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Nachrichten zum Thema Psychologie

Studie mit Affen: Forscher entdecken Mathe-Zellen im Gehirn

Was "mehr" und "weniger" bedeutet, wissen nicht nur wir Menschen. Auch Affen können Mengen vergleichen. Forscher haben jetzt herausgefunden, mit welchen Nervenzellen die Tiere diese mathematische Aufgabe lösen.

www.spiegel.de vom 19.01.10

China: Leistungsdruck macht Schüler krank

Chinesische Grundschüler leiden unter so großem Leistungsdruck, dass sie krank werden. Jedes dritte Kind klagt über Bauch- oder Kopfschmerzen. Viele berichten von körperlicher Gewalt durch Eltern und Lehrer. In einer umfangreichen Studie haben Forscher eine erschreckende Bilanz gezogen.

www.spiegel.de vom 19.10.10

Aussehen und Alleinsein stressen Kinder

Vor allem ihr Aussehen, häufiges Alleinsein, großer Druck in der Schule und fehlende Freizeit stressen Kinder. Die Folgen reichten von Schlaf- und Essstörungen über Kopf- und Bauchschmerzen bis hin zu Leistungsabfall, Verhaltensauffälligkeiten, Angstzuständen und Depressionen, ergab eine Studie der Universität Málaga in Spanien.

www.rp-online.de vom 18.01.10

Mensch trickst sich selbst aus

Dringende Bedürfnisse verändern, wie man die Welt sieht, haben zwei US-Psychologen gezeigt: Wer sich etwas sehr wünscht, dem erscheint dieses Objekt buchstäblich eher in Reichweite zu sein als ein weniger begehrtes. So ist etwa für einen Durstigen eine Flasche Wasser weniger weit entfernt als für jemanden, der gerade erst seinen Durst gestillt hat. Dahinter steckt nach Ansicht der Forscher eine Taktik, die sich im Lauf der Evolution entwickelt hat, um eine optimale Versorgung des Körpers zu gewährleisten: Das subjektiv empfundene Schrumpfen der Distanz lässt das Erreichen des Gewünschten leichter erscheinen und soll dazu motivieren, auch tatsächlich Energie zu investieren, um an das Objekt zu gelangen.

www.wissenschaft.de vom 16.01.10

Beim Poker sind die Gewinner häufig auch Verlierer

Pokerspieler verlieren umso mehr Geld, je mehr Spiele sie gewinnen. Das hat Kyle Siler von der Cornell University in New York herausgefunden, indem er mit Hilfe einer Software 27 Millionen Pokerblätter analysierte. Was zunächst paradox klingt, lässt sich nach Ansicht von Siler leicht erklären: Anfangs machen die Spieler nur kleine Einsätze. Nach einer Gewinnserie steigen jedoch das Selbstbewusstsein und der Mut der Teilnehmer und sie setzen mehr. Ein einziges verlorenes Spiel zehrt dann meist sämtliche Gewinne auf einen Schlag auf. Anfänger sind von diesem Phänomen besonders betroffen, während Profispieler nicht nur die Zahlen-Wahrscheinlichkeiten im Kopf, sondern auch ihre Emotionen besser im Griff haben.

www.wissenschaft.de vom 14.01.10

Medikamente gegen Depressionen können wirkungslos sein

US-Forscher haben möglicherweise entdeckt, warum Antidepressiva bei über der Hälfte der Patienten nicht oder nicht sofort anschlagen: Die Betroffenen haben vermutlich überdurchschnittlich viele Andockstellen für den Gehirnbotenstoff Serotonin an bestimmten Nerven in ihrem Hirnstamm. Kommen diese als Rezeptoren bezeichneten Andockstellen mit dem Botenstoff in Kontakt, drosseln sie die Eigenproduktion von Serotonin im Gehirn. Eine künstliche Erhöhung des Serotoninspiegels, die durch viele Antidepressiva herbeigeführt wird, hat in solchen Fällen also kaum eine Wirkung, weil sie zu einem Stopp der Serotoninbildung führt und damit im Endeffekt keine echte Erhöhung des Spiegels erreicht.

www.wissenschaft.de vom 14.01.10

Phänomen Synästhesie: Blau + blau = rot

Die Ziffer 3 ist grün, die 5 gelb - für Synästhetiker gleicht Rechnen einem kunterbunten Sinnesrausch: Sie nehmen Zahlen als Farben wahr. Jetzt haben Forscher neue Hinweise dafür gefunden, dass man ihre verblüffendene Wahrnehmung zumindest teilweise erlernen kann.

www.spiegel.de vom 08.01.10

Nie "Nein"-Sagen macht krank

Sowohl im Berufs- als auch im Privatleben ist es manchmal notwendig, "Nein" zu sagen. Wer keine Bitte ablehnen kann, werde auf Dauer unzufrieden oder sogar krank, warnt der Berufsverband Deutscher Psychiater in Krefeld. Notorischen Ja-Sagern helfe es oft schon, um Bedenkzeit zu bitten. Denn viele würden einfach von Bitten überrumpelt.

www.rp-online.de vom 06.01.10

Wer früh ins Bett geht, hat seltener Depressionen

Zu wenig Schlaf schlägt aufs Gemüt. Eine Studie mit amerikanischen Jugendlichen hat nun gezeigt, dass zeitiges Zubettgehen vor Depressionen schützen kann.

www.spiegel.de vom 01.01.10

Macht macht heuchlerisch

Menschen mit Macht legen häufig an andere viel höhere moralische Maßstäbe an als an sich selbst. Für diese Aussage liefern die Mächtigen aus Politik und Wirtschaft immer wieder neue Belege: Da predigen Wirtschaftsführer Sparsamkeit und genehmigen sich gleichzeitig großzügige Bonuszahlungen. Politiker geißeln den moralischen Verfall ihres Landes und sind dabei selbst in Korruptionsaffären verstrickt oder privat durch Alkoholexzesse auf. Zwischen solcher Heuchelei und der Macht eines Menschen scheint eine grundlegende Verbindung zu bestehen, sagen nun niederländische und amerikanische Psychologen: In Tests mit Freiwilligen haben sie nachgewiesen, dass sich mit der Machtposition eines Menschen auch die moralischen Kriterien verschieben.

www.wissenschaft.de vom 31.12.09

Durchgehaltene Neujahrsvorsätze: Planung ist alles

Schluss mit Zigaretten und Alkohol! Zum neuen Jahr nehmen wir uns meist viel vor - einhalten tun wir es selten. Berliner Psychologen haben untersucht, welche Faktoren für einen Erfolg entscheidend sind: vor allem eine gute Planung und Organisation.

www.spiegel.de vom 31.12.09

Um den Verstand gebracht

Die Behandlung von Schizophrenie wird künftig durch ein Tiermodell unterstützt: US-Wissenschaftler haben Mäuse künstlich in den Krankheitszustand versetzt und mit den schizophrenen Tieren die Wirksamkeit von Medikamenten überprüft. Durch die Ausschaltung eines Gens lösten die Neurobiologen quasi die Bremsen bei den Hirnzellen, die bei komplexen Denkvorgängen und Entscheidungen über angemessenes Sozialverhalten aktiv sind. Bei den nun ungehemmten Mäusen zeigten sich eine Beeinträchtigung des Kurzeitgedächtnisses und eine erhöhte körperliche Unruhe. Bisher existierten keine Modelle, mit deren Hilfe Mediziner Therapien gegen die psychischen Störungen entwickeln können, an denen ein Prozent der Weltbevölkerung leidet.

www.wissenschaft.de vom 30.12.09

Wirkstoffe gegen das Zittern

Amerikanische Forscher haben einen möglichen Behandlungsansatz für die neurologische Erkrankung Parkinson gefunden. Die Wissenschaftler entdeckten bei Experimenten mit Bierhefezellen sechs Substanzen, die einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben könnten. In Versuchen mit Fadenwürmern und mit Nervenzellen von Ratten bestätigte sich dieser Effekt. Bis zum Einsatz der Substanzen am Menschen seien allerdings noch viele Jahre Entwicklung und Erprobung nötig, betonen die Forscher. Die Krankheit Parkinson ist bisher unheilbar. Es können lediglich die Symptome behandelt werden.

www.wissenschaft.de vom 29.12.09

Demenz, aber kein Tumorrisiko

Wer an der Demenz-Krankheit Alzheimer leidet, hat ein geringeres Krebsrisiko. Andererseits erkranken Krebspatienten auch seltener an Alzheimer. Das haben US-amerikanische Wissenschaftler bei der Auswertung der Daten von rund 3.000 Menschen über 65 Jahren herausgefunden. Wie der Zusammenhang zwischen beiden Krankheiten zustandekommt, können die Forscher allerdings noch nicht sagen.

www.wissenschaft.de vom 28.12.09

Schmerzmittel gegen Liebeskummer

Das Schmerzmittel Paracetamol hilft nicht nur gegen Kopfweh, sondern scheint auch Herzschmerz und verletzte Gefühle lindern zu können. Das legen zwei Studien eines US-Psychologenteams mit insgesamt 87 Freiwilligen nahe. In beiden Untersuchungen verringerte der Wirkstoff die negativen Gefühle, die durch soziale Ausgrenzung oder eine Zurückweisung hervorgerufen werden. Erklären lässt sich das wohl damit, dass sowohl körperlicher als auch sozialer Schmerz von den gleichen Hirnregionen gesteuert werden. Allerdings sei das kein Freibrief dafür, bei jedem Unwohlsein gleich zur Paracetamol-Tablette zu greifen, betonen die Forscher – zuerst müsse der Effekt in größeren Studien bestätigt und auch besser verstanden werden.

www.wissenschaft.de vom 23.12.09

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