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Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Darmkeim: EU-Kommissar warnt vor übertriebener Ehec-Angst

Die Zweifel am Management in der Ehec-Krise wachsen - doch der EU-Gesundheitskommissar stärkt den deutschen Behörden den Rücken: An deren Vorgehen zur Bewältigung der Seuche hat John Dalli nichts auszusetzen, Grund zur Panik sieht er ebenfalls nicht.

www.spiegel.de vom 09.06.11

Darmkeim Ehec: Seuche kostet Deutschland Millionen

Tomaten, Gurken und Salat wandern massenhaft in den Schredder, Kliniken brauchen extra Personal - allmählich wird klar, welche Kosten Ehec in Landwirtschaft und Gesundheitswesen verursacht. Europas Bauern sollen nun 150 Millionen Euro von der EU erhalten, doch vielen Staaten ist das noch zu wenig.

www.spiegel.de vom 07.06.11

Warum Normen für manche Länder so wichtig sind

Einen Riss, der die gesamte Welt durchzieht – so nennt Michele Gelfand, Sozialpsychologin an der University of Maryland, die zum Teil beträchtlichen kulturellen Unterschiede zwischen Ländern mit strengen gesellschaftlichen Normen und solchen, in denen kaum Wert auf Normen gelegt wird. Treffen Angehörige dieser beiden Gesellschaftsformen aufeinander, entsteht ein enormes Konfliktpotenzial – einfach, weil sich die beiden Beteiligten nur schlecht in den jeweils anderen hineinversetzen können. Gelfand hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Verständnis zu verbessern, und entwarf dazu zusammen mit einem großen Team von Kollegen aus unterschiedlichen Ländern eine ehrgeizige Studie: Sie untersuchte mit Hilfe von knapp 7.000 Freiwilligen aus 33 Nationen, wie es überhaupt dazu kommt, dass Normen und Regeln derart unterschiedliche Stellenwerte in einer Gesellschaft einnehmen können. Tatsächlich wurden die Wissenschaftler fündig: Der gemeinsame Nenner scheinen demnach Bedrohungen – von innen oder von außen – zu sein.

www.wissenschaft.de vom 26.05.11

Warum lächelnde Männer alleine bleiben

Wer als Mann einem kurzen amourösen Abenteuer nicht abgeneigt ist, sollte potenzielle Partnerinnen auf keinen Fall anlächeln: Der Ausdruck von Freude und Glück macht ein männliches Gesicht nämlich unattraktiv für Frauen, haben kanadische Forscher gezeigt. Selbst deutlich zur Schau getragener Stolz und sogar Scham sind für Frauen anziehender als ein Lächeln, stellten die Wissenschaftler fest, als sie Daten von über 1.000 Freiwilligen beiderlei Geschlechts auswerteten. Die Probanden hatten im Test Fotos von Männern oder Frauen gesehen, die in ihrer Haltung entweder Freude, Scham oder Stolz ausdrückten, und sollten bewerten, wie stark die sexuelle Anziehungskraft der Abgebildeten war.

www.wissenschaft.de vom 24.05.11

Gerüchteküche manipuliert Sehsystem

Wir fühlen uns von Klatsch und Tratsch magisch angezogen und spitzen unauffällig unsere Ohren, wenn in der Kaffeepause wieder die neusten Gerüchte die Runde machen. Wie der Sozialpsychologe Eric Anderson von der Northeastern University in Boston nun in einem raffinierten Experiment zeigen konnte, fesselt Klatsch aber nicht nur unsere Ohren: Auch unser Sehsystem lässt sich von der Gerüchteküche beeinflussen. Demnach schenken wir den Gesichtern von fremden Personen sehr viel mehr Aufmerksamkeit, wenn wir zuvor etwas Negatives über sie gehört haben. "Gerüchte beeinflussen nicht nur, was wir bezüglich einer Person denken oder fühlen, sondern auch, inwieweit wir sie überhaupt erst wahrnehmen", fasst Anderson seine Ergebnisse zusammen.

www.wissenschaft.de vom 19.05.11

"Wir brauchen fünf bis zehn Jahre"

Die Debatte um den Ausstieg Deutschlands aus der Kernkraft hat sich verändert. Die Dagegen-Stimmen sind verstummt. Strittig ist nur noch wann und wie. Klar ist: Soll regenerativ erzeugter Strom Kernenergie ersetzen, müssen völlig andere Strukturen im Elektrizitätsnetz her. Und: Neue Stromleitung müssen gebaut werden. Was man tun muss, um dafür gesellschaftliche Akzeptanz zu bekommen, erklärt Manfred Fischedick im bild der wissenschaft-Interview. Professor Fischedick ist Vizepräsident des Wuppertal Instituts und leitet die Abteilung "Zukünftige Energie- und Mobilitätsstrukturen".

www.wissenschaft.de vom 16.05.11

Altruismus-Studie: Evolution macht Roboter selbstlos

Selbstlos können nicht nur Menschen sein - auch bei Tieren und Bakterien kommt die Eigenschaft vor. Jetzt haben Forscher sogar Robotern beigebracht, nett zueinander zu sein. Damit wollen sie der Evolution des altruistischen Verhaltens auf die Spur kommen.

www.spiegel.de vom 09.05.11

Ernährung von Kindern: Flaschennahrung erhöht Risiko für Übergewicht

Wie lange soll man seinem Baby das Fläschchen geben? Nicht zu lange, meinen Forscher aus den USA. In einer Großstudie mit Tausenden Kleinkindern haben sie gezeigt: Wer mit zwei Jahren noch an der Flasche nuckelt, neigt bereits als Fünfjähriger zu erhöhter Fettleibigkeit.

www.spiegel.de vom 05.05.11

"Save the Children"-Studie: Norwegen ist das beste Land für Mütter

Sie haben eine hohe Lebenserwartung, gute Ausbildungen, langen Mutterschutz: Norwegen ist einer neuen Studie zufolge das beste Land für Mütter. Besonders schlecht schneidet im Welt-Mütter-Index der Kinderrechtsorganisation "Save the Children" Afghanistan ab.

www.spiegel.de vom 03.05.11

Uno-Prognose: Bald leben zehn Milliarden Menschen auf der Erde

Die Weltbevölkerung verändert sich dramatisch: Einer neuen Prognose zufolge wird es am 31. Oktober sieben Milliarden Menschen geben, in 90 Jahren sogar zehn Milliarden. Afrika und Indien legen extrem zu, Deutschland und China hingegen werden fast halbiert. Es drohen erhebliche Nahrungsengpässe.

www.spiegel.de vom 03.05.11

Land ohne Arzt

Patienten bleiben unversorgt, der Apotheker wird zum Ersatztherapeuten - im Wendland suchen die Bürger auf Flugblättern nach einem Allgemeinmediziner.

www.spiegel.de vom 02.05.11

Helfen und heilen: Zur Therapie ins Internet

Ärzte behandeln Patienten per E-Mail, Selbsthilfegruppen tauschen sich in Online-Foren aus - die Psychotherapie ist im Internet angekommen. Wie gut ist die Hilfe aus dem Netz?

www.spiegel.de vom 30.04.11

Warum man jemandem die Tür aufhält

Wer jemandem höflich die Tür aufhält, erweist damit nicht nur seinen Respekt: Er versucht unbewusst auch, Energie und Arbeitsaufwand möglichst gering zu halten. Das glauben zumindest zwei US-Psychologen, die sich in einer Studie mit der tieferen Bedeutung des Türe-Aufhaltens beschäftigt haben. Ihr Resümee: Die höfliche Geste wird vor allem dann ausgeführt, wenn sich durch die zusätzliche Anstrengung des einen der Gesamtaufwand deutlich verringert – dann also, wenn die Energie, die nötig ist, die Türe festzuhalten, geringer ist als die, die nötig wäre, wenn der Folgende die Tür selbst aufmachen müsste. Demnach ist Etikette also eine Form der sozialen Kooperation zur Vermeidung körperlicher Anstrengung, schließen die Wissenschaftler – auch wenn das wohl kaum jemandem bewusst ist.

www.wissenschaft.de vom 28.04.11

Zigaretten-Studien: Wissenschaftler unter Lobbyismus-Verdacht

Erstaunliche Studienergebnisse, ungewöhnliche Beziehungen zur Industrie: Deutsche Wissenschaftler helfen der Tabaklobby offenbar dabei, ein Verbot giftiger Zusatzstoffe in Zigaretten zu verhindern. Dabei stehen die Substanzen im Verdacht, Krebs zu erzeugen.

www.spiegel.de vom 27.04.11

Globale Statistik: Reiche Staaten schieben CO2-Ausstoß ab

Wer in Deutschland Kleidung made in China kauft, sorgt dafür, dass dort die CO2-Emissionen steigen. Internationale Auflagen zum Treibhausgasausstoß gibt es für Schwellenländer aber nicht. Eine neue Statistik zeigt, warum das problematisch ist.

www.spiegel.de vom 27.04.11

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