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Viele Krebspatienten nehmen enorm ab, einige sterben sogar an den Folgen des Gewichtsverlusts. Ein Versuch mit Mäusen gibt jetzt einen Hinweis, wie sich die Abmagerung stoppen lässt. Doch vollständig erklären können Mediziner das gefährliche Symptom noch nicht.
www.spiegel.de vom 17.06.11
Der Tabak geht, das Übergewicht kommt: Das haben schon viele Menschen erlebt, die mit dem Rauchen aufgehört haben. Jetzt haben Forscher im Experiment mit Mäusen herausgefunden, wie Nikotin den Appetit hemmt - und hoffen auf neue Waffen gegen die Fettleibigkeit.
www.spiegel.de vom 10.06.11
Kam das Leben aus dem All auf die Erde - und ist es überall im Kosmos verbreitet? Eine neue Studie erhärtet diesen Verdacht: In einem Meteoriten haben Forscher die grundlegenden Bausteine des Lebens gefunden.
www.spiegel.de vom 10.06.11
Nach einem Infarkt ist das Herz meist für immer geschädigt. Jetzt aber ist es Forschern erstmals gelungen, ausgewachsene Pumporgane zu heilen: Ein Eiweißstoff ermöglichte die Herzmuskel-Reparatur bei Mäusen.
www.spiegel.de vom 09.06.11
Keine Spermien ohne Vitamin A: Forscher haben einen Wirkstoff entdeckt, der die Funktion von Retinsäure blockiert - und damit die Produktion von Spermien. Die Erkenntnisse aus den Versuchen an Mäusen könnten die Entwicklung einer Pille für den Mann vorantreiben.
www.spiegel.de vom 06.06.11
Männer blieben zu Hause, Frauen zogen in die weite Welt: Neue Zahnanalysen belegen diese Rollenverteilung bei afrikanischen Frühmenschen. Erwartet hatten die Forscher eigentlich etwas anderes.
www.spiegel.de vom 02.06.11
Deutschland importiert Rohstoffe in rauen Mengen, um sie dann zu verschwenden - zu diesem Schluss kommt ein von Kanzlerin Angela Merkel einberufenes Gremium. Die Experten empfehlen eine radikale Stärkung des Recyclings. Sogar ein abfallfreies Deutschland sei machbar.
www.spiegel.de vom 01.06.11
Leben, wie wir es bisher nicht kannten - oder nachlässige Laborarbeit? Über Bakterien, die angeblich giftiges Arsen ins Erbgut einbauen, ist eine heftige Debatte entbrannt. Auch ein Schwung neuer Fachartikel konnte ihn nicht lösen; aber vielleicht gelingt dies nun mit Hilfe der umstritten Mikroben.
www.spiegel.de vom 01.06.11
Schweizerische Forscher haben einen neuen Einblick ins Kriegsgeschehen auf Zellebene gewonnen: Eine findige Eingreiftruppe aus Eiweißkörperchen repariert Löcher in der Zellmembran, die Bakterien mit ihren Giftattacken gerissen haben. Je nach Art der Verletzung geben diese sogenannten Annexine der Zelle den jeweils passenden Schutz, zeigen Beobachtungen der Reparaturabläufe in Zellkulturen. Kenntnis solcher Mechanismen sei wichtig, da Schäden an der Zellmembran zum Beispiel bei bakteriellen Infekten eine wichtige Rolle spielen, betonen die Wissenschaftler um Annette Draeger von der Universität Bern.
www.wissenschaft.de vom 31.05.11
Einwanderer aus dem Nahen Osten brachten in der Jungsteinzeit Ackerbau und Viehzucht nach Europa ("Neolithische Revolution"). Der Haupt-Einwanderweg für die landwirtschaftlichen Pioniere und ihr Vieh war das Donautal – die frühesten Bauern hierzulande gelangten aus der ungarischen Tiefebene ins heutige Deutschland. Anders ist das anscheinend im südlichen Teil unseres Kontinents abgelaufen: Die Bauern und Hirten, die die neue Wirtschaftsform nach Südeuropa brachten, sind hauptsächlich auf der Mittelmeerroute eingewandert – zumindest die Männer. Das entdeckte eine Arbeitsgruppe um die Paläogenetikerin Marie Lacan durch DNA-Analysen an 5000 Jahre alten Skeletten aus der Grotte des Treilles in Südfrankreich.
www.wissenschaft.de vom 30.05.11
An der Grabungsstätte von Begash in Kasachstan stieß ein Forscherteam auf die Reste von 4300 Jahre alten Weizen- und Hirsekörnern. In Zentralasien lebten die Menschen zu jener Zeit ausschließlich als Viehzüchter, erst ab 700 v.Chr. begann dort der Ackerbau. Offenbar verlief am Nordrand der innerasiatischen Gebirge schon damals ein Pendant zur späteren "Seidenstraße", ein Handelsweg zwischen China und dem Nahen Osten beziehungsweise Europa. Aus China bezogen die Hirtennomaden von Begash Hirse, aus dem Nahen Osten oder aus Europa gelangte Weizen zu ihnen. Zahnanalysen belegen allerdings, dass sie das Getreide nicht gegessen haben. Vielmehr dienten die Getreidekörner als Brandopfer bei Bestattungen.
www.wissenschaft.de vom 26.05.11
Wenn Sie zwei parallele Geraden vor sich sehen, kann es eine dritte geben, die die eine schneidet, die andere aber nicht? Nein, lautet die korrekte Antwort – und die kann man offenbar auch dann geben, wenn man in der Schule niemals etwas von Parallelen oder sonstigen geometrischen Zusammenhängen gehört hat. Das legt zumindest eine Studie eines französische-US-amerikanischen Forscherteams nahe, in der die Wissenschaftler sowohl Angehörige eines am Amazonas heimischen Stammes als auch Erwachsene und Kinder aus den USA und Frankreich testeten.
www.wissenschaft.de vom 23.05.11
Eine der Hürden auf dem Weg zum Mars ist offenbar höher als bisher angenommen: Das Immunsystem der Astronauten wird bei Langzeitaufenthalten im All wahrscheinlich geschwächt. Französischen Forschern zufolge sind Antikörper, die im All gebildet werden, nämlich weniger effektiv im Kampf gegen Viren, Bakterien und Krebszellen. Das zeigt die Analyse der Immunantwort von Molchen in der Schwerelosigkeit im Vergleich zu auf der Erde geimpften Versuchstieren. "Wir hoffen, nun Gegenmaßnahmen entwickeln zu können, die diesen Veränderungen des Immunsystems entgegenwirken. Das könnte nicht nur Astronauten nützen, sondern auch Menschen mit geschwächtem Immunsystem auf der Erde", sagt Jean-Pol Frippiat von der Université Henri Poincaré-Nancy.
www.wissenschaft.de vom 23.05.11
Eine Kindheit in sozialer Kälte beschleunigt das Altern – nicht nur psychisch, sondern auch körperlich: Vernachlässigte Kinder aus rumänischen Heimen haben bereits im Alter von sechs bis zehn Jahren verkürzte Chromosomenenden, ein Zeichen für die vorzeitige Alterung ihres Erbguts. Das hat ein internationales Forscherteam durch Erbgutanalysen von 109 Heimkindern nachgewiesen. Die genauen biologischen Ursachen für den Effekt einer unglücklichen Kindheit und seine Auswirkungen auf das spätere Leben sind noch unklar. Studien weisen aber darauf hin, dass kurze Telomere, wie die Enden der Chromosomen genannt werden, nicht nur die Lebensspanne verringern, sondern auch mit kognitiven Störungen und einem erhöhten Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs verbunden sind.
www.wissenschaft.de vom 17.05.11
Die allerersten Tiere lebten in einer lebensfeindlichen Welt fast ohne Sauerstoff. Wieso sie trotzdem nicht erstickten, haben jetzt Forscher um Murray Gingras herausgefunden: Womöglich bildeten Matten aus photosynthetisch aktiven Bakterien kleine Sauerstoff-Oasen im Urmeer, schreiben sie in der Zeitschrift "Nature Geoscience". Diese könnten Zufluchtsorte und Evolutionslabors für Mehrzeller mit aktivem Stoffwechsel gewesen sein. Der Paläontologe und seine Kollegen entdeckten auf der Inselgruppe Los Roques vor der Küste Venezuelas jetzt ähnlich funktionierende Lebensgemeinschaften.
www.wissenschaft.de vom 17.05.11
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