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Nachrichten zum Thema Sucht und Drogen

Langzeitstudie: Raucher bauen geistig schneller ab

Wer raucht, erhöht nicht nur sein Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Zumindest bei Männern beschleunigt der Tabakkonsum auch den Verlust geistiger Fähigkeiten, wie eine über 25 Jahre laufende Studie gezeigt hat.

www.spiegel.de vom 07.02.12

Maus-Experiment: Appetitbremse des Nikotins enträtselt

Der Tabak geht, das Übergewicht kommt: Das haben schon viele Menschen erlebt, die mit dem Rauchen aufgehört haben. Jetzt haben Forscher im Experiment mit Mäusen herausgefunden, wie Nikotin den Appetit hemmt - und hoffen auf neue Waffen gegen die Fettleibigkeit.

www.spiegel.de vom 10.06.11

Rauchen verbindet

Auf dem Markt sind sie schon länger: die sogenannten E-Zigaretten. Die Glimmstängel, die eigentlich gar keine sind, funktionieren nach einem einfachen Prinzip. Sie bestehen aus einem austauschbaren Nikotindepot, das in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich ist, einem batteriegetriebenen Zerstäuber und einem Verdampfer. Tabak enthält die elektrische Zigarette nicht. Zieht man an ihr, verdampft die Nikotinlösung, eine LED simuliert die Glut. Da keine Verbrennung stattfindet, entstehen auch keine Schadstoffe wie etwa Teer. Besonders in den USA, wo Raucher zunehmend unter Druck geraten, erfreut sich die E-Zigarette steigender Beliebtheit.

www.wissenschaft.de vom 20.05.11

Rauschmittel: EU meldet Rekordzahl neuer Drogen

Neue Drogen überschwemmen im Rekordtempo den europäischen Markt. Die EU hat im vergangenen Jahr 41 neue Rauschmittel registriert - fast doppelt so viele wie 2009. Das Hauptproblem sind demnach legale Substanzen, die vor allem über das Internet vertrieben werden.

www.spiegel.de vom 11.05.11

Qualmfreie Zone: China sagt Rauchern den Kampf an

China hat das Rauchen in öffentlichen Räumen verboten: In Restaurants, Bars und Krankenhäusern darf ab sofort nicht mehr gequalmt werden. Die Volksrepublik will sich so den Gesundheitsvorschriften in Industrieländern annähern. Doch die Umsetzung dürfte schwierig werden.

www.spiegel.de vom 01.05.11

Zigaretten-Studien: Wissenschaftler unter Lobbyismus-Verdacht

Erstaunliche Studienergebnisse, ungewöhnliche Beziehungen zur Industrie: Deutsche Wissenschaftler helfen der Tabaklobby offenbar dabei, ein Verbot giftiger Zusatzstoffe in Zigaretten zu verhindern. Dabei stehen die Substanzen im Verdacht, Krebs zu erzeugen.

www.spiegel.de vom 27.04.11

Suchtstudie: Deutsche rauchen weniger

Einen positiven Trend melden deutsche Suchtforscher: Der Zigarettenkonsum geht weiter zurück. Dramatisch bleiben dagegen die Auswirkungen von Alkohol auf die Gesundheit, zeigt das "Jahrbuch Sucht".

www.spiegel.de vom 26.04.11

Industrienationen: Forscher beklagen hohe Zahl von Totgeburten

Alkohol und Nikotin, Übergewicht und frühe Kaiserschnitte - die Liste der Risikofaktoren für eine Totgeburt ist lang. Mediziner klagen, dass deren Zahl auch in reichen Ländern noch deutlich zu hoch ist.

www.spiegel.de vom 14.04.11

Medizin-Notstand in Russland: "Mit dem Rauchen hab ich im zweiten Schuljahr aufgehört"

Alkoholmissbrauch und schlechte medizinische Versorgung sind die Gründe, dass Russlands Bevölkerung dramatisch schrumpft. Im Osten des Landes sind Ärzte so rar, dass Kranke mitunter selbst zum Skalpell greifen. Einmal im Jahr kommt ein Zug vorbei, der helfen soll.

www.spiegel.de vom 12.04.11

Forscher nehmen Cannabis die Rauschwirkung

Cannabis wird immer öfter als Schmerzmedikament eingesetzt - doch der Stoff ist umstritten. Jetzt könnte ein entscheidender Fortschritt gelungen sein: Forscher haben den Inhaltsstoff THC so verändert, dass er zwar Schmerzen lindert, aber keinen Rausch auslöst.

www.spiegel.de vom 05.04.11

Mit dem Joystick gegen die Sucht

Eine Art Computerspiel könnte Alkoholikern nach einem Entzug helfen, langfristig trocken zu bleiben. Das hat ein Forscherteam um Johannes Lindenmeyer von der Salus-Klinik in Lindow anhand einer Studie mit über 200 Teilnehmern gezeigt. In dem von den Psychologen entwickelten Spiel sehen die Teilnehmer Fotos von alkoholischen Getränken auf dem Bildschirm und üben, sich scheinbar von ihnen wegzubewegen, indem sie einen Joystick betätigen. So trivial diese Übung auch scheint, sie scheint zumindest in manchen Fällen tatsächlich zu helfen, entdeckten die Psychologen: Alkoholabhängige, die nach einem Entzug und vor einer regulären Therapie an einem solchen Training teilnahmen, hatten nach einem Jahr eine geringere Rückfallquote als Teilnehmer einer Vergleichsgruppe ohne Training. Das Computertraining wirkt vermutlich, weil es die Betroffenen dazu bringt, beim Anblick von Alkohol unmittelbar mit Vermeidung anstatt mit Annäherung zu reagieren, schreiben Lindenmeyer und sein Team.

www.wissenschaft.de vom 03.03.11

Orakeln mit dem Kernspintomograph

US-Forscher haben eine Möglichkeit gefunden, die Erfolgsaussichten eines Anti-Raucher-Programms schon im Vorfeld abzuschätzen: Die Aktivität in bestimmten Gehirnregionen in einem Test vor Beginn des Programms verrät, ob ein Raucher erfolgreich den Zigaretten entsagen kann. Die Wissenschaftler hatten dazu die Gehirnaktivität von 87 Freiwilligen untersucht, die an einem speziell auf sie zugeschnittenen Entwöhnungsprogramm teilnahmen. Dabei entdeckten sie ein bestimmtes Muster an Hirnaktivität, das mit der Erfolgsquote beim Aufhören assoziiert war: Je stärker sich bei einem Probanden Gehirnregionen aktivieren ließen, die als entscheidend für die Selbstreflexion gelten, desto größer war die Wahrscheinlichkeit, dass er nach vier Monaten tatsächlich das Rauchen aufgegeben hatte.

www.wissenschaft.de vom 28.02.11

Der Morgen danach

Frauen schlafen nach einem feucht-fröhlichen Abend schlechter als Männer, haben US-Forscher entdeckt. Ein Rausch vertieft zwar anfangs den Schlaf und erleichtert das Einschlafen. In der zweiten Hälfte der Schlafphase ist die Schlafqualität allerdings beeinträchtigt, wobei Frauen den Ergebnissen zufolge häufiger unter Wachphasen und einer insgesamt schlechteren Schlafqualität leiden als Männer. Die Ursache sei vermutlich die unterschiedliche Art, wie der Stoffwechsel der beiden Geschlechter den Alkohol abbaue, spekulieren die Wissenschaftler. Es gelte also allgemein und für Frauen in besonderem Maße: Wer ausgeschlafen sein will, verzichtet besser auf einen zu üppigen Schlummertrunk. Darüber hinaus könnte das Ergebnis auch bei der Entwicklung von geschlechtsspezifischen Therapien zur Behandlung von Alkoholabhängigen helfen, schreiben die Wissenschaftler.

www.wissenschaft.de vom 16.02.11

Blind für Wut und Trauer

Wer Drogen nimmt, kann die Emotionen im Gesicht seines Gegenübers schlechter deuten. Das trifft vor allem dann zu, wenn es sich um negative Gefühle wie Zorn, Trauer oder Angst handelt, hat ein spanisches Forscherteam herausgefunden. Je intensiver der Drogenkonsum der Probanden dabei in der Vergangenheit war, desto schwieriger war es für sie, die Emotionen richtig zu deuten. Zudem beeinträchtigt der regelmäßige Missbrauch von Alkohol, Cannabis, Amphetaminen und Kokain auch noch andere kognitiven Fähigkeiten: Die Drogen schlagen aufs Gedächtnis und stören die Verarbeitung von Gefühlen sowie die Entscheidungsfindung.

www.wissenschaft.de vom 07.02.11

Warum ein besseres Gedächtnis Süchtigen helfen könnte

Ein Gedächtnistraining könnte künftig Therapien zur Behandlung von Suchterkrankungen ergänzen. Laut den Ergebnissen eines US-amerikanischen Forscherteams steigt mit der Gedächtnisleistung nämlich die Fähigkeit, vorausschauend zu denken und langfristig zu planen. Genau damit haben Suchtkranke jedoch häufig Probleme, erläutern die Wissenschaftler: Sie nutzen den kurzfristigen Kick durch die Droge, obwohl sie eigentlich wissen, dass ihnen auf lange Sicht aus diesem Verhalten Nachteile entstehen werden. Das Training soll ihnen nun dabei helfen, auch künftig zu erwartende Belohnungen wertschätzen zu lernen. Wie stark Süchtige von dem Training tatsächlich profitieren, können die Forscher allerdings noch nicht sagen - dazu seien weitere Untersuchungen nötig, schreiben Warren Bickel und seine Kollegen.

www.wissenschaft.de vom 31.01.11

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