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    LEBEN

    Mama,


    wie lang ist es jetzt her,


    wo ich Dich das letze mal in den Arm nahm?


    Vor 11 Jahren warst Du schon weg,


    weg von mir,


    weg vom LEBEN.


    Du hast gekämpft, doch ich bin auch sauer,


    sauer, weil Du mich alleine gelassen hast.


    Weil ich wegen Dir jetzt so bin, wie ich bin.


    Ich möchte mein Leben nicht mehr von Dir bestimmen lassen,


    ich möchte los lassen können,


    ich möchte endlich LEBEN können.


    Warum kannst Du mich nicht mein Leben leben lassen?


    Warum musst Du mich in jedem handeln und tun begleiten?


    Warum kannst Du mich nicht ICH sein lassen?


    Warum muss der SCHMERZ noch so groß sein?


    Ich möchte Dich lieben, ich möchte Dich nicht vergessen, doch bitte laß mich doch gehen!!!


    Laß mich doch endlich Leben!!!


    Ich halte diesen Schmerz nicht mehr aus. Ich kann nicht glücklich sein, nicht ohne Dich. Warum muss ich gerade Dein Leben weiterleben, warum muss ich genau die gleichen Fehler mache wie Du sie getan hast?


    Mama, hör doch: Ich bin ICH, nicht Du!


    :°(

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    Ich hab mal vor längerer Zeit ein Gedicht geschrieben, als meine Oma ein Jahr lang tod war. Es gilt aber eigentlich für jeden, der bisher gestorben ist, den ich gemocht habe, inklusive Hund.


    Ist nicht sonderlich originell, aber darauf kommts ja auch weniger an. Muss immer wieder anfangen zu weinen, während ichs les, aber am Schluss bleibt dann doch immer wieder ein kleines lächeln.


    Die Zeit heilt alle Wunden.


    Das wäre zu schön


    Doch der Spruch stimmt nicht!


    Ich hab deinen Tod noch immer nicht überwunden


    Lange ists nun schon her


    dass du von uns gegangen bist


    Warum hast du mich allein gelassen?!


    mein Herz das wiegt so schwer


    Ich kann dich einfach nicht vergessen


    und will es auch nicht,


    auch wenn ich Traurig bin.


    Die vielen schönen Tage und Stunden mit dir


    gehn mir einfach nicht aus dem Sinn.

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    Die BRAUT!!! Warum hat niemand NEIN geschrien?

    Es war ein Tag im März 2006.


    Es war kalt.


    Alle waren da. Nur die Mutter der Braut fehlte.


    Jeder wollte das glückliche Paar sehen.


    Jeder bewunderte das schöne Kleid der Braut.


    Wie es sich gehört, die Beste Freundin war Trauzeugin.


    Sie stand nicht hinter diesem Ereignis, doch sagte nicht viel dagegen.


    Die Braut hatte bedenken, schon sehr oft und lange, doch wagte den Schritt.


    Durch den Verlust der Mutter hat die Braut Verlustängste. Sie klammerte sich an allem, wie sie nur konnte.


    Jetzt, 1,5 Jahre später ist die Braut sehr unglücklich,


    weil NIEMAND geschrien hat NEIN, es ist die falsche ENTSCHEIDUNG die du triffst.


    Jetzt hat die Braut eine Ehe, die kaputt ist, immer noch eine fehlende Mutter im Leben und keine Beste Freundin mehr, weil diese nicht weiß damit umzugehen und eine eigene Familie gegründet hat.


    Jetzt ist die Braut alleine. Alleine kämpft Sie gegen die Verlustängste.


    Jetzt kämpf die Braut um ihr Leben, um die Freiheit und um die Hoffnung nicht auch die gleichen Fehler wie die Mutter zu machen und nicht auch an dieser Krankheit zu sterben.


    Gruß


    Die BRAUT

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    Verlorenes Lachen

    Es gab einen bestimmten Moment,


    sicher nur einen kleinen,


    da habe ich es verloren,


    das Lachen, das Glücklich sein verloren.


    Es ist gegangen,


    weit weg,


    weil ich es gehen lassen habe,


    weil ich es nicht halten konnte,


    vor langer, langer Zeit schon.


    Will es zurück,


    ich will endlich wieder lachen und


    glücklich sein.


    Ich möchte endlich wieder auf der


    Sonnenseite des Lebens stehen.


    Ich möchte endlich los lassen,


    Dich los lassen, das Leben lachend


    und glücklich bestreiten.


    Ich möchte Dich nie vergessen,


    aber endlich überwinden,


    den Schmerz überwinden!


    11/2007

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    Alles hat seine Zeit...

    Das Leben hat Höhen und Tiefen.


    Das Leben fragt Dich nicht, wonach DIR gerade ist.


    Das Leben sagt: Alles hat seine Zeit.


    Lachen hat seine Zeit,


    Schmerz hat seine Zeit,


    Liebe hat seine Zeit,


    Sehnsucht hat seine Zeit,


    Allein sein hat seine Zeit.


    Ich frage das Leben: Warum läßt Du mich nicht mal wieder glücklich sein? Warum fügst Du mir jeden Tag aufs Neue Schmerzen zu? Warum kann ich nicht einfach mal wieder lachen?


    Das Leben Antwortet: Weil ALLES seine Zeit hat!


    12/2007

    Ein neues Jahr

    Hallo Ihr Lieben,


    ich wünsche Euch allen ein gutes Jahr 2008. Ich wünsche jedem, dass er halbwegs mit dem Verlust den er erlitten hat das Jahr meistert und das der Schmerz jeden Tag erträglicher wird.


    Eure crazynita

    Ein besonderer Mensch...

    Wir haben uns hier gefunden,


    wir haben uns hier kennen gelernt.


    Von jemand fremden bist Du zu einem ganz besonderen in meinem Leben geworden.


    Innerhalb kürzester Zeit hatten wir Höhen und Tiefen. Unbewusst habe ich Dich oft enttäuscht.


    Erst zu spät habe ich gemerkt, was ich Dir angetan habe und was ich wollte ohne es sagen zu können.


    Zu spät merkte ich, dass ich hätte ehrlich sein müssen, hätte kämpfen müssen. Du wolltest von mir immer nur das ich ICH bin, doch ich konnte es nie sein. Jetzt ist es zu spät, ich habe Dich verloren.


    Frage mich, ob unsere Freundschaft stark genug ist, die Zeit der Entscheidungen zu überstehen.


    Es tut mir leid habe ich schon zu oft gesagt. Bitte verzeih mir wohl eher selten.


    01/2008


    Und wieder schließt sich der Kreis, ich habe einen Menschen verloren, der mir sehr nah war und ist. Wann hört das endlich auf?!


    Der unterschied dieses Mal ist, ich habe es selber verbockt. Ich habe einen besonderen Menschen gehen lassen....


    Zurzeit bin ich dabei, mein Leben zu ändern. Ich möchte mein Leben nicht mehr von dem Tod meiner Mutter beherschen lassen. Dazu versuche ich meinen eigenen Weg zu finden, was sich nicht gerade als einfach herraus stellt. Ich habe mich für einige Zeit meinen Mann verlassen. Dieser versteht die Welt nicht mehr. Doch ich habe schon seit Monaten den innerlichen Drang verspürt zu gehen. Um mich kennen zu lernen, um mein Leben zu leben.


    Jetzt frage ich mich, was ist mein Leben? Wie habe ich es mir vorgestellt? Ich möchte nicht mehr für jede falsche Entscheidung meiner Mutter die Schuld geben, ich möchte endlich meine eigenen Entscheidungen treffen.


    Es tut mir leid, dass ich sicher einigen Menschen im Moment und auch in den letzten Monaten verletzt habe. So undenlich leid, weil das eigentlich auch nicht ich bin!


    nita

    Verrate ich Sie damit?

    Nun sitze ich hier, allein. Eine Menge ist passiert. Ich bin am Samstag vor 1,5 Wochen von zu Hause ausgezogen! Warum?


    Schon sehr lange hatte ich das Gefühl nicht das Leben zu leben, was ich eigentlich führen möchte. Mein Mann war für mich die ganzen Jahre eine Art Muttererstatz, ich wollte das nie, doch so war es. Ich konnte einfach nicht mehr. 4 mal musste ich ihm meine Gründe nennen, bis er es endlich verstanden hat. In den letzten Jahren habe ich es auch verlernt zu reden. Ja, denken tu ich eine ganze Menge, doch diese Gedanken bleiben dann auch bei mir.


    Das Jahr 2007 war wirklich ein scheiß Jahr! Ich habe meine Beste Freundin verloren. 25 Jahre Freundschaft sind ihr anscheinend völlig egal.Mein Bester Freund hat nun eine Freundin und auch kaum Zeit mehr. Ich hatte einen für mich harten Bandscheibenvorfall. Die Ärzte mussten mich auch in diesem Punkt in die Realität zurückholen und ich musste etwas tun. Denn nach 10 Jahren ignorieren reichte es wohl auch mal. Die Beziehung zu meinem Mann wurde immer schlimmer. Wir lebten nur noch nebeneinander her.


    Positiv ist, ich habe wirklich einen besonderen Menschen kennen gelernt und ihn nicht gerade immer nett behandelt. Ich habe einfach mein ignorantes Leben weitergeführt. Erst zu spät habe ich gemerkt, was ich dort für einen Menschen kennen gelernt habe. Jetzt sind wir noch "Freunde", doch wirklich einfach gestaltet sich das nicht, weil ich es einfach nicht akseptieren kann, dass ich es verbockt habe. Und auch alles andere nicht realisiert habe.


    Nun sitze ich hier allein und mache das eigentlich alles, also versuchen mein Leben zu ändern, weil meine Mum nicht mehr da ist. Doch wie schaffe ich es nun, mich nicht mehr von dem Tod meiner Mutter beinflussen zu lassen?! Ich habe das Gefühl, ich würde sie verraten, ich würde sie vergessen.


    Dabei wünschte ich mir doch nichts mehr, als das sie mir sagt was ich jetzt nur machen soll.


    Ich sitze hier und weiß nicht wie es weiter gehen soll, wünsche mir nichts mehr als Geborgenheit, doch ich habe für die Freiheit gekämpft. Wie sieht die Freiheit aus? Party ohne Ende?


    Viele sagen ich hätte die richtige Entscheidung getroffen. Doch sie sitzen nicht in einer für sie fremden Wohnung. Sie sind nicht so allein, wie ich mich fühle.


    Wie geht mein Leben jetzt nur weiter, wie geht es weiter ohne meine Mutter? Oder gebe ich ihr völlig unbegründet Schuld an allem?


    Wie lange habe ich dafür gekämpft und es fühlt sich doch alles so falsch an! Warum?

    Und schon kommt der nächste Abschied....

    heute aufn Mittag rief mich mein Mann aufm Handy an. Er erzählte mir, was ich schon lange vermutet habe das es wieder passiert.


    Er wird von März an wieder 4 Monate nach Uzbekistan/Afghanistan gehen. Auslandeinsatz, von oberster Stelle befohlen.


    Jetzt sitze ich hier und frage mich was das für uns bedeutet. Nicht ganz vor 2 Jahren war es auch so weit. Ok, zu Zeit habe ich mich getrennt. Doch wie geht es weiter? Er möchte von mir vorher eine Antwort haben. Doch ich weiß nicht, ob ich noch mal die 4 Monate überstehe.


    Die letzten haben uns auseiander gebracht und die nächsten werde uns sicher nicht mehr zusammen bringen. Auch dieses Mal wird er wieder ein Testament schreiben.


    Ich weiß nicht mehr was ich fühlen soll. Wir wollten eigentlich zu einer Eheberatung gehen, doch das brauchen wir bei 8 Wochen Wartezeit nun nicht mehr in Angriff nehmen.


    Ich sehe ihn im Moment auch nicht wirklich oft, doch der Gedanke, dass er wieder so weit weg ist und dann wieder so lange, macht mich irgendwie verrückt.


    Ich denke die 4 Monate bedeuten jetzt schon das komplette aus für uns.


    Fühle mich gerade einfach nur allein :-(


    lg nita

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    Sag es nicht....

    Wenn Du sagst Du liebst mich,


    dann meinst Du damit die Person, die Du denkst zu kennen.


    Wenn Du sagst Du liebst mich,


    dann meinst Du damit die Person, die Dir vorgibt perfekt zu sein.


    Wenn Du sagst Du liebst mich,


    dann erkennst Du nicht die Lügen, die, die schon seit Jahren zwischen uns stehen.


    Wenn Du sagst Du liebst mich,


    dann kannst Du nicht mich meinen, weil ich eine andere Person bin, als Du denkst zu lieben.


    Du kannst die Person die ich bin unmöglich lieben, weil ich in echt jemand ganz anderes bin. Weil ich Dich belüge und betrüge.


    Es tut mir unsagbar leid, doch ich bin nicht die Person die Du lieben kannst!


    03/2008