Navigation am Ende der Seite
Forscher haben bei Menschenaffen in Afrika bislang unbekannte Malaria-Erreger entdeckt: Sie wiesen bei Gorillas aus Kamerun und Gabun zwei bisher nicht beschriebene Varianten der Parasiten nach, die die Tropenkrankheit verursachen. Zudem fand sich in den Stuhlproben der Gorillas auch Plasmodium falciparum, der Erreger der Malaria tropica, der bisher ausschließlich beim Menschen beobachtet wurde. Auch wild lebende Schimpansen tragen Malaria-Erreger in sich, die bisher wenig bekannt sind, berichten die Biologen um Franck Prugnolle vom Institut de Recherche pour le Developpement (IRD) in Montpellier. Durch den Kontakt zwischen Menschen und Menschenaffen könnten solche Erreger leicht zwischen beiden Arten übertragen werden, warnen die Forscher.
www.wissenschaft.de vom 19.01.10
Blinddarmentzündungen könnten die Folge von Virusinfektionen sein, schließen US-Forscher aus einer großen Datenauswertung. Ihre Argumente: Das Auftreten der auch Appendizitis genannten Erkrankung folgte über Jahre hinweg dem gleichen Muster wie die Virusgrippe, die Anzahl der Fälle variiert mit dem Wechsel der Jahreszeiten, und wenn irgendwo ein Fall von Blinddarmentzündung auftritt, ist es wahrscheinlich, dass es kurz darauf im gleichen Gebiet weitere Fälle geben wird. All das spreche eindeutig für eine Infektion als Ursache – auch wenn das auslösende Virus bisher nicht identifiziert werden konnte.
www.wissenschaft.de vom 19.01.10
"Erwachsene nehmen dreimal täglich eine" - Egal, ob der Patient groß oder klein, dick oder dünn ist. Zwei griechische Mediziner fordern ein Umdenken bei den Dosierungsempfehlungen, sie seien "völlig veraltet und unverantwortlich", sagen sie im Fachmagazin "The Lancet".
www.spiegel.de vom 15.01.10
Antibiotika und andere Wirkstoffe gegen Infektionen sollten nicht nach einem festen Schema, sondern zugeschnitten auf das Körpergewicht und die Körperbeschaffenheit des Patienten verabreicht werden. Nur so könne gewährleistet werden, dass jeder Betroffene die für ihn optimale Menge eines Medikaments erhält und tatsächlich alle Mikroorganismen abgetötet werden. Dies sei von besonderer Wichtigkeit, um die Bildung von resistenten Erregern zu verhindern, betonen die beiden Mediziner Matthew Falagas und Drosos Karageorgopoulos aus Athen in einem Kommentar im Fachblatt "The Lancet".
www.wissenschaft.de vom 15.01.10
Einigung nach harten Verhandlungen: Die Bundesländer müssen dem Pharmakonzern GlaxoSmithKline rund ein Drittel weniger Schweinegrippe-Impfstoff abkaufen als ursprünglich geplant. Die Einsparungen belaufen sich auf mehr als 130 Millionen Euro.
www.spiegel.de vom 12.01.10
50 Millionen Impfdosen hatte Deutschland gegen den Schweinegrippeerreger H1N1 geordert - doch offenbar wird nur die Hälfte davon gebraucht. Um Millionen-Verluste zu vermeiden, verhandeln die Bundesländer nun mit der Herstellerfirma. Man hofft auf Kulanz.
www.spiegel.de vom 07.01.10
Ein Bestandteil der Süßholzpflanze scheint eine heilende Wirkung bei lebensbedrohlichen Infektionen zu haben, die nach Verbrennungen häufig auftreten. Zu diesem Ergebnis sind US-Forscher in einer Untersuchung mit Mäusen gekommen. Der Wirkstoff Glycyrrhizin, der aus der Süßholzwurzel gewonnen wird, verbessert offenbar die Fähigkeit der geschädigten Haut, sich gegen Bakterien zu verteidigen. Glycyrrhizin könnte in Zukunft insbesondere dazu beitragen, antibiotikaresistente Krankheitserreger zu bekämpfen, schreiben die Wissenschaftler um Fujio Suzuki von der University of Texas in Galveston.
www.wissenschaft.de vom 06.01.10
BSE, Sars, Vogel- und Schweinegrippe sorgten für globalen Alarm - und stürzten die Bevölkerung in Angst. Diese Seuchen haben aber vor allem eines angerichtet: immense wirtschaftliche und politische Schäden.
www.spiegel.de vom 31.12.09
Der Einsatz von Desinfektionsmitteln kann bei Bakterien die Entwicklung von Resistenzen gegen Antibiotika fördern. Das haben irische Wissenschaftler herausgefunden, als sie das Bakterium Pseudomonas aeruginosa untersuchten. Wenn die Menge des Desinfektionsmittels die Bakterien nicht abtötete, veränderte sich das Erbgut der Erreger, so dass sie auch Antibiotika widerstehen konnten. Die Forscher fordern nun, weitere Einflussfaktoren zu untersuchen, die zu einer Antibiotika-Resistenz beitragen könnten.
www.wissenschaft.de vom 29.12.09
Eine Gruppe körpereigener Proteine macht Viren wie dem Schweinegrippe-Erreger erfolgreich den Garaus: US-Forscher haben herausgefunden, dass die IFITM genannte Eiweißfamilie bis zu 90 Prozent der Krankheitserreger schon bei dem Versuch abtötet, sich zur Vermehrung in eine Körperzelle einzuschleichen. Je mehr der Agenten gegen die Schweinegrippe-Viren Wache halten, desto leichter verläuft die Erkrankung: Einige Patienten kommen so mit einem leichtem Schnupfen davon. Die Wissenschaftler arbeiten daher an einem Verfahren, die Proteingruppe mit einem Trick gezielt direkt zur Zelloberfläche zu bringen und damit den Ausbruch der Krankheit zu verhindern. IFITM wird auch gegen gefährliche Infektionskrankheiten wie Gelb-, Westnil- und Dengue-Fieber aktiv.
www.wissenschaft.de vom 18.12.09
Wer sich gegen Grippe impfen lassen will, sollte möglicherweise einige Zeit davor und danach auf bestimmte Schmerzmittel verzichten, da diese die Wirksamkeit des Impfschutzes gefährden könnten. Zu diesem Schluss kommen US-Forscher nach Untersuchungen an Mäusen. Wie die Wissenschaftler um Charles Brown von der Universität von Missouri in Columbia herausfanden, blockieren Wirkstoffe wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure ein bestimmtes Enzym, das bei der Immunabwehr eine wichtige Rolle spielt. Ohne das Enzym werden weniger Antikörper gebildet. Der nächste Schritt sei nun, zu untersuchen, ob sich die Ergebnisse auch auf den Menschen übertragen lassen, berichten die Forscher.
www.wissenschaft.de vom 03.12.09
Ausgerechnet Schweine haben britischen Forschern jetzt geholfen, die berühmte Hygiene-Hypothese zu belegen. Diese Theorie besagt, dass sich ein übertriebener Schutz vor Bakterien in der Kindheit später negativ auf die Leistungsfähigkeit des Immunsystems auswirkt. Tatsächlich entwickeln kleine Schweine, die draußen im Dreck wühlen dürfen, eine völlig anders zusammengesetzte Darmflora als ihre Altersgenossen, die in sterileren Umgebungen aufwachsen, konnten die Briten um Imke Mulder von der Universität in Aberdeen zeigen. Gleichzeitig verändern sich bei den Ferkeln die Aktivitätsmuster verschiedener Gene des Immunsystems: Bei den schmutzigen sind die Abwehrtruppen aktiver, während bei den sauberen eher Gene anspringen, die an Entzündungsreaktionen beteiligt sind.
www.wissenschaft.de vom 01.12.09
Forscher haben ein Verfahren entwickelt, mit dem Viruserkrankungen künftig vielleicht schneller beizukommen sein wird. Mit der Methode kann schnell und einfach festgestellt werden, auf welchem Gen die Informationen liegen, mit deren Hilfe Viren in die Wirtszellen gelangen. Das sei ein wichtiger Schritt für die medizinische Forschung, denn je schneller und besser die zellbiologischen Abläufe bei einer Virusinfektion bekannt sind, desto eher kann eine effektive Behandlungsmethode entwickelt werden, berichten Jan Carette vom Whitehead-Institut für Biomedizinische Forschung und sein Team.
www.wissenschaft.de vom 27.11.09
Steigt die Temperatur um ein Grad, nimmt zwei bis drei Wochen später die Zahl der vom Rotavirus verursachten Durchfallerkrankungen um 13 Prozent ab. Das hat ein britisch-niederländisches Forscherteam berechnet, nachdem es die Zahlen zu Rotavirus-Infektionen in Großbritannien und Holland unter die Lupe genommen und mit aktuellen Wetterdaten verglichen hat. Fazit der Wissenschaftler: Es ist vor allem die Temperatur, die die Übertragung der Viren beeinflusst – je geringer sie ist, desto besser können sich die Erreger verbreiten. Luftfeuchtigkeit und Niederschlag scheinen hingegen keine Rolle zu spielen. Der typische Anstieg der Rotavirus-Infektionen, der praktisch jedes Jahr im Winter verzeichnet wird, lasse sich damit also zum großen Teil erklären, schreiben Christina Atchison von der University of London und ihre Kollegen.
www.wissenschaft.de vom 25.11.09
Bakterien setzen bei ihrer Zukunftsplanung nicht alles auf eine Karte, haben Forscher gezeigt: Verändert sich die Umgebung immer wieder sehr abrupt, geben die Mikroben den Versuch auf, sich ständig neu daran anzupassen. Stattdessen entwickeln sie schon vorsorglich mehrere Nachwuchsvarianten, die zwar genetisch identisch sind, ihre Gene aber unterschiedlich nutzen und damit auch ein unterschiedliches Erscheinungsbild haben. So erhöhen sie die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest eine dieser Varianten gut für die neuen Bedingungen gerüstet ist und überlebt. Lange brauchen die Mikroorganismen dafür nicht: Im Labor fand die Umstellung schon nach lediglich neun Generationen statt, berichten Christian Kost vom Max-Planck-Institut für Chemische Ökologie in Jena und seine Kollegen.
www.wissenschaft.de vom 05.11.09
Fachzeitschriften und Informationsdienste mit Abstracts, Übersichten und Artikeln im Volltext
Medline: medizinische Literatur-Recherche
Nicht angemeldet: Anmelden |
Registrieren |
Zugangsdaten vergessen?
Startseite | Forum | Laien | Experten | News | Apotheke | Suchen | Hilfe
Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz © med1 Online Service GmbH