Freund nach Aortariss verstorben.....

    Hallo zusammen


    Ich bin neu hier und möchte eigentlich nur meine Geschichte mit Euch teilen - vielleicht hat jemand von Euch ähnliches erlebt.


    Am Mittwoch dem 6.12.17 starb mein Freund unerwartet an einem Aortariss.


    Abends standen drei Herren vom Careteam der Polizei vor meiner Haustür um mir diese Nachricht zu überbringen.


    Es zog mir regelrecht den Boden unter den Füssen weg - seltsamerweise hatte ich aber bevor die Polizei bei mir auftauchte, eine Art Vorahnung, eine Unruhe in mir, da ich von meinem Freund von ungefähr 13 30 Nachmittags an nichts mehr hörte und er auch nicht auf meine Anrufe reagierte (gestorben ist er um 15.00)


    Ich war echt in einem Schockzustand, ich rief dann meine Schwägerin an, welche sofort alles stehen und liegen liess und zu mir kam. Meine Eltern waren zu dem Zeitpunkt zu weit weg um sofort da zu sein.


    Mein Freund und ich waren genau 4 Monate zusammen, zwar eine kurze aber intensive Zeit - wir wussten beide dass wir für den Rest unseres Leben zusammen bleiben wollten und unternahmen am Wochenende davor noch einen Trip ins Tessin.


    Ich muss hier noch anfügen, dass er seit längerwm unter der Krankheit Morbus Crohn litt und zeitweise starke Beschwerden hatte, aber nie jammerte sondern es annahm.


    Im nachhinein erfuhr ich, dass die Krankheit laut seinem Hausarzt früher oder später schlimmer geworden wäre, er bezeichnete es als ein Sterben auf Raten und mir ging es danach durch den Kopf, dass ihm wohl einiges erspart blieb. Und vermutlich ahnte oder wusste er, wie schlecht es um ihn stand.


    Das ganze ist nun eine Woche her - das schlimmste für mich ist neben dem Verlust die Tatsache dass er einfach plötzlich nicht mehr da ist und ich ohne ihn weiterleben muss. Ein Teil von mir fehlt und das Leben ist stehen geblieben obwohl es um mich herum weitergeht und ich irgendwie mitgehe.


    Hat jemand von Euch ähnliches erlebt, wie habt ihr diese Zeit überstanden?


    Danke für Eure Beiträge

  • 5 Antworten

    Hallo Barbaretta,


    Ich habe überhaupt keine Erfahrung wie Du machen müssen, anderes Leid schon,aber eben nicht diese schockierende Situation eine Nachricht dieser Art übermittelt zu bekommen.


    Das klingt sehr furchtbar und sehr traurig, ich möchte Dir sagen wie leid es mir tut....


    Ganz viel Kraft und fühle Dich gedrückt! :°_


    Vielleicht antwortet noch jemand anderes der ähnliche Erfahrungen machen musste, er wir Dir mehr dazu schreiben können.


    Lg

    Wie furchtbar. Das ist sicher die Horrovortsellung aller Menschen, dass es irgendwann schellt und man eine solche Nachricht überbracht bekommt.


    Zunächst mein Beileid. :)*


    Eine Freundin von mir hat ähnliches durch. Sie war auf der Arbeit als ein Anruf einging, sie möge bitte schnell ins Klinikum der Nachbarstadt kommen, ihr Mann sei eingeliefert worden nach Herzstillstand.


    Sie haben dort fast anderthalb Stunden immer wieder reanimiert und auf ihm "rumgekloppt", alles mögliche getan, bis sie irgendwann weinend zusammenbrach und auf dem Flur schrie: "Hören sie auf damit, lassen sie ihn doch gehen".


    Mir kommen heute noch die Tränen, wenn ich mir das ausmale, was da in ihr los gewesen sein muss.


    Die Ärzte haben aufgehört und ließen ihn gehen. Ihr Mann war bereits so lange zwischenzeitlich ihne Sauerstoff gewesen, dass auch der Arzt sicher war, dass er ein Schwerstpflegefall geworden wäre, wenn sie ihn doch noch wieder dauerhaft wieder hätten zurückholen können.


    Das ist jetzt bereits über ein Jahr her. Letztes Silvester ging sie nachts alleine zu seinem Grab und startete dort eine Rakete. (darf man ja eigentlich keinem erzählen, gehört sich ja nicht, aber irgendwie fand ich das schon cool.)


    Zeit ist seitdem vergangen, sie sagt es fühle sich immer noch an, als sei es gestern gewesen. Das Schicksal an sich ist akzeptiert, vermissen wird sie ihn den Rest ihres Lebens. :°(

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    Hallo Barbaretta79,


    ich habe Ähnliches erlebt. Am 4. November 2017 verstarb ein Freund von mir. Wir kannten uns 4 Jahre lang, hatten fast täglich miteinander telefoniert.


    Er meldete sich plötzlich nicht mehr - so oft ich auch anrief, er ging nicht ans handy.


    Da ich 500km von ihm entfernt wohne und nicht so einfach zu ihm gehen konnte, schrieb ich am zweiten Tag eine Nachbarin von ihm an. Sie möge doch mal nachsehen, was mit ihm ist.


    Sie fand ihn tot im Bett. Sie schrieb es mir. Wie dir - zog es mir den Boden unter den Füßen weg - er war doch erst 53 Jahre alt, nicht krank, so schnell stirbt man doch nicht.


    Ihm war ein Aneurysma im Kopf geplatzt, erfuhr ich dann. Er hatte eine Woche lang zwar immer mal wieder über Kopfschmerzen geklagt, dass er an Kopfschmerzen sterben könnte, hatte keiner von uns vermutet - zumal er zum Arzt gegangen war, der aber nichts festgestellt hatte. Nun ist er tot.


    Ich werde mit seinem plötzlichen Tod nicht fertig.


    Da ich durch Kindheitstraumen an Angst- und Panikattacken leide, hat das schreckliche Ereignisse meine ohnehin vorhandenen Todeängste nun verstärkt.


    Vor allem weil ich den Tod meiner Mutter zu dem Zeitpunkt auch noch nicht verarbeitet hatte. Sie war am 3. Oktober 2017 gestorben.


    Lass dich mal ganz feste drücken - du bist nicht alleine mit deiner Trauer. Ich knabbere auch noch. Es braucht halt seine Zeit.


    Alles Gute!

    ja....ich vor 5 Tagen... aneurysma riss am herzen. Ich fühle genauso wie du. Esvist schrecklich. Das Gefühl das die Welt stehen bleibt irgendwie hab ich auch. Wie geht es dir Heute? Ist ha schon ein paar Monate her. Ich will einfach nicht das er weg ist.

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