Freund plötzlich verstorben

    Hallo zusammen. Ist schon sehr lange her das ich dieses Forum genutzt habe. Finde leider die Daten vom alten Account nicht mehr, naja, was solls.....


    Habe heute morgen erfahren das ein Freund von mir schon vor ein paar Wochen plötzlich gestorben ist, Morgens nicht mehr aufgewacht. 67 Jahre, das ist doch kein Alter.... Ich kann das im Moment gar nicht wirklich fassen, wir kannten uns jetzt gut 25 Jahre! Echt lange, wenn ich so drüber nachdenke. Bin einfach unglaublich traurig. Sollte vielleicht dabei schreiben das ich "erst" 42 bin und wir zusammen Flugzeugmodellbau betrieben haben und unsere Leidenschaft für Schallplatten, Plattenspieler und Musik geteilt haben. War immer so ein bisschen Auszeit wenn ich bei ihm war.

    Mein Leben ist eh seit ein paar Monaten aus den Fugen geraten und nun kommt das noch dazu. Es bricht jetzt noch ein Teil meines Lebens weg, manchmal ist es einfach zu viel. Was will das Leben mir mit den ganzen Dingen sagen?

    Morgen wir nochmal Emotional werden, muss noch meine Modellbau Sachen, die ich bei ihm habe, abholen. Es graut mir da schon etwas vor.....

  • 5 Antworten

    Mein Beileid zu deinem Verlust.


    Aus meiner Sicht kann ich nur sagen: Das Leben will einem gar nichts sagen. Leben ist das, was passiert. Und dazu gehören auch Zeiten, in denen es schwer und doof ist. Das zu akzeptieren und auszuhalten ist die Kunst.

    Der Tod hat immer nochmal eine Sonderstellung, nicht nur weil ein lieber Mensch plötzlich fehlt, sondern auch weil er uns gnadenlos unsere eigene Endlichkeit vor Augen führt.

    Beileid auch von mir.


    Maerad schrieb:

    nicht nur weil ein lieber Mensch plötzlich fehlt, sondern auch weil er uns gnadenlos unsere eigene Endlichkeit vor Augen führt.

    Wie soll man denn in Anbetracht dessen überhaupt in diesem Leben eine gute Stimmung haben?

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    rr2017 schrieb:

    Wie soll man denn in Anbetracht dessen überhaupt in diesem Leben eine gute Stimmung haben?

    Radikale Akzeptanz und in dem schwelgen, was einem geschenkt wird. Oder kannst Du auch keinen Urlaub genießen, weil Du weißt, dass er irgendwann vorbei sein wird?


    Flaschengeist, das mit Deinem Freund tut mir leid. Manchmal kommt viel auf einmal zusammen. Das ist Zufall, aber unsere Gehirne sind darauf programmiert, nach Mustern zu suchen, und deshalb fühlt es sich in solchen Zeiten an, als ob man regelrecht verfolgt wird. Ich hoffe, Du kannst bald wieder ein wenig zur Ruhe kommen.

    rr2017 schrieb:

    Beileid auch von mir.


    Maerad schrieb:

    nicht nur weil ein lieber Mensch plötzlich fehlt, sondern auch weil er uns gnadenlos unsere eigene Endlichkeit vor Augen führt.

    Wie soll man denn in Anbetracht dessen überhaupt in diesem Leben eine gute Stimmung haben?

    Indem man dieses Wissen dazu nutzt die Zeit, die wir haben mit schönen DIngen zu füllen. Ich sehe das nicht so negativ wie du das inerpretierst.

    Hallo

    Danke für Zeilen die Ihr geschrieben habt. Tut gut das zu lesen und verschiedene Ansichten der Dinge zu erfahren.


    Maerad schrieb:

    Das zu akzeptieren und auszuhalten ist die Kunst.

    Akzeptieren, hm, alle reden viel von akzeptieren was ist und loslassen. Doch wie genau macht man das denn so das es wirklich innen ankommt?

    Habe das Gefühl gerade einfach im Leben kein Bein an den Boden zu bekommen.


    Maerad schrieb:

    Der Tod hat immer nochmal eine Sonderstellung, nicht nur weil ein lieber Mensch plötzlich fehlt, sondern auch weil er uns gnadenlos unsere eigene Endlichkeit vor Augen führt.

    Ja, das stimmt. Gehen müssen wir irgendwann alle. Man möchte sich nur nicht so gerne damit beschäftigen....dennoch gehört der Tod zum Leben dazu.


    rr2017 schrieb:

    Wie soll man denn in Anbetracht dessen überhaupt in diesem Leben eine gute Stimmung haben?

    Ja, diese Frage kommt mir auch immer wieder in den Sinn. Bisher habe ich das immer wieder gut hinbekommen in meinem Leben, nachdem es mit "zu bunt" wurde, habe ich mich neu gesammelt und das beste daraus gemacht.

    Im Moment greift das alles nicht wirklich, der Tod des Freundes kam dann jetzt noch oben drauf.

    Ich kann gerade noch nicht mal so richtig weinen. Ich würde so gerne, echt, doch die Emotion steckt irgendwie fest. Bin einfach unglaublich traurig und auch etwas geschockt. Mache mir gerade noch dazu viele Gedanken das wir uns letzter Zeit so wenig gesehen haben weil ich mit mir selbst und meine Problemen zu viel beschäftigt war.


    War gestern da und habe einen Teil der Sachen abgeholt. War ein echt komisches Gefühl. War ein wenig wie betäubt, doch nicht so richtig Emotional. Der Bruder war auch viel um mich und der zeigt da echt wenig Gefühlsregung. Werde da morgen nochmal hin und was abholen.

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