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Nachrichten zum Thema Sexualität, Fortpflanzung

Sexualhormon: Testosteron macht Frauen egoistisch

Das männliche Sexualhormon Testosteron steigert die Aggressivität, das zeigt nun ein ungewöhnliches Experiment: Nahmen Frauen den Stoff zu sich, verhielten sie sich weniger kooperativ - und beharrten auf ihrer Meinung.

www.spiegel.de vom 01.02.12

Verhütungsmethode für den Mann: Hemmstoff verhindert Spermienproduktion

Keine Spermien ohne Vitamin A: Forscher haben einen Wirkstoff entdeckt, der die Funktion von Retinsäure blockiert - und damit die Produktion von Spermien. Die Erkenntnisse aus den Versuchen an Mäusen könnten die Entwicklung einer Pille für den Mann vorantreiben.

www.spiegel.de vom 06.06.11

Überraschende Rollenverteilung: Frühmenschen-Frauen waren reiselustig

Männer blieben zu Hause, Frauen zogen in die weite Welt: Neue Zahnanalysen belegen diese Rollenverteilung bei afrikanischen Frühmenschen. Erwartet hatten die Forscher eigentlich etwas anderes.

www.spiegel.de vom 02.06.11

Mehr Jungs durch radioaktive Strahlung

Laut einer Studie deutscher Forscher werden in Gebieten mit erhöhter Radioaktivität mehr männliche als weibliche Säuglinge geboren: Die Strahlung durch Atombombentests vor 1963 und durch den Reaktorunfall in Tschernobyl hatte einen messbaren Langzeiteffekt auf das Geschlechtsverhältnis, zeigen die statistischen Auswertungen von Hagen Scherb und Kristina Voigt vom Helmholtz Zentrum München. Auch bei der Bevölkerung im Umkreis von Atomkraftwerken zeige sich den Forschern zufolge dieser Effekt. Die genauen Ursachen bleiben noch unklar und auch, ob die Zunahme männlicher Neugeborener im Verhältnis zu weiblichen Neugeborenen das Ergebnis einer geringeren Häufigkeit weiblicher Geburten oder einer Zunahme männlicher Geburten ist. In der Gesamtbetrachtung zeigen die Ergebnisse aber einen klaren dosisabhängigen Effekt auf das Geschlechterverhältnis und damit auf die Biologie des Menschen, sagen die Wissenschaftler.

www.wissenschaft.de vom 27.05.11

Warum lächelnde Männer alleine bleiben

Wer als Mann einem kurzen amourösen Abenteuer nicht abgeneigt ist, sollte potenzielle Partnerinnen auf keinen Fall anlächeln: Der Ausdruck von Freude und Glück macht ein männliches Gesicht nämlich unattraktiv für Frauen, haben kanadische Forscher gezeigt. Selbst deutlich zur Schau getragener Stolz und sogar Scham sind für Frauen anziehender als ein Lächeln, stellten die Wissenschaftler fest, als sie Daten von über 1.000 Freiwilligen beiderlei Geschlechts auswerteten. Die Probanden hatten im Test Fotos von Männern oder Frauen gesehen, die in ihrer Haltung entweder Freude, Scham oder Stolz ausdrückten, und sollten bewerten, wie stark die sexuelle Anziehungskraft der Abgebildeten war.

www.wissenschaft.de vom 24.05.11

Wie Mann seine Fruchtbarkeit prüfen kann

US-Forscher haben ein körperliches Merkmal identifiziert, das direkt mit der Zeugungsfähigkeit eines Mannes zusammenzuhängen scheint: den Abstand zwischen dem hinteren Ansatz des Hodensacks und dem Anus. Bei unfruchtbaren Männern ist er nämlich kürzer als bei Männern, die Kinder zeugen können, konnten die Wissenschaftler in einer – allerdings recht kleinen – Studie zeigen. Seinen Ursprung hat der Zusammenhang vermutlich bereits im Mutterleib: Wenn während der Entwicklung des männlichen Fötus der Einfluss der Geschlechtshormone aus irgendeinem Grund gestört ist, kann das dazu führen, dass sich die männlichen Genitalien nicht korrekt ausbilden. Das könne dann sowohl einen verkürzten anogenitalen Abstand als auch eine beeinträchtigte Funktion der Hoden zur Folge haben.

www.wissenschaft.de vom 11.05.11

Psychologie: Männer und Frauen fühlen anders mit

Empathie ist weiblich, Härte männlich. Ganz so einfach ist die Sache jedoch nicht, wie eine neue Studie aus Mexiko zeigt. Auch Männer zeigen Mitgefühl, sie setzen dabei jedoch ganz andere Hirnregionen ein. Eine wichtige Rolle spielt offenbar auch die kulturelle Prägung.

www.spiegel.de vom 06.05.11

Geschlechtskrankheit: Herpes auch ohne Symptome übertragbar

Herpes ist offenbar heimtückischer als bislang angenommen. Eine Studie hat jetzt ergeben, dass Infizierte die Geschlechtskrankheit auch dann übertragen können, wenn sie selbst keine Symptome bemerken.

www.spiegel.de vom 13.04.11

Wie neugeborene Mäuse Väter werden

Japanische Forscher haben Sperma im Labor hergestellt: Sie züchteten Zellkulturen von Mäusen und regten diese anschließend zur Spermienproduktion an. Die entstandenen Samenzellen waren voll funktionsfähig und brachten nach künstlicher Befruchtung von Eizellen erfolgreich Nachkommen hervor. Das Ausgangsmaterial für die Spermien aus dem Labor war Hodengewebe junger Mäuse. Prinzipiell sei das auch mit entsprechenden menschlichen Zellkulturen möglich, sagen die Forscher. Damit könnten sich neue Behandlungsansätze für bestimmte Fruchtbarkeitsstörungen ergeben.

www.wissenschaft.de vom 24.03.11

Schönere Tage vor den Tagen

Frauen leiden weniger unter dem prämenstruellen Syndrom (PMS), wenn sie täglich eine Mischung an ungesättigten Fettsäuren zu sich nehmen. Das haben brasilianische Forscher in einer Studie mit insgesamt 120 Frauen herausgefunden. Sie verabreichten darin 80 Frauen mit PMS täglich einen Cocktail aus verschiedenen Fettsäuren, während 40 weitere ein wirkstofffreies Placebo erhielten. Ergebnis: Nach drei Monaten hatten sich die Beschwerden bei allen Frauen verringert, am meisten jedoch bei denjenigen, die eine hohe Dosis der Fettsäuren erhalten hatten. Der Effekt verstärkte sich nach sechsmonatiger Einnahme noch, berichten Edilberto Rocha Filho und seine Kollegen.

www.wissenschaft.de vom 18.01.11

Von harten Männern und sanften Frauen

Ob ein geschlechtsneutrales Gesicht eher als männlich oder als weiblich empfunden wird, hängt buchstäblich vom Fingerspitzengefühl des Betrachters ab: Berührt er etwas Weiches, neigt er dazu, dem Antlitz weibliche Züge zuzuschreiben - fühlt er dagegen Härte, assoziiert er männliche Attribute mit dem Gesicht. Das hat ein amerikanisch-kanadisches Forscherteam um Michael Slepian von der Tufts University in Medford herausgefunden. Das Klischee vom starken Mann und der sanften Frau ist demnach offenbar so grundlegend im Gehirn verankert, dass es sogar über den Tastsinn die Wahrnehmung beeinflusst, schreiben die Forscher.

www.wissenschaft.de vom 13.01.11

Nicht weinen, Mädels!

Tränen enthalten offenbar chemische Signale, die bei anderen Menschen Reaktionen auslösen können: Wenn Frauen aus Trauer weinen, führt der - nicht wahrnehmbare - Geruch ihrer Tränen zu einer Verminderung der sexuellen Erregung von Männern und einem Absinken des Testosteronspiegels, haben israelische Forscher in einer kleinen Studie nachgewiesen. Auch wenn sie es nicht getestet haben, vermuten die Wissenschaftler, dass auch die Tränen von Männern und Kindern ähnliche Signale vermitteln.

www.wissenschaft.de vom 07.01.11

Beim Flirten ist weniger mehr

Das richtige Maß an emotionaler Distanz macht attraktiv: Wer nicht sicher ist, ob er vom Gegenüber gemocht wird, fühlt sich stärker von ihm angezogen. Das hat ein US-amerikanisches Forscherteam in einer Studie mit Studentinnen herausgefunden. Der Grund für das widersprüchliche Verhalten: Die Unsicherheit führt dazu, dass man ständig an den anderen denken muss, erklären die Forscher. Für eine erfolgreiche erste Verabredung gelte demnach: Wer dem anderen die eigenen Gefühle nicht gleich offen zeigt, erhöht seine Chancen auf ein zweites Date.

www.wissenschaft.de vom 29.12.10

Kleine Finger fühlen besser

Je kleiner die Finger, desto besser der Tastsinn – zu dieser Erkenntnis sind US-Forscher gekommen. Seit langem war bekannt, dass Frauen einen feineren Tastsinn besitzen als Männer. Auf der Suche nach dem Warum kamen die Wissenschaftler nun zu einer überraschend einfachen Erklärung: Nicht das Geschlecht ist ausschlaggebend, sondern die Anzahl der Nervenzellen pro Fläche – und die ist bei kleineren Händen höher als bei großen. In weiterführenden Studien wollen die Forscher nun untersuchen, ob sich der Tastsinn von Kindern verschlechtert, wenn sie älter werden und ihre Hände wachsen, und ob sich die Anzahl der Nervenzellen verändert.

www.wissenschaft.de vom 16.12.09

Was eine Frau weiblich macht

Ein einziges Gen ist dafür verantwortlich, dass ein Eierstock auch tatsächlich ein Eierstock bleibt und sich nicht plötzlich in einen Hoden verwandelt: Wird es ausgeschaltet, beginnt das Eierstockgewebe praktisch sofort, männliche statt weibliche Geschlechtshormone zu produzieren und männliche Eigenschaften zu entwickeln. Diese überraschende Entdeckung haben deutsche und britische Forscher jetzt bei Mäusen gemacht, bei denen sie das Gen namens Foxl2 ausgeschaltet haben – ein Erbgutabschnitt, der nicht einmal auf den Geschlechtschromosomen liegt. Die Konsequenzen ihrer Entdeckung seien immens, kommentieren die Wissenschaftler: Zum einen stellen die Ergebnisse das bisher gültige Modell infrage, nach dem das weibliche Geschlecht sozusagen der Standardmodus ist. Zum anderen eröffnen sie ein völlig neues Verständnis von Phänomenen wie der Intersexualität, bei der Menschen nicht eindeutig einem Geschlecht zugeordnet werden können.

www.wissenschaft.de vom 12.12.09

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