Da bin ich wieder, entschuldigte Che, das ich kein Lebenszeichen von mir gegeben habe.


    Heute bin ich nur am weinen, warum weiß ich nicht oder vielleicht doch....ich habe eigentlich fast alles um glücklich sein zu können, Kind, Mann, Haus, neues Auto und arbeiten gehen(n) muss/ darf ich gerade auch nicht. Nur, warum bin ich dann nicht einfach mal glücklich?


    Ich hab mich extrem verändert oder vielleicht auch verändern lassen. Meine Kraft geht Richtung null und ich sehe in allem keinen Sinn. Ich hab mich zurück gezogen, kaum Freunde und Familie fühlt sich auch anders an. Jeden Tag nehme ich mir vor alles locker zu sehen und aus dem arsch zu kommen. Keine schlechte Laune zu haben. Extremer freiheitsdrang und doch die Suche nach Geborgenheit.


    Nächste Woche ist der 19. Todestag meiner Mutter, über die Hälfte meines Lebens ist sie schon nicht mehr da, ich vermisse sie noch immer so unsagbar doll, der schmerz bestimmt mein Leben.


    Ich weine und heule und schluchze, möchte mich betäuben, jeden Tag.


    Ich könnte noch wahnsinnig viel weiter schreiben, nur würde ich dann kein Ende finden. Danke an das Forum und den ganzen lieben Menschen dahinter!


    Nita

    Ich habe in meinem Leben vielleicht schon zu oft Menschen, die mir helfen wollten, vor den Kopf gestossen. Ich schreie so laut und auch wenn ich vieleicht gehört werde, lasse ich es nicht zu. Nur ist für mich die aktueĺle Frage was ich am Wochenende beim grillen essen möchte mehr als belastend und völlig egal. Ich bin wieder verheiratet,trage einen Namen der nicht meiner ist. Als wäre es eine andere Person. Ich möchte weg von allem, von jeglicher Verantwortung. Meine Tochter hat einfach jemand besseres,anderes verdient. Ich schreie,stumm, jeden Tag, halte diese Wut in mir nur schwer aus, zerbreche. Möchte doch eigentlich nur lachen können und lieben.

    ....das schlimmste ist, ich kann nicht mehr schreiben. Meine Gedanken lassen sich nicht mehr sortieren. Gedichte zu formulieren ist unmöglich. Es ist als wäre meine Stimme weg. Ich versuche es, oft, immer wieder. Ich bin verstummt, irgendwie. Leider. Es kommt nur noch solch wirres zeug zustande, welches auch nicht interessiert. Ich existiere nicht mehr. Atme nur noch.

    Oma


    Meine Tochter sagt immer wieder das sie ihre Oma vermisst. Sie ist traurig, dass sie ihre Oma nie kennen gelernt hat.


    Manchmal ist es nicht einfach immer wieder die Frage zu beantworten, warum die Oma nicht mehr da ist. Es macht mich oft sehr sehr traurig. Ich rede eigentlich nicht darüber und doch war es mir immer wichtig, das meine Tochter weiß, das es da noch einen Engel gibt der auf sie aufpasst.


    Sie spürt wie sehr sie mir fehlt. Traurig.


    Dieses Jahr ist es bereits 22 Jahre her wo meine Mama mich verlassen hat. Und auch nach dieser Zeit sitze ich weinend hier. Sie fehlt mir einfach jeden Tag, immer noch. Das Verhältnis zu meiner Schwiegermutter macht es wohl auch nicht einfacher. Bedingungslose Liebe können wohl nur ein/zwei Menschen in unserem Leben zu uns haben.


    Meine Mutter ist 44 geworden, dieser Zahl näher ich mich immer mehr an und ich bin schon jetzt über jedes weitere Jahr dankbar welches ich mit meiner Tochter verbringen kann. Erst seit dem ich selbst Mutter bin kann ich erahnen wie es meiner Mutter mit ihrer Diagnose gegangen sein muss 😢 .


    Ich habe Angst zum Arzt zu gehen. Angst das sie etwas finden. Es gab eine Zeit da hätte ich nicht gekämpft und auch jetzt wünschte ich mir oft ich wäre stärker und disziplinierter.


    Wird der Schmerz weniger? Nein !!! Er wird anders, in jeder Lebenslage anders, in jedem Lebensabschnitt präsent, mal extrem spürbar und mal als Hintergrundmusik.


    02/18