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Nachrichten zum Thema Genetik und Gentechnik

Schadstoffstudie: Kohlekraft verursacht Tausende Todesfälle pro Jahr

Die Nutzung der Kohlekraft in Europa führt laut einer Studie zu mehr als 18.000 vorzeitigen Todesfällen pro Jahr - und Gesundheitskosten in Milliardenhöhe. Die Industrie widerspricht und argwöhnt eine Kampagne. Am Ende könnten ausgerechnet die Betreiber von Atomkraftwerken profitieren.

www.spiegel.de vom 24.04.13

Darmkeim als Diesel-Fabrik

Bisher ist Biodiesel nur ein unzureichender Ersatz für Treibstoff aus Erdöl. Weil er aus anderen chemischen Bausteinen besteht, vertragen normale Automotoren ihn nur als Beimischung zu normalem Dieselkraftstoff. Jetzt aber haben es britische Forscher erstmals geschafft, einen Biotreibstoff herzustellen, der eine exakte Kopie des fossilen Originals ist. Ihre Helfer dabei: genmanipulierte Bakterien. Noch produzieren die mikrobiellen Helferlein ihre Dieselvariante nur im Labormaßstab. Bis das Verfahren großtechnisch eingesetzt werden kann, müssen daher noch einige Hürden genommen werden, betonen die Forscher. Ihr Ansatz belege aber, dass ein echter, nicht fossiler Kraftstoffersatz machbar sei.

www.wissenschaft.de vom 22.04.13

Stammzellenforschung: Amt widerruft umstrittenes Stammzell-Patent

Das Europäische Patentamt hat das umstrittene Stammzell-Patent des Bonner Forschers Oliver Brüstle widerrufen. Ethische Fragen seien aber nicht der Grund, erklärte ein Sprecher.

www.spiegel.de vom 12.04.13

Krebsrisiko: Forscher finden Dutzende gefährliche DNA-Veränderungen

Welche Veränderungen im Erbgut erhöhen das Risiko für Prostata-, Brust- oder Eierstockkrebs? In einer großen Studie haben Forscher 80 verdächtige Merkmale gefunden. Sie hoffen nun auf verbesserte Vorsorgeuntersuchungen.

www.spiegel.de vom 28.03.13

Kurzsichtige Gene

Jeder Dritte von uns ist kurzsichtig und muss eine Brille tragen - Tendenz steigend. Oft tritt diese Fehlsichtigkeit zudem gehäuft in Familien auf: Tragen die Eltern Brillen, wird wahrscheinlich auch mindestens eines ihrer Kinder später einmal kurzsichtig werden. Dass dem eine genetische Veranlagung zugrunde liegt, vermuten Forscher daher schon länger - und jetzt hat sich das bestätigt: Nach einer Suche im Erbgut von mehr als 45.000 Menschen hat das internationale Consortium für Refraction and Myopia (CREAM) gleich 24 Kurzsichtigkeits-Gene entdeckt. Dieser Fund könnte dazu beitragen, eine Therapie für die bisher unheilbare Sehstörung zu entwickeln, hoffen die Wissenschaftler.

www.wissenschaft.de vom 10.02.13

Wie unser Urahn aussah

Elefant, Fledermaus, Delfin, Maulwurf und so weiter - die höheren Säugetiere (Plazentatiere) haben im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte eine enorme Formenvielfalt hervorgebracht, und sogar ein Wesen, das diese erforscht - den Menschen: Ein umfangreiches Forschungsprojekt hat nun Ergebnisse aus anatomischen Studien lebender und fossiler Säuger mit genetischen Analysen kombiniert und daraus den bisher detailliertesten Stammbaum der Plazentatiere entwickelt. Die Wurzeln dieser größten Gruppe der Säugetiere reichen demnach in die Zeit kurz nach dem Aussterben der Dinosaurier. Das Ur-Plazentatier existierte also nicht bereits in der Kreidezeit, wie einige Forscher bisher vermuteten. Die aktuelle Studie gibt auch einen Eindruck, wie dieser Urahn ausgesehen haben könnte.

www.wissenschaft.de vom 07.02.13

Rätselhaftes Erbgut: Viersträngige DNA in menschlichen Zellen entdeckt

60 Jahre nach der Entdeckung der Bausteine des Lebens haben Forscher erstmals viersträngige DNA in menschlichen Zellen nachgewiesen. Dem seltsamen Molekül schreiben sie eine Rolle bei der Krebsentstehung zu. Es könnte damit der Schlüssel zu neuen Therapieansätzen sein.

www.spiegel.de vom 21.01.13

Urknall der Intelligenz

Schottischen Forschern zufolge lebte im Urmeer vor 550 Millionen Jahren ein Wesen, das den Lauf der Evolution nachhaltig verändern sollte: Eine genetische Fehlfunktion hatte bei diesem Tier zu einer Vervielfältigung nervenrelevanter Erbanlagen geführt. Die positiven Effekte dieses "Unfalls" bildeten dann den Grundstein für die Evolution von intelligentem Verhalten. In der Spezies Mensch gipfelte die Entwicklung der Intelligenz, aber das hatte offenbar seinen Preis: Unser komplexer Verstand ist anfällig für geistige Störungen, sagen die Forscher um Seth Grant von der University of Edinburgh.

www.wissenschaft.de vom 03.12.12

Evolution: Wird der Mensch immer dümmer?

Die Cleversten überlebten – die Intelligenz des Menschen ist eigentlich sein evolutionäres Erfolgskonzept. Doch nun behauptet ein US-Forscher: Was Auslese hervorgebracht hat, könnte fehlende Selektion auch wieder schwinden lassen. Intelligenz spielte demnach seit der Entwicklung der Zivilisation eine immer geringere Rolle für den Fortpflanzungserfolg des Menschen. Durch die hohe Fehleranfälligkeit der Erbanlagen, auf denen die menschliche Intelligenz basiert, befinde sich die geistige Leistungsfähigkeit deshalb bereits seit ungefähr 2.000 Jahren auf dem absteigenden Ast, glaubt Gerald Crabtree von der Stanford University.

www.wissenschaft.de vom 13.11.12

Verhinderung von Erbkrankheiten: Forscher erzeugen Embryonen mit drei Eltern

Ein Vater, zwei Mütter: Wissenschaftler aus den USA haben menschliche Embryonen erzeugt, die das Erbgut dreier Erwachsener in sich tragen. Mit der Methode könnten bestimmte Erbkrankheiten ausgeschaltet werden – doch ob sie jemals wirklich beim Menschen angewendet wird, ist fraglich.

www.spiegel.de vom 25.10.12

Lebensmittel: Wirbel um tote Ratten im Gen-Mais-Versuch

Gefährden gentechnisch veränderte Lebensmittel die Gesundheit? In einem Langzeit-Experiment mit Gen-Mais starben auffällig viele Ratten. Doch Experten kritisieren die Studie heftig.

www.spiegel.de vom 19.09.12

Erbgut-Studie: Fünf Gene beeinflussen unser Gesicht

Kurze Nase, große Ohren, hohe Stirn – wie unser Gesicht aussieht, bestimmt unser Erbgut. Jetzt haben Forscher die ersten DNA-Bestandteile identifiziert, die die Form ausmachen.

www.spiegel.de vom 14.09.12

Tierklone: Forscher hoffen auf lebende Mammutzellen

Das Mammut wieder auferstehen zu lassen, ist der Traum vieler Forscher. In Sibirien stießen Paläontologen nun auf konservierte Überreste. Sollten die Zellen noch intakt sein, bestehe eine Chance, das Urtier zu klonen.

www.spiegel.de vom 13.09.12

Lungenkrebs: Typische Mutationen im Tumor-Erbgut entdeckt

Das Erbgut von Tumoren unterscheidet sich klar von dem gesunder Zellen. Forscher kartieren diese Differenzen, um daraus maßgeschneiderte Krebstherapien zu entwickeln. Nun haben sie die Mutationen bei einer der häufigsten Lungenkrebs-Formen untersucht – mit überraschenden Ergebnissen.

www.spiegel.de vom 10.09.12

Wahrnehmung: Gentherapie gibt Mäusen Geruchssinn zurück

Forscher haben bei Mäusen eine angeborene Geruchsblindheit mittels Gentherapie geheilt: Sie haben bei den Tieren eine Mutation repariert, welche die Riechzellen der Nase verkümmern lässt. Eine ähnliche Behandlung bei erkrankten Menschen ist denkbar.

www.spiegel.de vom 03.09.12

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