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Nachrichten zum Thema Sucht und Drogen

Auf dem Horrortrip durch Badesalz

Kräutermischungen, die in Wahrheit Rauschdrogen sind: Der Drogenmarkt bringt immer neue gefährliche Substanzen hervor. US-Fahnder schlagen jetzt Alarm. Sie warnen vor Badesalzen, die Menschen in Depression, Selbstverstümmelung und Selbstmord treiben.

www.spiegel.de vom 23.01.11

Warum Frauen länger leben als Männer

Rauchen ist der Hauptgrund dafür, dass Männer im Schnitt früher sterben als Frauen. Das haben britische Forscher herausgefunden, als sie eine umfangreiche Datensammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auswerteten und dabei die Sterberaten von Männern und Frauen aus 30 europäischen Ländern verglichen. Bis zu 60 Prozent des Unterschieds in der Lebenserwartung von Männern und Frauen ist demnach auf das unterschiedliche Rauchverhalten zurückzuführen. Der Zigarettenkonsum ist allerdings nicht das einzige Laster, das zu dem Effekt beiträgt: In bis zu 20 Prozent der Fälle ist der Geschlechtsunterschied bei der Lebenserwartung auf den Alkoholkonsum zurückzuführen. In den osteuropäischen Ländern sind es sogar bis zu 30 Prozent. Die Forscher fordern daher mehr Maßnahmen seitens der jeweiligen Gesundheitswesen, um den schädigenden Alkohol- und Zigarettenkonsum einzudämmen.

www.wissenschaft.de vom 18.01.11

Schäden im Zeitraffer

Rauchen kann das Erbgut schon innerhalb weniger Minuten schädigen - und nicht wie bisher angenommen erst nach einigen Jahren. Das legt jetzt eine Studie eines US-amerikanischen Forscherteams nahe. Demnach dauert es gerade einmal eine Viertelstunde, bis der Stoffwechsel bestimmte Kohlenwasserstoffverbindungen aus dem Zigarettenqualm in giftige Substanzen umgewandelt hat. Diese schädigen die Erbsubstanz DNA nachweislich und können zu Mutationen führen. Die Folge: Die Zellen entarten, und es können bösartige Erkrankungen wie etwa Lungenkrebs entstehen. Die Studie zeige, dass sich selbst Gelegenheitsraucher der Gefahr erbgutschädigender Wirkungen aussetzen, schreiben die Wissenschaftler um Stephen Hecht.

www.wissenschaft.de vom 17.01.11

Passivrauchen macht Druck

Die Kinder von Rauchern leiden schon im Kindergartenalter überdurchschnittlich häufig unter erhöhtem Blutdruck. Das fand ein deutsches Forscherteam in einer breitangelegten Studie mit über 4.000 Kindergartenkindern heraus. Bluthochdruck ist demnach nicht nur erblich bedingt und wird durch überflüssige Pfunde begünstigt, sondern tritt auch bei normalgewichtigen Kindern auf, deren Eltern rauchen. Damit sei zum ersten Mal ein Zusammenhang zwischen Passivrauchen und Bluthochdruck bei Kindern nachgewiesen, betonen die Forscher um Giacomo Simonetti vom Uniklinikum in Bern.

www.wissenschaft.de vom 11.01.11

Die Pille gegen den Marlboro Man

Zwei US-Forscherteams haben entdeckt, wie Anti-Raucher-Medikamente das Verlangen nach einer Zigarette dämpfen: Sie verändern die Reaktion des Gehirns auf suchtauslösende Signale, wie etwa das Betrachten einer Filmszene mit einem rauchenden Schauspieler. Dadurch sind die entwöhnungswilligen Raucher weniger empfänglich für derartige Reize und geraten nicht so schnell in Versuchung, erneut zur Zigarette zu greifen, konnten die Forscher mit Hilfe von Gehirnaufnahmen und Befragungen Freiwilliger zeigen. Eine der Gruppen um Christopher Culbertson von der University of California in Los Angeles hatte dabei den Wirkstoff Bupropion untersucht, der auch als Antidepressivum eingesetzt wird. Das andere Team um Teresa Franklin von der University of Pennsylvania in Philadelphia konzentrierte sich auf den Wirkstoff Vareniclin, der bereits seit einigen Jahren als Anti-Raucher-Medikament verwendet wird.

www.wissenschaft.de vom 04.01.11

Blaues Wunder

Die Entstehung eines alkoholbedingten Katers ist wissenschaftlich nach wie vor nicht eindeutig geklärt. Obwohl das Phänomen so bekannt ist, gebe es dazu bislang nur Theorien, genau belegt seien die Mechanismen der unangenehmen Folgen einer durchzechten Silvesternacht bisher nicht. Auch was die Wirksamkeit von Rezepten gegen die Katerbeschwerden betrifft, liegen nur ernüchternde Ergebnisse vor: Britische Forscher, die unterschiedliche Studien zum Effekt von Mitteln gegen einen Kater ausgewertet hatten, kamen zu der trockenen Schlussfolgerung: Die einzig effektive Waffe gegen einen Kater sei die Zurückhaltung beim Trinken.

www.wissenschaft.de vom 29.12.10

Kommunen dürfen Coffeeshop-Tourismus stoppen

Aus für das Hasch-Shoppen: Der Europäische Gerichtshof hat eine Regelung der niederländischen Stadt Maastricht bestätigt, nach der nur Einheimische Zutritt zu Coffeeshops haben dürfen. Zuvor reisten im Schnitt 7500 Drogentouristen am Tag ein.

www.spiegel.de vom 16.12.11

Sekundentod durch Kokainkonsum

Kokainkonsum schädigt das Herz und kann den sogenannten Sekundentod verursachen. Einer spanischen Studie zufolge gehen mehr als drei Prozent dieser Todesfälle auf das Konto der Droge. Eine unbedenkliche Dosis des Pulvers gebe es nicht, betonen die Rechtsmediziner aus Sevilla.

www.rp-online.de vom 15.01.10

Zuckerkrankheit: Ohne Zigarette steigt die Diabetesgefahr

Das Nikotin geht, die Pfunde kommen - Ex-Raucher kennen das aus leidvoller Erfahrung. Eine Studie mit Tausenden Teilnehmern hat jetzt ergeben, dass mit der Körperfülle auch das Diabetes-Risiko der Aufhörer zunimmt - und zwar in beeindruckendem Ausmaß.

www.spiegel.de vom 05.01.10

Futtern statt Paffen

Raucher, die es geschafft haben, von ihrer Sucht loszukommen, sollten in den ersten rauchfreien Jahren ihren Blutzuckerspiegel im Auge behalten: Das Risiko, an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken, ist in dieser Zeit deutlich erhöht, haben amerikanische Wissenschaftler in einer Studie beobachtet. Der Grund dafür liege in der bei vielen Rauchern direkt nach dem Aufhören auftretenden Gewichtszunahme, erklären die Wissenschaftler. Das erhöhte Diabetesrisiko sei jedoch keineswegs ein Rechtfertigungsgrund, nicht mit dem Rauchen aufzuhören, schreiben die Forscher um Hsin-Chieh Yeh von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore.

www.wissenschaft.de vom 05.01.10

Des Cannabis süße Seite

Ein amerikanisch-japanisches Forscherteam hat möglicherweise entdeckt, warum der Konsum von Marihuana häufig mit Fressattacken einhergeht: Cannabis wirkt wie die körpereigenen cannabisähnlichen Endocannabinoide – und die intensivieren zumindest bei Mäusen den Geschmack von Süßem, indem sie die Zunge empfindlicher für süße Sinneseindrücke machen. Andere Geschmackrichtungen bleiben dagegen unbeeinflusst vom Cannabis-Effekt. Im Körper scheinen die Endocannabinoide demnach dafür zuständig zu sein, den Appetit anzukurbeln und die Nahrungsaufnahme zu erhöhen – und fungieren damit als Gegenspieler für das Satthormon Leptin, das die Intensität des süßen Geschmacks dämpft.

www.wissenschaft.de vom 22.12.09

Was fürs Herz: Ein Gläschen Schampus

Champagnerliebhaber behaupten es seit Jahren, jetzt hat ein britisch-französisches Forscherteam endlich auch die wissenschaftliche Bestätigung geliefert: Der Schaumwein ist gut für den Kreislauf. Noch acht Stunden nach dem Genuss einer halben Flasche ließen sich bei Freiwilligen eine verbesserte Durchblutung und entspanntere Blutgefäße nachweisen, berichten die Forscher. Dahinter steckt vermutlich der gleiche Mechanismus, der auch Rotwein so bekömmlich macht: Da Champagner meist aus weißen und roten Trauben gekeltert wird, enthält er größere Mengen der gesundheitsfördernden Polyphenole als Weißwein und ähnele daher eher dem Rotwein, schreiben die Wissenschaftler.

www.wissenschaft.de vom 16.12.09

Ecstasy kann schuld am Schnarchen sein

Wer Ecstasy konsumiert, erhöht sein Risiko, während des Schlafes kurzzeitige Atemstillstände zu erleiden. Je häufiger die Droge genommen wird, desto schwerwiegender kann sich die sogenannte Schlafapnoe ausbilden. Das haben US-Forscher herausgefunden, als sie Ecstasykonsumenten im Schlaflabor untersuchten. Das Risiko, an Schlafapnoe zu erkranken, war demnach bei diesen Probanden acht Mal so hoch wie das von Testpersonen, die noch nie in Kontakt mit der Droge gekommen waren. "Menschen, die Ecstasy nehmen, sollten wissen, dass diese Droge das Gehirn beschädigt und schnell ernste Probleme wie Schlafapnoe verursachen kann", berichtet Una McCann von der Johns Hopkins School of Medicine in Baltimore.

www.wissenschaft.de vom 03.12.09

Rauchverbot für Eltern

Passivrauchen schädigt bei Kindern nicht nur Atemwege und Lunge, sondern erhöht auch die Anfälligkeit für Herz- und Gefäßkrankheiten. Starkes Übergewicht verstärkt dieses Risiko zusätzlich. Zu diesen Ergebnissen sind US-Forscher gekommen, als sie Kleinkinder, Kinder und Jungendliche auf Anzeichen von Herz- und Gefäßerkrankungen untersuchten. Zudem ist der blaue Dunst umso schädlicher, je jünger die Kinder sind: Das Gesundheitsrisiko ist für Kleinkinder viermal so hoch wie für Jugendliche, berichte das Team um John Bauer von der Ohio State University in Columbus.

www.wissenschaft.de vom 19.11.09

Raucher schmecken schlecht

Rauchen beeinträchtigt den Geschmackssinn, indem es die Geschmacksknospen der Zunge beschädigt, haben griechische Forscher nachgewiesen: Schon nach wenigen Jahren regelmäßigen Zigarettenkonsums nimmt die Empfindlichkeit des Geschmackssinns messbar ab, und die feinen Strukturen der Sinneszellen auf der Zunge verändern sich. Betroffen sind dabei sowohl die Blutgefäße, die die Geschmacksknospen versorgen, als auch die Knospen selbst: Sie flachen ab und bilden ungewöhnliche Oberflächenstrukturen aus, schreiben die Wissenschaftler.

www.wissenschaft.de vom 20.08.09

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