Ich kann's nicht,

    Wie ich vorhin kurz in einem anderen bewegenden Thread angesprochen habe, ist meine Omi im Juni gestorben und ich kann mich einfach nicht damit auseinandersetzen.


    Jetzt gerade, wenn ich es schreibe, weiß ich, dass ich einen Anfang mache, aber im Grunde zwinge ich mich förmlich dazu, weil ich weiß, dass ich es verarbeiten sollte. Aber es tut sooooooooo unendlich weh, dass ich sogar die Gendanken daran wegdrücken kann und einfach nicht daran denken kann. (das habe ich sonst NIE - bei allen anderen Dingen liege ich abends sonst ewig im Bett und grüble)


    Dazu müsst ihr wissen, dass meine Omi schon soetwas wie eine Mutter für mich war, da ich sehr sehr viel mit ihr gemacht habe und sie sich viel um mich kümmerte, weil wir auch zusammen in einem Haus wohnten.


    Seitdem sie tot ist, gehe ich so gut wie nie unten durch "ihren Bereich". Und wenn ich es doch muss, dann denke ich immer, sie sei gerade auf Toilette oder im Bett, so dass ich sie nicht sehen kann.


    Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll; denn immer denke ich, dass sie gleich unten aus der Tür kommt und ich mit ihr sprechen kann.


    Sie lag ihre letzten Tage im Bett, wobei sie sonst doch noch recht vital für 92 Jahre war. Sie hatte einen "schönen" Tod, da sie vorher kein großartiges Leiden hatte und unsere ganze Familie die pränatalen Tage und Nächte rund um die Uhr bei ihr war. Ich habe ihr Stunden die Hand gehalten - immer hielt ihr jemand die Hand oder streichelte sie. Ich war dabei, als sie zu atmen aufhörte - ich wollte sie nicht allein lassen. Es war der schlimmste Moment meines Lebens sie sterben zu sehen - ich liebe sie sooooo sehr!!


    In der Zeit, als sie starb, habe ich mich zurückgenommen in meinen Tränen, weinte also nicht, damit die anderen eine Person zum Anlehnen haben und eine Person, die noch ein paar Dinge regeln kann. Und jetzt kann ich einfach nicht mehr weinen!!


    Ich kann einfach nicht mehr - auch, wenn ich es immer so gut verdrängen kann. Fürs Studium musste ich letztens eine Autobiografie schreiben - das war die Hölle und sie ist, glaube ich, auch sehr oberflächlich geworden, weil ich mich einfach nicht mit diesem Thema auseinandersetzen kann!! Ich weiß nicht, was ich tun soll!! Wenn ich es zulassen würde, würde mich der Schmerz auffressen...


    Außerdem habe ich soooo große Schuldgefühle, weil ich denke, dass ich noch viel mehr, vor ihrem Gehen, bei ihr gewesen sein müsste. Ich hätte mit ihr morgens Baguettes machen sollen, die sie so gerne aß, dann würde sie nun vielleicht noch leben, weil ihr Magen dann womöglich noch länger gehalten hätte. Ich weiß, dass es irrational ist, aber in mir denke ich das. Und das macht mich irre fertig, weil ich denke, dass es ja vielleicht noch eine Chance gewesen wäre!!


    Das Schlimmste ist, dass wir hier unten ihren Hausteil ab Januar umbauen! Das ist so seltsam - dann ist sie komplett weg!!


    Ich kann echt kaum beschreiben, was in mir vorgeht - es tut nur so weh, dass ich will, dass es weggeht.


    Sorry, dass es so lang wurd...


    Was soll ich tun?? Ich kann einfach nicht mehr...


    Liebe Grüße,


    *Lenchen*

  • 15 Antworten

    Oh sorry, hab "pränatal" statt "präFINAL" geschrieben. *schäm*


    Was ich aber auch nicht ertragen kann, sind diese Gedanken, dass ich immer wollte, dass sie später meine Kinder sehen kann, wenn ich welche kriege, weil ich weiß, wie glücklich sie das machen würde und wie schön sie mit ihnen umgegangen wäre...


    Scheiße, ist das ein Mist...

    Viel Kraft!

    Ich möchte Dir ganz einfach nur viel Kraft und Stärke wünschen. Verlust von Menschen die einem sehr nahe standen tut immer unglaublich weh und ist nie einfach.


    Manche Dinge brauchen eben Zeit.


    Bitte achte nur darauf ob es dich nicht zerstört. Wenn doch solltest du evtl. einen Psychologen oder einen Gesprächskreis, etc. zur Hilfe heranziehen. Deine Oma wollte sicher nicht, dass du nun so leidest.


    Also, alles gute für dich.


    Mir kommt da gerade noch so ein Gedanke. Der Spruch: "Das Leben muss weiter gehen" hört sich im ersten Moment so abgenudelt an, doch irgendwie scheint doch was dahinter zu stecken. Oder?

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    Danke, Kraft ist gut.


    Habe nur manchmal das Gefühl, dass ich selber zu viel Kraft von mir verlange und darum manche Dinge nicht zulassen kann...


    Nein, Oma hätte das sicher nicht gewollt, aber ich kann das auch nicht ändern oder weiß nicht, wie. Ich setze mich höchstens damit zusätzlich unter Druck...


    Ja, das Leben muss weiter gehen und es geht auch weiter. In anderen Bereichen habe ich gerade Pläne, die mir Freude bereiten. Aber im Ganzen bin ich TOTAL entkräftet!!! Ich bin dauer - k.o. oder dauer - super - aktiv. Weiß nicht, ob es etwas damit zu tun hat, aber ich fühle mich seit Omas Tod einfach nur entkräftet! Hinzu kommt, dass meine andere Oma an Krebs leidet und das auch viel Kraft kostet. Aber das schaffe ich derzeit nicht so wie ich mir das vorstelle...

    Du trauerst doch! Aus jedem deiner Worte kann ich die Trauer genau heraushören. Du bist vllt. verzweifelt, weil keine Tränen fließen, aber das brauchst du nicht. Auch wird die Trauer dich nicht "auffressen", glaub mir. Setz dich nicht unter Druck. Eines Tages kannst du das alles akzeptieren und bist in der Lage deine Gefühle zuzulassen. Glaub einfach daran, dass deine Oma dich immer und überall sehen kann. Sie wird auch deine Kinder irgendwann einmal sehen können. Lass sie weiterhin an deinem Leben teilhaben. Mir helfen diese Gedanken immer sehr.


    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und alles erdenlich Gute.

    Danke Kiki04

    Heute habe ich mit meiner Dozentin unter anderem auch über dieses Thema gesprochen und sie würde mir empfehlen, mal zu einer Psychologin zu gehen, weil da ziemlich viel mit verbunden ist und ich auch merke, dass ich über die anderen drei Verstorbenen noch nicht ganz hinweg bin und und und...


    Zum Trauern: Hmm, schwierig; denn irgendwie muss ich dir schon zustimmen, dass du Recht hast, dass ich, ich nenn es mal, "traurig" bin; aber ich kann eben noch nicht so trauern, wie ich es normal kann.


    Aber, was wohl bei mir entscheidend ist, ist, dass ich mich noch nicht wirklich von Omi verabschiedet habe oder das noch nicht wollte/will... (Obwohl ich die ganze Zeit bei ihr war und obwohl ich sah wie sie starb und obwohl ich sie noch berührte und ihr einen Kuss gab...)


    Hmmm, ich weiß auch nicht. Vor allem, weil ich nicht weiß, mit wem ich reden soll...

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    ich glaube, du weißt schon, wie das alles funktioniert :-) Ich verstehe auch, dass du dich innerlich verschließt. Du magst dir den Schmerz einfach nicht antun.... Wer mag das schon?! Aber der Schmerz wird dir helfen.... es wird eine schmerzfreie Zeit folgen!!! Und dann kommt der Schmerz wieder und geht und kommt und geht.....Ich weiß, wie das ist. Nimm dir einen Abend Zeit und schau dir Bilder an, schreibe Gedanken oder Erlebnisse über deine Oma auf. Rede mit ihr, zünde Kerzen an.... alles ist besser, als verdrängen. Deine Oma wird dich dabei sehen! Tu dir das auf Dauer bitte nicht an.... lebe mit ihr weiter, ok? Wenn du reden magst, schicke ne PN, bin immer da!

    Stimmt, du hast Recht. Ich habe es letztens in dem Gespräch mit meiner Dozentin gemerkt, dass ich es könnte. Mein Problem ist nur: mit wem? Ich brauche jemanden, der mich dann auch in den Arm nimmt. Dann würde ich es vielleicht auch schaffen, von meiner Fassung loszulassen, aber es geht mit keinem, den ich kenne... Oder ich bin einfach zu anspruchsvoll... Naja.


    Ja, diese Abschiedrituale sind mir auch schon empfohlen worden, doch kann ich mich damit leider noch nicht so recht anfreunden... Ich bin ein Mensch, der gerne gläubiger wäre, aber manche Dinge kann ich mir leider einfach nicht vorstellen, auch wenn ich es gerne würde :-( Von daher fällt es mir schwer, daran zu glauben, dass sie mich sehen kann. Auch, wenn ich hoffe, dass es einen Gott gibt.


    Mit ihr weiter leben tue ich, da ich sie ja wirklich in mir trage und sie mir viel gelehrt hat, was ich weitergeben kann. In dieser Sache denke ich schon, dass sie weiterlebt!!


    Liebe Grüße


    und Danke Kiki04,


    *Lenchen*

    @Lenchen

    Hallo Lenchen,


    > Ich bin ein Mensch, der gerne gläubiger wäre, aber manche


    > Dinge kann ich mir leider einfach nicht vorstellen, auch wenn


    > ich es gerne würde Von daher fällt es mir schwer, daran zu


    > glauben, dass sie mich sehen kann.


    "Lieben heißt loslassen können" sagt man und dieser Spruch hat seine Berechtigung. Das Leben für deine Omi geht weiter - aber dazu mußt du sie loslassen.


    Es ist absolut verständlich, wenn man jemanden behalten will, der gestorben ist, aber das Klammern an den Verstorbenen hilft ihm nicht, sondern hält ihn davon ab, weiter zu gehen. Ich habe an anderer Stelle das Leben mal mit einem Kinobesuch verglichen. Wir sitzen alle im einem Film und ab und zu verläßt einer das Kino, um draußen andere Dinge zu erleben. Wenn wir jemanden festhalten, der gehen möchte, dann ist das so als ob wir dem Gehenden ständig hinterherrufen "Bleib doch noch, ich brauche dich. Geh nicht, sonst geht's mir schlecht.". Der Gehende kann dann nicht gehen, unsere Trauer und Wünsche halten ihn davon ab. Er steht praktisch in der Tür und kann nicht weiter.


    Der bessere Weg wäre dann doch, ihm zu sagen: "Es war toll mit dir und ich danke dir für alles, was wir zusammen erlebt haben. Geh, genieße das Leben da draußen, hab Spaß und laß dich nicht von mir aufhalten. Ich komme irgendwann nach und dann sehen wir uns wieder. Ich liebe dich."


    Ich weiß, daß das nicht einfach ist, deshalb müssen wir durch die Phase der Trauerarbeit hindurch. Wir müssen den Verlust verarbeiten, wir müssen lernen, daß wir den Gehenden nicht aufhalten dürfen, nur weil wir ihn weiter 'besitzen' wollen. Gerade weil wir ihn lieben, müssen wir ihn gehen lassen.


    > Auch, wenn ich hoffe, dass es einen Gott gibt.


    Den gibt es. Du bist ein Teil davon... :-)


    > Mit ihr weiter leben tue ich, da ich sie ja wirklich in mir


    > trage und sie mir viel gelehrt hat, was ich weitergeben kann.


    > In dieser Sache denke ich schon, dass sie weiterlebt!!


    Nicht nur in dieser Sache. Der Tod ist kein Ende, sondern nur ein Übergang - wie die Geburt auch. So gesehen geht es deiner Omi mit Sicherheit gut, sie ist nur nicht mehr hier.

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    @jn

    Zitat

    "Lieben heißt loslassen können"

    Da stimme ich dir zu, allerdings sehe ich selber den "Spruch" hauptsächlich in Verbindung zu der Sterbesituation. In dieser habe ich es ganz deutlich gemerkt; denn erst als alle ihr gesagt hatten, wie gut sie mit Oma auskamen und erst als alle loslassen konnten, konnte meine Omi die Überwindung finden, zu gehen.


    Leider sehe ich dies noch nicht so in der jetzigen Situation :-(


    Aber auch, wenn du schreibst, dass wir einen anderen nicht gehen lassen wollen, nur weil wir ihn weiter "besitzen" wollen, stimme ich dir auch vollkommen zu, auch wenn es leichter gesagt als getan ist.


    Aber ich schaffe es einfach nicht, an das Leben nach dem Tod zu glauben - zumindest nicht ohne Zweifel... Denn ich weiß ja auch nicht, ob ich an kein Leben nach dem Tod glaube. Ich bin mir einfach unsicher und kann an keins von beidem richtig glauben bzw richtig nicht glauben. Aber logischer finde ich leider die biologische Seite, auch wenn ich die theologische Seite lieber mag...

    @ lenchen2

    mein opa ist gestern gestorben. ich habe ihn am donnerstag noch gesehen im kh. es ging ihm besser und er ist auch am freitag entlassen worden. am samstag ging es ihm noch gut. am sonntag morgen hat ihn meine oma tot im bad gefunden. er hatte ihr noch kaffee gemacht und den frühstückstisch gerichtet. ich war gestern dort und hab nur geheult. seit gestern abend verdränge ich alles und kann es nicht glauben. ich kann darüber sprechen als wäre er noch da. ich habe angst,dass ich es nicht in meinen kopf bekomme. am mittwoch ist die trauerfeier,...ich weiß nicht ob ich ihn nochmal sehen möchte um mich von ihm zu verabschieden oder ob ich ihn in erinnerung behalte wie ich ihn kannte.das ganze macht mir angst. bei mir ist noch nie jemand gestorben . ich kann es einfach nicht begreifen und viell. auch akzeptieren:-(


    Klee-Blatt1

    @ Klee-Blatt1

    Das tut mir wirklich leid für dich, auch wenn sich das für einen selber in dem Moment sehr komisch anfühlt, weil man nicht wirklich weiß, wie man das einordnen soll, oder?! Denn man weiß, dass es so ist, aber man fühlt es noch nicht richtig, oder man will es einfach noch nicht fühlen.


    Aber es ist bei dir ja noch relativ frisch, darum setze dich nicht unter Druck, aber mache nicht denselben Fehler, dass du versuchst für andere stark zu sein und dann den eigenen Zeitpunkt, an dem du trauern könntest, unterdrückst. Das tut dann in dem Moment vielleicht sehr weh, aber wenn du es lange verdrängst, dann tut es irgendwann noch mehr weh.


    Ob du nochmal zu deinem Opa gehst oder nicht, ist allein deine Entscheidung!! Mache es nicht aus Pflichtgefühlen zu deinen Eltern oder anderen heraus, sondern nur, wenn du das Gefühl hast, dass es dir gut tut. Meine Oma ist nun schon das 4. Familienmitglied, das gestorben ist und ich habe keinen der Verstorbenen nochmal in der Leichenschauhalle besucht und ich bereue es nicht, auch wenn ich teilweise etwas dazu gedrängt wurde, doch zu gehen. Aber tue da nur, was du für richtig empfindest!! Es ist deine Entscheidung!!


    Wenn du nicht dorthin möchtest, gibt es auch andere Möglichkeiten, dich zu verabschieden - es muss nicht unbedingt an diesem Ort sein.


    Aber lass' dir selber Zeit! Es muss ja nicht von einem Tag auf den anderen alles an Trauer sofort hinauskommen - nur unterdrücke nicht den Tag, an dem du es könntest. Suche dir Möglichkeiten, wie du am besten damit klarkommen könntest - allein oder mit Feunden oder Verwandten. Gehe vielleicht nochmal an gemeinsame Orte oder sehe dir Bilder, Videos an oder sag ihm in einem Brief auf Wiedersehen und du legst ihm diesen mit ihn sein Grab... Es gibt viele Möglichkeiten, nutze eine, wenn du merkst, dass du es kannst!


    Ich weiß, ich habe gut reden... Ich kann es ja selber noch nicht. Aber ich wünsche dir, dass du es in den schaffst, schneller in die Trauerphase zu kommen und dass du dich aufgefangen fühlst von deinen Mitmenschen! :°_


    Liebe Grüße,


    *Lenchen*

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    Und wieder...

    Habe gerade eben erfahren, dass ein weiterer unserer Familie (meine Entferntere, aber Papas engere) wahrscheinlich bald sterben wird. Wir wussten schon lange, dass er Krebs hat, aber im Sommer ging es ihm eigentlich soweit ganz gut und er war immer sonntags da, um mit meinem Pa zu gucken, wie die Tauben nach Hause kamen. Und nun liegt er wieder im Krankenhaus und es sieht diesmal wohl gar nicht gut aus. Man rechnet damit, dass er Weihnachten nicht mehr erleben wird... Sch...


    Mensch, also langsam wird es echt viel, da dieses Jahr eh schon sooo turbulent ist. Und zusätzlich stirbt die besagte Oma, dem eben Beschriebenen geht es auch so mies und meine andere Oma, bei der im Frühjahr Krebs diagnostiziert wurde, bekam gestern schon Halluzinationen von den hohen Dosen...


    Puh, langsam kann ich nicht mehr...

    @Lenchen

    Hallo Lenchen,


    > Aber ich schaffe es einfach nicht, an das Leben nach dem Tod


    > zu glauben - zumindest nicht ohne Zweifel...


    Das ist ja nicht schlimm. Immer wenn uns die eigene Erfahrung fehlt und wir etwas nur glauben können, bleiben Zweifel. Und das ist auch gut so, sonst würde wir ja alles vorbehaltlos für bare Münze nehmen. Ich habe auch noch nicht die letzten Zweifel verloren, obwohl ich aufgrund eigener Erfahrungen eigentlich weiß, daß es danach weiter geht.


    > Denn ich weiß ja auch nicht, ob ich an kein Leben nach dem


    > Tod glaube. Ich bin mir einfach unsicher und kann an keins


    > von beidem richtig glauben bzw richtig nicht glauben.


    Also zwischen den Stühlen sozusagen. Die Zweifel kann ich dir aber leider nicht nehmen, so gerne ich das würde. Ich kann dir nur aus meinen Erfahrungen heraus sagen, daß es danach weitergeht.


    > Aber logischer finde ich leider die biologische Seite, auch


    > wenn ich die theologische Seite lieber mag...


    Mit Theologie hat das zum Glück wenig zu tun. Nach kirchlicher Lehre liegen wir ja im Sarg bis bis zum jüngsten Tag - eine recht unschöne und depressive Vorstellung. Die Realität sieht offenbar wesentlich schöner aus, solange man sich nicht zu sehr daneben benommen hat... ;-)


    Aus biologischer Sicht stirbt auch nur der Körper. Was mit der Seele passiert, damit beschäftigt sich die Biologie ja nicht...

    Ich kann's nicht..

    Hallo *Lenchen*,


    als meine Mutter vor drei Jahren starb hat dieses kleine Gedicht mir sehr geholfen,vielleicht hilft es auch dir


    Steh weinend nicht an meinem Grab,


    ich lieg nicht hier in tiefem Schlaf.


    Ich bin der Wind, der immer weht,


    ich bin Brillantgefunkel im Schnee.


    Ich bin die Sonne auf reifem Feld,


    ich bin im Herbst der Regen mild.


    Und wachst du auf in stiller Früh,


    flattre als Vogel ich in die Höh,


    zieh stumme, weite Kreise.


    Nachts bin ich der weiche Sternenglanz.


    Steh weinend nicht an meinem Grab,


    ich lieg nicht hier, weil ich nie starb.


    Gruß reiner

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