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Warum mögen Kinder Gummibärchen, aber so gut wie nie Salat oder Rosenkohl? Wie bringt man den Nachwuchs dazu, sich gesund zu ernähren? Der Mediziner Herbert Renz-Polster serviert in "Gehirn und Geist" überraschende Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung.
www.spiegel.de vom 12.06.11
Unterschwellige Botschaften bieten von jeher Stoff für Verschwörungstheorien: Können kurz aufblitzende Info-Häppchen in Reklamefilmen Menschen dazu bringen, ihr Kaufverhalten zu verändern? Psychologen stellen jetzt fest: Versteckte Werbung wirkt - aber nur in engen Grenzen.
www.spiegel.de vom 28.05.11
Was, glauben Sie, hat Gulliver gedacht, als er in Lilliput aufwachte? Dass die ganze Welt um ihn herum geschrumpft oder dass er selbst ins Riesenhafte gewachsen war? Diese Frage wird bereits seit Jahrzehnten in Philosophie und Psychologie heiß diskutiert. Das zentrale Thema dabei ist: Bleibt der Körper immer der zentrale, fundamentale Standard, anhand dessen die Größe der Gegenstände in der Welt bewertet wird? Oder ist es die Welt außerhalb des eigenen Körpers, die die Maßstäbe setzt?
www.wissenschaft.de vom 25.05.11
Wer als Mann einem kurzen amourösen Abenteuer nicht abgeneigt ist, sollte potenzielle Partnerinnen auf keinen Fall anlächeln: Der Ausdruck von Freude und Glück macht ein männliches Gesicht nämlich unattraktiv für Frauen, haben kanadische Forscher gezeigt. Selbst deutlich zur Schau getragener Stolz und sogar Scham sind für Frauen anziehender als ein Lächeln, stellten die Wissenschaftler fest, als sie Daten von über 1.000 Freiwilligen beiderlei Geschlechts auswerteten. Die Probanden hatten im Test Fotos von Männern oder Frauen gesehen, die in ihrer Haltung entweder Freude, Scham oder Stolz ausdrückten, und sollten bewerten, wie stark die sexuelle Anziehungskraft der Abgebildeten war.
www.wissenschaft.de vom 24.05.11
Wir fühlen uns von Klatsch und Tratsch magisch angezogen und spitzen unauffällig unsere Ohren, wenn in der Kaffeepause wieder die neusten Gerüchte die Runde machen. Wie der Sozialpsychologe Eric Anderson von der Northeastern University in Boston nun in einem raffinierten Experiment zeigen konnte, fesselt Klatsch aber nicht nur unsere Ohren: Auch unser Sehsystem lässt sich von der Gerüchteküche beeinflussen. Demnach schenken wir den Gesichtern von fremden Personen sehr viel mehr Aufmerksamkeit, wenn wir zuvor etwas Negatives über sie gehört haben. "Gerüchte beeinflussen nicht nur, was wir bezüglich einer Person denken oder fühlen, sondern auch, inwieweit wir sie überhaupt erst wahrnehmen", fasst Anderson seine Ergebnisse zusammen.
www.wissenschaft.de vom 19.05.11
Angststörungen oder Depressionen könnten ihren Ursprung nicht nur im Gehirn haben, sondern auch im Darm. Darauf weisen Tierversuche hin, bei denen Forscher die Hirnfunktionen und das Verhalten von Mäusen untersucht haben, deren Darmflora sie zuvor verändert hatten. Mäuse mit bestimmten Darmbakterien haben demnach einen speziellen Hirnstoffwechsel und zeigen ein mutigeres beziehungsweise ängstlicheres Verhalten. Ähnliches könnte den Wissenschaftlern zufolge auch beim Menschen der Fall sein und nicht nur sein Verhalten beeinflussen, sondern auch die Neigung zu psychischen Störungen wie Angstzuständen oder Depressionen.
www.wissenschaft.de vom 18.05.11
Wer lange Jahre ein Musikinstrument spielt, kann auch im Alter davon profitieren. Eine Studie legt jetzt nahe, dass Musiker nicht nur ein stärkeres Gedächtnis besitzen, sondern unter schwierigen Bedingungen auch besser hören und verstehen können.
www.spiegel.de vom 12.05.11
Unser Gehirn hat den Umgang mit komplexen Problemen perfektioniert - oder doch nicht? Immer wieder stolpern wir beim Entscheiden oder Erinnern über dieselben Fallstricke. Anna Gielas von der Harvard University stellt einige vor und erklärt, warum sich die Fehler unterm Strich doch auszahlen.
www.spiegel.de vom 07.05.11
Empathie ist weiblich, Härte männlich. Ganz so einfach ist die Sache jedoch nicht, wie eine neue Studie aus Mexiko zeigt. Auch Männer zeigen Mitgefühl, sie setzen dabei jedoch ganz andere Hirnregionen ein. Eine wichtige Rolle spielt offenbar auch die kulturelle Prägung.
www.spiegel.de vom 06.05.11
Während einer Depression gehen Betroffene Denkaufgaben analytischer an und treffen bessere Entscheidungen als Gesunde. Das hat eine Studie internationaler Forscher mit klinisch depressiven Patienten ergeben. Demnach schnitten Probanden, die akut an einer Depression litten, bei Entscheidungsaufgaben besser ab als Gesunde und auch als Patienten, die sich auf dem Weg der Besserung befanden. Von diesem Ergebnis leitet das Team um Bettina von Helversen von der Universität Basel Vermutungen über die evolutionären Wurzeln der Depression ab: In der Entwicklungsgeschichte des Menschen könnten kluge Entscheidungen, die während einer Depressionsphase getroffen wurden, ein Überlebensvorteil gewesen sein.
www.wissenschaft.de vom 05.05.11
Comfort Food – Trostessen – nennt man im Englischen Nahrungsmittel, die nicht nur den körperlichen Hunger stillen, sondern auch der Seele guttun. Zwei US-Psychologen haben sich nun die Frage gestellt, wie der Trost eigentlich ins Trostessen hinein kommt. Ihr Ergebnis: Das Essen lindert Einsamkeit, weil uns die jeweilige Speise an wichtige Menschen in unserem Leben erinnert und an das Gefühl, bei ihnen geborgen zu sein. Essen kann demnach, obwohl eigentlich ein relativ neutrales Objekt, zu einer Art Ersatz-Bezugsperson werden, zu der man eine echte emotionale Beziehung aufbaut.
www.wissenschaft.de vom 04.05.11
Spannung liegt in der Luft des kleinen spanischen Ortes San Pedro Manrique: Um Mitternacht werden die ersten der 28 mutigen Läufer barfuß einen sieben Meter langen Teppich aus glühenden Kohlen überschreiten, ein jährliches Ritual, das neben Freunden, Verwandten und Bekannten der Läufer immer auch Zuschauer aus anderen Dörfern und Gegenden anlockt. Doch diese Fremden, das hat jetzt ein internationales Forscherteam gezeigt, können zwar die Aufregung und die Spannung vor dem Feuerlauf spüren, sie sind jedoch nicht wirklich Teil des Rituals – ganz im Gegensatz zu den Freunden und Verwandten der Läufer: Deren Herzschlag synchronisiert sich nämlich mit dem des Läufers und verändert sich während des Events im gleichen Muster; der Puls fremder Zuschauer zeigt hingegen keine derartige Kopplung.
www.wissenschaft.de vom 02.05.11
Ein Auto, Superkräfte oder einfach nur Weltfrieden? US-Psychologen haben ermittelt, was Teenager wählen, wenn sie drei Wünsche frei hätten. Dabei zeigten sich auch klare Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen.
www.spiegel.de vom 02.05.11
Was genau bei Müdigkeit im Gehirn geschieht, das ist bisher unbekannt. Tierversuche zeigen nun, dass einzelne Areale abgeschaltet werden können - während der Rest des Denkorgans noch wacker zu arbeiten versucht.
www.spiegel.de vom 28.04.11
Wer jemandem höflich die Tür aufhält, erweist damit nicht nur seinen Respekt: Er versucht unbewusst auch, Energie und Arbeitsaufwand möglichst gering zu halten. Das glauben zumindest zwei US-Psychologen, die sich in einer Studie mit der tieferen Bedeutung des Türe-Aufhaltens beschäftigt haben. Ihr Resümee: Die höfliche Geste wird vor allem dann ausgeführt, wenn sich durch die zusätzliche Anstrengung des einen der Gesamtaufwand deutlich verringert – dann also, wenn die Energie, die nötig ist, die Türe festzuhalten, geringer ist als die, die nötig wäre, wenn der Folgende die Tür selbst aufmachen müsste. Demnach ist Etikette also eine Form der sozialen Kooperation zur Vermeidung körperlicher Anstrengung, schließen die Wissenschaftler – auch wenn das wohl kaum jemandem bewusst ist.
www.wissenschaft.de vom 28.04.11
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