Also ich kann mir schon vorstellen, dass es für meine Familie okay wäre, zumal wir auch eigentlich immer ein Familienfoto machen, wenn wir mal alle zusammentreffen, was selten genug passiert. Die Leute werden wissen, dass ich meine Kamera dabei habe, und wenn so ein Foto gewünscht wird, mache ich es natürlich (bzw. jemand anderes – ich gehöre ja schließlich dann mit drauf). Ich werde da sicher nicht drauf drängen.


    Das Foto kann ja auch nach dem Kaffee entstehen und nicht direkt auf dem Friedhof.


    Kürzlich hat eine meiner amerikanischen Bekannten auf Facebook Beerdigungsfotos geteilt, was ich überaus geschmacklos fand, denn das waren Bilder am offenen Sarg. Und alle Kommentierenden fanden es soooo schöööön :-/ Vielleicht gibt es da drüben andere Sitten. Allein die Fotos zu veröffentlichen, geht gar nicht.


    Vor ca. einem Jahr hat meine Tochter mal einen USB-Stick auf der Straße gefunden, wo gefühlte 300 Fotos von einer Beerdigung drauf waren. Ein Foto von jedem Trauernden, der am Grab stand.


    Sowas würde ich nie machen. und ich denke, dass mich meine Familie so weit einschätzen kann.


    Ich werde das Thema vorher ansprechen und dann sehe ich ja, was gewünscht wird. Glücklicherweise ist unsere Familiensituation sehr harmonisch, ohne Fehden oder "Kleinkriege"

    Ich kenne es von unserem Bestattungsunternehmer so, dass er vorab in der Kapelle den Sarg und die abgegebenen Gestecke fotografiert. Hinterher macht er Fotos von den Kränzen etc. auf dem Grab. Das alles wird anschließend zusammen mit der Kondolenzmappe ausgehändigt.

    Ich finde es absolut pietätlos, wenn man auf einer Beerdigung Fotos macht. Niemand möchte beim Trauern mit verheulten Augen auf Fotos erscheinen. Als meine Schwiegermutter gestorben ist, habe ich einen Tag später Fotos vom Blumenschmuck auf dem Grab gemacht. Für Verwandte, die nicht zur Beerdigung kommen konnten.

    Ich würde vermeiden, dass jemand die Kamera zu sehen bekommt. Es weiß ja nicht jeder, dass Du keine Leute fotografierst, und es könnte Unbehagen in den Leuten auslösen. Vorher in der Kapelle, wenn wirklich niemand da ist, später am Grab, wenn keiner mehr dort steht, klar. Ansonsten nicht.

    Mein Onkel ist vor kurzem auch ganz plötzlich verstorben. Da meine Mutter (seine Schwester) nicht dabei sein konnte, hätte sie schon gerne Fotos gehabt. Aber ich fand das irgendwie pietätlos, alle trauern u. man macht Fotos. :|N So habe ich die Kamera gleich zu Hause gelassen u. bin auch sehr froh darüber. Keiner hat Fotos gemacht! Es besteht doch immer noch die Möglichkeit, nach der Beerdigung nochmal hinzugehen u. das Urnengrab zu fotografieren. Der Blumen- u. Kranzschmuck bleibt ja immer noch ein paar Tage auf dem Grab liegen.

    Ich finde Fotos von der aufgebahrten Urne und vom Grab nicht schlimm. Schau einfach das du vorher da bist und Fotos machen kannst und hinterher ein wenig länger da bleibst. Und die Kränze bleiben eine ganze Weile auf dem Grab liegen, ich weiß aber grad nicht wie lang.


    Und mein Beileid zu deinem Verlust :)* :)- @:)


    ??Ich wäre froh gewesen wenn meine esoterisch angehauchte (oder sollte ich besser sagen: die auf anderen Spähren schwebende) Tante nur Fotos gemacht hätte, sie hat gleich die ganze Beerdigung meiner Oma gefilmt UND wollte sie ins Internet stellen wo ich sie auf der Beerdigung noch gefragt ob sie noch alle Latten am Zaun hat.??

    frag einfach deine familie, ob sie fotos möchten. wenn die es während der beerdigung nicht möchten, dann lass es bleiben u mach vorher welche.


    ich finde es immerblöd wenn es heißt das macht man nicht, was könnten sonst die leute denken. macht es so, wie ihr es für richtig haltet u im sinne deiner mutter. es ist euer abschied und da entscheidet ihr.


    das ist genauso wie mit dem monatelangen in schwarz gehen. man trauert im herzen u nicht mit den klamotten für die leute.


    wenn du selbst nicht in der lage bist fotos zu machen bitte jemand aus deinem freundeskreis.

    Auf einer Trauerfeier zu knipsen gehört ich nicht. Diese traurigen Momente behält man auch ungern in Erinnerung. ich könnte mir nicht vorstellen das sich meine Angehörigen wünschen würden wenn Fotos von Ihnen gemacht werden bei einer Trauerfeier. Ich kenne es so das man den Grabschmuck oder auch den geschlossenen Sarg fotografiert, mehr aber auch nicht. Weder die Trauergäste noch die Trauerfeier selbst.

    ich denke mal eher, dass die te, nicht die trauergäste fotografieren will, sondern eher die urne u die blumen u eventuell wie die urne ins grab gelassen wird.


    wo steht geschrieben dass man das nicht macht? es geht doch nur wieder um die leute die ja sonstwas denken würden.


    ich wäre echt froh von der beerdigung meiner mutter fotos zu haben, ich war aber noch kind und bei der trauerfeier wurden keine bilder gemacht, weil die leute ja sonstwas denken könnten.


    ich finde man sollte es so machen, wie man es selbbst für richtig hält und gemeinsam mit den angehörigen alles absprechen.

    bei meinem vater hat jemand vom bestattungsinstitut vor der trauerfeier den offenen sarg fotografiert u dann auch den geschlossenen mit blumen. später dann auch noch von der urne und das bekamen die angehörigen dann in einer mappe. also jeder der wollte. das fand ich ganz passend weil die angehörigen meist keinen kopf fürs foto machen haben, was ja verständlich ist

    Auf der Beerdigung meiner Mutter haben wir schon fotografiert. Nicht die Gäste, sondern eben das Urnengrab mit den Kränzen.


    Auch auf der Trauerfeier haben wird im Bestattungsinstitut das sehr hübsche Arrangement fotografiert. Mein Vater hat die Bilder in der ersten Zeit oft angesehen und dann bestimmt: dass ihr mir das bei mir auch so hübsch macht....


    Trauergäste, die weit angereist waren, wurden schon geknipst – in der Freßrunde danach. Das ist das Leben, es geht weiter.

    Zitat

    Früher war es durchaus üblich, solche "Totenbilder" aufzunehmen.

    Ich kenne es nicht anders, als auch Fotografien von Beerdigungen zu haben. Für mich war es selbstverständlich bei der Beerdigung meines Vaters einen Freund zu bitten zu fotografieren und selbstverständlich auch die Trauer. Auch war mir bewusst, dass ich nicht in der Lage sein werde zu fotografieren, deswegen der Freund. Ein Foto wird gemacht, um einen bestimmten Augenblick, in einer bestimmten Situation, eine Gefühlslage festzuhalten und die Beerdigung ist ein großes Ereignis, wenn auch ein negatives – nicht umsonst gibt es den Spruch, dass die Hochzeit und die Beerdigung die größten Ereignisse im Leben sind – zumindest bei uns. Ich haben alle Fotos, sowohl vom Sarg, als von den Trauergästen, dann von der Trauerfeier und von der Beerdigung, genauso auch vom Grab – es wird ja auch mein Grab werden. Von der Beerdigung habe ich sie gemacht – sie fand nicht am selben Tag statt. Meine Mutter wollte von meine Vater ein Foto im Sarg und den habe ich ihr schnell mit meinem Handy gemacht, da sonst niemand dabei war außer mir, als sie ihn noch einmal sehen wollte, bevor der Sarg zugemacht wurde. Mit Gruppenfotos kann ich nichts anfangen, weil sie gestellt sind und für mich wie schon erwähnt, Fotografie einen ganz anderen Sinn hat, nämlich den Augeblick fest zu halten, der aus der Situation entsteht. Für uns waren Fotos aber auch immer wichtig, weil die halbe Familie verstreut ist und sie schon deswegen nur an den Fotos sehen, wie die Beerdigung war. Ich bin auch froh, dass das bei uns Usus ist, so habe ich einige Fotos von der Beerdigung meines Großvaters. Er starb schon, bevor ich geboren wurde.

    Ich verstehe nicht was hier gegen angeblich wildes rumgeknipse geschrieben wird. Was sollte dagegen sprechen? Gegen das malen hätte wohl keiner was. Eine Fotografie ist eine wunderbare Momentaufnahme von einem nie wieder kehrendem Augenblick.

    So, hallo nochmal,


    die Beerdigung ist nun vorüber, und ich wollte mal kurz berichten.


    Ich hatte die Kamera in meiner Tasche dabei, aber ich habe sie während der Beerdigung nicht rausgeholt.


    Als ich in die Kapelle kam, saßen dort schon Familienmitglieder und ich wollte die Stille dann nicht mehr stören. Meine Schwester hatte mich vorher informiert, dass das Bestattungsunternehmen Fotos von der Urne und dem Schmuck macht, also sah ich da auch nicht mehr die dringende Notwendigkeit.


    Auch am Grab stand mir wirklich nicht der Sinn danach zu fotografieren.


    Beim anschließenden Kaffeetrinken habe ich dann in die Runde gefragt, ob wir ein Foto von uns allen machen möchten und alle waren sofort einverstanden.


    Es ist ehrlich gesagt sogar ein recht fröhliches Foto geworden. Bei der Beerdigung selbst hat wohl jeder von uns geweint, aber als wir das "hinter uns hatten", war die Stimmung wesentlich lockerer.


    Am nächsten Morgen bin ich nochmal ganz früh bei aufgehender Sonne zum Grab gegangen und habe ein paar Fotos vom Kranz gemacht. Mehr war da auch nicht zu "sehen". Alles war geschlossen, mit Grassamen auf der Erde.


    Hätte mir nur irgendwie gewünscht, meine Mutter hätte ein richtiges Grab. Irgendwann kann man nur noch vermuten, wo genau sie unter der Wiese liegt (und meine Tochter war ganz erbost, dass in Zukunft Leute darüberlaufen werden).


    Es war jedoch der Wunsch meiner Mutter, so beerdigt zu werden, also haben wir das respektiert.

    Ich sehe das so:


    Wenn es "meine" Beerdigung wäre, also eine, die ich für jemanden ausstaffiert hätte, dann würde ich auch Bilder zu jeder Zeit machen, wann es mir beliebt. Ich wäre da vorberechtigt, da es alles von mir organisiert und bezahlt werden würde. Wem das dann nicht passen würde, der dürfte die Beerdigung sofort verlassen.


    Wäre ich nur ein Besucher bei einer Beerdigung, dann würde ich keine Photos schießen. Wenn es mir dennoch sehr wichtig wäre, ein Photo zu haben, würde ich vorher oder nachher versuchen, ein geeignetes Bild machen zu können.


    Es gibt aber heutzutage schon so viele absolut geräuschfreie SpyCams, die als Kamera gar nicht zu erkennen sind, womit man absolut unauffällig Bilder schießen kann. Die haben dann zwar nicht die Topqualität, aber wenn es einem so wichtig ist, Bilder von einer Sache zu machen, wo man halt normalerweise keine Bilder macht, dann reichen solche Aufnahmen auch mal.

    Diese Trauerfeier ist zwar schon länger vorbei, aber ich weiß von meinem Mann, der ist/war Fotograph, der musste als Lehrling auch manchmal bei Beerdigungen fotographieren. Das war früher so. Nicht nur Sarg, Grab und Blumenschmuck, sondern auch die Trauergäste.