@ diddle06

    ich kann das gut verstehen das mit dem geburtstag das sie da beerdigt worden ist und es für dich nicht so schlimm ist, sondern eingentlich ganz schön ist. ich kann es nur schwer erklären warum, aber ich versteh dich.denn es ist irgendwie ein "schönes" datum für euch.


    ich kann es alles noch nicht richtig glauben. es ist als wär ich in einen alptraum. manchmal schäm ich mich weil ich irgendwie gar nicht trauern kann. meine therapeutin meint das ich eine mauer aufgebaut hab, da ich sie noch nicht gehen lassen will da unsere bindung zu stark ist. es dauert noch bis ich es wirklich begreif. ich kann nicht mal zum friedhof gehen. ich weiß das das schlimm ist und ich schäm mich auch deswegen, aber ich kann es einfach nicht.

    @Lunahilflos

    Zitat

    ich kann es alles noch nicht richtig glauben. es ist als wär ich in einen alptraum. manchmal schäm ich mich weil ich irgendwie gar nicht trauern kann. meine therapeutin meint das ich eine mauer aufgebaut hab, da ich sie noch nicht gehen lassen will da unsere bindung zu stark ist. es dauert noch bis ich es wirklich begreif. ich kann nicht mal zum friedhof gehen. ich weiß das das schlimm ist und ich schäm mich auch deswegen, aber ich kann es einfach nicht.

    Du hast scheinbar eine genauso/ähnlich starke Bindung gehabt, wie ich zu meiner Mutter. Deshalb verstehe ich auch nur zu gut, wenn Du von diesem "nicht wirklich glauben können" schreibst. Man glaubt, es ist alles ein Alptraum und jeden Moment muss man daraus doch wieder erwachen, nur man tut es nicht, sondern ist gezwungen, sich durch jeden einzelnen verdammten Tag irgendwie hindurchzuwinden. Das geht mal besser, mal schlechter und zwischendurch weiß man natürlich trotz allem ganz genau, was wirklich "los" ist, aber das loslassen fällt so schwer.


    Dafür, dass Du es - noch - nicht schaffst, zum Friedhof zu gehen, brauchst Du Dich wirklich nicht zu schämen und ich denke auch, dass Dir das sonst niemand übel nehmen wird! Aber es wird auch bestimmt für Dich der Tag kommen, wo Du es schaffst, den Weg dorthin auf Dich zu nehmen und vielleicht geht es Dir da ähnlich wie mir: Ich habe mich zunächst davor auch wahnsinnig gefürchtet, aber ehrlich gesagt, bin ich froh, dass es diesen Ort gibt, wo ich hingehen und irgendwie "persönlichen Kontakt" mit ihr aufnehmen kann. So nah fühle ich mich ihr sonst nirgendwo! Letzten Sonntag war ihr Geburtstag und ich habe sehr, sehr lange dort gestanden und geweint; klar, am liebsten wäre ich auch weggelaufen, aber innerlich habe ich trotz all des Schmerzes gemerkt, wie sehr ich diese Nähe am Grab brauche. So weiß ich zwar einerseits, sie ist weg, aber irgendwie doch da und ich kann dorthin gehen, wann immer ich es mag oder brauche. Vielleicht solltest Du es auch mal versuchen, es so zu betrachten? Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du die Kraft dazu findest!

    danke das ist lieb von dir das du mich verstehst!!! ich weiß das ich irgendwann dort hingehen muß, denn ich brauche denn ort genauso wie du. bei meinen dad war es am anfang auch so, es hat gedauert bis ich hingehen konnte. zwar nicht so lange aber es hat auch gedauert. und ich bin froh darüber das ich dort hingehen kann und mit ihm reden kann, denn wie du fühl ich mich auch dort sehr nahe mit ihm. aber jetzt kann ich es noch nicht. sie liegen ja in einen familiengrab. aber irgendwann wird der tag kommen an dem ich mich der aufgabe stellen muß. weißt du es macht es dann so wirklich für mich wenn ich vor ihren grab stehen würde, und das ist es was mir so angst macht. sie fehlt mir so. ich halte den schmerz kaum aus,deswegen versuch ich es auch so oft und gut es geht zu verdrängen. ich weiß das es falsch ist.aber es ist mir momentan einfach zu viel. jetzt wo ich krebs hab und mich eh so schwach und müde fühle, schaff ich das nicht momentan.meine ganze kraft geb ich meiner kleinen tochter,denn oft kann ich nicht so wie ich will weil mir die kraft fehlt.


    und ich bräuchte meine mum jetzt so sehr. jemand der mir einfach nur in den arm nimmt und mir das gefühl gibt das alles wieder gut wird. ich hab keine familie mehr. und das macht mich wahnsinnig und so traurig. ich fühl mich so alleine und einsam

    Liebe Lunahilflos,

    dass Du selbst nun auch noch so schwer erkrankt bist, tut mir aufrichtig leid! Und auch, wenn ich Dich nicht wirklich kenne und Du mich, fühl Dich dennoch mal von mir in den Arm genommen :°_ und ganz fest gedrückt :°_


    Das, was Du da alles zur Zeit durchmachen musst, ist ja wirklich sehr schwer. Und dass Dir gerade jetzt noch besonders Deine Mutter fehlt, ist nur zu verständlich! Aber denk trotz allem daran, dass sie auch jetzt ganz bestimmt bei Dir ist und Dich durch diese schwere Zeit begleitet und auf Dich aufpasst. Ich weiß, dass es bei meiner Mama auch so ist. Sie ist immer bei mir, ich "fühle" sie auch oft und besonders dann, wenn ich sie am meisten brauche. Ich weiß ja nicht, wie es bei Dir ist, aber ich rede auch sehr oft mit ihr, und zwar auch laut und nicht nur so in Gedanken. Das tue ich zwar meistens nur dann, wenn ich alleine bin, aber ich seh mir dann z.B. ihr Foto an und erzähl ihr, was mich gerade belastet. Morgen abend ist sie genau einen Monat tot und es kommt mir jetzt schon vor, wie eine Ewigkeit. Um meinen Schmerz irgendwie zu verarbeiten, habe ich am PC ein kleines Musikvideo mit ganz vielen Fotos von ihr erstellt - die Musik dazu ist zwar traurig, aber alles zusammen gesehen ist sehr schön geworden. Versuche doch so etwas vielleicht auch mal. Mir hilft es wirklich sehr, auch wenn es anfangs besonders schmerzt, offen mit dem Schmerz und Verlust umzugehen, so hat es mich trotzdem auch abgelenkt.


    Und wegen Deiner Erkrankung wünsche ich Dir natürlich gute Besserung und dass Du ganz schnelll wieder gesund wirst. Lass Dich davon nicht unterkriegen und vertraue darauf, dass unsere Mütter ganz besonders über uns wachen @:)

    danke das ist lieb von dir!!


    mir geht es genaus so wie dir. ich fühle meine mum auch. ich rede auch regelmäßig mit ihr und meinen dad. denn ich glaube ganz fest daran das sie bei mir sind und auf mich aufpassen!!! viele halten mich deswegen für verrückt, aber ich glaube das mit dem tod nicht alles vorbei ist. ich bin mir sicher das meine mum oft da ist, gerade wenn ich sie brauche. manchmal denk ich auch das sie mir antwortet. ich weiß das klingt verrückt. aber ich fühle einfach diese bindung zwischen ihr und mir noch. aber sie kann mich nicht mehr in den arm nehmen:°_


    das was du gemacht hast mit dem computer finde ich super. ich kann so was leider nicht. sonst würde ich das auch machen. das ist echt was besonderes


    ich kann mir leider nur immer ihre fotos ansehen. und in erinnerungen schwelgen.

    @ noranora

    weißt du nora meine mum ist auch gestorben. am 11.11.2008 waren es genau 8 jahre. natürlich denke ich noch an sie aber ich habe losgelassen. mit den jahren überwindet man einfach dinge und man findet sich mit ihnen ab. man versteht auch eine menge, vorallem versteht man dass es nichts bringt jahrelang zu weinen, weil wir sie am ende alle wiedersehen. bei dir ist das natürlich alles noch recht frisch aber ich wieß, dass du deine mutter irgendwann loslassen wirst was nicht heißt dass sie nicht mehr in deinem herzen ist. meine mutter wird immer in meinem herzen sein, aber es ist nicht gut sich da so reinzusteigern. gott hat sie zu sich geholt und dann hat das auch alles einen sinn. überleg mal lieber für dich was sich alles in deinem leben geändert hat seit deine mama von dir gegangen ist, und was sich vllt positiv verändert hat. du wirst sehen, dass sich durch den tod deiner mutter für dich viele neue wege und richtugen ergeben haben. denke positiv :)

    Hi,


    Weihnachten steht quasi vor der Tür, das erste Weihnachtsfest ohne meine Mama.


    Ich steh das alles nicht mehr durch.


    Mein Mann verlangt von mir das ich endlich wieder "normal" werde.


    Was ist normal?


    Normal wäre ich, wenn Sie nicht am 01.08. verstorben wär.


    Nichts ist "normal"


    Am Liebsten wäre ich jetzt auch Tot und bei Ihr.


    Mein Gott ich werde nächstes Jahr 40 und habe das Gefühl, das mein Leben völlig aus den Fugen gerät.


    Wenn ich nicht so verdammt Feige wäre, und meine Kids nicht hätte,


    dann wäre ich schon bei ihr.


    Ich vermisse Sie so sehr...

    Hallo :)-

    Bald ist der 21.11 der Geburtstag meiner Mutter... und das nicht genug meiner ist am 23.11...... es fehlt was..... meine Mama:)-


    als ich 39 wurde und sie war kurz bei mir, fielen ihr die Tränen über ihr Herz:)- sie wusste das sie auf meinen nächsten Geburtstag, auf meinen 40. nicht mehr dabei sei.


    Mein 40. Geburtstag kam. Jedoch habe ich ihn ignoriert. wieder werde ich ein Jahr älter, aber mein Geburtstag existiert nicht mehr, genau so wie ihrer.


    Versteht ihr, wir haben die Geburtstage immer zusammen gefeiert... es fehlt das Gegenstück!!!


    Es fehlt das lachen, die Absprache feiern wir bei dir oder wieder bei mir!


    Es fehlt eben die Freude, weil das Gegenstück der Freude fehlt.


    Ich mag nie mehr wieder feiern!!!!

    meine mama ist auch gestorben


    am 2.11 1960


    am 6.10.2008 gestorben


    am 2.11. geburtstag


    am 7.11 die beerdigung


    es kam alles so plötzlich...ich lebte nichtmehr bei ihr , da ich 2 jahre zuvor zu meinen ater gezogen bin...sie war so alleine...sie hatte leberkrebs...sie war alkoholikerin...sie war schon in 2 therapien....nichts hat geholfen , sie hat immer wieder abgebrochen , sie hat sich immer gesagt , sie wird es alleine schaffen...aber or 4 jahren ist sie schon einmal fast gestorben... , doch sie hat ihre sucht nicht in dem griff bekommen.an dem tag...als sie starb...war ein freund bei ihr , es wahr so gegen 20 uhr.ihr ging es nicht gut , sie spuckte blut . ihr freund fragte , ob er einen notarzt holen sollte.sie lehnte ab , weil sie wollte nie zu einem arzt gehen.


    gegen 22 uhr ging er dann , als sie ganz ruhig einschlief. am nächsten tag gegen um 8 frühs , kam er wieder.sie lag ganz ruhig im bett. er wollte sie wecken . sie reagierte nicht. er merkte das sie nichtmehr atmet.er rief einen krankenwagen an und verständigte die polizei.aber sie war schon seit stunden tot , sie war praktisch schon tot als sie einschlief.sie lag da , mit einem lächeln im gesicht , als wäre sie schon im paradies.sie hatte also keine schmerzen.


    sie wusste das sie krbs hatte , hatte mir es aber nie gesagt.wochen zuvor , hatte sie mir schon sms´sen geschrieben , wo drin stand:ihr könnte niemand mehr helfen , es ist schon zu spät.ich wusste nicht was sie meinte , da ich erst 12 bin.


    doch , sie war allein , für wen sollte sie noch kämpfen.:)-:)-:)-

    Losing You




    (Part I - The Dying)


    I held your hand so moist and cold


    When I sat beside your bed


    I was so young and felt so old


    So much remained unsaid




    I cried for a last look from your eye


    I cried for a last loving word


    I cried for a chance to say goodbye


    But my cries fell silent, unheard




    (Part II - The Funeral)


    They maundered about a God that I don't pray


    But none of them knew your heart


    I had no voice, no word to say


    I was torn apart




    I did not shed a tear, I could not cry


    As I stood beside your tomb


    Why did my eyes stay so dry?


    My heart was filled with gloom




    On your coffin fell a shovel full of sand


    Oh what a dreadful sound


    It was final, it was the end


    As they buried you in the ground




    (Part III - Mourning Years)


    I stood on the street and stared to the door


    Not able to enter, not able to leave


    This house wasn't a home anymore


    I was surrounded with grief




    I had family, I had friends


    But no one could ease my pain


    I could never reach their hands


    I was alone in the rain




    I miss you every single day


    Even though the years gone by


    So much too young you passed away


    And still I'm asking why




    (Part IV - Acceptance)


    I don't feel guilty anymore


    It is no more so hard to bear


    It's not so hard as years before


    Of that I am aware




    But the pain will always stay somehow


    Hidden behind my feelings inside


    It became a part of me right now


    I will no longer fight




    Hab den Song für meine Mama geschrieben. Sie ist 1994 total unerwartet von uns gegangen... und erst jetzt kann ich alles so richtig aufarbeiten... Sie fehlt mir immer noch so sehr... :°(

    Meine Mom ist am 21.01. vor 12 Jahren gestorben.


    Wir hatten meine ganze Kindheit und Jugend ein schlechtes Verhältnis und zu meinem 18. Geburtstag habe ich den Kontakt abgebrochen - für fast 3 Jahre


    Mein Gott, ich bin so froh, dass ich die Kraft hatte ihr zu verzeihen. Wir haben das Vergangene nie im gespräch geklärt, aber wir liebten uns sooo sehr und konnten uns das sogar sagen - uns liebevoll in den Armen liegen. Sie war so schlimm krank - sie ist so schlimm bestraft worden.


    Ich bin so froh, dass es so kam. Aber die Zeit mit ihr war so kurz und heute würde ich alles hergeben um noch einen Tag mit ihr verleben zu dürfen.


    Ich liebe Sie - für immer!