorzellen in der Netzhaut schicken ihre Signale über den Sehnerv direkt zu den Nervenzellen im Gehirn, die bei Migräne aktiv sind. Durch die Impulse werden die Neuronen innerhalb von Sekunden aktiv und sie bleiben es auch, weshalb sich die pulsierenden Kopfschmerzen selbst in dunklen Räumen noch 20 bis 30 Minuten lang verstärken.
www.wissenschaft.de vom 11.01.10
Die Ziffer 3 ist grün, die 5 gelb - für Synästhetiker gleicht Rechnen einem kunterbunten Sinnesrausch: Sie nehmen Zahlen als Farben wahr. Jetzt haben Forscher neue Hinweise dafür gefunden, dass man ihre verblüffendene Wahrnehmung zumindest teilweise erlernen kann.
www.spiegel.de vom 08.01.10
Wie wird man unnötige Fettpolster wieder los? Forscher haben jetzt eine neue Antwort darauf gefunden: Bei Mäusen veränderten sie die Aktivität eines bestimmten Gens - und unterdrückten so die Bildung des weißen Fettgewebes. Die Ergebnisse könnten Übergewichtigen eines Tages helfen.
www.spiegel.de vom 08.01.10
Überraschung bei Tierversuch: Die Strahlung von Mobiltelefonen hat sowohl bei gesunden als auch bei genetisch veränderten Mäusen mit Alzheimer-Merkmalen die Gedächtnisleistung verbessert. Inwieweit die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind, ist allerdings unklar.
www.spiegel.de vom 07.01.10
Australische Forscher sind der Entwicklung von wirkungsvollen Osteoporose-Medikamenten einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Bislang war es nahezu unmöglich, den Knochenaufbau gezielt anzuregen, ohne gleichermaßen den Knochenabbau zu stimulieren. Ein Forschungsschwerpunkt liegt darum auf der Trennung dieser beiden Stoffwechselvorgänge. Den Wissenschaftlern gelang es nun in Versuchen mit Mäusen, ein Schlüsselprotein ausfindig zu machen, das über zwei verschiedene Rezeptoren den Knochenauf- und -abbau reguliert. Nachdem sie bei einigen Tieren den für den Abbau zuständigen Rezeptor ausgeschaltet hatten, wiesen deren Knochen eine wesentlich höhere Dichte auf, berichten Natalie Sims vom der University of Melbourne und ihr Team.
www.wissenschaft.de vom 05.01.10
Die Behandlung von Schizophrenie wird künftig durch ein Tiermodell unterstützt: US-Wissenschaftler haben Mäuse künstlich in den Krankheitszustand versetzt und mit den schizophrenen Tieren die Wirksamkeit von Medikamenten überprüft. Durch die Ausschaltung eines Gens lösten die Neurobiologen quasi die Bremsen bei den Hirnzellen, die bei komplexen Denkvorgängen und Entscheidungen über angemessenes Sozialverhalten aktiv sind. Bei den nun ungehemmten Mäusen zeigten sich eine Beeinträchtigung des Kurzeitgedächtnisses und eine erhöhte körperliche Unruhe. Bisher existierten keine Modelle, mit deren Hilfe Mediziner Therapien gegen die psychischen Störungen entwickeln können, an denen ein Prozent der Weltbevölkerung leidet.
www.wissenschaft.de vom 30.12.09
Bereits vor 105.000 Jahren bereiteten Menschen Speisen aus Getreide her. Wissenschaftler aus Kanada und Mosambik haben in einer Höhle in Mosambik Werkzeuge zum Mahlen von Getreide entdeckt, die viele Jahrtausende älter sind als die ersten Belege für Sesshaftigkeit und Ackerbau. Bislang nahmen Wissenschaftler an, dass Fleisch und Früchte die Hauptnahrung dieser Jäger und Sammler war und sich die Ernährung erst auf eine kohlenhydrathaltige Kost umstellte, als der Mensch sesshaft wurde und begann, Getreide anzubauen. Die neuen Erkenntnisse zeigen jedoch, dass die Menschen vermutlich schon vor 105.000 Jahren damit begannen, Getreide zu ernten und daraus Mehl herzustellen.
www.wissenschaft.de vom 18.12.09
Das Fühlen von Temperaturunterschieden und Schmerzen ist ein lebenswichtiger Mechanismus – so wichtig, dass die Natur für diese Sinneswahrnehmungen eine doppelte Sicherung eingebaut hat. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam um Frank Rice vom Albany Medical College in New York. Sie entdeckten Nerven, die in den Blutgefäßen und Schweißdrüsen verlaufen und völlig unabhängig von den Nervenzellen in der Haut agieren. Die Sinneseindrücke sind in ihrer Ausprägung allerdings wesentlich schwächer, weshalb sie normalerweise von den Signalen überlagert werden, die direkt von den Nervenzellen der Haut registriert und ans Gehirn gesendet werden. Das erklärt, weshalb die Wissenschaftler die speziellen Sensoren bei Menschen entdeckten, bei denen die Nervenzellen der Haut aufgrund einer Erbkrankheit nicht funktionieren.
www.wissenschaft.de vom 09.12.09
Schon bei der Aussicht auf Süßigkeiten beginnen die Muskeln, Blutzucker aufzunehmen. Mit diesem Trick hält das Gehirn vorausschauend den Glukosespiegel im Gleichgewicht, haben japanische Forscher bei Versuchen mit Mäusen herausgefunden. Ausgelöst wird der erhöhte Stoffwechsel über das Hormon Orexin, das Essverhalten und Wachheitszustand im Steuerzentrum des Gehirns beeinflusst. Die Versuchstiere durften sich mehrere Tage lang an Glukose-Sirup gütlich tun, um die Erwartung für die Nascherei zu wecken. Blockierten nun die Forscher bei einem Teil der Mäuse die Aufnahme des Appetit-Hormons Orexin, stieg der Blutzucker an. Die unbehandelte Kontrollgruppe regulierte dagegen ihren Spiegel, so dass es nicht zu einem Anstieg kam.
www.wissenschaft.de vom 02.12.09
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