Ich komm nicht mehr klar

    Ich komm nicht klar auf den tot meiner mutter sie ist vor kurzen an overialkarzinom gestorben !


    Ich leide schon seit länger zeit unter angstzuständen und depressionen und seit dem tot krieg ich das total nicht unter griff das ich öfters zu meinen bedarfsmedikamenten greife die mich dann beruhigen ich kriege Panikattacken und habe immer ein schlechtes gewissen wenn ich etwas tue wie zb. weggehen mit freunden um mich abzulenken !


    Habt ihr euch einen geliebten Menschen verloren !


    Und könnt ihr mir helfen mit der trauer besser umzugehen!


    Ich weiß echt nicht mehr weiter es tut so weh!

  • 10 Antworten

    Schwere Situation

    Ich versuche mir deine Situation vorzustellen und denke,dass es nicht leicht ist im Moment für dich. Ich hoffe, dass du psychologische Unterstützung und gute Menschen hasst, auf die, die du dich stützen kannst. Denn du musst schauen, dass du nicht noch in ein tieferes Loch fällst. Ich denke, dass du gerade jetzt auch etwas egoistisch sein musst und auf dich schauen musst, sonst fällst du noch tiefer als du im Moment bist. Ich denke es tut dir gerade jezt gut, wenn du Liebe Menschen um dich hast und etwas zur Wohnung raus kommst, denn da hätte deine Mutter sicher nichts dagegen. Es tut dir sicher auch gut, wenn du mit deinen Freunden über deinen Schmerz sprichst. Verstecke deine trauer nicht sonst machst du dich noch ganz kaput. Ich hoffe, dass ich dir etwas helfen konnte.


    Gruess Falina

    kleiner mutmacher

    hallo hypnoticpoison


    wie du dich jetzt fühlst, das kann ich mir vorstellen,hab das auch durchgemacht und bin selber betroffen..


    aber man darf das tiefe loch in dem man sich grad befindet nicht auch noch tapezieren und dort auf dauer einziehen...


    deine mutter würde sehr traurig sein, wenn sie sehen würde, das es dir so schlecht geht. sie würde wünschen, das du nach gewisser zeit mit einer heiteren gelassenheit und zuversicht durch das leben gehst, das du wieder lachen kannst und ein normales leben führst...und das du dir zwischendurch mal die zeit nimmst in liebe an sie und eure gemeinsamen jahre zu denken...jede mutter würde das von ihren kindern wünschen... also mauer dich nicht ein, versuch einfach, dich so zu verhalten, wie es deiner mutter gefallen würde, dann kann sie stolz auf dich sein...ein bisschen trauer ab und zu kann man sich durchaus erlauben wenn das dann auch noch mit liebevollen gedanken verbunden ist.. um so besser...


    jedenfalls würde ich mich freuen, wenn meine kinder sich so verhalten könnten und nicht den anschluss an das leben durch trauer verpassten...


    ich weiss, du schaffst das...


    lass dich einfach mal ganz lieb drücken


    yelana

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    danke für die netten worte!!!!


    Mann ist halt so sehr verzweifelt das ist das erste mal das ich jmd verliere!


    Ich weiß halt nicht so richtig wie mann damit umgeht!

    Hallo HypnoticPoison,

    tut mir echt leid, dass es Dir so schlecht geht. Ich habe meine Mutter auch vor kurzem verloren. Sie war nicht krank, sie starb von einem Tag auf den anderen an einem Herzinfarkt. Sie war nicht mehr jung, und obwohl ich schon eine ganze Weile versucht habe mir klarzumachen, dass sie eines Tages sterben wird, traf es mich doch wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Wir waren immer ein Herz und eine Seele, und sie war immer sehr gut zu mir und meinen Geschwistern und lustig und lebensbejahend. Wir waren wie Freundinnen. Und sie fehlt mir ganz sehr. Im Januar ist sie gestorben, und bis heute vergeht nicht ein Tag, an dem ich nicht an sie denke.


    Aber ich weiß, dass es immer ihr Wunsch war, dass ihre Kinder glücklich sind, nicht traurig! Und wenn ich heute an sie denke, dann fallen mir so viele nette Episoden ein, dass ich sogar manchmal schmunzeln muss. Ich schaue mir ab und zu Bilder von unserer Familie an und denke daran, wie schön die Zeit mir ihr war und wie sie in jedem von uns weiter lebt. Und wenn ich dann traurig werde, denke ich an den Spruch, den ich mal hörte:


    "Schöne Stunden! Nicht weinen, dass sie vergingen, sondern lächeln, dass sie gewesen!"


    Sei lieb gegrüßt

    ja ich weiß es ist nur so schrecklich sie musste 3 jahre leiden und wurde so schlecht im krankenhaus behandelt sie hat abends geschrien vor schmerzen sie wollte so gerne nur noch einmal spazieren gehen konnte aber nicht mehr sie lag nur noch im bett war so dünn!!!


    am sterbe bett sagte ich ihr das ich sie liebe sie konnte nur noch meine hand drücken und ich direkt gestorben!


    und das mit 45 es tut so weh!


    Ohh ich darf gar nicht daran denkien was sie durchgemacht hat nur qualen sie hat so geschrien war so verwirrt hatte angst!

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    kleiner mutmacher

    hallo hypnoticpoison


    nimm dir einfach mal ein bisschen zeit für dich selber und denk nach...ist es nicht gut beruhigend für dich zu wissen, das deine mutti jetzt nicht mehr leidet? sie lebt in deinem herzen weiter als das was sie immer war, als deine mutter..und du kannst ihr alles anvertrauen,deinen kummer, deine freuden, kannst mit ihr lächeln und reden, hast sie ganz für dich und jetzt geht es ihr gut..ist das nicht wunderschön? und wenn du gut hinhörst wirst du von ihr auch auf manche fragen eine antwort erhalten, sie wird dich auf deinem weiteren weg immer begleiten und sich an dir erfreuen..geniesse das und enttäusche sie nicht..und dann wirst du keine medikamente benötigen, denn auch medikamente können dir etwas vorgaukeln..können dir den blick verschleiern für das wesentliche,das reale leben, sie halten dich gefangen, machen dich unfrei und abhängig..versuch einfach ohne vernebelung durch chemische krücken deinen weg zu gehen,glaub mir, es ist wirklich einfacher,du musst nur den willen dazu haben..und ab und zu solltest du dir etwas schönes gönnen, damit du von innen heraus wieder lächeln kannst..


    lass dich noch einmal lieb drücken


    yelana

    kleiner mutmacher

    hallo hypnoticpoison


    ja, es ist einfach schrecklich, die eigene mutter unter diesen umständen zu verlieren, sie hat schmerzen gehabt und geschrieen, es ging ihr lange zeit sehr schlecht......aber du bist an ihrer seite gewesen, hast ihre hand gehalten und hast ihr damit am meisten geholfen,ganz sicher hat sie das gespürt und es hat ihr gut getan,sie hat es dir nur nicht mehr sagen können..du hast alles getan was richtig war, hast ihr all das gegeben, was sie am meisten nötig hatte. jetzt musst du an dich denken und nicht mehr zurück grübeln..deine mutti hat sich von dir mit einem händedruck und in der hoffnung verabschiedet, das es dir immer gut gehen möge..also tu was dafür, fang an damit, enttäusche sie nicht..die erfahrung, die du jetzt machst, machen wir alle einmal irgendwann, du bist nicht alleine...


    liebe grüsse


    yelana

    Danke yelan,

    Du hast sehr schöne Worte gefunden, und das hat auch mir geholfen. Das mit den "chemischen Krücken" hat mir gut gefallen, hast Du sehr treffend ausgedrückt.


    Wenn man einen lieben Menschen verliert, das ist soooo.. schlimm. Aber wenn man ihn leiden sehen muß, das stelle ich mir noch 1000mal schlimmer vor. In der Beziehung ging ja bei meiner Mutti alles ganz schnell, und ich glaube ohne Schmerzen. Wenn ich mir vorstelle, dass wir sie nach dem Infarkt vielleicht noch gehabt hätten und sie aber für Jahre mit Schmerzen an das Bett gefesselt gewesen wäre, ist es mir so schon viel lieber. Ich war nur so traurig, dass ich mich nicht von ihr verabschieden konnte. Und dann frage ich mich ständig, ob sie es in dem Moment gewußt hat, dass sie jetzt sterben muß.


    Seid lieb gegrüßt

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    Hypnotic Poison

    Weiss wie es Dir geht- habe meine Mom vor 6 Jahren wegen metastasierendem Brustkrebs verloren- die letzten 1 1/2 Jahre ihres Lebens war sie ab dem Halswirbel gelähmt- konnte nur noch den linken Arm bewegen- wenigstens konnte sie so alleine essen. :-( Ich habe sie gepflegt damals- es war sehr schwer. Einen großen Schritt in Richtung "Verarbeitung ihres Todes" habe ich vor einem Jahr getan: als ich die Krankheit selbst bekam. Jetzt gehöre ich auch dazu- wollte ich das? Nicht wirklich....aber ich kann vieles besser verstehen, was sie in ihrer langen Krankheitsdauer meinte- auch da, als sie noch laufen und alles konnte. Es ist ein Damoklesschwert, was über einem hängt. Die Tatsache, daß das Leben endlich ist, und das auch völlig gesunde Menschen sterben (wie mein Bruder- Verkehrsunfall mit 29) oder mein Vater sehr plötzlich (mit 47 Jahren tot umgefallen- Herzanfall- war vorher nichts bekannt) hilft nur bedingt.


    Ich habe mir einfach vorgenommen- an dieser Krankheit nicht zu sterben. Habe genug andere Krankeheiten an denen man sterben kann - wieso sollte es gerade die sein. ;-)


    Gib Dir Zeit- nehme Kontakt zu Betroffenen auf- z.B. in einem speziellen Forum dafür. Z.B. im Krebs-Kompass, da gibt es Spezialforen für alle Krebserkrankungen.


    Alles Gute!

    kleiner mutmacher

    als meine mutti aus diesem leben ging entspannten sich ihre sonst von schmerzen verzerrten gesichtszüge, sie hatte auf einmal ein sanftes lächeln im gesicht und sagte leise:


    ...mir ist so wohl...warmes helles licht...


    sie atmete noch einmal tief und dann war sie gegangen.....


    ich will damit sagen, das ich mir sicher bin, das man es spürt, wenn es an der zeit ist zu gehen...und ich bin mir auch sicher, das es für den sterbenden ein wunderschöner augenblick ist...frei zu sein von sorgen und mühen, von krankheit und schmerzen..aber mit erinnerungen an ein gelebtes leben mit allen höhen und tiefen..


    es war ein lieber leiser abschied, ich wusste, das der moment in dem sie aus diesem leben ging, ein sehr schöner für sie war und das allein zählte für mich..machte es mir leichter von der trauer in liebevolle gedanken zu wechseln..immer wissend, das sie es nie gewünscht hätte mich ihretwegen traurig zu sehen..denn der tod gehört zum leben...


    trotz allem gönne ich mir ab und zu einmal traurig zu sein und dabei zu lächeln..


    liebe grüsse


    yelana