• Angst, dass meine Mutter sterben muss

    Meine Mutter ist seit 16 Jahren an Krebs erkrankt. Mittlerweile ist diese böse krankheit im gehirn angekommen. Sie wird immer schwächer, auch durch die schwere chemo. Ich werde morgen abend bei meinen Eltern sein, da meine Mutter mich gebeten hat, mit ihr zu reden. Ich befürchte, dass sie mir sagen will, dass sie merkt, dass sie den Kampf nicht mehr…
  • 83 Antworten

    Hallo Midnight Rider,


    meine tiefe Anteilnahme möchte ich Dir entgegenbringen:°_

    Zitat

    Ist es das Normale an der Trauer, dass erst der Schmerz darüber, dass sie nicht mehr da ist, so stark ist, bevor die Erleichterung über die Erlösung und der Stolz auf ihren Kampf Oberhand gewinnt?

    Ich kann sehr gut verstehen, warum Du das fragst.


    Ich weiss nur zu gut aus eigenem Erleben, dass ich mir wünschte, dass die Erleichterung darüber, dass mein Vater nicht mehr leiden muss, die Oberhand gewinnen sollte.


    Aber danach - nach unserem Verstand - richtet sich unser Herz nicht.


    Und deshalb überwiegt der Schmerz über den Verlust - auch wenn uns noch so viele Vernunftsgründe einfallen.


    Deine Mutter ist gestorben - Du hast mit ihr gelitten - Du hast sie begleitet bis zuletzt - Du hast ihre Hand gehalten.....


    Ich weiss, welch ungeheure Kraft das kostet.:°_


    Du hast ihr diesen Weg erleichtert - aber Du hättest sie doch lieber bei Dir behalten...


    In einer so verdammt schmerzlichen Ausnahmesituation bekriegen sich Verstand und Gefühl unentwegt.


    Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du auch jetzt die Kraft hast, diese Situation zu ertragen.


    Frag' nicht nach "Normalität" - hör' auf Dein Herz und stehe zu Deiner Trauer!


    Und irgendwann....mit der Zeit....wird es Dich trösten, dass Du die Hand Deiner Mutter gehalten hast.......und der große Schmerz wird langsam Platz machen für die liebevollen Erinnerungen an Deine Mutter.


    :)*:)*:)*:)*:)*


    Liebe Grüße

    Lieber Mid

    Ich habe es gestern Abend erfahren und war sehr traurig darüber. :°(


    Du hast mein Mitgefühl. :°_ Ich bin stolz auf dich, dass du so lange mit ihr zusammen gekämpft hast und für sie da warst.


    Ich schicke dir ganz viel Kraft für diese schwere Zeit. :)*

    Lieber Midi, jetzt ist es geschehen... das, wovor Du Angst hattest und worüber Du hier geschrieben hast. Es tut sehr weh, Deine Mama wird eine große Lücke hinterlassen. Ich bin traurig und denke an Dich. :°_


    Schön, dass Du bei ihr bleiben konntest, dass Du so für sie da warst. Ich weiß, man fühlt sich hilflos und möchte das alles abwenden können, etwas *tun* dagegen. Das war sicher ein großer Trost und eine Hilfe für sie, dass sie Dein Begleiten spürte... und aber auch Deine Bereitschaft, sie loszulassen. Und ich bin sicher, sie war sehr stolz auf Dich - dass sie einen so tollen Sohn auf die Welt gestellt und großgezogen hat, dass sie Deinen Geburtstag noch mitfeiern konnte!


    Es ist jetzt schwer, wieder in die "Normalität" zurück zu finden. Nimm Dir Zeit, lass Dich nicht von irgendwelchen Erwartungen von Außen unter Druck setzen. Ganz viel Kraft für Dich. :)*:)*:)*

    Lieber Rider es tut mir so unendlich leid für Dich und Deiner Familie! Ich wünsche Euch sehr viel Kraft und Stärke die kommende Zeit zu überstehen! Auch wenn es sich hart anhört das Leben muß weiter gehen! Deine Mama hätte nicht gewollt das ihr euch jetzt hängen laßt! Ich weiß das Du eine starke persönlichkeit bist und das schätze ich sehr an dir und deswegen gib bitte nicht auf! Deine Mama hat so lange gekämpft und nun hat sie ihre erlösung bekommen! Dort wo sie jetzt ist wird sie nicht mehr leiden müßen, keine Schmerzen keine Medis! Es geht ihr jetzt besser und sie wird immer in euren Herzen bleiben! Immer unvergessen und geliebt!


    Rider ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft!


    Hab dich wahnsinnig lieb und Du weißt ja wie du mich erreichen kannst wenn was ist! :°_:)*

    Hey Rider...


    Tut mir leid das lesen zu müssen.


    Mein herzliches Beileid!


    Kopf hoch. Das ist nunmal der Lauf der Dinge. Und wenn Deine Mutter ein erfülltes, glückliches Leben hatte, dann ist das viel mehr, als manche am Ende ihres Weges von sich behaupten können.


    Bist'n prima Kerl!

    Heute war die Beerdigung

    Es war eine schöne Trauerfeier. ich habe lange mit mir gerungen, ob eine Trauerfeier schön sein kann oder ob man sie schön nennen sollte. Ich glaube, eine Trauerfeier kann schön sein.


    Eine gute Freundin meiner Mutter und Pfarrerin hat eine sehr persönliche Trauerrede gehalten und die Anteilnahme der gäste war aufrichtig und nicht übertrieben. 124 Einträge waren im Kondulenzbuch.


    Jetzt wird sich im Alltag zeigen, wie wir damit klarkommen, dass sie nicht mehr da ist.


    Noch einmal vielen Dank für Eure Beiträge. Sie haben mir sehr geholfen und mir einige sehr wichtige denkanstöße gegeben!

    was soll man sagen...die frage haben sich bei mir auch alle gestellt als meine mama gestorben ist...ich habe es selbst erlebt und kann dir sagen...ich weiss wie du dich fühlst und wünsche dir für die kommende zeit sehr viel kraft...das forum hier ist in jedem fall ein guter ort um seine gefühle auszudrücken und anteilnahme zu finden...irgendwann merkt man, dass menschen die den verlust eines geliebten menschen nicht erlebt haben zwar da sind aber nicht verstehen können was in einem vorgeht..und das kann man auch niemandem vorwerfen...ich drücke dich

    schreib dir zur sicherheit nochmal in deinem faden.also kannst du mir das mit diesen PNs mal erklären.dann würde ich auch kontakt zu dir aufnehmen.liebe grüsse von nora

    Zitat

    irgendwann merkt man, dass menschen die den verlust eines geliebten menschen nicht erlebt haben zwar da sind aber nicht verstehen können was in einem vorgeht..

    das würd ich so nicht sagen, ich muss auch nicht erst ins Wasser fallen, um zu wissen, das ich dann nass werde ;-)

    Ich muss da noranora leider recht geben, auch ich habe nach dem Tod meiner Mutter gemerkt, dass Menschen die diese Erfahrung noch nicht gemacht haben, nur bedingt wissen wie es einem geht. Und vor allem rechnen die meisten nicht damit das es so lang geht bis man einigermassen damit klar kommt. Alle anderen gehen ja in ihren Alltag zurück. Da fehlt ja nix... Nachvollziehen können das nur sehr nah stehende Menschen...


    Rider, ich wünsche Dir, dass Du solche nah stehenden und verständnisvolle Menschen bei Dir hast :°_

    okay anders gesagt.sie können einen vielleicht verstehen aber sie können nicht nachvollziehen wie das gefühl ist.ich denke du weisst was ich gemeint habe.es ist einfach schwierig jemandem zu erklären wie es ist wenn man einen geliebten menschen verloren hat.

    nach einem halben jahr

    Jetzt ist es fast ein halbes jahr her, dass meine mutter gestorben ist. nachdem ich kurz nach ihrem tod wohl vieles verdrängt habe, merke ich jetzt, wie schwer ich mich damit tue, alles zu verarbeiten. ich träume in letzter Zeit fast jede nacht von ihr. sie ist in den träumen nie in einem gesunden zustand. eigentlich ist es immer der zustand, wie er im frühjahr war. und immer träum ich von situationen, in denen sie wegen der krankheit dinge nicht mehr so tun kann wie früher. heute ancht habe ich geträumt, sie wär auto gefahren mit mir als beifahrer...


    ich musste das mal loswerden.

    Oh Riderlein, lass dich mal :°_:°_


    Ich weiß wie es Dir geht, bei mir war es nicht anders, bei mir kam es auch so nach nem halben Jahr erst richtig hoch, vorher war es eher die Erleichterung das es vorbei ist denk ich...


    Das ist jetzt ne verdammt schwere Zeit wo Du steckst, leider hab ich Dir kein "Rezept" wie man da am besten mit umgeht, ich hab mich da auch recht schwer getan...


    Aber lass Dir gesagt sein, dass es hier einige gibt die dich in der schweren Zeit bestimmt begleiten :)*