Endlose Trauer

    Ich weiss, die Beiträge in diesem Teil des Forums beziehen sich meistens auf Menschen, um die man trauert, aber ich habe auch schon welche gelesen, in denen es um ein verlorenes Tier ging, und deshalb hoffe ich, dass ich hier ein wenig Trost bekomme.


    Ich habe heute morgen den Kater unserer Nachbarin angefahren auf der Strasse gefunden und es blieb nichts anderes mehr über, als ihn beim TA einschläfern zu lassen.


    Es ist aber nicht so, dass er einfach "nur" der Nachbarskater war, sondern vielmehr ein Tier, dass uns irgendwie adoptiert hatte. Er war ein Streuner, der immer mal wieder woanders war und da ich nachts durch meine Arbeit oft draußen unterwegs bin, hab ich nicht nur einmal erlebt, wie gross sein Revier tatsächlich ist.


    Seine Besitzerin hat sich nie richtig um ihn gekümmert, wollte ihn auch nicht wirklich haben (hat ihn geschenkt bekommen).


    Sie hat mal zu mir gesagt, dass sie wüsste, dass ich mich kümmern würde, wenn sie mal auszieht.


    Ich war lange Zeit geschockt darüber, dass sie sich nicht gekümmert hat. Hab dann versucht, ihm das zu geben, was ich konnte.


    Leider war das aber nicht ganz so einfach, da ich selbst einen Kater hatte, der da schon 17 Jahre alt war. Es hätte keinen Sinn gehabt, zu versuchen, die beiden aneinander zu gewöhnen -> auf der einen Seite habe ich gesehen, wie der Nachbarskater draussen schon die anderen Kater "vermöbelt" hat und auf der anderen Seite hatte unser Kater keine Krallen, weil er ursprünglich aus USA stammt (ich hab ihn erst sehr spät bekommen, von einer Tierhilfe). Er hätte gegen unseren Streuner keine Chance gehabt.


    Wir haben dann getan, was möglich war: gefüttern, Zecken- und Flohmittel gegeben, einen Schlafplatz für den Winter und die Möglichkeit, per Katzenklappe in unseren Keller zu gelangen. (ich wollte ihn kastrieren und impfen lassen, aber das war mit unserer Nachbarin nicht drin)


    Letztes Jahr verlor ich dann unseren Kater, er starb an Herzversagen mit 20 Jahren. Ungefähr zeitgleich verschwand auch der Nachbarskater für mehrere Monate spurlos und ich war völlig fertig mit den Nerven.


    Unser Kater war für mich alles und ich hatte gerade erst eine nicht wirklich einfache Geburt hinter mir und konnte nicht damit fertig werden, dass ich unseren Kater verloren habe, der für mich ein Seelenverwandter war.


    Er hat mir in den fünf Jahren, die wir uns hatten, alles gegeben. Ich hab mich nie alleine gefühlt.


    Es war sehr schwer, ein Alltagsleben aufrecht zu erhalten und dem Kind das zu geben, was es brauchte.


    Ich hab jeden morgen damit verbracht, um ihn zu weinen und zeitgleich nach dem anderen Kater zu suchen, da diese Ungewissheit über das Wegbleiben mich aufgefressen hat.


    Nach ca. 3 1/2 Monaten tauchte er einfach wieder auf und ich hab vor lauter Freude stundenlang geheult.


    Unsere Nachbarin hat es wenig interessiert.


    Nun heute morgen ist der Moment gekommen, wo er endgültig gegangen ist.


    Ich wusste bis beim TA noch gar nicht, dass es er war. Bis dahin hatte ich lediglich eine angefahrene Katze gefunden und war damit schon fix und fertig.


    Ich wollte helfen und bin teilweise auch richtig froh, dass ich es war, die ihn finden durfte, weil er mich wenigstens kannte.


    Aber ich werde diese Leere in mir nicht los.


    Das Wissen, dass er nur drei Jahre leben durfte und nun gegangen ist und dass kaum jemand da ist, der sich an ihn erinnert, der um ihn trauert.


    Ich habe das Gefühl, dass er schrecklich einsam gewesen sein muss. Das macht mich fertig, schnürt mir teilweise mein Herz ab.


    Ich frage mich immer und immer wieder, ob ich nicht mehr hätte tun können - er tut mir so leid. :°(:°(:°(:°(:°(:°(


    So viel mehr hätte ich ihm gewünscht, ein richtiges Zuhause, wo man ihn liebt, ein langes Leben, Geborgenheit. ...

  • 786 Antworten

    Liebe Ameli,

    ich kann Dich gut verstehen!!!:°(:°(:°(


    Ich habe Deinen Beitrag schon am gleichen Abend gelesen, doch an diesem Tag konnte ich keinen Eintrag machen - es war ein besonderer Gedenktag - ein Gedenktag an einen vierbeinigen Liebling, und dieses Datum konnte ich nicht schreiben. An diesem Tag vor 6 Jahren haben wir ein inniggeliebtes Tier verloren - und dieser Tag wird immer ein Tag des Schmerzes für mich sein.


    Ich möchte Dir sagen, wie sehr ich Deinen Schmerz verstehe, und wie sehr ich mit Dir fühle.


    Vor allem auch Deinen Schmerz über den armen ungeliebten Kater der Nachbarin. Ich verstehe nicht, wie Menschen SO sein können.


    Ich glaube, das arme Tier hat Dich noch wahrgenommen, und er hat GEWUSST, dass DU es bist, die ihn gefunden hat. Vielleicht kann Dir das ein ganz kleiner Trost sein. Du hast des armen Tier ALLES gegeben, was möglich war, Du hast ihm Unterschlupf und Futter gegeben, und Du hast ihn gefunden, als er verletzt auf der Straße lag. Er wird Dir immer dankbar sein. Tiere haben ein sehr feines Gespür dafür, wer ihnen wohlgesonnen ist und wer nicht. Dieses Tier wird Dich immer in liebender Erinnerung behalten - so wie Du es auch in liebender Erinnerung behältst. Dass Du ihn nicht ganz bei Dir aufnehmen konntest ist klar, und das wird er Dir auch verzeihen.


    Stell Dir vor, dass JETZT der arme Kater und Dein eigener, um den Du sicherlich immer noch trauerst, friedlich miteinander spielen. Vielleicht kann Dir diese Vorstellung die Situation etwas erleichtern. Fühl Dich gedrückt und verstanden. :°_:°_:°_


    Liebe Grüße und viel Kraft. :)*:)*:)*:)*:)*:)*

    @ Hasenreich

    Danke für deine Antwort. Ich hatte schon gar nicht mehr damit gerechnet, dass überhaupt noch jemand antwortet, deshalb hab ich es auch erst heute gelesen.


    Ich habe deinen Post gelesen und schon wieder die Tränen in den Augen. Ich darf einfach nicht zu genau dran denken, was an dem Morgen geschehen ist.


    Ich kann verstehen, dass du an dem Abend aus eben diesem Grund nicht antworten konntest. Ich hätte es auch nicht gekonnt.


    Es tut mir leid, um euren Liebling. Und ich glaube, auch wenn es schon so "lange" her ist, so kann man den Schmerz doch nie wirklich vergessen.


    Bei uns ist es jetzt fast ein Jahr her, dass unser Kater gehen musste und es tut immer noch weh. Immer noch weine ich nachts, wenn ich an ihn denke und immer noch ist es irgendwie total leer, auch wenn wir Kind und Katze haben und eigentlich immer Leben im Haus ist.


    Dass unser Nachbarskater angefahren wurde und nicht weiterleben durfte, hat mir allerdings gezeigt, wie glücklich ich sein darf, fass ich unseren Kater immerhin noch 5 Jahre bei uns haben durfte und dass er 20 Jahre alt werden durfte, bevor er von uns gehen musste.


    Der Gedanke daran spendet ein wenig Frieden für meinen Schmerz und die Ungewissheit, was jetzt aus ihm geworden ist, wo ich nicht mehr auf ihn aufpassen kann.


    Allerdings macht eben dieser Friede in der einen Hinsicht, auf der anderen Seite auch ganz schön wütend. Wütend darüber, dass unser Nachbarskater nur drei Jahre leben durfte und dann auch noch so.


    Es ist ein ständiges Auf und Ab mit meinen Gefühlen und ich weiss manchmal nicht, wie ich aus meiner Trauer raus kommen soll.


    Ich habe ein 11 Monate altes Kind und muss gucken, dass ich ihm auch gerecht werde und das fällt mir manchmal sehr schwer, ich meine, glücklich zu sein, wo alles so gekommen ist, wie es ist.

    Hallo Ameli,

    ich kann Dein Gefühlschaos gut nachvollziehen. Auch dass es Dir manchmal schwerfällt, Dich auf Dein Kind zu konzentrieren. Denn Dein Kater war ja auch ein vollwertiges Familienmitglied. Ich glaube, dass dieser Schmerz nie ganz vergeht.


    Auch bei mir ist das so. Das Tier, um das es bei uns (siehe oben) geht, ist ein kleines Wildtier, das wir aufgezogen und das dann bei uns gelebt hat - es hat sich an uns gewöhnt und hätte draußen keine Überlebenschance mehr gehabt. Die Aufzucht war nur möglich, weil das Tier noch sehr klein war und der zuständige Förster uns angeleitet hat. Es war sehr anhänglich und wir haben es sehr geliebt. Es durfte fast 6 Jahre bei uns sein. Der Tag des Abschiedes (an dem ich Dir nicht schreiben konnte) wird IMMER sehr schwer für mich sein - wahrscheinlich so lang ich lebe.


    Ich wünsche Dir viel Kraft :)*

    @ Hasenreich

    Die Kraft wünsch ich dir auch :)*:)*


    6 Jahre ist eine lange Zeit, in der man ein Tier hat und eine Bindung zu ihm aufbaut und gleichzeitig doch auch wieder viel zu wenig Zeit, wenn man es verlieren muss.


    Unser Conny kam mit 15 Jahren zu uns und hatte nen Nabelbruch, war frisch operiert und hatte grüne Ohren vom Tätowieren.


    Als ich ihn das erste mal sah dachte ich "mensch, ist der hässlich". Aber er war nicht hässlich. Er war traumhaft schön, nachdem wir ihn aufgepäppelt hatten (er lebte bei einer alten Frau, die eine Woche tot in der Wohnung lag, bevor man sie und die Katzen fand).


    Er hat mir all die Liebe gegeben, die ich gebraucht habe, und er hat alles bekommen, was er gebraucht hat. Manchmal 6 Teller mit unterschiedlichem Futter, damit er überhaupt was aß, ich habs ihm gegönnt, immerhin war er da ja schon ein Opa.


    Wir sind in den Jahren zusammengewachsen, als wären wir Seelenverwandte und ich fühle mich noch heute, als wäre ein Teil meiner Seele gegangen, als er gehen musste.


    Weisst du, ich liebe meinen Mann und mein Kind, über alles und auch die neue Katze, aber ich denke, es gibt unterschiedliche Formen von Liebe und diese Zuneigung habe ich nur von ihm bekommen. Ich bin sehr dankbar für das, was ich haben durfte.


    Unseren Nachbarskater habe ich hinter unserem Garten beerdigt und ihm ein kleines Beet mit Blumen drauf angelegt, damit er es schön hat. -> habs der Nachbarin erzählt, damit sie wenigstens weiss, wo ihr Tier ist, aber sie hat nur komisch geguckt.


    Darf ich mal fragen, was ihr für ein Tier hattet? Aber nur, wenn du schreiben magst, wenn nicht, ist das auch ok.


    Ich weiss, dass es bei manchen Tieren hinterher (nach einer Handaufzucht) schwer ist, sie wieder auszuwildern, weil sie sich so an den Menschen gewöhnt haben. Und gerade so eine Beziehung kann einem unendlich ans Herz wachsen.


    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Schmerz jemals verschwinden könnte. Und wenn ich ganz ehrlich bin, ist es auch gut, wenn man wenigstens ein bißchen davon im Herz bewahren kann, weil es einen neben der Liebe zum Tier immer noch erinnern lässt.

    Hallo Ameli,

    es war ein Feldhasenbaby. Mein Mann hat es noch im letzten Augenblick vor einem Raubvogel gerettet. Der Förster gab uns dann einige hilfreiche Tipps in Punkto Aufzucht. Wir erlebten viel Freude mit ihm und allerlei lustige Sachen. Doch er hätte sich nie mehr draußen zurechtgefunden. So blieb er auf Lebenszeit bei uns, und er war total in unser Leben integriert. So etwas prägt natürlich, und als er dann nach fast 6 Jahren von uns ging, war das für mich, als hätte ich ein Kind verloren. Und gerade, was die Trauer um Tiere angeht, habe ich schon sehr viel Unverständnis erleben müssen. Und das tut dann noch zusätzlich weh...


    Es war eine besonders innige Beziehung da gewesen, und unser Hase war sehr klug und verständig, er hat einfach ALLES verstanden. Er hatte sogar eine Lieblings-Musik, eine CD mit Panflöte und Gitarre. Die Erinnerungen an ihn sind für mich unglaublich kostbar.


    Deshalb kann ich es auch so gut nachempfinden, was Du für Deinen geliebten Kater empfindest. Dass ihr Seelenverwandte wart. Ich glaube auch, dass die Liebe und Zuneigung zwischen Mensch und Tier - und umgekehrtt!!! - etwas ganz Besonderes ist. - Was Du von Deiner Nachbarin schreibst, ist sehr traurig - dass Menschen so kalt sein können??? Ich kapier's nicht. Es tut mir in der Seele weh. Also ich glaube schon - nein, ich bin überzeugt, dass Tiere ganz genau spüren, wer es gut meint und wer nicht. Unser Hase hat es uns oft genug gezeigt. Wenn Leute zu Besuch kamen und "abfällige" Bemerkungen gemacht haben, hat er darauf sofort reagiert - mit panischem Rückzug. Auf der anderen Seite konnte er ungewöhnlich zutraulich sein, wenn ausgesprochen tierliebe Menschen kamen - er reagierte oft äußerst eindrucksvoll auf das Verhalten der Menschen.


    Deshalb glaube ich auch ganz fest daran, dass gerade Dein Nachbarskater sehr genau gewusst und registriert hat, welche Liebe Du zu ihm hast. Du hast für ihn alles getan, was Du konntest. Ich glaube nämlich, dass Tiere eine Seele haben und es einem später danken, was man für sie an Gutem getan hat.


    Ich wünsche auch Dir ganz ganz viel Kraft.


    Ich habe mir in all den "Tierjahren" angewöhnt, für jedes Tier, das gehen musste, einen kleinen Erinnerungsbericht anzufertigen, um all die kleinen Dinge festzuhalten, die man später vergessen könnte, die aber in ihrer Summe ganz wichtig und wertvoll sind. Dies hilft mir sehr.


    Liebe Grüße :)*:)*@:):)*:)*

    @ Hasenreich

    Ich find das so lieb von dir, dass du mir antwortest. Danke dafür :)*:)*


    Ich habe deinen letzten Post schon vorgestern gelesen und wollte dir auch da noch antworten, aber dann kam unser Mini dazwischen und gestern war ich geschlagene 5 Stunden damit beschäftigt, einen Kinderarzttermin für die U6 wahrzunehmen. Da war also auch kaum wieder was mit online.


    War zwar vorher online, aber für etwas, was mich so sehr berührt, brauch ich ein wenig länger Zeit zum schreiben, als nur die paar Minuten immer zwischen Aufräumen, Babybeschäftigen usw. Und auch jetzt "drängelt" mein Mann schon wegen dem Abendessen.


    Ich hab noch so viel, was ich auf eine Antwort schreiben möchte, aber ich möchte das nicht in Hektik tun, deshalb mach ich es morgen in aller Ruhe, und hoffe, dass das ok ist.


    Ich wünsch dir einen schönen gemütlichen Abend. :)*:)*

    Ich hab mir jetzt alles durchgelesen und ich musste echt anfangen zu weinen :°( ... letztes Jahr im September (Also nicht mal lange her) ist mein 12 Jahre alter Wellensittich verstorben... das Problem war, dass grade als er gestorben war, war ich in London.


    Nicht lange...aber genau in diesen 5 Tagen war er getorben....


    Ich habe ihn geliebt.. jeden Tag stand ich vor seinem Käfig und habe ihm vergeblich versucht das Sprechen beizubringen...


    Aber er konnte mit einem Jahr nichts, also konnte er auch nach 12 Jahren nicht sprechen.... Er hat mir aber alle Geräusche nachgemacht.. als wenn er wüsste, dass ich wollte, dass er lernt :-)


    Erst 2 Wochen nach seinem Tod habe ich gelernt ohne ihn auszukommen und nicht mehr jeden Tag zu weinen..dass kein Käfig mehr neben dem Fenster stehen wird und es keinen Vogel mehr gibt, der morgens immer rumgeträllert hat....Plötzlich ist alles so leise im Haus..aber ich musste mich damit abfinden...


    Ich frage mich nur, was ich tun würde, wenn meine 12 jährige Katze jetzt auch noch stirbt... sie ist min Ein und Alles, meine Seelenverwandte und meine süße Fette... ich liebe sie mehr als alles andere auf der Welt.....sie ist eine Schildpatt und ich habe gehört die werden nicht sehr alt... ich muss schon wieder weinen.. sie bedeutet mir so viel :°(:°(:°(

    Hallo Hasi77,

    ich kann Dich zu gut verstehen, ein geliebtes Tier zu verlieren


    ist furchtbar. Ich habe meine Katze letzten Sommer einschläfern lassen


    müssen. Sie war 18 Jahre bei mir und sie fehlt mir so sehr. Ich dachte ich würde daran zerbrechen. Ich weiß auch immer noch nicht wie ich alles schaffe ohne sie...es ist heute noch schlimm. Ich habe eine Familie, Mann und 3 Kinder um die ich mich kümmern muss, das lenkt mich ab. Ich wünsche Dir und Deiner Katze das Ihr noch eine lange, schöne Zeit miteinander verbringen könnt. Genieße jeden Tag mit ihr!!


    Ich wäre so dankbar, wenn ich meinen Liebling noch ein einziges Mal


    in den Arm nehmen könnte!!!!


    Alles, alles Gute


    lg Simone mit Krümmel im Herzen

    Für alle, die ein geliebtes Tier betrauern

    und für meinen Dicken, der am 6.Mai 2000 an Herzschwäche starb!


    RAINBOW BRIDGE


    Wenn ein geliebtes Tier stirbt, das auf unserer Erde einen geliebten Menschen hatte, dieses Tier geht zur Rainbow Bridge.


    Dort sind Wiesen und Hügel für unsere geliebten Freunde, damit sie zusammen rennen und spielen können. Dort gibt es Wasser und Nahrung in Hülle und Fülle, die Sonne scheint, und unsere Freunde fühlen sich wohl.


    Alle Tiere, die krank und alt waren, sind wieder gesund und kräftig; diejenigen, die verletzt und verkrüppelt waren, sind wieder wohlauf, so wie wie sie aus unseren Träumen vergangener Zeiten kennen.


    Die Tiere sind dort glücklich und zufrieden, bis auf den kleinen Umstand: Sie alle vermissen jemanden ganz Bestimmtes, den sie zurücklassen mußten. Sie alle rennen herum und spielen miteinander, aber für jedes Tier kommt der Tag, an dem es plötzlich innehält und mit hellen Augen erwartungsvoll und zitternd in die Ferne schaut.


    Plötzlich trennt es sich von seinen Spielkameraden und rennt immer schneller und schneller über die grünen Wiesen.


    Da siehst Du etwas auf Dich zurennen, und wenn Du und Dein geliebtes Tier Euch freudig trefft, werdet ihr niemals mehr getrennt werden. Freudentränen laufen über Dein Gesicht, Deine beschützenden Hände streicheln wieder den Kopf Deines Tieres und Du wirst wieder in die treuen Augen schauen, die so lange aus Deinem Leben gegangen waren, aber niemals aus Deinem Herzen.


    Dann geht Ihr zusammen über die Regenbogenbrücke!


    Liebe Amelie, ich bin sicher, daß nicht nur Dein Conny dort auf Dich wartet, auch der Nachbarskater wird Dich begrüßen, wenn es so weit ist!


    Ich hab'damals so weinen müssen, als ich dieses Gedicht im Netz fand. Ich schickte es an einen Arbeitskollegen, der gerade seinen geliebten Hund betrauerte. Er hat genauso geweint, wie ich. Im July letzten Jahres starb dieser Kollege plötzlich und ich dachte immer nur: Hermann ist auf der Regenbogenbrücke bei seinem Basti!


    Mein Dicker war ein schwarzer Kater, der seit seinem dritten Lebensmonat mit mir lebte. Er war 12 als er gehen mußte.

    Hallo euch allen *:)


    Ich hab es jetzt länger nicht geschafft, hier ausführlich zu schreiben, weil die letzten Tage alles andere als ruhig waren.


    Leider hab ich immer mal wieder Probleme mit meinen Eltern und ihrer Art, wie sie mich behandeln (nur als Beispiel: seit unser Sohn da ist, existiere ich für sie praktisch nicht mehr und sie sagen und zeigen mir das auch).


    Also hab ich die letzten Tage genutzt, um mich von ihrem Besuch zu Ostern zu erholen.

    @Hasenreich

    Wie geht es dir?


    Als du geschrieben hast, dass euer Hase eine Lieblingsmusik hatte, da musste ich auch sofort an Conny denken. -> er mochte Deutschen Schlager. Als wir ihn bekamen, war er tagelang hinter einem Regal verschwunden und kam nur nachts zum essen raus. Als ich einen abend zufällig WDR laufen ließ und die ne Hitparade brachten, da kam er raus, ging vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer und setzte sich vor den Fernseher. Die Dame, die ihn vorher hatte, war schon sehr alt und ich denke, er kannte die Musik von ihr. Und da ich auch Schlager mag, auch wenn ich noch nicht alt bin, passte das, als wenn es für mich bestimmt war. Wenn wir zum TA gefahren sind, dann hab ich immer eine CD laufen lassen und die Welt war für ihn in Ordnung. Er war dann auch ganz ruhig und hat auf dem Beifahrersitz gelegen.


    Ich bin am letzten Freitag mit meiner Nachbarin aneinander geraten, weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe, wie sie sich verhalten hat.


    Sie wollte mir das Geld für die TA-Rechnung ja geben, wenn sie ihr Gehalt bekommen hat (am 17.) Ich habe ihr dann gesagt, dass ich am letzten Donnerstag die Rechnung bezahlen müsse und sie meinte, sie würde mir das Geld bis dahin geben. Es tat sich nix. Sie hat sich nicht gemeldet. Hat absichtlich die Türe nicht aufgemacht, obwohl ich gehört habe, dass sie da ist.


    Weisst du, ich war nicht hinter dem Geld her -> ich hatte die Rechnung schon vor zwei Wochen bezahlt, aber ich wollte einfach sehen, ob sie was tut. Ich hab ihr auch gesagt, es reicht, wenn sie einen Teil übernimmt -> ich hätte dan ein paar schöne Blumen von dem Geld gekauft und dorthin gepflanzt, wo ich Gismo beerdigt habe. (denn für was anderes hätte ich gerade dieses Geld nicht ausgeben mögen).


    Als sich dann nichts getan hat, hab ich ihr am Freitag gesagt, dass ich ihre Art abwertend und gefühllos finde und das sie das Geld ruhig behalten kann. Ich musste meinem Frust darüber, wie sich auch jetzt noch mit dem Tod ihrer Katze umging, einfach Luft machen.


    Deine Idee mit dem Erinnerungsbericht finde ich echt schön. Ich hatte auch vor, ein Album anzufertigen, mit allen Unterlagen, die ich noch von meinem Kater hab und den schönsten Fotos und natürlich auch mit meinen Erinnerungen an ihn, eben damit ich Kleinigkeiten nicht vergesse.

    @Chatzi

    Die Momente, in denen ich mir wünsche, meinen Schatz noch einmal im Arm halten zu können, sind wahrscheinlich genau so, wie bei dir.


    Ich kann verstehen, wie es dir geht und ich glaube, dass es zwar mit der Zeit leichter wird, dass aber der Schmerz nie ganz vergehen wird. Und ich für meinen Teil bin damit zufrieden, weil ich gar nicht vergessen will. Nichts von allem, was ich mit meinem Kater hatte, auch nicht den Schmerz, als er gehen musste.


    Ich wünsch dir alles Liebe :)*:)*

    @puschimaedel

    Danke :)*


    Ich kenne die Regenbogenbrücke und ich muss jedes mal weinen, wenn ich nur dran denken muss. Hab sie als Brief von meinen TA bekommen und sie mir an den Schreibtisch gehängt. Trau mich aber oftmals nicht, draufzugucken, weil ich genau weiss, dass ich dann wieder weinen muss.


    es ist einfach zu bildlich, wie man sich den Kummer dann vorstellt.


    Ich finde, 12 Jahre ist eine lange Zeit, die man zusammen verbringt und ich wünsch dir, dass du die Erinnerungen immer im Herzen tragen kannst, auch wenn es manchmal weh tut. (mir geht es zumindest so) :)*:)*


    Ich hoffe, dass wir alle das Glück haben werden, unsere Tiere auf der anderen Seite wieder sehen zu können.

    @hasi

    Dir wünsch ich von ganzem Herzen, dass deine Katze noch ganz lange bei dir sein kann.


    Mach dir keine Sorgen, dass sie nur weil sie Schildpatt ist nicht so alt werden kann wie andere. Unser Kater war ein Perser, mit allen typischen "Wehwehchen", die diese Rasse so haben kann und er ist 20 geworden :)*:)*

    Hallo Ameli,

    danke für Deine lieben Worte, es stimmt das es mit der Zeit etwas leichter wird. Aber für mich ist es immer noch sehr schlimm. An die schmerzhaften Erinnerungen darf ich überhaupt nicht denken, die verdränge ich dann sofort. Das schlimmste für mich ist momentan,


    das ich mir immer wieder solche Vorwürfe mache, ob alles richtig


    war was ich zuletzt für meine Katze getan habe?! Ich rede mir immer ein, das sie vielleicht noch leben könnte wenn sie die Medizin nicht bekommen hätte. Aber ich finde keine Antworten....das ist sehr schwer für mich.


    Deine Perserkatze ist 20 Jahre geworden? Das ist wahnsinn, das hört man wirklich selten bei der Rasse.


    Übrigens, kann ich Dich Deine Wut gut verstehen über das gefühllose


    Verhalten Deiner Nachbarin!! Ich finde gut das Du ihr das so gesagt hast.


    Die Probleme mit Deinen Eltern, darf ich mal fragen, ob Ihr darüber


    schon zusammen gesprochen habt??


    Wünsche Dir weiterhin auch alles Gute.


    Lg Simone mit Krümmel im Herzen

    Hallo Ameli,

    schön, von Dir zu hören *:) . Danke, für Deine PN, ich habe sie bekommen und auch gelesen.


    An Ostern ging es mir nicht so gut. Sonntag lag ich im Bett und hatte wetterbedingt Kreislaufprobleme. Doch jetzt geht es mir wieder besser.


    Was Du da von Deinen Eltern schreibst, ist ja nicht so toll. Solch anstrengende Besuche kenne ich vor allem von meinen Schwiegereltern. - Ach, da fällt mir ein: Ganz besonders im Zusammenhang mit unserem kleinen Schützling waren diese Besuche alles andere als erquicklich: Ich musste regelmäßig, wenn sie kamen, unser armes kleines Häschen umquartieren (in ein anderes Zimmer, das ich abschließen musste), weil sie es einfach nicht in Frieden lassen konnten und es ärgern mussten - dann quälten sie mich mit "tollen Kraftausdrücken" wie "Schlachthase" usw. - Dies bedeutete jedesmal für uns und unser armes Tier Stress pur. Meine Schwiegermutter konnte mich noch nie leiden, doch dass sie zu unserem armen unschuldigen Tierchen so böse waren, darunter habe ich am meisten gelitten. - Mittlerweile ist sie auch schon gestorben - doch ich litt sehr lange darunter, dass unser kleines Tier ganze zwei Jahre eher gehen musste als sie. Ich fand das so ungerecht... :(v Inzwischen konnte ich es aber so annehmen wie es halt war, ich habe sehr lang und stark getrauert - und tue es heute noch manchmal (besonders an bestimmten Jahrestagen, die zu Gedenktagen geworden sind).


    Unsere ganze Wohnung hängt voll mit Fotos von unserem kleinen Liebling - und auch andere Tiere mussten schon wieder gehen. (Im Augenblick haben wir Meerschweinchen, Hasen, Chinchillas und einen Hamster. Einen Hund hatten wir auch mal, aber der wurde uns vor einigen Jahren vergiftet. Seit dem haben wir keinen mehr.)Als meine Schwiegermutter starb, brachte mein Mann einen Stallhasen mit, den er aus der schlechten Obhut meines Schwiegervaters gerettet hatte: Er züchtet Hasen zu einem bestimmten :(v Zweck, und dieses arme Tier hatte bei ihm fast nichts zu fressen gekriegt. Ich bin so erschrocken, als mein Mann mit diesem armen Geschöpfchen ankam, so etwas hatte ich noch nie gesehen. Wir päppelten es mit viel Liebe hoch und hatten viel Freude an ihm. Er freundete sich auch schnell mit unserem anderen Häschen, den wir nach dem Tod unseres Feldhasen zu uns geholt hatten, an. Vor einem Jahr (am 1.4.) verließ er uns ganz still. Wir hatten ihn gerade aus dem Käfig gelassen, und er hat mir noch seine geliebten Haferflocken aus der Hand gefressen. Nach einer Weile, als ich nach dem Rechten schauen wollte, sah ich wie er neben dem Käfig auf der Seite lag... Er hat sich still und heimlich davon gemacht... :°(:°(:°( . Seit dem bekomme ich Panik, wenn ich eines unserer Tiere auf der Seite liegen sehe - ich muss sie anfassen, auch unter dem Risiko, sie aus dem Mittagsschläfchen zu wecken.


    Das mit Deiner Nachbarin ist ja ein Hammer. Ich finde es toll, wie Du reagiert hast und ihr die Meinung gesagt hast. Wieso haben solche Leute überhaupt ein Tier???


    Dass Dein Kater auch so gern Musik gehört hat, finde ich schön - das bestätigt wieder einmal, dass Tiere mehr können als fressen, trinken und miauen oder bellen. Das mit der Schlagermusik finde ich toll, vor allem der gleiche Geschmack in der Musikrichtung. Die Musik hat Deinen kleinen Kater aufleben lassen - sie war der Schlüssel zu seiner Seele. Bei unserem kleinen Feldhasen war es ähnlich - ich legte am ersten Tag, als er bei uns war, eine CD mit ruhiger Panflötenmusik auf, und bald war es DIE "Hasenmusik" - damit konnte er sich völlig entspannen.


    Nun ist es ja fast ein halber "Roman" geworden. Für heute mache ich Schluss. Ich wünsche Dir viel Kraft. :)*:)*

    @ Hasenreich

    Schön, dass du dich so schnell gemeldet hast. Bin froh, dass es dir wieder besser geht :)*


    Unsere Nachbarin hatte den Kater von ihrer Schwester bekommen. Die hat vorher auch dort gewohnt und ist dann umgezogen, wollte den Kater aber nicht mitnehmen, weil es zu nah an einer Bundesstraße war. Also blieb er hier. Da er aber nicht kastriert wurde, ist er trotzdem immer ziemlich weit weggelaufen und ich hatte immer Angst, dass er mal überfahren wird.


    Ich kann auch nicht verstehen, warum solche Menschen ein Tier haben müssen. Sie hatte auch zwei Kaninchen, die letztes Jahr gestorben sind. Ich denke aus ähnlichen Gründen, wie nicht drum kümmern, aber ich weiss es nicht, weil ich es nicht mitbekommen hab. Sie hat es mir erst hinterher erzählt.


    Ein Wort von ihr und ich hätte dem Kater ein schönes neues Zuhause gesucht. Da hätte sie sich gar nicht drum kümmern müssen...


    Das mit deiner Schwiegermutter ist ja auch heftig. Da wäre ich vor jedem Besuch von ihr schon innerlich sauer gewesen, wenn man genau weiss, was man sich wieder anhören muss.


    Bei uns war es meine Mutter, die unseren Kater nicht in Frieden lassen konnte. Eine ähnliche Situation wie bei euch. Sie mochte ihn nicht. Hat immer Gemeinheiten von sich gegeben, wenn sie bei uns waren. Zum Glück wohnen wir 400 km auseinander.


    Als ich im 7. Monat schwanger war, waren sie da und meine Mutter meinte zu meinem Kater "und wenn ich zur Geburt komme, dann wirst du dich umgucken, dann werd ich hier alles umstellen und sauber machen!" Ich war so sauer.


    Hab ihr dann ganz klar gesagt, als ich zur Geburt ins Krankenhaus musste, dass ich sie nicht da haben will. Es war mir ganz egal. Für Conny war es schon schlimm genug, dass ich ne gute Woche weg war und da brauch ich nicht auch noch zu wissen, dass meine Mutter mir das ganze Haus auseinander nimmt und ihn zusätzlich noch in Angst versetzt.


    Sie hat es mir bis heute noch nicht verziehen und jetzt beschlossen, dass sie einfach bestimmt, dass sie zum Geburtstag unseres Sohnes einfach kommt, egal, ob ich will oder nicht.


    Mir hat die Tatsache, dass Conny nicht mehr lange da war, nach der Geburt, aber gezeigt, dass ich richtig entschieden hatte. Und ich würde es immer wieder so machen.


    Ihr habt auch so einen Zoo aus Schlechte-Haltung-Tiere? Wir haben nun noch vier Chinchillas und eine Rennmaus, einen Vogel und ein Kaninchen.


    Es waren mal 14 Kaninchen, ungefähr genauso viele Chinchillas und die Rennmäuse hab ich nicht gezählt. Vier Degus hatten wir und drei Meerschweine. Fünf Wellensittiche.


    Leider musste ich erst gestern eines unserer Kaninchen einschläfern lassen. Er war schon 8 Jahre alt und lag auch nur noch auf der Seite. (ich weiss also, von welcher Angst du da sprichst, ich war auch immer beunruhigt, wenn eines unserer Tiere auf der Seite lag und ich hatte einen Hasen, der das zu gerne getan hat und ich war immer total erschreckt).


    Wir wussten schon seit mehreren Wochen, dass er wahrscheinlich nicht mehr lange bei uns sein wird. Denn obwohl er gegessen hat, ist er immer ruhiger geworden, hat abgenommen und viel gelegen.


    Jetzt haben wir nur noch das eine Kaninchen und es passt mir gar nicht, dass es alleine ist, aber es ist auch schon alt und ich mag da jetzt nicht wieder ein neues beisetzen und damit vielleicht noch Unruhe reinbringen. Das ist immer eine schwere Entscheidung, wie man es am besten macht.


    Ich glaube, ich würde mich mit der Hasenzucht deines Schwiegervaters auch schwer tun, vor allem, wenn er die Tiere so hält, wie du beschreibst.


    Ich finde, man kann vom Verhalten der Menschen Kindern und Tieren gegenüber den Charakter erkennen und mit Menschen die weder Tiere noch Kinder leiden können, kann ich schwer umgehen. Kann mir vorstellen, dass der Hase, den dein Mann von ihm mitgenommen hat, bei euch richtig glücklich war. Er hat bestimmt jeden Tag bei euch genossen.


    Das mit der Hasenmusik finde ich schön. Wir hatten eine Katzen-CD und haben einen Vogel-Radiosender. Dadurch, dass wir nur noch den einen Welli haben - die anderen hatte ich auch aus schlechter Haltung und wusste nicht, wie alt sie sind - haben wir dauernd das Radio an, damit er nicht so alleine ist.


    Mir ging es eine ganze Zeit, nach Conny Tod so, dass ich die CD nicht mehr hören mochte und ich konnte auch nicht mitsingen. Es tat mir weh.


    Mittlerweile singe ich wenigstens wieder, wenn mein Sohn im Auto sitzt, weil er es klasse findet.


    Ja, das mit meinen Eltern. Das ist eine Endlosgeschichte und obwohl ich weiss, wie sie sind, verletzen sie mich immer wieder. Mir fällt es schwer damit umzugehen. Weil ich denke, dass es schon genug Probleme auf dieser Welt gibt und man hat selbst genug Sorgen, da muss man sich nicht noch in der Familie das Leben schwer machen.


    **ich wünsch dir auch viel Kraft** :)*:)*

    @ Chatzi

    Danke für die schnelle Antwort :)*


    Weisst du, ich glaube, man fragt sich immer, ob man alles richtig gemacht. Selbst, wenn man innerlich weiss, dass es so gut war, wie man es gemacht hat, man fragt sich trotzdem. Wahrscheinlich, weil man wissen will, dass alles 1000%ig in Ordnung war und man nicht mit einer falschen Entscheidung "Schuld" trägt daran, dass ein geliebtes Tier nun nicht mehr hier sein "darf".


    Bei unserem Kater war es so, dass wir viel mit Homöopathie gemacht haben. Er bekam seine Nierentabletten aus dem Bereich und wir sind regelmäßig mit ihm zur Akupunktur für seine Gelenke gefahren (er kam aus USA und die Amerikaner haben ihm damals die Krallen wegoperiert und ihn dann hierher nach Deutschland verschenkt, er ist dann noch mal verschenkt worden, an die Frau, wo er war, bevor wir ihn bekommen haben, weil sie gestorben ist. Ich finde, sowas ist Tierquälerei). Uns war es wichtig, dass er nicht mit Schmerzmittel vollgepumpt wird, solange es auch so ging.


    Als er dann seinen ersten Schlaganfall hatte, da hat er Cortison und auch andere Medikamente in der Notversorgung bekommen und am nächsten morgen bin ich mit ihm zur Akupunktur gefahren. Wir konnten richtig sehen, wie gut ihm das tat. Er war einen Tag später wieder so fit, wie vorher.


    Als wir ihn gehen lassen mussten, da hab ich entschieden, dass wir es nicht mehr mit Akupunktur versuchen. Ich hätte noch einen Tag länger warten müssen, um zu der TÄ fahren zu können und er hatte Schmerzen. Wir haben gemerkt, dass er auch wusste, dass nun der Moment gekommen ist, wo er gehen muss/will.


    Ich habe das damals für ihn entschieden, weil ich gesehen habe, wie es ihm ging. Ich weiss heute, dass es der richtige Weg war. Ihn nicht mehr ins Auto zu bringen, so weit mit ihm zu fahren. Der Tierarzt (dieser macht leider keine Aku) ist zu uns gekommen und Conny durfte in meinem Arm einschlafen, auf der Couch.


    Und du glaubst nicht, wie viele Male ich mich seitdem gefragt habe, ob es richtig war, oder ob ich noch hätte fahren sollen. Auch wenn ich die Antwort wusste, ich hab immer wieder danach gefragt.


    Mach dir nicht zu viele Gedanken, ich denke, du hast alles richtig gemacht. :)*:)*


    Was hat sie denn für Medizin bekommen, wenn ich fragen darf??


    Wegen meiner Eltern:


    Wir haben es etliche Male versucht, mit ihnen zu reden.


    Leider sind meine Eltern immer sehr verletzend und alles was sie machen, ist richtig. Alle anderen handeln falsch.


    Sie haben mir mehr als einmal in Streitgesprächen gesagt, dass sie keine Tochter mehr haben und dass ich für sie gestorben bin.


    Das tun sie nun nicht mehr, weil sie wissen, dass sie dann auch ihren Enkel nicht mehr sehen, wenn sie mich nicht sehen wollen. Aber dafür behandeln sie mich nun nicht besser.


    Jedesmal geht es nach so einem Gespräch ein paar Wochen gut und dann fangen sie von vorne an. Leider.