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Die Zahl der Arztbesuche in Deutschland hat einen neuen Rekord erreicht. Jeder Krankenversicherte geht im Schnitt 18 Mal im Jahr zum Arzt, wie die neue Groß-Kasse Barmer GEK ermittelt hat. Danach haben die Ärzte gerade einmal acht Minuten Zeit für jeden Besucher. Die Folgen sind teuer. Und am Ende fatal für den Patienten.
www.rp-online.de vom 19.01.10
Chinesische Grundschüler leiden unter so großem Leistungsdruck, dass sie krank werden. Jedes dritte Kind klagt über Bauch- oder Kopfschmerzen. Viele berichten von körperlicher Gewalt durch Eltern und Lehrer. In einer umfangreichen Studie haben Forscher eine erschreckende Bilanz gezogen.
www.spiegel.de vom 19.10.10
Vor allem ihr Aussehen, häufiges Alleinsein, großer Druck in der Schule und fehlende Freizeit stressen Kinder. Die Folgen reichten von Schlaf- und Essstörungen über Kopf- und Bauchschmerzen bis hin zu Leistungsabfall, Verhaltensauffälligkeiten, Angstzuständen und Depressionen, ergab eine Studie der Universität Málaga in Spanien.
www.rp-online.de vom 18.01.10
Der Neandertaler war dem von Afrika her einwandernden modernen Menschen geistig durchaus ebenbürtig. Zwei Funde von gelochten und mit Pigmenten verzierten Muscheln im südöstlichen Spanien belegen jetzt, dass der Neandertaler vor 50.000 Jahren bereits Sinn für Symbolik ausgebildet hat. Diese Abstraktionsfähigkeit stellt den frühen Bewohner des Raums zwischen dem heutigen Spanien und dem Nordirak nach Ansicht des europäischen Archäologenteams auf eine Stufe mit seinen Zeitgenossen, die derartige Dekorationen bereits vor 120.000 Jahren verwendeten. Der Neandertaler lebte in dem Zeitraum vor rund 160.000 bis 30.000 Jahren.
www.wissenschaft.de vom 12.01.10
Das Übergewicht wird in den Industriestaaten zu einer größeren Gesundheitsgefahr als das Rauchen. In den USA gehen durch Fettsucht mittlerweile ebenso viele gesunde Lebensjahre verloren wie durch Tabakkonsum. Forscher warnen sogar vor einem Rückgang der allgemeinen Lebenserwartung.
www.spiegel.de vom 05.01.10
Menschen mit Macht legen häufig an andere viel höhere moralische Maßstäbe an als an sich selbst. Für diese Aussage liefern die Mächtigen aus Politik und Wirtschaft immer wieder neue Belege: Da predigen Wirtschaftsführer Sparsamkeit und genehmigen sich gleichzeitig großzügige Bonuszahlungen. Politiker geißeln den moralischen Verfall ihres Landes und sind dabei selbst in Korruptionsaffären verstrickt oder privat durch Alkoholexzesse auf. Zwischen solcher Heuchelei und der Macht eines Menschen scheint eine grundlegende Verbindung zu bestehen, sagen nun niederländische und amerikanische Psychologen: In Tests mit Freiwilligen haben sie nachgewiesen, dass sich mit der Machtposition eines Menschen auch die moralischen Kriterien verschieben.
www.wissenschaft.de vom 31.12.09
BSE, Sars, Vogel- und Schweinegrippe sorgten für globalen Alarm - und stürzten die Bevölkerung in Angst. Diese Seuchen haben aber vor allem eines angerichtet: immense wirtschaftliche und politische Schäden.
www.spiegel.de vom 31.12.09
Diskutiert wird es schon seit den Tagen Sigmund Freuds, jetzt hat es ein britisch-französisches Forscherteam in einer Studie bestätigt: Erstgeborene sind weniger vertrauensselig, weniger kooperativ und deutlich konkurrenzbewusster als ihre jüngeren Geschwister. Dahinter könnte der Verlust der elterlichen Aufmerksamkeit stecken, der bei der Ankunft jüngerer Brüder und Schwestern unweigerlich einsetzt, spekulieren Alexandre Courtiol von der französischen nationalen Forschungseinrichtung CNRS und seine Kollegen: Er führe vermutlich dazu, dass die älteren Kinder beginnen, stärker darum zu wetteifern und weniger zu kooperieren.
www.wissenschaft.de vom 08.12.09
Je mehr Prüflinge an einer Prüfung teilnehmen, desto schlechter schneiden sie ab. Zu diesem Schluss kommt ein israelisch-amerikanisches Forscherteam. In mehreren Untersuchungen schnitten die Probanden erheblich besser ab, wenn sie die Tests in kleinen Gruppen absolvierten. Die Gruppengröße beeinflusste die Ergebnisse selbst dann, wenn sich die Testpersonen nicht in unmittelbarem Wettbewerb miteinander befanden, berichten die Wissenschaftler. In ihren Ergebnissen sehen die Forscher einmal mehr bestätigt, dass kleinere Klassen an Schulen immense Vorteile haben.
www.wissenschaft.de vom 07.12.09
Das Monster lauert unterm Bett oder im Schrank – aber keine Angst, es ist eines von der lieben Sorte. Nach Meinung von US-Forschern könnten Eltern kleinen Kindern mit diesem Argument helfen, beispielsweise die Angst vor der Dunkelheit zu überwinden. Sind die Kinder schon älter, sollten die Eltern hingegen besser darauf hinweisen, dass Monster gar nicht existieren. Das haben Liat Sayfan und Kristin Hansen Lagattuta von der University of California in Davis in einer Studie mit rund 50 Kindern im Alter von vier bis sieben Jahren herausgefunden. Kinder fürchten sich demnach nicht nur vor echten Bedrohungen wie Löwen oder Schlangen, sondern auch vor imaginären Kreaturen, beispielsweise Monstern oder Geistern. Wie sie mit ihren Ängsten umgehen, hängt jedoch vom Alter der Kinder ab. Jüngere Kinder machen sich mit der Vorstellung Mut, das Monster könne ja auch ein nettes sein. Ältere hingegen sagten sich immer wieder, dass es ja gar keine Ungeheuer gibt, berichten die Wissenschaftler.
www.wissenschaft.de vom 14.11.09
Babys lernen Sprache und ihre Betonung bereits im Mutterleib. Das fanden Wissenschaftler der Universität Würzburg heraus, die Schreie von Neugeborenen deutscher und französischer Eltern untersuchten. Sie beobachteten dabei Übereinstimmungen zwischen den Schreien und den typischen Melodien beider Sprachen: Analog zur deutschen Sprache enden die Schreie bei den deutschen Babys tiefer als sie beginnen. Das Schreien der französischen Säuglinge wies hingegen wie auch das Französisch eine eher ansteigende Sprachmelodie auf. Frühere Untersuchungen hatten bereits ergeben, dass ältere Säuglinge beim Brabbeln bereits die Betonung der Muttersprache benutzen. Die Wissenschaftler datieren die Wurzeln dieser sprachlichen Entwicklung nun bereits auf die letzten drei Monate vor der Geburt.
www.wissenschaft.de vom 06.11.09
In diesem Jahr teilen sich die 1948 in Australien geborene Elizabeth Blackburn, heute an der University of California in San Francisco, ihre ehemalige Doktorandin Carol Greider von der Johns Hopkins School of Medicine, Jahrgang 1961, und der 1952 in London geborene Genetiker Jack Szostak vom Massachusetts General Hospital in Boston den Nobelpreis für Medizin oder Physiologie zu gleichen Teilen. Die drei Forscher werden für ihre Entdeckung der Telomere ausgezeichnet, sich wiederholende spezielle DNA-Sequenzen an den Enden der Chromosomen, die unter anderem mit dem Altern einer Zelle und mit der Krebsentstehung in Verbindung gebracht werden, sowie für die Identifizierung und Charakterisierung des Enzyms Telomerase, das für den Aufbau der Telomere verantwortlich ist.
www.wissenschaft.de vom 05.10.09
Während der Weltwirtschaftskrise 1930 bis 1933 stieg die Sterblichkeit in den USA nicht etwa an – sie ging sogar etwas zurück. Das haben Forscher bei einer Analyse von Daten zu Sterbefällen und Todesursachen aus der Zeit dieser bisher größten weltweiten Wirtschaftskrise gezeigt. Demnach verbesserte sich in den Krisenjahren der durchschnittliche Gesundheitszustand der Amerikaner sogar etwas, fanden die Forscher von der Universität von Michigan in Ann Arbor heraus. Die Ergebnisse könnten gerade wegen der derzeit immer wieder gezogenen Vergleiche dieser "Great Depression" (Große Depression) genannten Krise zu der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise interessant sein.
www.wissenschaft.de vom 29.09.09
Absurde Literatur oder andere Erfahrungen mit logisch kaum nachvollziehbarem Sinn schärfen die Bereitschaft, etwas zu lernen. Das haben amerikanische Psychologen herausgefunden, als sie Studenten eine Kurzgeschichte von Franz Kafka lesen ließen und dann versuchten, ihnen eine erfundene Grammatik beizubringen. Die Kafka-Leser lernten besser und mehr als die Kontrollgruppe, die eine gewöhnliche Geschichte gelesen hatte. Dieser Effekt tritt offenbar nach jeder Art von surrealem oder nicht sinnvollem Erlebnis ein, wiesen die Forscher in weiteren Experimenten nach.
www.wissenschaft.de vom 17.09.09
Kinder unter drei Jahren lernen weniger von Kleinkindersendungen als bisher vermutet. Selbst bei Sendungen, die als erzieherisch wertvoll eingestuft werden, lernen die Kleinen kaum neue Wörter. Das haben Psychologen um Kathy Hirsh-Pasek von der Temple University in Philadelphia (USA) in mehreren Experimenten herausgefunden. Verbessert wird der Spracherwerb nur dann, wenn ein Erwachsener anwesend ist, der die Kinder beim Lernen unterstützt. Es sei deshalb fraglich, ob für Kleinkinder konzipierte Fernsehsendungen und Videos den Spracherwerb wirklich unterstützen, schreiben die Forscher.
www.wissenschaft.de vom 16.09.09
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