Tesekkürler liebe Meerblau

    .....hatte heute einen nicht so schönen Tag. Als ich aber Deinen Eintrag gelesen habe, war ich so sehr gerührt, dass ich ganz doll weinen musste.


    Falls du diese Zeilen noch lesen solltest, wünsche ich Dir alles Gute in der Zeit, die du dir nehmen willst.


    Alles wird gut!!! Hast du oben geschrieben liebe Meerblau. Bitte Bitte denke in dieser Zeit selbst daran. Ich werde an dich denken und dir immer wieder Kraft und Zuversicht wünschen. Aber bitte melde dich irgendwann noch mal, damit ich mir keine Sorgen machen muss...


    Morgen fahre ich wieder zu meinem Vater. Vielleicht solltet ihr wissen, dass mein Vater schon 85 Jahre ist. Er war sehr sehr viel älter, als meine Mutter. Darum denke ich mal, würde es etwas schwierig werden mit einer neuen Frau :-)


    Wisst ihr, dass ist auch der Grund, warum ich solche Angst habe, ihn zu verlieren. Er ist schon so alt. Gott sei Dank ist er geistig topfit und bis vor Kurzem ist er sogar noch Auto gefahren. Ja wirklich...Aber er hatte nun mal drei Herzinfarkte und jetzt kommt noch eine Alters-Diabetes und Probleme mit der Niere hinzu. Ich weiss nicht, ob ich seinen Tod auch verkraften würde. Ich habe Angst...ich bin noch nicht so weit, ohne Eltern zu sein.


    Mein Vater möchte auf keinen Fall , dass ich zu ihm ziehe, weil ich mein Studium hier beenden soll und nebenbei muss ich noch arbeiten gehen. Und zu mir will er auch nicht ziehen


    Aber ich mach das ganz pfiffig. Ich fahre fast jeden Tag dorthin und bleibe dann auch für einen oder paar Tage. So wie der Dienstplan es mir erlaubt. Ich arbeite nämlich in der Psychiatrie als studentische Aushilfskraft. Drum habe ich Schichten, die ich einhalten muss. Aber halt auch paar Tage frei zwischendurch


    Aber, wisst ihr, wovor ich noch so grosse Angst habe? Dass ich nämlich genau im selbigen lande, wenn ich meinen Vater auch verlieren sollte. In mir steckt doch noch die übergrosse Trauer um meine Mutter. Ich weiss nicht, was werden soll


    Liebe Crazy4You, ich verstehe Dich voll und ganz. Wie ich schon mal geschrieben hatte..Wenn man eine solch enge Bindung zu einem bestimmten Familienmitglied hatte und diesen Menschen, den man so liebt, auch noch leiden sieht, ist es selbstverständlich, dass einem der Boden unter den Füssen gerissen wird und man um denjenigen leidet wie um seine Eltern. Für mich ist dieser Gedanke halt nicht gegeben, weil ich ja keinen Opa habe. Drum ist für mich persönlich sehr schlimm, dass meine Mutter tot ist. Die, die mich unter Schmerzen geboren hat usw. Aber ich sehe, ich wiederhole mich. Auf jeden Fall kann ich es nachvollziehen, wie schlimm das alles für Dich gewesen sein muss. Aber wie du schon geschrieben hast, ist es WIRKLICH ein Trost, dass er jetzt nicht mehr leiden musst und er noch miterlebt hat, wie sehr du ihn liebst. Ich wünsche dir auch von ganzem Herzen Kraft und Zuversicht. Liebe Rauchschwalbe, wie geht es Dir? Danke für Deinen Eintrag. Es ist schön zu wissen, dass Dir das ,was ich geschrieben hatte, gefallen hat. Würde mich freuen, noch mal was von dir zu lesen


    Ich muss grad makabererweise lächeln. Habe den Bericht noch mal durchgelsen. Ich geb hier Ratschläge und beherzige sie nicht einen Meter selber..nee nee.


    Aber Wichtiger als das, ist, dass meine Worte Euch ein klein wenig trösten...Gute Nacht Ihr Lieben. Ich drücke Euch ganz ganz fest

    @Einmischerin,

    wollte mich noch mal melden. Ich habe mich zurück gezogen, weil wir ich und meine Schwestern oft telefonieren, jeder braucht und gibt auf seine eigene Weise Trost. Manchmal belastet es, weil wieder Schreckgespenste geweckt werden und die Trauer wird dadurch größer, manchmal scheint eine ähnliche Situation aufzutauchen, das tröstet wiederum.


    Du schriebst, dass dein Vater 85 Jahre ist. Er hat ein sehr hohes Alter erreicht und du machst dir nicht unbegründet Sorgen.


    Ich hoffe für dich, dass er noch lange hier ist.


    Aber bitte glaube mir, sobald du ein eigenes Kind bekommst, geht es wieder aufwärts. Ich habe in meinem Leben erfahren, dass die größte Liebe des Lebens den Kindern gilt. Ich würde mein Leben hergeben, für eines meiner Kinder.


    Genieße deinen Vater, mache alles was du kannst für ihn, aber ich bin sicher das machst du schon jetzt und du wirst sehen, es wird nicht so schlimm werden. Du schaffst das. Du bist eine ganz starke Frau.


    Ich wünsche dir alles, alles Liebe der Welt@:)

    Liebe Einmischerin,

    Ich war sehr berührt, als ich deinen Beitrag gelesen habe. Ich kann- vielleicht- ein bißchen verstehen,wie es dir geht. Ich war erst 15 Jahre alt, als meine Mutter starb, hatte auch keine Geschwister, und war ganz allein- bis auf meinen Vater,um den ich mir große Sorgen machte und Angst hatte,ihn auch noch zu verlieren. Ich hab ihm auch den Haushalt gemacht.


    Ich habe meine Mutter lange 'gesucht´, wie verrückt, hab immer gedacht, ich sehe sie, irgendwo auf der Straße, hab solche Sehnsucht gehabt und mich so allein gefühlt..


    Heute bin ich 45 Jahre alt, es ist 30 jahre her,daß meine Mutter starb- aber es ist noch sehr nahe.Ich vermisse sie oft heute noch.


    Ich habe ihre Stimme vergessen, ihr Gesicht, ihre Hände,ihren Geruch- schon lange..... das ist schwer,man möchte doch noch etwas festhalten...


    Aber die Verbindung zu ihr ist immer noch da. Ich sehe sie nicht mehr, aber ich glaube fest, daß ich sie wiedersehen werde. Daß sie irgendwo ist und auf mich wartet. Wie ich mir das vorstelle?Keine Ahnung-das ist etwas, das im Herzen ist, nicht im Kopf:daß sie irgendwo ist und auf mich wartet. Wenn ich irgendwann mal sterbe, werde ich sie wiederfinden - und all das, was ich vergessen habe von ihr.


    Ich war nie wieder an ihrem Grab - heute schaue ich manchmal in den Himmel, bei Sonnenaufgang, bei Sonnenuntergang - in den Sternenhimmel -,und denke: da irgendwo,wo alles gut ist,so unendlich und schön, da ist auch meine Mutter, da werde auch ich hingehen ,irgendwann: dahin, wo alles gut ist und es keine Schmerzen mehr gibt und keine Tränen und keine Fragen :warum.?.


    Heute bin ich so alt wie sie damals war. Ich habe Kinder, die ungefähr so alt sind wie du oder wie ich damals war.


    Und ich habe Krebs bekommen- wie meine Mutter.


    Als ich davon erfuhr, daß es Krebs ist, war mein erster Gedanke nicht die Angst vor dem Sterben sondern der an meine Kinder.


    Daß sie nicht erleben und durchmachen müssen, was ich erlebt


    habe.


    Du hast deine Mutter noch immer sehr lieb.Sie hat dich geboren - und sie hat die Liebe in deinem Herzen wachsen lassen, weil sie dich geliebt hat.


    Ich bin sicher, daß sie bei dir ist, daß sie dich begleitet mit ihrer Liebe- auch wenn du sie nicht mehr siehst und spürst.


    Such dir einen Ort, an dem du dich ihr nahe fühlst, ein Bild, ein Kleidungsstück- und versuch, zu vertrauen.


    Liebe ist stärker als der Tod.


    Sie ist dir immer noch ganz nahe - auch wenn du nicht verstehst wie - und warum das alles geschehen mußte.


    Was ich dir schreibe ist, was ich meinen Kindern sagen würde : versuch, zu vertrauen- paß gut auf dich auf - geh deinen Weg mit Mut und Tapferkeit und Zuversicht - und genieße das Leben, es ist so schön! Finde neue Freunde, werde ein guter Mensch und gebe die Liebe weiter, die du bekomen hast - achte dich selbst und achte die anderen Menschen- und zerbrich nicht an der Trauer um mich- dazu hab ich dich nicht geboren.


    Ich würde dich nur einfach gern in den Arm nehmen.

    hallo lacrima-

    ich finde die Idee mit dem Treffen gar nicht so schlecht


    sophia-hanna


    * bin allerdings neu hier und versuch mich erst mal zurechtzufinden - wie geht denn ein persönlicher kontakt??

    ich muss weinen :°(

    liebe Sophia-hanna,


    das was du geschrieben hast, berührt mich sehr, denn einerseits gibt es mir Hoffnung und andererseits bestätigt es die Angst die in mir ist.


    Ich wünsche Dir und Deinen Kindern weiterhin viel Kraft!

    Liebe Sophia-Hanna,

    Was für ein traurigschöner Eintrag!


    Ich habe das auch wie Crazy-Nita empfunden.Bestätigend aber auch aufbauend ( mit Tränen in den Augen)...Wie schön, dass deine Kinder eine solch wundervolle Mutter haben.


    Konntest Du gestern nicht schlafen, weil Du Dir schlimme Gedanken gemacht hast liebe Sophia-Hanna?


    Heute im Spätdienst hat einer meiner Kollegen mit mir gesprochen (Seine Eltern sind auch sehr früh gestorben). Er hat mir ein Buch vorgeschlagen "das Leben nach dem Tod". Dort erzählen Menschen, die Herzstillstände hatten von ihren "Erlebnissen". Was hälst du von solch einem Buch? Es soll ja beweisen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt..Ich weiss halt nicht, ob mich das Buch trösten würde ?


    Auch ich wäre einem Treffen übrigens nicht abgeneigt

    Liebe Einmischerin,

    wollte mich noch mal bei dir melden und hoffe es geht dir gut.


    Was mir so sehr an dir gefällt ist, dass du Hilfe suchtest, und so viel Trost gespendet hast.


    Schau in deine Post, habe dir einen Link gesendet, hoffe er tröstet dich ein bisschen@:)

    Viel zu schnell..

    Ich hab meinen Vater verloren. Am 21.10.2001.


    Im August 2001 diagnostizierten die Ärzte Krebs, welche Art ließ sich schwer feststellen..zu lange wucherte dieses Monster schon in seinem Körper..vermutet wurde aber Bauchspeicheldrüsenkrebs..


    Mein Papa hat so unglaublich schnell abgebaut..es war alles zu spät.


    Mein stolzer Vater, der noch soviele Pläne in seinem Leben gehabt hat, konnte nicht mehr alleine sitzen,nicht essen,nichts.


    Ich fühlte mich so hilflos.


    Vielleicht vergeht der Schmerz einmal..doch wenn er das tut wird er nur abgelöst von einer unglaublichen Leere.

    Ich kann mir dein Leid gut vorstellen.


    Mir geht es auch sehr schlecht. Meine Mutti ist im Februar gestorben. Es war nicht überraschend. Sie war fast 96 Jahre alt. Aber ich war jeden Tag mit ihr zusammen. Ich habe es einfach verdrängt, daß es bald soweit sein wird.


    Wir haben am Abend noch telefoniert. Da hat. Sie gesagt, daß es ihr nicht gut geht.


    Da habe ich schon ein sehr ungutes Gefühl gehabt, wollte es aber nicht wahr haben.


    Ganz in fer Früh hat mich dann mein Stiefvater angerufen, mit den Worten ' die Mutti ist tot'.


    Ich war einfach starr vor Entsetzen.


    Jetzt ist esschon 8 Monate her, daß wir sie begraben haben, aber ich kämpfe jeden Tag mit meiner Trauer.


    Oft gehe ich wie ein Zombie durch die Stadt.


    Wenn mein Mann bei mir ist, geht rs mir etwas besser, aber nicht sehr. Nochsehe ich kein Licht, daß rs besser wird. Aber Mutti wäre es sicher nicht recht, daß ich so traurig bin.


    Lg Edith