• Endlose Trauer

    Ich weiss, die Beiträge in diesem Teil des Forums beziehen sich meistens auf Menschen, um die man trauert, aber ich habe auch schon welche gelesen, in denen es um ein verlorenes Tier ging, und deshalb hoffe ich, dass ich hier ein wenig Trost bekomme. Ich habe heute morgen den Kater unserer Nachbarin angefahren auf der Strasse gefunden und es blieb nichts…
  • 786 Antworten

    Hallo Ameli,

    vielen Dank für Deine Antwort. Ich finde es richtig toll, das Ihr


    soviel mit Homoöpathie gemacht habt bei Eurer Katze.


    Bei unserer war es so, das sie Gott sei Dank nie viel an Medikamenten


    gebraucht hat. Sie war immer gesund bis sie mit 14 Jahren an CNI


    erkrankte, da habe ich sie eigentlich schon aufgegeben. Aber sie bekam Infusionen 1 Woche lang und hat alles wieder gut überstanden.


    Wir mußten ca. 3 mal im Jahr zur Blutkontrolle, die Werte waren aber immer ok. Die Ärztin sagte immer, das sei ein Wunder, das eine Katze


    mit so schlechten Nierenwerten damals wieder so gesund sei. Dies


    alles ging so bis sie im Juni 07 keinen Appetit mehr hatte. Wir sind zum TA und der meinte die Zähne, das Alter (sie war im Mai 18 Jahre geworden), sie bakam ein wenig Valium (appetitanregend) und ein


    Schmerzmittel wegen der Zähne (Metacam). Dies alles sehr gering


    dosiert, da sie nur noch 2,1 Kg wog. Nach dem TA wieder zuhause,


    verhielt sie sich wie nach einer Narkose, das kam wohl von dem Valium, sie brauchte fast 2 Tage bis sie wieder die "Alte" war. Sie hatte auch wirklich wieder hunger. Aber dies leider nur für ein paar Tage. Also fuhren wir nach einigen Tage wieder zum TA weil sie wieder nicht fraß, dann bekam sie ein Medikament in Tablettenform


    ins Mäulchen, das war für die Magenschleimhaut und sie bekam Flüssigkeit unter die Haut, weil sie nichts gefressen hatte und wenig getrunken. Wir fuhren nach Hause, aber von dem Tag an ging es ihr immer schlechter. Der erste TA-Termin war der 8.6.07 und gestorben ist sie am 20.7.07. Ich denke so oft ob es die Medikamente waren, ich habe sogar an Metacam geschrieben und die Ärztin war sehr nett. Sie hat mir immer wieder per E-Mails geantwortet. Sie sagte Metacam würde gerne verabreicht bei Katzen und sei schon einige Jahre auf dem Markt. Ich habe ihr sogar sämtliche Blutwerte gemailt, aber sie sagte eine Vergiftung würde sich auch immer sofort bemerkbar machen. Die Tiere würden dann nur noch erbrechen. Anhand der Werte hatte sie wohl eine Anämie,


    sie wollte sogar am Schluß ihren Katzenstreu fressen. Zuletzt wog sie noch 1,6 Kilo und sie konnte nicht mehr auf ihren Beinchen stehen. An diesem Tag wußte ich genau, ich muß eine Entscheidung treffen. Es war der 20. Juli, sie fiel gegen Mittag in ein Koma, es war furchtbar, sie lag am vormittag noch neben mir auf dem Sofa. Als sie dann umfiel sind wir zum TA gefahren und sie wurde erlöst. Der TA sagte sie hätte von alldem überhaupt nichts mehr mitbekommen.


    Für mich ist eine Welt zusammengebrochen, ein Stück von mir ist mitgestorben. Ich konnte nichts mehr essen und weinte nur noch.


    Heute ist es schon was besser, aber diese Vorwürfe fressen mich innerlich auf. Ich bin froh, das ich das hier nun alles mal schreiben


    durfte, da ich mich sonst niemandem mehr anvertraue weil es keiner mehr verstehen kann. Darum entschuldige bitte meinen langen Text, aber ich glaube ich musste mir alles von der Seele schreiben. Aber es liefen auch wieder Tränen...


    Ich wünsche mir so sehr das ich alles richtig gemacht habe,


    das es nicht ein Medikament schuld war. Vielleicht hast Du schon mal gehört, ob andere ältere Tiere auch angefangen haben ihren Streu zu fressen?! Ich habe hier im Forum nichts darüber lesen können.


    Das mit Deinen Eltern ist schade, weißt Du wir sollten doch alle


    nett miteinander umgehen. Es kann so schnell etwas passieren,


    dann ist es oft zu spät!! Sie sollten die Zeit mit Tochter und Enkel


    eigentlich genießen! Schade.


    Vielen Dank fürs "zuhören" und sorry nochmal für den langen Text.


    Ganz liebe Grüße


    Simone (mit Krümmel im Herzen)

    @ Chatzi

    Ich wollte mich einfach schon mal melden.


    Habe deinen Post gelesen, aber ich komme leider erst morgen wieder dazu, länger online zu sein, und dir in Ruhe zu antworten.


    Ich wünsch dir einen schönen Abend. :)*:)*:)*


    Und soviel schon mal vorweg:


    Ich denke, du hast richtig gehandelt, nicht nur wegen der Medikamente, sondern auch wegen der Entscheidung, die du treffen musstest.


    Vielleicht hilft dir das ein wenig, mir ging es zumindest immer so. :)*:)*:)*


    Ich meld mich morgen.

    @ Chatzi

    So, nun komm ich endlich mal dazu, in Ruhe zu schreiben.


    Mein Mini liegt noch im Bett und schläft und ich hoffe, das tut er auch noch ein paar Minuten, damit ich die Ruhe finde, die ich hier immer brauch.


    -> Es ist doch was anderes, mal schnell im Säuglinsforum vorbei zu gucken und da zu schreiben, oder hier das Innerste nach Aussen zu kehren.


    Ich musste erstmal nachlesen, was du mit CNI meinst, weil ich gar nicht wusste, was es ist. Nun weiss ich es und muss zugeben, dass unser Kater ja auch eine Schädigung der Niere hatte und ich noch nicht mal wusste, dass es so abgekürzt wird.


    Wir haben das zufällig festgestellt, als wir umzogen und ich gesagt habe, ich mache keine 4 stündige Autofahrt und einen Umzug mit einer so alten Katze, wenn ich nicht weiss, ob alles ok ist. Er ging also zum Komplettcheck, sonst hätten wir es wohl erst viel später gemerkt. Von da an bekam er die homöopathischen Tabletten für die Niere (Lespedeza Siboldii), das mit der Leber und dem Herzen haben wir erst später gemerkt.


    Aber die Blutwerte hielten sich immer im Rahmen, waren mal besser, mal schlechter, aber nicht so, dass er ein Nierenversagen hätte bekommen können.


    Unser Kater hat auch mal Valium bekommen, zum Appetit anregen. Und es ging im genau so, wie du es von deiner Katze beschrieben hast. Es war schrecklich und ich hab immer gedacht, jetzt erholt er sich gar nicht mehr. Erst nach Tagen war er wieder normal. Das war lange vor dem Umzug.


    Ich denke, es lag bei deiner Katze auch mit daran, dass die Nieren ja nicht so arbeiten, wie sie sollen und dann auch nicht in der Lage sind, die Medikamente so schnell abzubauen (genau das vermute ich bei unserem auch, aber da wussten wir ja noch nichts von den Nierenproblemen), deshalb hat dein TA ja auch so vorsichtig dosiert. Ich denke nicht, dass du da was falsch gemacht hast.


    Ganz ehrlich :°_:°_


    Ihr wusstet, dass ihr aufpassen müsst, mit der Dosierung und das hat dein TA ja auch wirklich getan. Die andere Alternative wäre gewesen, nichts zu machen und abzuwarten und das wäre für dich wahrscheinlich gar nicht in Frage gekommen, oder? -> also hast du keine andere Wahl gehabt, als die Entscheidung, die du getroffen hast.


    Conny konnte z.B. kein Antibiotikum abbauen, aber manchmal kamen wir einfach nicht drum herum, ihm welches zu geben. Auch immer wieder eine schwere Entscheidung, allerdings hatten wir eine Super-TÄ, die auch richtig dosiert und das richtige Mittel gefunden hatte.


    Wegen der Flüssigkeit, die der TA ihr unter die Haut gegeben hat:


    Da gibt es auch wirklich keinen Grund, dir Vorwürfe zu machen (ich habe mehrmals Praktika beim TA gemacht und wollte ursprünglich mal Veterinärmedizin studieren), das ist etwas, was nicht nur bei Katzen in solchen Situationen sehr gerne gemacht wird. Und es wird eigentlich immer sehr gut vertragen.


    Conny hat seine Spritzen immer bekommen, wenn wir grad zur Akupunktur waren und das hat ihm immer zusätzlich Energie geliefert. - Auch nach seinem Schwächeanfall letztes Jahr im Januar hat er eine Infusion bekommen.


    Bei seinem letzten Schwächeanfall, als er das Herzversagen hatte, hat das allerdings auch nichts mehr genutzt.


    Ich finde es richtig gut von der Ärztin von Metacam, dass sie sich die Zeit genommen hat, ausführlich auf dich einzugehen. Das Glück hat man heute noch selten und ist doch so dankbar dafür, weil es genau das ist, was man in solchen Momenten brauchen kann.


    Ich glaub aber auch nicht, dass es eine Vergiftung gewesen sein könnte -> denn dann hätte deine Katze wirklich nach kürzester Zeit erbrechen müssen, oder ähnliches.


    Aber ich kann mir gut vorstellen, dass du alle Möglichkeiten durchgegangen bist, in denen du verkehrt gehandelt haben könntest. So ist es mir auch gegangen. Ständig habe ich mich gefragt, "Habe ich das richtig gemacht?" und "Und das auch?", "Was wäre, wenn wir so gehandelt hätten?", "Wenn wir noch zur Akupunktur gefahren wären?" ....


    Immer und immer wieder dieselben Fragen, weil man einfach wirklich sicherstellen möchte, alles für das Tier getan zu haben, was ging.


    Es ist eine Ungewissheit, in die man das Tier entlässt, wenn es nicht mehr bei uns sein kann, weil man keinen Einfluss mehr darauf hat, dass es ihm jetzt gut geht, da wo es hingeht. Das hat mich so fertig gemacht. Wo ist er jetzt? Geht es ihm gut?


    Nachts hab ich da oft drüber nachgedacht und geweint, weil es mich so gequält hat.


    Ach so, was ich dir noch zu der Katzenstreu schreiben wollte:


    Ich habe wirklich schon ein paar mal gelesen und auch gehört, dass Katzen ihre Katzenstreu essen wollten, in solchen Situationen.


    Wenn ich mich richtig erinnere, dann hat das was mit einer Mangelerscheinung zu tun, die sie aufgrund des nicht-mehr-ausreichenden-Essen haben.


    Ich weiss nicht, ob dir das hilft, aber so weisst du zumindest, dass es schon mal vorgekommen ist.


    Ich kann mir gut vorstellen, dass in deiner Welt ein Stück fehlt. Und ich glaube nicht, dass sich das ändern wird. Vielleicht wird die Art, damit und mit dem Schmerz umzugehen, eine andere werden, aber es wird immer so sein, dass es fehlt.


    Wir haben uns entschieden, Conny einäschern zu lassen. Wir wohnen hier nur zur Miete und ich hätte den Gedanken nicht ertragen können, ihn hier zu beerdigen und irgendwann mal wegzugehen und ihn nicht mitnehmen zu können. Also haben wir ihn einäschern lassen und nun brennt jeden Abend eine Kerze bei ihm und es stehen frische Blumen da.


    Am Wochenende haben mein Mann und ich Bilder von unserem Mini rausgesucht, weil ich ein Album vom ersten Lebensjahr anlegen will.


    Ich habe so viele Bilder von Conny gesehen, aus den letzten Jahren, die er bei uns wahr.


    Es hat unendlich weh getan, aber ich durfte auch eins erkennen:


    Er ist in den letzten Jahren deutlich gealtert. Er hat sich veränder. Hat abgenommen, die Haare haben ihren Glanz verloren, manche Haare sind kaum nachgewachsen .. und doch ging es ihm bei uns gut. So lange, bis der Tag gekommen war, an dem er gehen musste. Das hat eigentlich meine Fragen irgendwie beantwortet:


    Ja, ich habe alles richtig gemacht. Er hat alles bei uns gehabt, was ich ihm hätte geben können. Meine Entscheiungen waren richtig. Ich hätte es mit nichts besser machen können, als es gewesen ist.


    Und DU hast es auch richtig gemacht. Glaub mir das :)*:)*:)*


    Und wenn du reden magst, dann höre ich dir auch gerne zu.

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    Hallo Ameli,

    vielen Dank, wie lieb von Dir, ich mußte wirklich weinen als


    ich Deine Zeilen gelesen habe. Du gibst Dir so viel Mühe mich zu verstehen das freut mich unglaublich. Habe noch niemanden im Forum


    gefunden der sich dafür so interessiert hat. Deine Zeilen haben


    mir sehr geholfen, das stimmt was Du schreibst. Mein Mann hat auch


    immer gesagt, hätten wir zusehen wollen oder wenn wir überhaupt nicht gefahren wären...


    Es ist halt schwer für mich diesen Verlust anzunehmen, da meine


    Katze viel mehr für mich war, sie war ein Familienmitglied.


    Meine Kinder sind mit ihr zusammen groß geworden, sie war immer


    dabei und nun ist sie nicht mehr da. Aber es stimmt, bei uns hatten


    sie es immer gut, ich denke sie hatten ein wunderbares Leben an unserer Seite. Ich muß lernen damit umzugehen.


    Ich bin wirklich sehr beeindruckt über so viel Verständnis das Du mir


    entgegenbringst. Vielen, vielen Dank.


    Darf ich mal fragen warum Du Veterinärmedizin dann doch nicht mehr studiert hast? Für mich wäre das auch kein Beruf, ich würde wahrscheinlich immer mit weinen wenn ein Tier stirbt.


    Übrigens bekam meine Katze


    auch sehr lange diese Lespedeza-Globolis. Die haben auch immer sehr gut geholfen.


    Wie alt ist Dein "Mini" denn?


    Bitte mach Dir keinen Stress, wegen der Antwort. Ich kann verstehen das Du nicht immer die Zeit dazu hast, wenn Du ein


    Baby zu versorgen hast.


    Ich freue mich natürlich, (wenn Du Zeit hast!!), wenn ich nochmal


    was von Dir hören würde.


    Danke auch nochmal für Deine lieben Zeilen und das Du Dir die


    Zeit genommen hast.


    Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute!


    Lg Simone mit Krümmel im Herzen

    Hallo Ameli,

    ich bin wieder da. Am 1.4. war wieder ein schwerer Gedenktag (1 Jahr ohne unseren großen schwarzen Hasen - den wir vom Schwiegervater hatten). Es ging mir letzte Woche entsprechend schlecht, deshalb konnte ich auch nicht im Forum schreiben. Ich habe mich mittlerweile wieder gefangen, aber noch immer gibt es Augenblicke, wo ich traurig werde. Weisst Du, er wurde nur drei Jahre alt, und ich glaube, dass das Trauma aus seiner frühen Jugend bei dem Schwiegervater bei ihm seine Spuren hinterlassen hat, und das macht mich furchtbar traurig. Mein Schwiegervater kann mit Tieren genausowenig anfangen wie mit Kindern (weder mit seinen Enkeln jetzt noch mit seinen eigenen Kindern - mein Mann und seine Brüder können ein Lied davon singen).


    Einen Tierzoo aus schlechter Haltung haben / hatten wir zum Teil, zum Teil aber auch von professionellen Züchtern. Unseren einen Hasen zB. (der nach unserem Feldhasen kam) haben wir von einer Züchterin, die Meerschweinchen und Hasen züchtet. - Damals waren wir ziemlich ratlos, wo wir ein Tierchen herkriegen sollen und waren sehr dankbar, als wir die Adresse dieser Züchterin bekamen. Eines unserer Meerschweinchen hatten wir aus einem Kleintierzoo, das aber krank war - es war nur 3 Jahre bei uns. Das danach kam, haben wir wieder von dieser Züchterin, da es zu diesem Zeitpunkt keine Meerschweinchen im Zoofachhandel gab.


    Auch jetzt, wo unser großer Hase gestorben war, waren wir wieder in großer Not. Wir wollten diesmal ein Häschen aus dem Tierheim, doch die Vermittlerin war tagelang nicht zu erreichen. Wir gerieten immer mehr in Panik, da unser anderes Häschen appathisch zu werden drohte. Schließlich landeten wir wieder bei "unserer" Züchterin, die uns ein Tier abgeben konnte. Wir waren sehr erleichtert, und als wir mit dem neuen Kameraden heimkamen, war unser Häschen wie um 180 Grad verwandelt. Wir waren gerade ein paar Stunden zu Hause, da rief die Vermittlerin vom Tierheim zurück. Doch nun hatten wir ja bereits unseren 2. Kameraden. Wir können aus Platzgründen nur 2 Hasen halten, da wir ja auch noch andere Tiere haben und sie genügend Bewegung brauchen und alle NUR im Haus sein können (eine Außenhaltung kommt für uns bewusst nicht in Frage, da wir bereits ein furchtbares Trauma mit der Vergiftung unseres Hundes erlitten haben).


    Ja, das mit Deinen Eltern ist ja auch ein heftiges Ding. Da könnt Ihr nur froh sein, dass Ihr so weit auseinander wohnt. Ja, ich verstehe das, gerade Familienstreitigkeiten tun besonders weh, weil man meint, eine Familie muss doch zusammenhalten. Und es gibt auch keine Patentrezepte - jede Situation ist immer wieder anders und muss jedes Mal neu gemeistert werden. Gerade auch für Deinen Sohn ist das sehr schwierig, wenn er älter wird. Es sind immerhin seine Großeltern - und dann ist sicher auch immer die Angst da, dass er aufgehetzt werden könnte - gegen seine Eltern. Eine Freundin von mir hat ein besonders schwieriges Schwiegermonster - da war es zB. so, dass ihre eigenen Kinder zeitweise gegen sie aufgehetzt wurden - also das ist auch eine ziemlich heftige Nummer. Ich kann also nur hoffen, dass sie Euch aufgrund der weiten Strecke nicht allzuhäufig mit Besuchen "beehren". Ich wünsche Dir für den Umgang mit ihnen besonders viel Kraft - vor allem auch die Kraft, gesunde Grenzen zu ziehen. Liebe Grüße. :)*@:):)*

    @ Chatzi

    So, nun komm ich heute am WE doch noch ins Forum. -> mein Mann macht nen PC bei den Nachbarn fertig und mein Sohn ist grad ins Bett verschwunden. Er ist seit heute nacht erkältet und hat dementsprechend auch nicht viel geschlafen.


    Er ist jetzt 12 Monate alt.


    Es gab mehrere Gründe, warum ich Veterinärmedizin nicht studiert habe:


    Auf der einen Seite habe ich festgestellt, dass es mir wirklich sehr sehr schwer gefallen ist, Situationen zu verarbeiten, in denen Tiere eingeschläfert werden müssen. Ich kann zwar akzeptieren, dass es manchmal nicht anders geht und ich bin auch sehr dankbar dafür, dass wir in der Tiermedizin die Wahl haben, ein Tier von seinem Leiden zu erlösen, wenn es keine Aussicht mehr gibt, dem Tier zu helfen. Ich würde auch niemals aus Eigennutz dagegen entscheiden, aber mir ist es nicht möglich, mich emotional soweit "aussen vor zu lassen", dass ich das täglich erleben könnte.


    Ich habe den grössten Respekt vor den Menschen, die diese Arbeit machen und es dennoch schaffen, dabei nicht abzustumpfen. Das ist schwer zu erklären. Ich würde jeden Tod eines Tieres soweit an mich heranlassen, dass ich sehr darunter leiden würde, weil ich denke, dass es jedes Tier so verdient hat, dass man es betrauert.


    Also helfe ich da, wo ich kann. Wenn ich verletzte Tiere finde, oder wenn ich merke, dass jemand sein Tier quält usw. Ich wollte ehrenamtlich im Tierheim arbeiten, aber sie meinten, sie hätten schon genügend Mitarbeiter.


    Und dann gab es da noch eine ganz andere Entscheidung, die ich treffen musste:


    Wir sind von NRW nach Hamburg gezogen und ich hatte zu diesem Zeitpunkt meine Abendschule begonnen und es war nur noch ein Jahr bis zum Abi.


    Für mich hieß das, dass ich jeden Tag hin und her gefahren bin, 3 Stunden Bahnfahrt, dann 5 Stunden Schule und nachts dann wieder zurück. Ich war erst um 2 h nachts zu Hause und bin um 12 h mittags wieder los.


    Meinen Mann hab ich kaum gesehen.


    Nun fragt man sich, warum ich sowas gemacht habe: ich hätte hier in Hamburg ein Jahr wiederholen müssen. Also wollte ich dort in NRW bleiben.


    Aber ich wollte nicht unter der Woche dort bleiben, wegen unserem Kater. Ich wusste genau, dass er es nie überlebt hätte, wenn ich so lange weg geblieben wäre.


    6 Monate nach dem Umzug konnte ich einfach nicht mehr. Ich fühlte mich nirgendwo richtig zu Hause. Die Kartons waren noch teilweise nicht ausgepackt und ich fühlte mich einfach nicht mehr wohl. Also nahm ich mein Fachhochschulabi und das war es dann mit der Veterinärmedizin.


    Aber das ist nicht so schlimm. Ich hätte auch gerne Sozialpädagogik studiert (was ich auch noch machen möchte), aber das musste nun erstmal warten, weil meine Frauenärztin mir gesagt hat, dass ich wegen meiner Myome wahrscheinlich nicht mehr lange Kinder bekommen kann. Ich hatte oft Schmerzen deswegen und es stand im Raum, sie entfernen zu lassen und die Gebärmutter eventuell mit, wenn man sie nicht vernünftig gelöst bekommt.


    Also haben wir unseren Kinderwunsch erstmal nach vorn gestellt.


    Mir tut es auch gut, hier zu schreiben und jemanden gefunden zu haben, der mich versteht. Sonst gibt es nur meinen Mann, der versteht, was in mir vorgeht und für ihn ist es auch nicht leicht, alles zu verarbeiten.


    Es macht mir also gar keine "Mühe", dir zu schreiben. :-D Ganz im Gegenteil, ich würde mich auch freuen, wenn wir uns noch ein wenig weiter schreiben würden.


    Ich denke, es gibt wenig Menschen, die ein Tier als Familienmitglied sehen und deshalb fällt es vielen so schwer, die Gefühle zu verstehen und die Trauer.


    Für mich ist es eigentlich egal, ob es ein Mensch oder ein Tier ist. Wenn man ein Lebewesen verliert, dass einem so viel gegeben hat, dann fühlt man sich unvollständig und muss erstmal akzeptieren, dass man etwas verarbeiten muss, worauf man keinen Einfluss hat. Es ist ein völlig neues Leben, was man auf einmal hat und das ist nicht leicht.


    Für mich war nach dem Tod unseres Katers auch wichtig, dass unser Sohn nicht ohne Tiere aufwächst. Obwohl der Gedanke an eine neue Katze für mich nicht ganz so einfach war.


    Ich wollte einfach nicht, dass Connys Platz von einem anderen Tier eingenommen wird.


    Heute weiss ich aber, dass Conny einfach einmalig war. Für mich zumindest.


    Ich liebe unseren neuen Kater auch, gar keine Frage. Aber Conny, der war für mich das Gegenstück zu meinem Herz und meiner Seele. Es war blindes Vertrauen und Verständnis und ich bin sehr dankbar, dass ich das überhaupt erleben durfte auch wenn ich nicht die ganzen 20 Jahre mit ihm verbringen durfte.


    Merlin dagegen, der ist ein kleiner Wirbelwind, der nur Quatsch im Kopf hat. Er hat mich gleich adoptiert, als er mich gesehen hat und ist auf meinem Arm eingeschlafen, als wir ihn mitnahmen.


    Aber er scheint eher das Gegenstück zu meinem Sohn zu sein. Die beiden lieben sich und spielen miteinander. Und ich lass sie auch. Er darf überall hin (ausser ins Babybett und in den Laufstall) und er ist so vorsichtig mit dem Kleinen.


    Ich wünsch dir und deiner Familie ein schönes Wochenende und hoffentlich weniger Regen, als wir hier gerade haben.


    lieben gruss, Ameli

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    @ Hasenreich

    Ich kann verstehen, dass du die letzten Tage für dich gebraucht hast :°_


    Ich hab auch mit meinem Mann schon drüber geredet, dass ich zum ersten Todestag unseres Katers niemanden hier gebrauchen kann. Er meinte, wir könnten ja etwas nur für uns machen, und an Conny denken.


    Kann mir schon gut vorstellen, dass dein Hase, den ihr von deinem Schwiegervater hattet, das Lebe "vor euch" noch in sich getragen hat, wenn auch nur als Erinnerung.


    Ich hatte mal einen Hasen, den hatten die Vorbesitzer in ihrer Wohnung zurück gelassen, als sie auszogen. Vier Tage lang!!


    Wir haben ihm bei uns alles gegeben, aber er konnte es nicht ertragen, wenn er mal im Käfig sein musste, weil wir ein anderes Kaninchen laufen lassen mussten. Und das, obwohl er sonst glücklich war.


    Sowas macht traurig. Das Menschen ein Tier so behandeln können, ohne sich zu fragen, was sie damit anrichten. :°_


    Ich finde, das mit den Tierheimen ist manchmal gar nicht so einfach.


    Wir wollten auch eine Katze aus dem Tierheim nehmen, nachdem Conny gestorben war.


    Wir hatten ein paar Monate überlegt, ob es wirklich die richtige Entscheidung war, für eine neue Katze und dann haben wir uns auf die Suche gemacht.


    Raus sollte unsere Katze auf keinen Fall, weil ich einfach zu große Angst um sie gehabt hätte. Damit fing das Problem schon an: es gab kaum Tierheime, die auch Wohnungskatzen vermittelten.


    In Hamburg selbst wolle man uns zwar welche Vermitteln, konnte aber so gar nichts zu den Tieren sagen.


    Mir war schon klar, dass man meistens über die Vorgeschichte der Tiere nichts weiss (immerhin hatten wir Conny ja auch von einer Vermittlung), aber zumindest, ob eine Wurmkur gemacht wurde oder wird und sowas, dass hätten sie schon wissen sollen.


    Normalerweise wäre mir das ziemlich egal gewesen. Ich hätte jedes Tier sowieso erstmal bei meinem TA vorgestellt, aber zu dem Zeitpunkt war unser Kind ja erst ein paar Monate alt und mir da Flöhe oder Würmer ins Haus zu holen fand ich nicht so toll.


    Also haben wir uns auch entschieden, eine Katze von Privatleuten zu nehmen.


    So hatten wir das Glück, dass unser Kater schon Kinder kannte und nun mehr als nur lieb zu unserem Mini ist.


    Das euer Hund vergiftet wurde, war für euch bestimmt eine Horrorerfahrung. Unsere Nachbarn, bei meinen Eltern haben unserem Hund auch mal was gegeben und gemeint, es wäre Gift gewesen. Ich bin tausend Tode gestorben, bis wir endlich beim TA waren und der was zum erbrechen gegeben hatte. Zum Glück hat unsere Hündin das überlebt. *ich drück dich mal*


    Wisst ihr denn, wer es war??


    Ja, das mit meinen Eltern:


    Das hat sich nun "entschieden". Ich weiss gar nicht, ob ich dazu schon was geschrieben hatte.


    Montag haben wir sie wieder gesehen und es gab so einen Krach, dass mein Mann und ich beschlossen haben, den Kontakt zu ihnen abzubrechen.


    Es ging einfach nicht mehr anders. Mir tut es für uns alle in der Seele weh. Denn auch, wenn sie mir gesagt haben, dass ich ihnen als Mensch egal bin, so lieb ich sie doch. Und mir ist es auch nicht egal, dass ich nun einen Sohn habe, der seine Großeltern nicht kennen lernt, aber es geht einfach nicht mehr. Es tut zu weh, ihre Gemeinheiten und Lügen zu ertragen und wie du von deiner Freundin geschrieben hast, so ist es bei uns auch. Meine Eltern erzählen dem Kleinen jetzt schon, wie schön es doch bei ihnen ist, er soll zu ihnen kommen und ich mach sowieso alles falsch und bei mir hat er ja nichts. Das geht einfach nicht.


    Ich denke, daran werd ich auch noch ein wenig zu arbeiten haben, denn so hab ich es nicht gewollt.


    So, nun muss ich mal runter. Mein Mann ist grad wieder gekommen und ich hab heute noch gar nichts gegessen.


    Ich hoffe, dass es dir in den nächsten Tagen Schritt für Schritt wieder besser gehen wird (wenn es auch nur bis zum nächsten Jahrestag sein wird) und dass du dich wieder mehr an die schönen Stunden mit deinem Hasen erinnern kannst, als an den Schmerz, ihn zu verlieren. :)*:)*:)*


    ganz lieben gruss und ich umarm dich


    Ameli

    Hallo Ameli,

    gestern war's mir zu spät, und heute hatte ich den ganzen Tag Kopfschmerzen (jetzt geht es gerade etwas besser). Doch ich will Dich nun nicht mehr länger warten lassen.


    Ich kann das gut verstehen, dass Ihr die Katze nicht rauslassen wolltet. Ich hätte auch zu viel Angst. Eine gute Bekannte von mir, deren Katze ist auch letztes Jahr überfahren worden (sie war immer nachts draußen und ist morgens heimgekommen). So etwas muss furchtbar sein. - Ja, das mit unserem Hund - das war einfach ein Drama. Es war solch ein Horror, dass ich fest überzeugt bin: NIE mehr ein Hund. Wir haben zwar einen dichten Verdacht, wer es sehr wahrscheinlich war, doch beweisen können wir nichts. Es ist halt immer schwierig, wenn man "nichts in der Hand" hat. Jedenfalls lasse ich jetzt KEIN Tier mehr raus. Von manchen hört man dann Vorschläge wie Freigehege usw. doch davon will ich NICHTS wissen. Auch nicht unter Aufsicht. Der Schreck ist einfach zu groß - und das Risiko.


    Das mit dem Hasen, den die Besitzer nach dem Umzug einfach zurückgelassen haben, ist ja furchtbar! Das arme Tierchen! Wie kann man nur ein Tier einfach in der leeren Wohnung zurücklassen??? Das tut mir richtig weh!!! - Ich glaube auch, dass auch dieses Tier unter seinem Vorleben litt - wenn er allein im Käfig sein musste, wenn ein anderes Tier auch laufen wollte, dachte es wahrscheinlich, es wird wieder zurückgelassen - so wie unser schwarzer Hase auch ganz plötzlich erschrecken konnte, obwohl nichts bedrohliches in der Nähe war. Mein Schwiegervater "witzelte" sogar einmal herum, wir sollten ihn ihm wieder mitbringen und würden dann einen anderen bekommen und so ein SCH...! Ich finde sowas so respektlos.


    Wir mussten auch umziehen - mit unserem Feldhasen!


    Das war aber nicht so einfach: Oft war er so sensibel, dass ich nicht mal einen Nagel in die Wand hauen konnte. Doch als es ans Packen ging für den Umzug, war er eigenartigerweise ganz friedlich - als hätte er es gewusst, dass das jetzt sein muss. Wir packten alles selbst - wir hätten niemand gebrauchen können wo uns alles einpackt (fremde Schritte, fremde Stimmen) - unser Hase war ganz und gar auf uns fixiert. Als der große Schrank aus seinem Zimmer raus musste, saß er auf meinem Schoss in einem anderen Zimmer, und mein Mann und noch einer transportierten den Schrank raus. Als alles leer war, und wir die lange Reise antreten wollten (400km), kam das Schwerste Stück: Unser kleines Tier musste eingefangen und in die Kiste gesetzt werden (KEINE übliche Tranportbox - sondern eine speziell hergerichtete Umzugskiste - wir durften kein Risiko eingehen - denn an dem Plastik der Transportbox hätte er sich unweigerlich verletzt) - mein Mann setzte ihn hinein, Deckel zu - und dann ging es mit ihm vorsichtig zum Auto. Unser Hund blieb noch dort, bei Bekannten, denn ein gleichzeitiger Transport von Hund und Hase wäre unmöglich gewesen. Ich saß während der langen Fahrt neben unserem Tier auf der Rückbank und warf immer kleine Apfelschnitze in die Öffnung und redete ständig beruhigend mit ihm - und die CD mit der Hasenmusik lief. - Als wir angekommen waren setzte ich die Kiste in einem Zimmer ab und öffnete den Deckel. Irgendwann sprang er heraus und verkroch sich dann in eine Ecke. Nachts hörten wir ihn dann auf Entdeckungsreise gehen. Am nächsten Morgen war er dann wieder bei uns. Es dauerte noch eine Weile bis er sich an die neue Umgebung gewöhnt hatte, doch das wichtigste war für ihn: Seine Bezugspersonen waren dabei.


    Ich finde es richtig schön, dass Euer Kater sich so gut mit Eurem Mini versteht. Ich finde es sehr wichtig für Kinder, gemeinsam mit Tieren aufzuwachsen. Ich habe mir als Kind auch immer Tiere gewünscht, doch meine Eltern waren auf dem Gebiet "stur".


    Ja, das mit Deinen Eltern ist wirklich krass :°( Ich glaub es Dir gerne, dass Dir dieser Schritt nicht leicht gefallen ist. - Doch so wie Du schreibst, war es wohl die EINZIGE Möglichkeit um Euer eigenes Leben führen zu können. - Darf ich fragen, ob Du noch Geschwister hast? Ich frage deshalb, weil ich von meiner Mutter und auch von meiner Schwester nie richtig ernst genommen wurde. Zuletzt war es so, dass meine Mutter von meiner Schwester alles angenommen hat, doch von mir alles verschmäht wurde. Doch meine Mutter stand leider unter dem schlechten Einfluss von einem Bekannten, der alle gegen mich aufgehetzt hat. Meine Schwester bevormundet mich immer noch, und ich halte nur schriftlichen Kontakt - zum Glück wohnen wir so weit von éinander entfernt, dass Besuche nicht so einfach möglich sind.


    So schwer das auch für Dich ist - aber glaub mir, es war bestimmt das Beste. Das eigene Kind gegen die Eltern aufzuhetzen - das geht einfach zu weit! Ich wünsche Dir viel, viel Kraft. :°_:°_:)*:)*:°_

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    @ Hasenreich

    Ich hab deine Antwort schon gelesen und wollte nun eigentlich heute antworten, aber dann hab ich den ganzen Tag damit gekämpft, überhaupt ins Forum zu kommen.


    Nun ist es schon so spät (weil ich ja so früh raus muss), dass ich wohl erst morgen dazu komme.


    Ich wünsch dir aber einen schönen abend. :)*:)*

    @ Chatzi

    Ich hoffe, es geht dir gut.


    Dir wünsch ich auch einen schönen Abend. :)*:)*

    @ Hasenreich

    So, nun komme ich heute doch noch zum Schreiben, weiss allerdings nicht wie lange, weil unser Kleiner so was von nörgelig ist, dass ich meinen Mann auch nicht ewig mit ihm alleine lassen möchte.


    Das geht nun schon drei Tage so. Aber ich hab gelesen, dass soll jetzt eine Art Phase sein, da geb ich die Hoffnung nicht auf, dass es auch wieder aufhört. ... %-|x:)


    Da habt ihr ja mit dem Umzug einen ähnlichen "Akt" wie wir mitgemacht. -> wir haben auch zu allererst mal zugesehen, dass ein Zimmer komplett eingerichtet war, damit wir Conny dort lassen konnten, während der Rest des Hauses eingerichtet wurde.


    Wir sind abends um 23 h losgefahren, ca. 4 Stunden lang und hatten dann kaum noch Zeit zum Schlafen, bis die Möbelpacker kamen.


    Und in eine Transportbox war er nie zu bekommen. Wir hatten schon Monate vorher alles ausprobiert (immerhin will man ja auch mal zum TA oder so), aber er fuhr immer nur auf dem Beifahrersitz mit. Und da wir sowieso beide Pkw mit hochnehmen mussten, war für ihn ja auch genug Platz.


    Ansonsten ging es ihm, wie deinem Hasen -> solange wir als Bezugsperson dabei wahren, war es ihm egal. Er hat sich das Haus angesehen und gut war es nach ein paar Tagen. Für ihn war es eine Verbesserung, dadurch, dass er nicht springen konnte, konnte er früher nicht am Fenster liegen. Nun hatte er Terrassenfenster, bis auf den Boden und konnte direkt zwischen dem Fenster und der Heizung liegen. Das tat auch seinem Rücken gut.


    Ich finde den Vorschlag von deinem Schwiegerfater auch geschmacklos, ein Tier wiederbringen und gegen ein anderes eintauschen. Könnte mir eher vorstellen, dass du ihm am liebsten ALLE abgenommen hättest, wenn er so mit ihnen umgegangen ist. :|N:|N Das ist echt daneben.


    Unseren Hasen wollten die Vorbesitzer danach sogar wiederhaben. Da haben wir gesagt, er wäre verstorben. -> Den hätte ich im Leben nicht mehr dahin zurück gegeben.


    Ich habe leider keine Geschwister, manchmal denke ich, es wäre mit einfacher gewesen.


    Aber bei dir hört es sich ja auch nicht wirklich berauschend an. So wie du schreibst, denke ich, dass deine Mutter nicht mehr lebt, oder? Kann mir vorstellen, dass es da gefühlsmäßig doppelt schlimm ist, wenn man daran denkt, wie alles so gelaufen ist.


    Das ist das, wovor ich am meisten Angst habe: irgendwann sind sie weg und man hat keine Möglichkeit mehr, vernünftig miteinander umzugehen. Leider sehen meine Eltern das nicht so. Sonst würden sie manche Dinge wohl anders machen.


    Warum kann deine Schwester denn nicht verstehen, dass du deine eigenen Entscheidungen treffen kannst? Oder will sie es einfach nicht ändern?


    Manchmal denke ich, dass man so friedlich miteinander leben könnte, wenn jeder dem anderen ein wenig Freiraum und Eigenheiten lassen würde.


    Meine Eltern haben mal gesagt, dass ich für sie gestorben wäre und dass ich keine Eltern mehr habe, und sie mich auch nicht mehr sehen wollen. Und trotzdem hab ich nachgegeben, als es ihnen leid tat. Vier Monate später.


    Heute geben sie offen zu, dass sie von mir nix halten und nur Kontakt gehalten haben, bis jetzt, um ihren Enkel zu sehen.


    Sie wollen an ihm nun das richtig machen, was sie an mir falsch gemacht haben, sonst wäre ich ja nicht so, wie ich jetzt bin und sie nicht so unzufrieden mit mir. Sie scheinen nicht zu verstehen, dass es mein Kind ist und nicht ihres.


    So, nun hör ich grad, dass mein Mann unseren Sohn ins Bett bringt und ich glaub, da sollte ich nun auch mal los.


    Ich hoffe, du schreibst nochmal. Ich wünsch dir auf jeden Fall ein schönes Wochenende. :)*:)*

    @ Chatzi

    Dir wünsch ich auch ein schönes Wochenende :)*:)*

    Hallo Ameli,


    ich habe Deinen Beitrag gelesen - es kommt mir wie ein Wunder vor, dass ich jetzt hier schreiben kann - denn das war echt ein Kraftakt :-o - jetzt muss ich mich erst mal von den vielen Stunden des immer wiederholten Anmelden-und-Registrierens erholen. Ich hab schon gedacht, ich krieg es gar nicht mehr hin. Im alten Forum ist ein Problemfaden eingerichtet, da hab ich nochmal an Dich geschrieben, weil ich dachte, ich schaff es nicht mehr hier rein. - Jetzt sehe ich, dass man von hier gar nicht mehr ins alte reinkommt. Aber wenigstens hat es jetzt mal geklappt. - Zu unserem Thema schreib ich Dir morgen - Bis dahin wünsche ich Dir alles Liebe und Gute.@:):)*@:)

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    Hallo Ameli,


    wir scheinen wirklich einiges gemeinsam zu haben - als Du das mit dem Umzug geschrieben hast, kam mir der Gedanke, dass da einiges ähnlich gelaufen ist. Ja, das arme Häschen hätte ich auch nicht mehr hergegeben. Das hätten die sich vorher überlegen müssen und nicht einfach das Tier in der leergeräumten Wohnung zurücklassen. Da MUSS sich ja das Tier verlassen und vergessen vorgekommen sein! :(v:(v:(v Ok - wir mussten unseren Hund - vorerst - auch zurücklassen, aber er wurde in dieser Zeit versorgt, und alle wussten Bescheid, dass mein Mann ihn später mitnimmt. Aber sowas finde ich echt daneben. - Ich hätte unser Häschen auch NIE mehr sich selbst überlassen können - als wir ihn erst ein paar Wochen hatten, rief meine Schwiegermutter JEDEN Tag (!!!) an, und gab mir "Anweisungen", dass ich ihn, wenn er "ganz groooß" wäre, in "den Wald bringen" müsse - und all solch ein Zeug. Das ging so lange, bis es einmal ganz heftig krachte, und mein Mann ein Machtwort sprach. Von da an war Ruhe. Doch wenn sie kamen, musste ich unser armes Tier jedes Mal umquartieren (das habe ich ja schon geschrieben). - Als wir dann umgezogen waren, fiel meiner Schwiegermutter die nächste Schikane ein, immer wenn sie am Telefon mit meinem Mann sprach, musste sie ihn an den Tag "X" erinnern, dass er dann eine "Verrückte" an seiner Seite hätte (Gemeint war: Wenn unser Häschen mal stirbt, würde ich ausrasten).


    Als es dann am 27. 2. 2002 wirklich soweit war, waren gerade alle beide (Schwiegermutter und Tante) gleichzeitig im Krankenhaus, so dass ich nich von unnötigen Telefonanrufen belästigt wurde. Unser Häschen hatte fast eine ganze Woche lang nichts gefressen, und was wir auch versuchten (ein zerstoßener Nagestein war noch das einzige), er wollte einfach nichts. Doch er war nicht appathisch, sondern hellwach und versuchte alles noch in sich aufzunehmen. Abends saß er mit uns vor dem Fernseher und sah mit uns SEINE geliebten Pilcher-Filme an! Ich schlief die letzten drei Nächte bei unserem Tier im Zimmer, und seine Lieblings-Musik lief ununterbrochen. Ein paar Mal überlegten wir, ob wir einen Tierarzt kommen lassen, doch wir ließen es bleiben, weil das (fremde Schritte, fremde Stimme) ein unkalkulierbares Risiko gewesen wäre. - Als ich unserem kleinen Liebling in der letzten Nacht erklärte, wo mein Bett steht, und wo Frauchen ist, zeigte ich mit dem Finger auf das Bett, und unser kleiner Liebling folgte mit seinen großen, wachen Augen und war ganz aufmerksam. Seine Öhrchen hielt er immer steif nach oben gerichtet. Mitten in der Nacht saß er neben meinem Bett - er hatte sich ALLE meine Erklärungen gemerkt! - Ich nahm in auf meinen Schoß und hielt ihn so eine ganze Weile. Ich rief dann meinen Mann herbei, und gemeinsam begleiteten wir ihn durch das schwere Tal. Wir streichelten ihn, und seine Musik lief. Ich nannte alle seine Kosenamen und sagte immer wieder zu ihm, dass wir da sind, dass er nicht allein ist. Ich bin ganz fest davon überzeugt, dass er uns verstanden und wahrgenommen hat. Um 4.17 in der Nacht auf den 27. Feb. tat er seinen letzten Atemzug. -


    Ich muss jedes Mal weinen, wenn ich davon schreibe oder erzähle. :°(:°(:°(


    Ich habe die Geschichte unseres Feldhasen sogar an die Zeitschrift "Ein Herz für Tiere" geschickt, und sie ist (verkürzt) tatsächlich hineingenommen worden.


    Das mit Deinen Eltern ist wirklich bitter. Zum eigenen (!) Kind zu sagen, es sei für sie gestorben :(v:|N:|N:|N . - Ja, meine Mutter ist bereits vor über 10 Jahren gestorben, und eine klärende Aussprache, wie ich es mir sehnlichst gewünscht hätte, war nicht mehr möglich. Was hierbei so tragisch war, war, dass sie auf diesen Bekannten so sehr gehört hat, und meine Schwester mit ihm unter einer Decke steckte. Sie war praktisch wie verblendet - er und meine Schwester waren ihr ein und alles. Jetzt mit einigen Jahren Abstand weiß ich, dass meine Mutter in dieser Zeit nicht mehr sie selbst war. Sie war immer schon leicht beeinflussbar gewesen, und feste Überzeugungen hatte sie zwar, aber sie konnte diese nicht vertreten. Sie brauchte immer jemand hinter dem sie sich "verstecken" konnte. Lange Zeit war das Mein Vater, und als er gestorben war, drängte sich dieser Kerl auf (eigentlich war es kein "Bekannter" - es war ihr Neffe, doch für mich war dieser Kerl noch nie geheuer - er war Alkoholiker und hatte eine Neigung zur Gewalttätigkeit) der war nun ihr ein und alles. Als wir meine Mutter nach ihrem Schlaganfall zu uns holen und sie pflegen wollten, wollte sie nicht zu uns - und alles, was wir taten oder ihr brachten oder ihr schickten, wollte sie nicht bzw. wurde zurückgeschickt. Meine Schwester sorgte dann dafür, dass sie in ein "gutes" Heim kam, das allerdings 50 km von ihrem früheren Wohnort weg war, und sie dort NIEMANDEN kannte. Sie kam daraufhin in ein Heim (nach ca einem halben oder 3/4-Jahr) ganz in der Nähe von ihrer früheren Wohnung. Dort blieb sie dann bis zum schluss. Wir haben sie ca. 4 Wochen vor ihrem Tod noch gesehen. Gerade an diesem Wochenende war sie in einer guten Stimmung, so dass dieser letzte Besuch sehr harmonisch verlaufen war. Eine Woche vor ihrem Tod telefonierte ich mit ihr, und die Stimmung war auch diesmal sehr harmonisch. Eine Woche später konnte ich nicht mehr mit ihr telefonieren, da war sie bereits im Krankenhaus, und am nächsten Abend kam der Anruf, dass sie gestorben sei. - Ich brauchte einige Zeit bis ich das verdaut hatte, denn ich hatte mir so sehr gewünscht, dass meine Mutter mich auch anerkennt, nicht nur meine Schwester. Dass der letzte Besuch und das Telefongespräch so harmonisch verlaufen war, war für mich daher ein Riesengeschenk. Irgendwann konnte ich dann das so annehmen, wie es gelaufen war - und ich konnte ihr auch verzeihen. Ich erkannte, dass meine Mutter in ihrer Verblendung nicht gewusst hat, wie sehr sie mich verletzt, und das war es dann auch, was mich darüber getröstet hat. Dieser "Kerl" ist dann ein paar Jahre Später auch gestorben. - Ja, und meine Schwester - das ist ein Kapitel für sich. Da sie sehr vereinnahmend und bevormundend ist, ist der Umgang mit ihr sehr schwer. Als Kind war ich von ihr "abhängig" - dh wie jemand alkoholabhängig ist, war ich abhängig von meiner Schwester. Dies war allerdings eine bewusste Manipulierung ihrerseits. Erst meinem Schwager habe ich es zu verdanken, dass ich mich von ihr entfernen und lösen konnte - er konnte mich nämlich von Anfang an nicht leiden und ließ mich das auch sehr deutlich spüren. Damit gab er mir einen heilsamen "Tritt in den Hintern" - so dass ich mich (anfangs zwar sehr verletzt, später aber um so dankbarer) von ihr und ihm zurückzog und meine eigenen Meinungen, Überzeugungen und Vorlieben entwickelte. - Soweit so gut - nur: Wann immer wir zusammenkommen, versucht meine Schwester mich "zurückzuerobern" - dh. sie versucht mich wieder in die alte Abhängigkeit zu drängen, indem sie mir vorschreibt, wie ich zu leben habe - wie ich dies und jenes zu machen habe. Telefonieren ist nicht möglich - sie hat mich einmal dermaßen heruntergemacht, dass ich beschlossen habe, es läuft nur noch schriftlicher Kontakt - oberflächlicher "small-Talk" - mehr ist nicht drin. Als ich sie vor Jahren einmal besucht habe, bemerkte ich beim Fotos-ansehen, dass sie sich an unserer Hochzeit heimlich in sämtliche halbeingerichtete Zimmer geschlichen und fotografiert hatte! - Als sie mich nun vor einigen Jahren mal besuchte, haben wir demonstrativ sämtliche Zimmer verschlossen gehalten - nur Wohnzimmer, Toilette, Küche und Bad war offen. Natürlich hatte sie einen Foto dabei, aber sie durfte keine Innenaufnahmen machen. Wir hatten auch anderen Besuch dabei - denn es ist nicht möglich dass meine Schwester und ich auch nur fünf Minuten allein sein können - sie versucht sogleich, mich in ihr Lasso einzufangen (appropos "Lasso": In der Nacht vor ihrem Besuch träumte ich, ein LKW wollte mich überrollen, und jemand hat meinen Mann - in Wirklichkeit MICH im Lasso gefangen gehalten!!! - Deutlicher geht es wohl nicht!!!) - Deshalb versuche ich MEIN Leben zu leben und den Kontakt zu meiner Schwester auf Sparflamme zu halten - es ist gut dass wir so weit voneinander entfernt sind (ca. 800 km) - Du siehst also, Du bist nicht allein, ich denke allein dieses Wissen macht es schon etwas erträglicher. Versuche mit Deinem Mann, Deinem Mini (diese Bezeichnung finde ich süß :-):-x:-) ) und Deinen Tieren DEIN Leben zu leben. Ein gesunder Abstand kann oft auch verfahrende Beziehungen in erträgliche Bahnen lenken, so dass - wenn es einmal nötig ist - auch ein lockerer Small-Talk ohne offenen Streit möglich ist. Ich wünsche Dir viel Kraft. :)*:)*:)*

    Hallo Ameli,


    sorry, aber dieses neue Forum macht mich wahnsinnig.


    Ich bin leider unter meinem Namen nicht mehr reingekommen,


    habe 2 x ein neues Passwort angefordert. Das hat leider


    auch nie funktioniert, habe dann gestern über unsere Firmen-E-Mail-


    Adresse mich komplett neu angemeldet. Das wurde heute morgen


    bestätigt, bin aber trotzdem nicht ins Forum gekommen.


    Nun hat es gerade geklappt wieder unter meinem alten Namen,


    warum auch immer, ich weiß es nicht. Aber egal, jetzt kann ich dir


    wenigstens schreiben.


    Vielen Dank für deine lieben Grüßen, ich konnte sie lesen aber nicht


    antworten, du hast dich sicher schon gewundert.


    Ich muß hier jetzt ersteinmal wieder zurechtfinden, mal die Texte


    in Ruhe lesen, bin nicht auf dem neuesten Stand. Das alte Forum


    hat mir persönlich besser gefallen. Momentan geht es eigentlich bei mir,


    bin zwar oft noch sehr traurig, aber wir müssen uns damit abfinden.


    Ich versuche mich immer damit zu trösten, das mein "Krümmel" doch


    ein stolzes Alter hatte, das hat nicht jede Katze.


    Wie geht es Dir so, was macht der Streit mit deinen Eltern, das letzte


    was ich noch gelesen hatte, das ihr euch nun ziemlich zerstritten hattet


    und das ihr den KOntakt komplett abbrechen wolltet.


    Wie geht es dir denn mit dieser Situation, kommst du damit besser zurecht?


    Ich wünsche mir für euch, das sich vielleicht doch nochmal alles zum positiven


    wendet.


    Was macht den euer "Kleiner"?


    Woran ist eigentlich damals deine alte Katze "Conny" gestorben, sie wurde ja


    sogar 20 Jahre. Ist sie auch an Altersschwäche gestorben?


    So, ich muß mich mal ums Mittagessen kümmern, meine KInder kommen gleich


    aus der Schule.


    Ich wünsche Dir noch einen schönen Tag und hoffe das ich nun wieder ohne


    Probleme hier ins Forum komme.


    Bis bald.


    lg Simone

    @ Chatzi und Hasenreich

    Ich habe beide Posts gelesen und würd nun auch gerne antworten, allerdings ist bei uns der PC am Samstag ausgefallen. -> Mein Mann hat ne Wasserkühlung und muss nun erstmal neue Kühlflüssigkeit bestellen. (haben wir schon, aber sie kommt erst Mittwoch an)


    Nun sitz ich hier am Laptop, brech mir aber einen ab, um vernünftig mit dem Ding zu schreiben und da ist mit langen, ausführlichen Posts nicht viel drin. Leider. %-|


    Wenn das ok ist, dann schreib ich euch am Dienstag lieber vernünftig. Denn zum Lesen ist es hier zwar gut, und ein paar Zeilen gehen auch, aber der Rest ist einfach bloß Fingerkrampf.


    Ich wollt euch aber schon mal schreiben, dass ich alles gelesen hab und dass ich mich echt freue, dass ihr mir schreibt. Es gibt selten Menschen hier, denen ich so gerne antworte, wie euch :)*:)*


    Ich wünsch euch für die nächsten zwei Tage alles Liebe und dass es euch gut geht. :)*:)*


    lieben gruss


    Ameli

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