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Es gibt neue Hoffnung für Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs: US-Forscher haben zum ersten Mal eine Methode entwickelt, die gezielt und effektiv die Metastasen abtötet, die bei dieser Krebsart besonders früh und zahlreich auftreten. Ihr wichtigster Helfer dabei: eine abgeschwächte Version des Durchfall-Erregers Listeria monocytogenes, der als Taxi für eine radioaktive Substanz dient. Wie Versuche mit Mäusen zeigten, sammeln sich diese Bakterien bevorzugt in den Metastasen an und töten diese durch ihre geballte radioaktive Ladung zu mehr als 90 Prozent ab. Nach Ansicht der Forscher könnte diese effektive und trotzdem nebenwirkungsarme Methode eine ganz neue Ära bei der Therapie des tödlichen Pankreaskrebses einläuten.
www.wissenschaft.de vom 22.04.13
Seit knapp sechs Jahren gibt es in Deutschland und vielen anderen Ländern weltweit eine für junge Mädchen kostenlose Impfung gegen Humane Papillomaviren (HPV). Sie gelten als Auslöser von Gebärmutterhalskrebs bei Frauen und bestimmten Formen von Mund- und Kehlkopfkrebs bei Männern. Die vor diesen Erregern schützende HPV-Impfung wird in Deutschland bisher nur zögerlich angenommen. Neue Argumente für eine Impfung liefert jetzt eine umfangreiche Studie aus Australien. Denn sie zeigt, dass seit Beginn der staatlichen Impfprogramme dort Genitalwarzen bei jungen Frauen fast vollständig verschwunden sind - und dass auch junge Männer und nicht Geimpfte vom Impfschutz profitieren.
www.wissenschaft.de vom 19.04.13
Wer von anderen ausgegrenzt wird, fühlt sich verletzt. Und das ist durchaus nicht nur im übertragenen Sinne gemeint: Die Qual durch soziale Zurückweisungen wird vom Gehirn ganz ähnlich behandelt wie körperlicher Schmerz - und aus diesem Grund lindern Schmerzmittel wie Paracetamol sowohl das eine wie das andere. Jetzt zeigt sich: Der Schmerzkiller kuriert nicht nur soziale Ausgrenzung und körperliche Schmerzen, sondern auch das diffuse Unbehagen, das beispielsweise mit intensiven Gedanken an den eigenen Tod einhergeht.
www.wissenschaft.de vom 16.04.13
Bakterien, Schlangen, Skorpione: Sie alle können Gifte produzieren, die Zellen zerstören, indem sie Löcher in ihre Hülle bohren. Es gibt zwar Therapien gegen einzelne Giftstoffe, doch Forscher schlagen nun eine Breitband-Alternative vor. Winzige Schwämmchen sollen die Toxine auffangen.
www.spiegel.de vom 15.04.13
Ein Krebsmedikament könnte auch Menschen helfen, die am chronischen Erschöpfungssyndrom leiden, darauf deuten erste kleinere Studien hin. Doch für eine größere Untersuchung mangelt es an Geld. Eine Betroffene will das Problem nun lösen - per Crowdfunding.
www.spiegel.de vom 30.03.13
Ob jemand an Migräne leidet, lässt sich an seinem Gehirn erkennen - und dies auch dann, wenn gerade kein akuter Kopfschmerzanfall auftritt. Denn bei Migränikern sind bestimmte Bereiche der Hirnrinde dünner als normal, andere dagegen leicht verdickt. Und auch die Form der Hirnwindungen unterscheidet sich von denen gesunder Menschen, wie ein internationales Forscherteam jetzt herausfand. Das interessante daran: Die Hirnrinden-Dicke ändert sich im Laufe des Lebens - wo in unserem Denkorgan aber Furchen und Wölbungen liegen, wird schon im Mutterleib angelegt. Ihre spezielle Form könnte daher möglicherweise schon frühzeitig anzeigen, wem die Kopfschmerz-Attacken drohen.
www.wissenschaft.de vom 26.03.13
Eine Operation betrifft nicht nur das Zielorgan selbst: Um es zu erreichen, müssen Chirurgen durch die äußeren Schichten des Körpers schneiden, die zu einem erheblichen Teil aus Fettgewebe bestehen. US-Forscher haben nun bei Mäusen beobachtet, dass eine fettarme Diät drei Wochen vor einer Operation die heilungsrelevanten Reaktionen des Fettgewebes positiv beeinflussen. Vermutlich könnten entsprechende Ernährungsweisen auch beim Menschen die Genesung nach Eingriffen beschleunigen und Komplikationen vermeiden, sagen die Forscher um Keith Ozaki von der Harvard Medical School in Boston.
www.wissenschaft.de vom 22.03.13
Dauermüdigkeit, unerklärliche Schmerzen in Muskeln und Gelenken, Gedächtnisstörungen - für jeden vierten US-Veteranen des Irakkriegs gehören diese Symptome seit der Rückkehr aus dem Kriegseinsatz zum Alltag. Sie leiden unter dem Golfkriegssyndrom. Wodurch es ausgelöst wurde und welche körperlichen Veränderungen hinter diesen Symptomen stecken, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Jetzt hat ein US-Forscherteam bei Betroffenen erstmals messbare Schäden an den Nervenleitungen im Gehirn festgestellt: Nervenfasern, die Zentren der Schmerzverarbeitung, der Wahrnehmung und der Emotionen verbinden, funktionierten bei den an Golfkriegssyndrom Erkrankten nicht mehr richtig.
www.wissenschaft.de vom 20.03.13
Akupunktur gilt als schonende Behandlung gegen eine Vielzahl von Beschwerden. Dass diese aus der chinesischen Heilkunst stammende Methode besser hilft als ein Placebo, ist bisher allerdings nur für wenige Erkrankungen belegt. Auch die Frage, wie die in die Haut gestochenen Nadeln physiologisch wirken, bleibt weitestgehend offen. Einen Hinweis darauf könnten US-Forscher nun in einem Versuch an Ratten gefunden haben: Reizten sie bei den Tieren einen bestimmten Akupunkturpunkt, setzte deren Körper selbst bei wiederholtem Stress kaum Stressbotenstoffe frei. Die gleiche Behandlung mit einem willkürlich gewählten Scheinpunkt hatte dagegen keinerlei positive Wirkung.
www.wissenschaft.de vom 14.03.13
Zu viel Sonne oder Solarium bleiben bei vielen Menschen nicht ohne Folgen: Hautkrebs gehört heute zu den häufigsten Krebsarten. Solange er sich nicht ausgebreitet hat, stehen die Heilungschancen zwar gut, leider streuen viele Melanome aber frühzeitig und dann ist der Kampf gegen den Krebs nur schwer zu gewinnen. Um so wichtiger ist es daher, dem Hautkrebs vorzubeugen. Neben Sonnenschutz könnte da ein Medikament helfen, das viele von uns ohnehin in ihrer Hausapotheke haben: Aspirin. Wie US-Forscher bei einer Studie mit knapp 60.000 Frauen festgestellt haben, senkt die längerfristige Einnahme der Acetylsalicylsäure (ASS) das Hautkrebsrisiko um bis zu 30 Prozent.
www.wissenschaft.de vom 11.03.13
Rund sieben Prozent aller Kinder leiden an der Aufmerksamkeitsstörung ADHS: Sie haben Probleme, sich zu konzentrieren, sind hyperaktiv und verhaltensauffällig. Vor allem in schweren Fällen erhalten die Kinder zusätzlich zur Verhaltenstherapie häufig das Medikament Methylphenidat - besser bekannt als Ritalin -, das in den Hirnstoffwechsel eingreift und einige Symptome lindert. Doch die bislang umfangreichste Langzeitstudie an ADHS-Kindern zeigt nun: Als Erwachsene sind trotz Behandlung nur gut ein Drittel von ihnen frei von psychischen Störungen.
www.wissenschaft.de vom 04.03.13
Viele Frauen kennen das: Kurz vor ihrer Periode sind sie besonders dünnhäutig und reizbar, manchmal auch depressiv und missgelaunt. Kommen dann noch körperliche Symptome dazu, ist das prämenstruelle Syndrom (PMS) komplett. Warum aber trifft dieses lästige Phänomen manche Frauen stärker, andere dagegen gar nicht? Einen möglichen Grund haben jetzt US-Forscherinnen in einer Langzeitstudie mit mehr als 3.000 Teilnehmerinnen ausgemacht: Offenbar kann die Aufnahme von Mineralien wie Eisen, Zink und Kalium beeinflussen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für eine Frau ist, im Laufe ihres Lebens PMS zu entwickeln.
www.wissenschaft.de vom 26.02.13
Beim Herzinfarkt beginnt ein Wettlauf mit der Zeit: Durch ein verstopftes Herzkranzgefäß werden Teile des Herzmuskels nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt. Wenn der Gefäßverschluss nicht schnell geöffnet wird, stirbt das betroffene Gewebe ab. Selbst wenn es gelingt, das Leben des Patienten zu retten, bleibt oft ein geschwächtes Herz zurück: Die Selbstheilungskraft des Herzens reicht nicht aus, um abgestorbenes Gewebe zu regenerieren - es vernarbt. Um diesem Problem entgegenzutreten, haben US-Forscher nun ein sogenanntes Hydrogel entwickelt, das als Gerüst dienen kann, um die natürlichen Reparaturprozesse zu unterstützen. Das Konzept hat sich in Experimenten an Schweinen bereits als erfolgreich erwiesen. Studien am Menschen sollen nun bald folgen.
www.wissenschaft.de vom 21.02.13
Glatt, feinporig und gleichmäßig gefärbt - die Haut von Kindern entspricht meist diesem Idealbild. Doch mit Beginn der Pubertät ändert sich das bei einigen Menschen drastisch: Das Gesicht verwandelt sich in eine rotfleckige Hügellandschaft aus eitrigen Pickeln. Zu den Faktoren, die bei Akne eine Rolle spielen, gibt es immer noch viele offene Fragen. Landläufig galt schon lange auch die Ernährung als eine Einflussgröße: Viel Süßes soll sich negativ auf das Hautbild auswirken. Doch Untersuchungen aus den 1960er Jahren schienen diesen Zusammenhang zu widerlegen. Eine umfassende Auswertung dieser und neuerer Studien gibt nun eher wieder der landläufigen Ansicht recht: Vermutlich verstärken Nahrungsmittel mit schnell verfügbaren Kohlenhydraten (hohem glykämischem Index) und Milchprodukte die Akne doch.
www.wissenschaft.de vom 20.02.13
Verstopfte Nase, zugeschleimte Stirnhöhlen, nichts schmeckt mehr - im Moment haben Erkältungen Hochkonjunktur. Bei jedem zehnten Europäer ist der Schnupfen aber nicht nach zwei Wochen erledigt, sondern wird zum Dauerzustand - eine chronische Sinusitis entsteht, eine Vereiterung der Nasennebenhöhlen. Antibiotika und Steroid-Sprays bringen bisher nur einigen Betroffenen Linderung. Jetzt haben britische Forscher eine neue Therapiemöglichkeit entdeckt - im Ozean. Denn dort produzieren Bakterien ein Enzym, das die schleimigen Biofilme in unseren Nebenhöhlen auflöst und die Erreger so beseitigt.
www.wissenschaft.de vom 18.02.13
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