Wir haben nun vorhin angefangen das Gedenkheft zu gestalten. Nach den ersten paar Seiten haben wir aufgehört, es wühlt doch noch sehr auf. Aber es war auch irgendwie schön. Vor allem, die schönen Momente aufzuschreiben, die die Kinder zusammen erlebt haben. Das tat irgendwie gut. x:)

    Ja ich denke, es ist wichtig, das zu dosieren und gut darauf zu achten, dass ihr euch nicht überfordert. Zwischendurch muss auch wieder etwas Schönes und Unbeschwertes für alle kommen. Dann kann man ja wieder weiter machen.

    Die letzten Tage war es relativ ruhig, doch heute kam irgendwie alles wieder hoch. Vor allem bei meiner Tochter. Sie hat heute Abend wieder dolle geweint und auch mein Sohn hat das noch lange nicht verpackt. Zu allem übel ist seine Lehrerin vor kurzem in der Schule zusammen gebrochen und musste vom RTW geholt werden. Seit Freitag wissen wir nun, dass sie im 4. Schuljahr nicht mehr zurück kommen wird. Das macht ihm zusätzlich zu schaffen.


    Bei mir ist es immer noch ein auf und ab. Das zu verarbeiten ist echt schwer. :°(

    Ja es ist schwer und es wird noch lange dauern. Es werden immer wieder Anlässe kommen, bei denen der Tod wieder hoch kommt. Das ist ein schwieriger Prozess. Wenn es zu schwer ist, könntet ihr euch auch Hilfe bei der Familienberatung holen, sie machen oft Trauerkurse.

    Danke für den Tipp. Mal sehen wie es weiter läuft.


    Am Mittwoch nächste Woche habe ich mit meinem Sohn ohnehin einen Termin bei einer Psychologin. Evlt. werde ich es da auch einfach mal ansprechen.

    Tut mir sehr leid :)-


    Wir haben wo kein Sohn 17 Jahre alt war, auch sowas schlimmes erlebt.. Mein Sohn hätte seid seiner frühen Kindheit ein bürsten Kumpel... Ein Abend waren die alle bei einer Party, wo Ja zugegeben ziemlich viel Bier geflossen war.. Mein Sohn kam in der Nacht nach Hause, sein Kumpel und ein anderen Freund ging weiter die Hauptstraße entlang, weil die ein Stück weiter weg wohnen.. Am nächsten Tag wurde mein Sohn angerufen, dass sein bester Kumpel in der Nacht, nur 500 Meter von unser Haus vom ein Kleintransporter überfahren wurde.. Er war sofort tot.. Wie es sich herausstellte, wollte sein Kumpel in der Dunkelheit die Straße überqueren um im Gebüsch zu pinkeln.. Wo er sich wieder umdrehte und wieder auf der andere Straßenseite wollte, wo sein Freund wartete, übersah er ein Kleintransporter, der mit überhöhte Geschwindigkeit auf die Hauptstraße fuhr..


    Es folgte Wochen und Monate wo mein Sohn wie paralysiert war.. Die Trauerfeier war grauenhaft.. Die ganzen Jugendlichen, die Eltern, Lehrer, und ,und,und... Die Kirche war so voll, dass viele draußen die Trauerfeier erleben müssten..


    Wie man weiter kommt, Ja wie bei andere Todesfällen auch.. Man muss sich Zeit lassen zum Trauern, zu weinen und so weiter... Nur die Zeit hilft einen.. Ein Kreuz am Straßenrand erinnert mich jetzt jeden Tag seit Jahren an den besten Freund von meinem Sohn.. Von Anfang an, bin ich ein anderen Weg gefahren, jetzt fahre ich jeden Tag vorbei, erinnert mich an die schöne Zeiten, die mein Sohn mit sein Freund verbracht hat.. Weinen müssen wir nicht mehr.. Es hat aber lange gedauert, bevor die Zeit uns geholfen hat.. Die Zeit kommt aber, wo man merkt dass der Schmerz nachlässt..


    Ich wünsche euch dass ihr ein Weg finden, das ganze zu verarbeiten... :)-

    Heute hatte ich das erste Mal wieder Kontakt mit der Mutter. Sie freut sich sehr, dass ich mich nicht zurück ziehe, aber im Moment ist ihr alles noch zu viel. Ich hab ihr dann geschrieben, dass ich ihr da nicht böse bin und ich mich einfach immer wieder mal melden werde und wenn sie soweit ist, kann sie zusagen.


    Sie hat dann noch geschrieben, dass sich ihre Tochter über das Geburtstagsgeschenk von uns zwei Wochen vor ihrem Tod sehr gefreut hat und es im Urlaub und im KH dabei hatte. Da sind die Tränen gleich wieder gelaufen. :°(


    Aber es ist schön zu wissen, dass es ihr so gefallen hat.

    Ich glaube, dass es viel hilft zu wissen, dass jemand da ist, wenn man jemanden braucht. Viele haben Berührungsängste und trauen sich nicht. Sie ziehen sich dann zurück, was in so einem Fall natürlich schlimm ist.


    Schön das mit dem Geschenk!

    @ SilverPearl

    Ja, es war wirklich sehr traurig und tragisch.


    Heute geht es meinem Sohn gut. Es liegt viele Jahre zurück jetzt.. Ab und zu ist er am Friedhof.


    Ich wünsche euch alles Gute.. Wie gesagt, eigentlich heilt nur die Zeit die Wunden.

    Ich wollte mich mal wieder melden.


    Letzte Woche hatte ich wieder Kontakt mit der Mama. Es ist immer noch sehr schwer. Sie gehen mittlerweile wieder arbeiten, aber ansonsten zieht sie sich noch ziemlich zurück.


    Bei uns ist es ein auf und ab. Mein Sohn spricht nicht mehr viel drüber, aber meine Tochter beschäftigt es noch sehr. Sie kam letzte Woche zwei Mal Abends raus aus dem Bett und hat geweint, weil sie ihre Freundin so vermisst.


    Und gestern Nachmittag bei dem schönen Wetter kam sie zu mir und meinte, sie hat so lust rüber zu gehen und mit ihr zu spielen, aber das geht ja nicht mehr. Dann hat sie gesagt, dass sie sie furchtbar vermisst und hat wieder bitterlich geweint. :°(


    Diese Tage werden weniger, aber es ist nach wie vor schwierig. Mich haben letzte Woche 3 Nächte lang Alpträume von der Kleinen geblagt. Ich konnte dann nicht mehr schlafen und war letzte Woche dementsprechend gerädert. Ich werde heute Abend mal auf den Friedhof gehen und schauen, ob die Urne schon beigesetzt wurde. Ich wollte nicht bei der Mama danach fragen, ich hatte Angst, es würde sie zu sehr verletzen. Und da der Friedhof am Ende unserer Straße ist, werde ich einfach mal nachschauen gehen. Evlt. findet es ein bißchen mehr einen Abschluss, wenn wir noch ein paar Blümchen aufs Grab legen können. :°(

    Hallo SilberPearl, schön etwas zu hören @:) .


    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es für die Eltern sehr schwer ist. Es wird vermutlich Jahre dauern, bis sie mit dem Tod ihrer Tochter besser zurecht kommen. Selbst euch fällt es noch sehr schwer und es war "nur" die Freundin deiner Tochter. Trauer zu verarbeiten dauert lange und sie kommt immer wieder in Wellen, von alleine oder durch einen Anlass. Wichtig ist, dass man sie zulässt, denn nur so kann sie weniger werden. Zum Friedhof zu gehen ist daher eine gute Sache.

    Gestern war ich mit meinem Sohn auf dem Friedhof. Er konnte sich verabschieden und obwohl es sehr traurig war, habe ich das Gefühl, dass es geholfen hat.


    Mein Tochter hingegen schottet sich gerade ab. Sie möchte nicht darüber reden und auch nicht auf den Friedhof. Ich werde sie natürlich auch nicht zwingen, allerdings mache ich mir etwas Sorgen. Denn sie sagt sie möchte nicht dort hin weil sie nicht möchte das ihre Freundin Tod ist. Aber das ändert sich ja nun leider nicht mehr. Heute hat sie das Buch lange angeschaut. Vielleicht braucht es einfach noch etwas Zeit. :°(

    Irgendwie ist heute ein echt schlechter Tag. Ich weiß wirklich nicht wieso, aber ich muss heute extrem viel an die Kleine denken und mir laufen ständig die Tränen. :°(


    Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass meine Tochter morgen bei ihrer anderen besten Freundin zun Geburtstag eingeladen ist und die drei sonst immer zusammen gefeiert haben. Auch meine Tochter spricht seit 2 Tagen wieder sehr viel von ihr und wie sie ihr fehlt. :-(

    Meine Arbeitskollegin hat einen Sohn, dessen Freund mit 9 vor über einem Jahr bei einem Autounfall gestorben ist. Das war alles ziemlich schlimm, aber auch mit schöner Trauerfeier.


    Dieses Jahr haben sie sich an seinem Geburtstag am Grab getroffen (engste Familie und seine Freunde), ihm "Geschenke" gebracht und waren dann zusammen essen. Fand ich sehr schön, ihm weiterhin zu gedenken.


    Vielleicht kannst du mir der Kleinen ein kleines Geschenk kaufen (kleine Windmühle oder so was) und gemeinsam hinbringen. Irgendwann wird sie es realisieren. Es tut mir leid, dass ihr alle so leider, aber das zeigt von viel Größe. Viele schließen schnell ab mit so was, leben ihr Leben, als ob nie was passiert wäre. Die kleine lag euch am Herzen und so schnell vergisst man sie dann auch nicht. Ich kann dir leider auch nichts sagen, was es euch leichter macht. :-(


    Ich wünsche euch weiterhin viel Kraft. :)*

    Danke, das ist sehr lieb von Dir.


    Aber ich habe mich evlt. falsch ausgedrückt. Nicht die verstorbene Freundin hat Geburtstag, sondern die dritte im Bunde.


    Das wird nächstes Jahr bestimmt auch nochmal heftig.


    Meine Tochter und ihre Freundin waren nur 9 Tage auseinander. Wir werden sicherlich an ihrem Geburtstag auch was auf den Friedhof bringen. Das weiß ich schon jetzt.


    Einfach so weiter machen als wäre nichts passiert könnte ich nicht. Dazu ist der Verlust zu groß und zu hart. Manchmal frag ich mich, ob ich überhaupt das Recht habe so traurig zu sein. Sie war keine Verwandte von uns oder gar das eigene Kind. Aber dann denke ich wieder, sie hat zu unsere Leben gehört. Sie war so oft hier. Weshalb sollte ich nicht trauern dürfen, wenn ich nunmal so empfinde. Ich denke es ist einfach auch deshalb so hart, weil ich es einfach so unfair finde. Sie war ja schließlich erst 7. Sie war noch nicht mal in der Schule.


    Es gibt so viele schöne Dinge, die sie noch hätte erleben sollen. Das ist einfach furchtbar ungerecht. :°(

    Ich hab das schon verstanden mit dem Geburtstag. Meine Geschichte bezog sich darauf, dass selbst nach einem Jahr immer noch alle an das Kind denken und dies ein schönes Ritual ist.


    Wenn mein Nachbarkind sterben würde, wären wir auch alle fix und fertig. Ich kenne sie seit sie 2 war, unsere Kinder sind zusammen aufgewachsen, haben oft beieinander übernachtet, sie ist oft hier oder meiner da, wir waren zusammen im Urlaub, jetzt kommen sie in eine Klasse. Wenn man so viel miteinander erlebt, die Kinder gleich alt sind und sich gut verstehen, hängt man sehr an dem anderen Kind.


    Kann ich sehr gut verstehen. Und ja, es ist richtig ungerecht. >:(

    Ihr habt mein vollstes mitgefühl!!


    Eure situationen wünscht man garkein!


    Vorallen das Kinder evtl. Damit nicht umgehen können ist schlimm!!!!!!!!


    Bei mir starb mein Vater als ich 11 war, er war die


    Säule der Familie.


    Die aufgaben der Eltern wurden ab da nicht mehr da.


    D.h. Unsere mutter konnte uns nie in denn Arm nehmen!


    Aber ich will hier nicht über mich schreiben!!


    Meine frage ist nur ob nicht evtl. Die trauernden


    Kinder die Eltern trösten könnten und andersrum?


    Klingt vielleicht komisch, aber vielleicht silberperles Kinder trotzden rüber gehen und dort spielen!?


    Vielleicht bringt es was?


    Vielleicht kann muss die Mutter auch mal die Freundin


    in den arm nehmen!


    Ich weiss ja nicht ob die kleine der Mutter sagen kann das sie ihre Tochter auch vermisst und sich gegeseitig trösten?


    Aber das lehre Kinderzimmer ist auch schrecklich anzusehen wenn da niemand spielt!


    Ganz lieben Gruss!! :)-