:-o >:( :(v Als wäre das die Absicht ihrer Mutter gewesen!Hat sie nicht schon genug mit ihren Selbstvorwürfen und ihrer Trauer zu tun?Die ganze Familie?


    Ganz viel Kraft für alle Beteiligten :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*


    Für Samira :)- :)- :)- :)- :)-


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie so etwas gewollt hätte :|N

    Für Samira :)- :)- :)- tut mir so leid für die Kleine :°( Muss echt schlimm sein für die Mutter.


    Aber ich verstehe auch nicht, wieso man Strom nicht bezahlt sich dann über Konsequenzen wundert und dann selber rumbastelt...


    :)* :)* :)*

    @ engi62

    ich hab den Bericht gelesen heut mittag in der Zeitung, ich komm aus der Gegend: Es ist ein Unfallbericht! Nix anderes! Es war war Unfall und die Staatsanwaltschaft ermittelt, wie in jedem anderen Fall auch! Tragisch, aber wäre zu vermeiden gewesen!


    Ich war auch geschieden mit 3 Kindern und ohne Unterhalt, aber das Geld für Miete, Strom und Nebenkosten waren das A und O! Und wenn du auch aus der Gegend kommst:Es gibt Hilfe bei Caritas, Diakonie usw: Ich sag nur Spendenaktion HZ, da wurde mir auch schon geholfen!


    Ich zünd eine Kerze an für Samira :)-

    Ich muss mich auch mal unbeliebt machen.


    @engi ihr wurden alle Möglichkeiten genommen an Strom zu kommen? sie hätte doch einfach nur ihre Stromrechnungen bezahlen müssen, so wie alle ihre Rechnungen bezahlen müssen und die Meisten auch hinbekommen, also so funktioniert das eben im kapitalismus, das weiß doch jeder.


    ich muss da ruth leider zustimmen und ich habe vor allem Mitleid mit dem armen Mädchen, was gestorben ist, weil ihre Mutter nicht den Strom bezahlt hat. Mit der Mutter habe ich nur bedingt Mitleid, da sie sehr fahrlässig gehandelt hat und man eigentlich auch weiß,d as man bei technischem Kram nicht rumspielen sollte. Würde mich auch nicht wundern,w enn sie wegen farhlässiger Tötung verurteilt wird, da man ihr das kausal zurechnen kann, die Frage ist ob es fern jeglicher Lebenserfahrung ist, das man wegen so nem Gerät ersticken kann.

    Ich glaube dass die arme Mutter für ihr Leben auf immer bestraft ist, und sich bestimmt genug Selbstvorwürfe macht, da braucht's keinen Staatsanwalt und auch keine Schuldzuweisungen von ausserhalb.


    Mein Herz brennt vor Mitleid mit dem jungen Mädchen, und mein ganzes Mitgefühl gilt ihrer Mama.


    :)- Herzliches Beileid engi 62 :°_

    Tragischer Fall wirft Fragen auf


    Von Carsten Friese und Sara Furtwängler


    Tragischer Fall wirft Fragen auf


    Strom abgestellt? Bei 0,1 Prozent der Zeag-Kunden ist dies der Fall.Foto: dpa


    Heilbronn - Der Bericht über den tragischen Tod einer 18-Jährigen, die im eigenen Haus an einer Kohlenmonoxidvergiftung starb, hat den Heilbronner Stephan Appel tief bewegt. "Darf es sein, dass ein Stromversorger einfach den Strom abstellt und die Menschen in ihrer misslichen Situation alleine lässt?", fragt er. Die alleinerziehende Mutter hatte mehrere Stromrechnungen nicht bezahlt, woraufhin die Zeag nach schriftlicher Androhung den Strom abstellte. Offenbar aus Verzweiflung stellte die 43-jährige Heilbronnerin wie berichtet ein kraftstoffbetriebenes Notstromaggregat im Keller auf und führte ein provisorisches Abluftrohr zu einem kleinen Kellerfenster der alten, sanierungsbedürftigen Haushälfte in Böckingen. Die giftigen Abgase drangen dennoch in die Wohnung. Die 18-Jährige starb im Schlaf, die Mutter und eine 15-jährige Tochter, die in anderen Zimmern schliefen, überlebten.


    Ratenlösung


    Gibt es in so einer Notlage keine Alternativen? "Wir können nur empfehlen, dass sich Menschen in so einem Fall an Wohlfahrtsverbände wie die Caritas, Diakonie oder Aufbaugilde wenden", sagt Aufbaugilde-Chef Hannes Finkbeiner. Dann könne man Kontakt mit dem Energieversorger aufnehmen. In vielen Fällen habe man schon Ratenzahlungen erreicht. Finkbeiner ist "auf jeden Fall" dafür, dass Stromanbieter wie die Zeag moderne Stromzähler gegen Vorkasse anbieten. In anderen europäischen Ländern gebe es zudem Modelle mit Niederstromangeboten. "Damit eine Notbeleuchtung funktioniert und man wenigstens Wasser warm machen kann."


    Bewegt


    "Ein Abschalten des Stroms kommt nicht über Nacht", stellt Diakonie-Geschäftsführer Karl Friedrich Bretz fest. Es gebe Möglichkeiten zu helfen, und die Zeag habe sich in den vergangenen zwei Jahren "sehr bewegt", wenn es um Ratenzahlungen für Stromschuldner gehe, die in der Beratung sind. Stromzähler mit Vorkasse hält er für sehr sinnvoll. Weil ein Schuldenberg "gar nicht mehr zustande kommt". Zudem regt er eine Stromschuldnerberatung an − auf Betreiben der Zeag. Die Mietschuldnerberatung der Stadtsiedlung zieht er als positives Vorbild heran.


    Laut Gesetz darf ein Energieversorger einem säumigen Kunden den Strom abstellen, wenn er dies einen Monat vorher angekündigt hat. Bei der Zeag erhält der Kunde zwei Mahnungen, bevor es dazu kommt: Die erste 14 Tage nach Fälligkeit der Rechnung, die zweite weitere 14 Tage später. Vier Wochen nach der zweiten Mahnung wird der Strom gesperrt. "Das ist der Verlauf, wenn der Kunde auf keines der Schreiben reagiert", erklärt Zeag-Sprecherin Rebecca Kuhn. Derzeit sei bei weniger als 0,1 Prozent der Zeagkunden (rund 75) der Strom abgestellt. "Der Großteil dieser Kunden hat sich nicht bei uns gemeldet." Wenn jemand Kontakt aufnimmt, versuche man eine Lösung zu finden. Zum Beispiel Ratenzahlung. Gesprächsbereit sei man immer, auch in dem aktuellen Fall. Kuhn: "Hierzu muss der Kunde auf uns zukommen."


    Neues System


    Um auch Kunden Strom anbieten zu können, bei denen man die Versorgung wegen Zahlungsrückständen unterbrochen hat, führte die Zeag in den 70er Jahren Münzstromautomaten ein. Da manche Kunden die Geräte aufbrachen, um an das Geld zu kommen, "wurden die Zähler nach und nach einbehalten", berichtet Kuhn. Derzeit testet die Zeag eine neue Generation, die mit einem Vorkasse-System per Code funktioniert.


    Nach Stimme-Informationen hatte die 43-jährige Mutter etwas mehr als 2000 Euro Stromschulden. Das Notstromaggregat hatte sie offenbar neu angeschafft.


    Hintergrund: Strom gegen Vorkasse


    Der Karlsruher Energieversorger EnBW, der Mannheimer Energieversorger MVV und die Stadtwerke Pforzheim setzen keine besonderen Stromzähler für Vorkassezahlungen ein. Die Fair Energie in Reutlingen dagegen hat seit dem Jahr 2000 Vorkassenzähler mit einem aufladbaren Chip im Angebot. "Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht", sagt ein Sprecher. Dies klappe auch bei Kunden, "die sonst nicht so gut mit Geld umgehen können". Rund 500 Zähler seien im Einsatz. fur/cf