• Angemessener Werbespruch für ein Bestattungsunternehmen?

    Hallo Ihr lieben, wie Ihr wisst arbeite ich bei einem Bestatter wie mein Name ja schon irgendwie sagt ( -bestatter - ) Naja wir suchen nach einen neuen ''Werbespruch'' eben der ausdrückt das wir Ihnen helfen, für Sie da sind und ein fairer Partner sind und von Mensch zu Mensch helfen möchten. Unser alter war: Wenn der Mensch den Mensch braucht Naja…
  • 339 Antworten

    Ich muss einfach nochmal die Simpsons zitieren...


    Barts Krematorium - Sie killen, wir grillen!


    Ich stimme mit Hufschmied überein, dass die Trauerkultur in Deutschland wirklich etwas abnorm dem Lebenskreislauf gegenübersteht. Friedhöfe werden zum Teil gemieden und als unheimliche, traurige Stätte der Einsamkeit deklariert, während gleich nebenan die Hauptstraße brummt, als ob es jenen Fleck der Totenruhe nicht gäbe. Aufbahrungen zu Hause, damit sich jeder die Zeit zum Abschied nehmen kann, sind verboten (aus hygienischen Gründen) und bunt wird's den ganzen Tag nicht mehr, wenn jemand gestorben ist. Das fordert jedem Menschen eine eigene, teils schwierige Auseinandersetzung mit dem Thema ab, weil die Gesellschaft diesbezüglich verschlossen ist und man bei sich selbst guten Rat suchen muss. So empfinde ich es zumindest.

    Denn gebt mal eure TOP 10 durch, damit wir den Mister oder die Miss med1-Totengräberslogan 2008 wählen können.

    Zitat

    Aber wir wollen die Leute nicht reinlegen!

    Das ist doch ein wirklich guter Spruch:)^


    Nur leicht abgewandelt


    "Von uns werden sie sicher reingelegt"

    Bestattungen xy - WIR lassen Sie nicht allein!


    Und bevor ich jetzt gehauen werde: Ich weiss, der ist makaber, aber man muss nicht immer alles so ernst nehmen.


    Und jetzt mal im Ernst:


    - Ihr Begleiter an schweren Tagen -


    - Wir verstehen Ihre Trauer (oder nur ganz schlicht: Wir verstehen Sie oder wir fühlen mit) -


    - Wir sind für Sie da -


    Des wars, Gehirn ist leer zzz

    Zu hause aufbahren geht, wenn man Zigeuner ist.


    Gleiches Recht für alle. Also kann ich als Christ das auch.


    Den Pfaffen und den Freidhof schenke ich mir, und lasse mich einfach hinten im Garten verscharren.


    Ich könnte sogar ein Gartenhaus aufs Grab stellen und so gleich eine Ballerbude zu meinem Gedenken errichten. Dann heist es nicht mehr "Wir trinken einen auf Onkel Hufschmied" sondern "wir saufen auf Onkel H" Das erspart auch unsinnigen Transport. Als Leichnhemd will ich meine Chucks und mein lieblings Ramones T-Shirt. Somit dürfte die Trauermusik auch schon fest stehen.


    Und dann gibts eine riesen Freibierparty im Garten.


    Aber da macht halt Vater Staat nicht mit. Viel zu progressiv. In Wirklichkeit entgehem ihm bei dieser Art der Feier satte 1597€ Umsatzsteuer.


    Jetzt weis wohl jeder woher der Wind weht.


    Spruch:


    "Euch kriegen wir auch noch. Fangt an zu sparen"


    Und das mit diesem US-Army Motiv.http://imagecache2.allposters.com/images/pic/14573-POD/1099858~I-Want-You-for-the-U-S-Army-c-1917-Posters.jpg

    Hufschmied, ich wundere mich über die Heftigkeit deiner Reaktion. Über die Angemessenheit der Preise kann ich mir kein Urteil bilden. Aber deine Aussagen wie "soll mein Sohn doch ein Loch buddeln" oder "dreht mich doch durch den Fleischwolf" sind blöde Polemik.


    Zum Thema Trauerkultur: ich habe oft Menschen sagen hören, ihre Beerdigung soll eines Tages eine große Party sein, "hey Leute, feiert mein Leben". Aber jetzt mal Hand aufs Herz: wem von den Menschen hier, die schonmal einen geliebten Menschen verloren haben, war am Tag der Beerdigung nach feiern zumute?


    Tja, und zum schwierigsten: ein Slogan in diesem Bereich ist schwierig und driftet einfach zu schnell ins lächerliche ab. Richtig lange Sätze oder schlimmer noch: etwas gereimtes finde ich ganz daneben.


    "Eine helfende Hand" oder sowas fände ich, wenn überhaupt, viel besser.

    Wieso ist das Polemik?


    Ich könnte mir auch vorstellen, meinen Körper der Wissenschaft zu spenden und später kostenneutral als Klinikmüll entsorgt zu werden.


    Ich brauche meine Hülle schließlich nicht mehr.


    Sollte die Entsorgung dann so unsäglich teuer sein, muß man als sterbender ja ein schlechtes Gewissen haben.


    Und klar ist bei solchen Feiern keinem so richtig wohl. Wenn man auf einmal 10000€ am Arsch hat, hat wohl niemand gute Laune.


    Und überhaupt. Was soll diese aufgesetzte nach außen getragene Trauer? Muß ich andere mit meinem Verlust auch noch runterziehen?


    Als meine Oma starb, gab es eine schlichte Feier. Jeder wusste, daß dieser Tag kommen würde.


    Und ihr wisst es auch von euch.


    Wie lange soll man den Trauerklos machen? Eine Woche? Ein Jahr?


    Mir wäre es lieber, meine Lieben säßen bei einem Glas Wein oder einer Flasche bier zusammen und erzählen sich lustige Geschichten, die sie mit mir erlebt haben.


    Für diese Art des Andenkens brauche ich nicht mal einen Grabstein.


    Das muß man sich mal reinziehen, daß in Deutschland sogar das Abnippeln reglementiert ist.:(v