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Empathie ist weiblich, Härte männlich. Ganz so einfach ist die Sache jedoch nicht, wie eine neue Studie aus Mexiko zeigt. Auch Männer zeigen Mitgefühl, sie setzen dabei jedoch ganz andere Hirnregionen ein. Eine wichtige Rolle spielt offenbar auch die kulturelle Prägung.
www.spiegel.de vom 06.05.11
Während einer Depression gehen Betroffene Denkaufgaben analytischer an und treffen bessere Entscheidungen als Gesunde. Das hat eine Studie internationaler Forscher mit klinisch depressiven Patienten ergeben. Demnach schnitten Probanden, die akut an einer Depression litten, bei Entscheidungsaufgaben besser ab als Gesunde und auch als Patienten, die sich auf dem Weg der Besserung befanden. Von diesem Ergebnis leitet das Team um Bettina von Helversen von der Universität Basel Vermutungen über die evolutionären Wurzeln der Depression ab: In der Entwicklungsgeschichte des Menschen könnten kluge Entscheidungen, die während einer Depressionsphase getroffen wurden, ein Überlebensvorteil gewesen sein.
www.wissenschaft.de vom 05.05.11
Comfort Food – Trostessen – nennt man im Englischen Nahrungsmittel, die nicht nur den körperlichen Hunger stillen, sondern auch der Seele guttun. Zwei US-Psychologen haben sich nun die Frage gestellt, wie der Trost eigentlich ins Trostessen hinein kommt. Ihr Ergebnis: Das Essen lindert Einsamkeit, weil uns die jeweilige Speise an wichtige Menschen in unserem Leben erinnert und an das Gefühl, bei ihnen geborgen zu sein. Essen kann demnach, obwohl eigentlich ein relativ neutrales Objekt, zu einer Art Ersatz-Bezugsperson werden, zu der man eine echte emotionale Beziehung aufbaut.
www.wissenschaft.de vom 04.05.11
Spannung liegt in der Luft des kleinen spanischen Ortes San Pedro Manrique: Um Mitternacht werden die ersten der 28 mutigen Läufer barfuß einen sieben Meter langen Teppich aus glühenden Kohlen überschreiten, ein jährliches Ritual, das neben Freunden, Verwandten und Bekannten der Läufer immer auch Zuschauer aus anderen Dörfern und Gegenden anlockt. Doch diese Fremden, das hat jetzt ein internationales Forscherteam gezeigt, können zwar die Aufregung und die Spannung vor dem Feuerlauf spüren, sie sind jedoch nicht wirklich Teil des Rituals – ganz im Gegensatz zu den Freunden und Verwandten der Läufer: Deren Herzschlag synchronisiert sich nämlich mit dem des Läufers und verändert sich während des Events im gleichen Muster; der Puls fremder Zuschauer zeigt hingegen keine derartige Kopplung.
www.wissenschaft.de vom 02.05.11
Ein Auto, Superkräfte oder einfach nur Weltfrieden? US-Psychologen haben ermittelt, was Teenager wählen, wenn sie drei Wünsche frei hätten. Dabei zeigten sich auch klare Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen.
www.spiegel.de vom 02.05.11
Was genau bei Müdigkeit im Gehirn geschieht, das ist bisher unbekannt. Tierversuche zeigen nun, dass einzelne Areale abgeschaltet werden können - während der Rest des Denkorgans noch wacker zu arbeiten versucht.
www.spiegel.de vom 28.04.11
Wer jemandem höflich die Tür aufhält, erweist damit nicht nur seinen Respekt: Er versucht unbewusst auch, Energie und Arbeitsaufwand möglichst gering zu halten. Das glauben zumindest zwei US-Psychologen, die sich in einer Studie mit der tieferen Bedeutung des Türe-Aufhaltens beschäftigt haben. Ihr Resümee: Die höfliche Geste wird vor allem dann ausgeführt, wenn sich durch die zusätzliche Anstrengung des einen der Gesamtaufwand deutlich verringert – dann also, wenn die Energie, die nötig ist, die Türe festzuhalten, geringer ist als die, die nötig wäre, wenn der Folgende die Tür selbst aufmachen müsste. Demnach ist Etikette also eine Form der sozialen Kooperation zur Vermeidung körperlicher Anstrengung, schließen die Wissenschaftler – auch wenn das wohl kaum jemandem bewusst ist.
www.wissenschaft.de vom 28.04.11
Schlafmangel kann kuriose Auswirkungen haben, selbst wenn man die Müdigkeit noch gar nicht spürt: Die Aufmerksamkeit lässt nach, und der Betroffene macht selbst bei einfachen Tätigkeiten Fehler. Ein Team US-amerikanischer Neurologen könnte nun herausgefunden haben, woran das liegt: Schon bevor das gesamte Hirn Anzeichen von Erschöpfung zeigt, beginnen einzelne Nervenzellen offenbar, zwischendurch eine Art Nickerchen zu machen – sie schalten einfach ab.
www.wissenschaft.de vom 27.04.11
Nicht nur Gesichter, auch Tiere kann man nicht so gut erkennen, wenn sie auf dem Kopf stehen. Dieser Effekt spiegelt sich auch in der Aktivität verschiedener Hirnregionen wider, die mit dem Sehen zu tun haben. Zu diesem Ergebnis kommt ein kanadisch-indisches Forscherteam um Lars Strother von der University of Western Ontario im kanadischen London in einer aktuellen Studie. Die Fähigkeit, Gesichter und Tiere vor allem in aufrechter Haltung gut zu erkennen, könnte biologisch sinnvoll sein, schreiben die Forscher. Denn offenbar ist unser visuelles System vor allem darauf ausgelegt, vertraute Objekte in einer vertrauten Position schnell zu identifizieren.
www.wissenschaft.de vom 20.04.11
Die schwere psychische Störung Schizophrenie zeigt sich auch in einzelnen Körperzellen: Sie haben weniger Nervenverbindungen als normal, wie eine neue Studie zeigt. Medikamente ließen die Synapsen wachsen.
www.spiegel.de vom 15.04.11
Schon fast ein Jahrzehnt bevor sich erste Alzheimer-Symptome zeigen, verändert sich das Gehirn von Betroffenen. Die Hirnsubstanz in manchen Arealen schrumpft. Mediziner arbeiten an einem Frühtest, der vor der Erkrankung warnen könnte.
www.spiegel.de vom 14.04.11
Wenn es wehtut, kann Meditieren helfen - und das verblüffend effektiv. Im Experiment stellte sich heraus, dass Geistesübungen Schmerzen ebenso gut lindern können wie starke Medikamente. Zugleich konnten die Forscher messen, was dabei im Gehirn passiert.
www.spiegel.de vom 13.04.11
Lebensmittel mit der Aufschrift "Bio" gelten bei vielen Konsumenten als kalorienärmer und nahrhafter. Das hat eine Studie an der Cornell University in Ithaca ergeben. Die Bio-Kennzeichnung lässt sie insgesamt gesünder wirken. Psychologen ist dieser als Halo-Effekt bezeichnete Beurteilungsfehler schon lange bekannt – etwa bei Menschen: Eine attraktive Person wird allein aufgrund ihres guten Aussehens auch für intelligent gehalten. Nun wurde der Effekt erstmals für Lebensmittel nachgewiesen.
www.wissenschaft.de vom 12.04.11
Auch Sehen will gelernt sein: Die Fähigkeit, eine erfühlte Form auf einen Blick zu erkennen, ist nicht angeboren, sondern muss erworben werden. Das hat ein internationales Forscherteam jetzt erstmals direkt nachweisen können. Die Gruppe arbeitete dazu mit einer Stiftung zusammen, die sich um kranke Kinder in Indien und anderen Entwicklungs- und Schwellenländern kümmert. Fünf dieser Kinder stellten sich nun für die Untersuchung zur Verfügung: Sie waren von Geburt an blind gewesen, erlangten jedoch durch eine Operation ihr Augenlicht zurück und nahmen direkt nach der erfolgreichen Behandlung an den Tests der Forscher teil. Keiner der Patienten habe beim ersten Anschauen erkennen können, welchen Legostein er zuvor bereits ertastet hatte, resümieren die Forscher die Ergebnisse. Bereits nach wenigen Tagen hatte sich die Kopplung zwischen Tast- und Sehsinn jedoch ausgebildet, schreiben Richard Held vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) und seine Kollegen.
www.wissenschaft.de vom 11.04.11
Beim Lernen kann das Gehirn Erwachsener erstaunlich schnell größer werden. Dies haben Forscher bei Freiwilligen beobachtet, die neue Farbbegriffe büffelten. Schon nach knapp zwei Stunden Training war die Großhirnrinde gewachsen.
www.spiegel.de vom 05.04.11
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