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In Deutschland sterben wieder mehr Menschen an Krebs, nach neuesten Statistiken fällt jeder Vierte der Krankheit zum Opfer. Der häufigste tödliche Tumor bei Männern ist Lungenkrebs, bei Frauen Brustkrebs. Eine größere Rolle bei der Entstehung spielt Übergewicht, warnen Forscher.
www.spiegel.de vom 03.02.12
Diagnose 2200 Jahre nach dem Tod: Bei einer ägyptischen Mumie haben Forscher Prostatakrebs entdeckt. Der Fund gibt Aufschluss über die Ursachen der oft tödlichen Krankheit.
www.spiegel.de vom 30.01.12
Viele Krebspatienten nehmen enorm ab, einige sterben sogar an den Folgen des Gewichtsverlusts. Ein Versuch mit Mäusen gibt jetzt einen Hinweis, wie sich die Abmagerung stoppen lässt. Doch vollständig erklären können Mediziner das gefährliche Symptom noch nicht.
www.spiegel.de vom 17.06.11
Kunstharze, Desinfektionsmittel, Haarglätter - Formaldehyd kommt in der chemischen Industrie häufig zum Einsatz. Nun findet sich die Substanz mit sieben weiteren auf einer neuen Liste US-Gesundheitsministeriums - weil sie als krebserregend eingestuft wurde.
www.spiegel.de vom 11.06.11
Chemotherapie ist Gift für den Körper - doch jetzt haben Forscher einen Ansatz gefunden, um die toxischen Medikamente gezielter einzusetzen. Winzige Nanopartikel sollen hochwirksame Wirkstoffe in Tumoren einschleusen, die Krebszellen abtöten und gesundes Gewebe schonen.
www.spiegel.de vom 18.04.11
Japanische Ärzte haben einen verblüffenden Vorschlag gemacht: Tepco-Techniker sollen ihre Blutstammzellen einlagern lassen - für den Fall, dass sie später an Leukämie erkranken. Die Idee ist grundsätzlich plausibel, birgt aber Risiken.
www.spiegel.de vom 16.04.11
Rettet es Leben, wenn alle Männer über 50 Jahre zum Prostatakrebs-Screening gehen? Oder führen die regelmäßigen Untersuchungen zu unnötigen Therapien und schweren Nebenwirkungen? Eine neue Studie besagt: Der Schaden überwiegt.
www.spiegel.de vom 01.04.11
US-Forscher haben mit einer neuartigen Immuntherapie bei einigen wenigen Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs erste, allerdings kurzfristige Erfolge erzielt: Sie konnten das Wachstum des Tumors für durchschnittlich 5,6 Monate aufhalten, indem sie eine herkömmliche Chemotherapie durch ein Mittel ergänzten, das das Immunsystem aktiviert. Dadurch brachten die Wissenschaftler die Fresszellen des Immunsystems dazu, den Tumor nicht mehr wie vorher zu schützen, sondern sich sozusagen auf ihn zu stürzen. Ziel der Attacken waren dabei jedoch nicht die Tumorzellen selbst, sondern das sie umgebende, dichte Gewebe. Man könne das mit einer Steinmauer vergleichen, bei der man den Mörtel auflöse, um anschließend die einzelnen Steine beseitigen zu können, schreiben die Forscher.
www.wissenschaft.de vom 25.03.11
Japanische Forscher haben Sperma im Labor hergestellt: Sie züchteten Zellkulturen von Mäusen und regten diese anschließend zur Spermienproduktion an. Die entstandenen Samenzellen waren voll funktionsfähig und brachten nach künstlicher Befruchtung von Eizellen erfolgreich Nachkommen hervor. Das Ausgangsmaterial für die Spermien aus dem Labor war Hodengewebe junger Mäuse. Prinzipiell sei das auch mit entsprechenden menschlichen Zellkulturen möglich, sagen die Forscher. Damit könnten sich neue Behandlungsansätze für bestimmte Fruchtbarkeitsstörungen ergeben.
www.wissenschaft.de vom 24.03.11
Winzige Diamanten könnten in Zukunft helfen, auch schwierig zu behandelnde Krebserkrankungen in den Griff zu bekommen: Werden Krebsmedikamente nämlich an Nanodiamanten als Transportvehikel gekoppelt, sind sie in der Lage, die Abwehrmechanismen resistenter Tumoren zu überlisten. Das hat jetzt ein US-Forscherteam bei Leber- und Brustkrebstumoren in Mäusen gezeigt. Das Prinzip dahinter: Der Komplex aus Diamant und Wirkstoff ist so groß, dass die Zelle ihn im Gegensatz zum reinen Wirkstoff nicht einfach wieder aus ihrem Inneren herausbefödern kann. Dadurch bleibt das Chemotherapeutikum länger vor Ort und kann seine tödliche Wirkung effektiver entfalten. Die hilfreichen Diamanten könnten künftig vor allem dort eingesetzt werden, wo Tumoren immer wieder auftreten oder wo Tumor und Metastasen nicht mehr auf herkömmliche Therapien reagieren, schreiben Edward Chow und seine Kollegen.
www.wissenschaft.de vom 10.03.11
Hirntumoren verändern den Zellstoffwechsel auch in gesunden Hirnregionen. Das hat ein deutsches Forscherteam jetzt nachweisen können. Bisher hatten Wissenschaftler angenommen, solche Effekte seien eine Nebenwirkung von Chemo- oder Strahlentherapie. Anhand der Magnetresonanzspektroskopie (MRS) konnten die Forscher jetzt jedoch zeigen, dass der Tumor selbst für die Veränderungen im Stoffwechsel gesunder Hirnregionen verantwortlich ist. Das deute auf eine generell modifizierte Biochemie im Gehirn von Tumorpatienten hin, interpretieren die Wissenschaftler. Warum der Umbau stattfindet, ist bisher jedoch unklar. Eine Möglichkeit wäre, dass es sich um eine der ersten Auswirkungen einer beginnenden Metastasenbildung handelt. Sollte das stimmen, könnte die MRS zukünftig hilfreich sein, um das Streuen eines Tumors bereits in einem sehr frühen Stadium zu entdecken.
www.wissenschaft.de vom 09.03.11
Eine seltene Rotalgen-Art könnte bei der Bekämpfung von Malaria helfen: Sie enthält eine Gruppe chemischer Verbindungen, von denen gleich mehrere dem Malaria-Erreger, einem Parasiten namens Plasmodium falciparum, den Garaus machen können. Das hat ein US-Forscherteam entdeckt, das die vor den Fidschi-Inseln heimische Rotalge Callophycus serratus seit mehreren Jahren untersucht. Demnach nutzt die Alge die Chemikalien wohl eigentlich dazu, sich vor dem Befall durch Pilze zu schützen, die in ihrem Lebensraum zu Hauf vorkommen. Sie hat mit diesen Anti-Pilz-Mitteln jedoch offenbar eine Art Stein der Weisen entdeckt: Neben dem Malaria-Erreger töten die Substanzen auch verschiedene Bakterien, darunter den gefürchteten multiresistenten Krankenhauskeim MRSA, und sogar Krebszellen ab.
www.wissenschaft.de vom 22.02.11
US-Forscher haben ein Mikroskop mit einer flüssigen Linse entwickelt, mit der sie bis zu einem Millimeter in die Haut blicken können. Gedacht ist das Gerät für eine schonende Hautkrebsdiagnose: Da es auch tieferliegende Hautschichten sichtbar macht, müssen verdächtige Hautstellen nicht mehr wie bisher üblich herausgeschnitten und im Labor untersucht werden. Vielmehr könnten entartete Zellen schmerzlos und direkt während der Untersuchung identifiziert werden, berichtete Jannick Rolland auf dem AAAS-Jahrestreffen.
www.wissenschaft.de vom 21.02.11
Einem US-Forscherteam ist es erstmals gelungen, das komplette Erbgut von insgesamt sieben Prostatatumoren zu entziffern. Dabei fanden sie heraus, dass das Genom der Tumoren eher seltener Mutationen, also den Austausch einzelner Buchstaben, enthält. Dafür kommen aber sehr viele größere Umlagerungen und Umbauten ganzer Erbgutabschnitte vor, bei denen zum Beispiel DNA-Stücke an der falschen Stelle ins Genom eingefügt sind. Solche Veränderungen können wichtige Steuergene der Zelle funktionsunfähig machen - mit der Folge, dass sich die Zelle unkontrolliert zu teilen beginnt und entartet. Die Forscher entdeckten außerdem neue Gene, die für das Wachstum der Tumoren verantwortlich zu sein scheinen. Auf Basis der neuen Erkenntnisse können in Zukunft möglicherweise neue Diagnosewerkzeuge für die Erkrankung sowie neue Waffen für den Kampf gegen den Prostatakrebs entwickelt werden, schreiben die Wissenschaftler um Mark Rubin.
www.wissenschaft.de vom 10.02.11
Im Jahr 2011 werden voraussichtlich knapp 1,3 Millionen Menschen in Europa an Krebs sterben. Das ist zwar absolut gesehen mehr als im Jahr 2007, bezogen auf jeweils 100.000 Standard-Europäer sinkt der Anteil der Krebstoten jedoch, hat ein italienisch-schweizerisches Forscherteam mit Hilfe eines neuartigen mathematischen Modells hochgerechnet. So werden sieben Prozent weniger Männer und sechs Prozent weniger Frauen an Krebs sterben als 2007. Eine gegenläufiger Trend ist nur bei der Anzahl der Frauen zu beobachten, die an Lungenkrebs sterben: Sie wird wohl in allen europäischen Ländern außer Großbritannien weiter steigen.
www.wissenschaft.de vom 09.02.11
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