@ EinQuerdenker

    Zitat

    Ich habe eine Frau kennengelernt die behauptet, dass sie die Aura der Menschen ohne Hilfsmittel wahrnehmen kann.

    Mir ist mal auf der Straße eine Frau begegnet, da war ich gerade sehr wütend wegen irgendetwas, die sagte im Vorbeigehen unaufgefordert zu mir, dass meine Aura rot sei. Als ich aber keine Lust hatte, mich weiter mit ihr zu unterhalten, wurde sie ziemlich unfreundlich. Woraus ich schloss, dass sie nur Quatsch erzählt hat und wohl nur vorhatte, mir irgendeine esoterische Beratung (natürlich entgeltlich) aufzuschwatzen…


    Aber dennoch kann ich mir vorstellen, dass es tatsächlich Leute gibt, die die Aura sehen können.

    @ trübfisch

    Zitat

    Nur die Existens einer Fähigkeit zu beweisen, die ja eigentlich nicht kann, ist um ein vielfacher schwieriger als etwas zu leugnen. Die "Wissenschaft" findet immer Gegenbeweise.

    Die Wissenschaft findet überhaupt keine Gegenbeweise, weil man die Nichtexistenz von etwas nicht beweisen kann. Sie nimmt das Thema aber doch offenbar ernst genug, um komplette Forschungszentren aus dem Boden zu stampfen, die sich mit nichts anderem als NTE befassen. Sie verwendet dabei aber ihre übliche Methodik. Sie misst, was messbar ist, und überlässt das Spekulieren über die Ergebnisse dem Rest der Welt, denn das ist schlicht und einfach nicht ihr Job. Die Deutung subjektiver Erfahrungen fällt auch nicht in ihren Zuständigkeitsbereich, weil es zu diesen nun mal einfach keinen empirischen Zugang gibt. Es besteht keine Möglichkeit, einen subjektiven geistigen Zustand objektiv zu beweisen.

    Zitat

    Einfach weil sie es nicht glauben will.

    Das ist auch gut so. Es gibt auch ein Leben neben der Wissenschaft, da ist genug Raum zum Glauben. Wissenschaft produziert nachprüfbares Wissen, dort endet ihr Auftrag. Über Glaubensfragen kann sich ein Wissenschaftler privat äußern, aber aus seiner Arbeit muss er das fernhalten. Ein Buchhalter darf ja auch gern zuhause Geige spielen, aber im Büro ist es nicht Teil des Jobs.

    Zitat

    Einfach weil sie es nicht glauben will. Deshalb denke ich auch sollte man jedem seinen Glauben lassen. Ich brauche für mein Wissen keinen offiziellen Stempel.

    Wie schnell doch in zwei Zeilen aus Glauben Wissen wird... :-D


    Ich maße mir nicht an, zu diesem Thema etwas zu wissen. Ich stelle nur Vermutungen an.

    Zitat

    ich bin sogar so arrogant dass ich den meisten Erzählungen anderer Leute auch nicht glaube.

    Ich nicht. Ich glaube diese Erzählungen ganz und gar. Ich sehe nur meistens mehr als nur eine Deutungsmöglichkeit und finde manche palusibler als andere. Dabei gehe ich teilweise von meinen Erfahrungen aus, die ich mir auch nicht gern streitig machen lasse.

    Zitat

    Ich frage mich höchstens manchmal WARUM einige so stur und nüchtern reagieren wenn es um Esoterik geht. Ist das Angst?

    Nun bleib mal friedlich. ;-)

    Zitat

    Tja, was denn nun? Wollen die Wissenschaftler es partout nicht glauben, oder sind sie gerade dabei, es zu beweisen? :-D


    Außerdem steht in dem Artikel doch nur, dass es eine Quantentheorie gibt, dass man sie als Basis von allem verstehen kann, und Verschränkung ein Teil von ihr ist. Wer würde das bestreiten?


    Das Jenseits kommt nur in einem einzigen Satz vor, in dem man auch ein anderes Wort verwenden könnte.

    Zitat

    Wenn ich mir also vorstelle, dass ich während meines diesseitigen Lebens nicht nur meine eigene kleine Festplatte beschrieben habe, sondern immer auch etwas in diesen geistigen Quantenfeldern abgespeichert habe, gewissermaßen im großen Internet der Wirklichkeit, dann geht dies ja mit meinem körperlichen Tod nicht verloren. In jedem Gespräch, das ich mit Menschen führe, werde ich zugleich Teil eines größeren geistigen Ganzen. In dem Maße, wie ich immer auch ein Du war, bin ich, wie alles andere auch, unsterblich. (aus einem Link im Artikel)

    An so eine Existenz nach dem Tode glaube ich selbstverständlich auch. Daran führt ja gar nichts vorbei. Aber das hat mit dem guten alten Jenseitsglauben doch nichts zu tun, es beschreibt einfach die Einheit der Welt auf Quantenebene. Und wenn man Körper und Seele auf Quantenphänomene zurückführt, dann ist man ja wieder bei der materiellen Einheit, von der ich dauernd rede, und nicht bei der immateriellen Seele.

    Es gibt viele dokumentierte Fälle in denen Menschen aus verschiedenen Gründen aufmal eine andere Sprache sprechen. Aber natürlich findest du auch mindestens genau so viele Erklärungen dazu warum sie es tun ;-)

    @ GoldenWinter

    Hier steht die (sehr weltliche) Erklärung ja direkt im Artikel. Aktuelle Sprache verlorengegangen, also greift das Gehirn auf die (bis dato unbewusst gewesene) Kindheitserinnerung zurück.


    Interessanter wär's, wenn er plötzlich chinesisch gesprochen hätte.

    trübfisch

    Zitat

    Ich frage mich höchstens manchmal WARUM einige so stur und nüchtern reagieren wenn es um Esoterik geht.

    Weil noch niemand belegbar seine Fähigkeiten gezeigt hat. Mir persönlich nicht und wie schon einige Male in diesem Faden erwähnt auch nicht wissenschaftlich.

    Zitat

    Ist das Angst?

    Wovor?

    @ trübfisch

    Zitat

    Ich frage mich höchstens manchmal WARUM einige so stur und nüchtern reagieren wenn es um Esoterik geht.

    Man könnte sich auch fragen, warum bestimmte Leute so gereizt reagieren, wenn andere mit "nüchternen" Erklärungen oder Erklärungsversuchen für scheinbar unerklärliche Ereignisse aufwarten.


    Damit will ich jetzt auf keinen Fall sagen, dass Du so reagierst, aber diese Gegenfrage kam mir gerade so in den Sinn.

    Zitat

    Wenn man so durch das dieses Forum liesst wer alles "mediale" Fähigkeiten hat und das mal auf die Weltbevölkerung hochrechnet müssten Millionen Menschen mit diesen besonderen Fähigkeiten die Welt bevölkern. Im krassen Widerspruch dazu steht aber die Tatsache, dass man "mediale" Fähigkeiten nicht nachweisen kann.

    So viele waren es hier ja gar nicht. Aber die die von sich behaupten es zu können, sammeln sich natürlich gerade in einem Faden wie diesen. Deshalb kann man nicht von diesem Faden, der solche Leute anzieht auf die gesamte Menschheit zu schließen.


    Eine ehemalige Arbeitskollegin hat mir erzählt, dass sie zu einer Frau gegangen ist von der sie gehört hat, dass sie mediale Fähigkeiten hat. DIese Dame hat kein Geld genommen. Sie glaubte nicht wirklich daran, hatte nur von einer FReundin gehört, dass es faszinierend sein soll.


    Nachdem sie bei dieser Frau war glaubt sie nun dran. Die Dame kannte sie nicht und sie die Dame vorher nicht. Diese Frau hat ihr Dinge sagen können, die kein anderer außer ihr hätte wissen können. Ganz persönliche Dinge, die nicht allgültig sein können. Kleinste Details waren das.


    SIe war so erstarrt von dem gesagten, dass sie sogar weinen musste und Angst bekam. ":/


    Diese Arbeitskollegin ist eine gute Freundin von mir und absolut glaubwürdige Person. Sie hat nie gelogen. SIe war immer eine ehrliche Seele. Ich gehe nicht davon aus, dass sie gelogen hat. Zumal sie dieser Frau gegenüber extrem skeptisch gegenüber war.

    Ich hab mal einen TV-Bericht gesehen, wie solche erstaunlicherweise so stimmenden Wahrsager-Dinge zustande kommen können (u.a. durch selektive Wahrnehmung, Geschicklichkeit des "Wahrsagenden"). Hochinteressant. Aber auch desillusionierend.


    Zwei Freundinnen von mir waren auch mal bei einer Wahrsagerin. Bei der einen traf das, was vorausgesagt wurde, zu, bei der anderen nicht. (Und es war dieselbe Wahrsagerin.)

    Wahnsinnig interessant...Danke für diese Info, hatte ich noch nie von gehört...

    @ Antigone

    Zitat

    Ich kenne niemanden, der Lust hat, stundenlang verdeckte Spielkarten u.ä. zu erraten.


    Das ist genauso wie Lottozahlen vorhersagen.


    -> Das ist nicht der Sinn und Zweck von Botschaften, die von woher auch immer kommen!

    Genau das Gegenteil ist der Fall; "medialbegabte" Personen versuchen immer wieder ihre Fähigkeiten wissenschaftlich unter Beweis zu stellen, auch weil sie tatsächlich selber daran glauben und wissen wollen was dort los ist. Und immer wieder scheitern sie, wobei dann dem Experiment oder den äusseren Umständen die Schuld gegeben wird.


    Zum Thema Quantenmechanik: Es gab sogar ein Nobelpreisträger in Physik (Wolfgang Pauli), der der festen Überzeugung war, dass er eine "besondere" Fähigkeit hatte. Nichtsdestotrotz ist das kein Beweis, sondern eher glauben und dagegen habe ich nichts.

    @ trübfisch

    Ich reagiere nüchtern auf solche Berichte, weil sie nie bestätigt werden! Stur reagieren wohl eher die Esoteriker, die eben STUR behaupten, dass es solche Phänomen gibt, obwohl es keinen Beweis dafür gibt.

    @ Monsti

    Natürlich ist es dein gutes Recht zu behaupten, dass alles was du erlebt hast real und wirklich ist. Nur genauso gut ist es auch mein Recht zu argumentieren, dass es nicht real und unwirklich ist. Leider habe ich keine medialen Fähigkeiten und kann mich deswegen nur auf objektive Fakten verlassen und die sind leider mehr als eindeutig!

    @ EinQuerdenker

    Kann der Mensch überhaupt die Realität wahrnehmen? Meine Meinung ist da sehr eindeutig und lautet nein! Alles was der Mensch durch seine Sinne wahrnimmt ist eine (Teil-)Abbild der Realität. Dieses Abbild wird dann vom Gehirn interpretiert. Beides, also die Sinne genauso wie die Interpretation sind Fehlern unterworfen. Man kann sich auch nicht dagegen wehren, wenn man weiß, dass die Interpretation fehlerhaft ist, was man am Beispiel von optischen Täuschungen sehr gut veranschaulichen kann. Oder um es an einem anderen Beispiel festzumachen: Ich glaube nicht an Geister, trotzdem würde ich mich alleine nachts auf dem Friedhof unwohl fühlen!


    Was die Experiment angeht, so einigt man sich in der Regel vorher mit der Testperson welches Experiment durchgeführt wird, sodass in der Regel nur Experimente durchgeführt werden von denen die Testperson behauptet, dass sie sie meistern kann.


    Was das alles mit Quantenmechanik zu tun haben soll erschliesst sich mir nicht; aber es wundert mich nicht, dass "Anhänger" dann doch in wissenschaftliche Bereiche ausweichen um ihre Ansichten zu untermauern.

    @ Mollienchen

    Es gibt ein russisches Mädchen, inzwischen wohl eher eine Frau, die von sich behauptet hat, dass sie eine Art Röntgenblick hat (der Name ist Natalia Demkina, für jene die es nachgooglen möchten). Anscheinend war sie dabei so überzeugend, dass sogar Ärzte aus der Umgebung sie um Rat fragten. Als man dann versuchte dieses Phänomen zu wissenschaftlich zu fassen, gelang es der Frau nicht die von ihr behaupteten Fähigkeiten nachzuweisen.

    @ GoldenWinter

    Zitat

    Nachdem sie bei dieser Frau war glaubt sie nun dran. Die Dame kannte sie nicht und sie die Dame vorher nicht. Diese Frau hat ihr Dinge sagen können, die kein anderer außer ihr hätte wissen können. Ganz persönliche Dinge, die nicht allgültig sein können. Kleinste Details waren das.

    Nennt sich Cold Reading + selektive Wahrnehmung. Sehe grad, dass Mollienchen schon etwas dazu schrieb.

    Zitat

    Ich glaube solche Fähigkeiten wie Hellsehen sind Fähigkeiten die im Grunde in jedem von uns verankert liegen. Und ich glaube auch dass viel mehr Menschen schon damit in Berührung gekommen sind als sie es selber wissen, bzw, selber wissen wollen.

    das sehe ich auch so! Man kann es sogar trainieren!


    mir fällt in diesem Zusammenhang noch eine Begebenheit ein...die seit Jahren so abläuft...


    ich bin zu Hause und mein Mann im Büro..


    ich denke..ich brauche noch dies und jenes.. ER kommt nach Hause und hat genau das eingekauft!


    Das ist umgekehrt genau so! Wir behaupten immer wir seien Seelenverwandt -denn...so stark und so oft wie uns das passiert..ist es schon fast beängstigend..


    es hat nicht nur etwas mit einkaufen zu tun..sondern auch mit Unternehmungen, Fernsehen, Kleinigkeiten im Alltag etc. zu tun.


    :)*

    Als 14 jährige -war ich auf der Kirmes- auf einer Raupe. Damals war es totchick mit der Raupe im stehen mitzufahren..so machte ich das dann auch..Die Sicherheitsrichtlinien waren auch noch nicht so weit wie heute..und so passierte es...das ich -als das verdeck runterging- zwischen dem Verdeck mit Metallstreben auf das Rad -mit dem Kopf- gedrückt werden sollte..ich hätte niemals die Kraft so ein Verdeck hochzuhalten..auch hier hörte ich wieder eine Stimme..gib alles ..dir passiert nichts..und so hielt ich das Verdeck hoch ..während eine Briefmarkenlänge tiefer die Räder ohne Radkappen drehten..ich hatte nicht einmal Angst in dem Moment ..später jedoch sehr viel. Ich bin heute noch total erstaunt ..das ich dieses Verdeck hochhalten konnte..trotz dieser schaukelnden Raupe und trotz dieses automatisch schließenden Verdeckes.

    Bei der Geburt meiner Tochter wäre ich fast gestorben, wie mir die Ärzte und Hebamme später gesagt haben. Ich erinnere mich, dass ich eine zeitlang das Gefühl hatte, ich bin oben über ihnen im Raum, da waren Menschen (Ärzte, Hebamme, werdender Vater) um mich, was in dem Moment völlig unwichtig war und ich schrie. Klar Geburt ist ja nun mal nicht lustig. Aber ich hatte einfach ein unfassbares Glücksgefühl, das kann man nicht beschreiben und dachte nur "mein Gott was schreist du denn so" war mir total peinlich. Aber dieses unfassbare Gefühl von Glück, das kann man nicht beschreiben. Ich wäre lieber "dort" geblieben, aber ich wollte zu meinem Kind, das hat mich zurück gezogen. Vielleicht war es der Blutverlust während der Geburt, vielleicht auch der Sauerstoffmangel, das weiß ich natürlich nicht. Aber seit dem Tag bin ich überzeugt, dass es noch etwas anderes gibt, wenn wir sterben und auch mein Vater hat mir in seiner Sterbephase Dinge erzählt und geschildert, die mich zum weinen gebracht haben, weil es so unfassbar war, dass ich einfach nicht glaube, dass wir einfach weg sind.

    @ phoebe

    Eventuell Selektive Wahrnehmung. Alle Tage, an denen Dein Mann nicht das, woran Du gedacht hast, gekauft hat, werden vergessen. Nur die, wo es so ist, bleiben im Gedächtnis, so dass die Erinnerung nur noch aus solchen Tagen besteht, zumindest überwiegend.


    So entsteht z.B. auch der Eindruck, man würde sich grundsätzlich an die falsche Kassenschlange anstellen (die, wo es am langsamsten geht), weil man die anderen Male, wo es nicht so wahr, ausblendet.


    Damit will ich jetzt aber nicht sagen, dass es solche Gedankenübertragungsphänomene nicht gibt; aber für viele vermeintliche Gedankenübertragungen gibt es ziemlich banale Erklärungen.

    Zitat

    Das was sich da abpielt, ist medizinisch und psychologisch zu erklären

    Womit wir wieder am Anfang der Diskussion wären ... %-| Ich sage, dass es schlicht und einfach nicht stimmt, dass solche Phänomene medizinisch und psychologisch erklärbar sind. Sie sind es genauso wenig wie andere paranormale Erlebnisse. Selbst der Inhalt von banalen Träumen ist nicht nachweisbar.


    Gerade Mediziner neigen oftmals dazu, Patientenberichte zu übersinnlichen Wahrnehmungen als Hirngespinnste abzutun. Habe ich leider selbst schon erlebt. Nachdem ich einem Arzt in einer psychosomatischen Klinik von einzelnen meiner Erlebnisse berichtet hatte, machte der daraus "schizoide Persönlichkeit". :-o Gut, dass es normierte Diagnose-Kataloge gibt ...


    Meiner hellsichtigen Fähigkeit bin ich seit dem Tod meines Großvaters mütterlicherseits bewusst. Er hatte sie ebenfalls. Seinen überraschenden Tod Anfang 1979 hatte ich damals minutengenau und bis ins kleinste Detail "gesehen", obwohl ich um 600 km von ihm entfernt und eigentlich ziemlich beschäftigt war.


    Damals war ich Studentin und arbeitete hochkonzentriert an einem Referat, das ich am nächsten Tag halten sollte. Urplötzlich sehe ich meinen Opa, zu dem ich immer ein besonderes Verhältnis hatte, in einem fremden Bett liegen. Er hat einen Schlafanzug an, schaut zu mir, hebt strahlend die linke Hand (er war Linkshänder) wie zur Begrüßung, lässt die Hand ins Bett zurückfallen, seine Augen bleiben offen und schauen ins Leere. Er ist gestorben.


    Ich erstarrte und sah auf die Uhr: 18:02. Dann schossen mir viele Gedanken durch den Kopf, warum tot, er hatte doch nichts! Warum trägt er um diese Uhrzeit einen Schlafanzug und liegt im Bett? Was war mit der Hand, das war doch ganz klar eine Begrüßung ... Weil ich mich nun nicht mehr auf meine Arbeit konzentrieren konnte, rief ich nach einigen Minuten meine Großmutter an. Keiner da. Dann rief ich meine Eltern an. Keiner da. Eine viertel Stunde später rief ich noch einmal bei meinen Eltern an und erwischte eine meiner Schwestern, die gerade nach Hause gekommen war. Ich sagte ihr, dass Opa vorhin gestorben sei und erzählte aufgeregt von meinem Erlebnis. Sie sagte dann, komisch, vor einer knappen halben Stunde musste ich ebenfalls an Opa denken, sie habe aber nichts weiter gesehen. Meine Eltern waren zu jenem Zeitpunkt noch auf einer Elternversammlung.


    Am späten Abend rief meine Mutter an und sagte, dass mein Gesehenes aus der Sicht ihres Schwagers gewesen sei, und zwar exakt so, wie ich es meiner Schwester gegenüber erzählt hatte. Mein Opa hatte wegen mehrerer Ohnmachtsanfälle und einer leichten Magenblutung, von denen ich aber nichts wusste, drei Tage zur Beobachtung im Spital gelegen, und sollte am nächsten Tag wieder entlassen werden. Mein Onkel kam zur Besuchszeit, die um 18:00 begann. Was ich gesehen hatte, war die freudige Begrüßung, als Opa meinen Onkel zur Tür hereinkommen sah. Zwangsläufig war es aber auch die Verabschiedung.


    Dies war mein allererstes bewusstes "Sehen". Damals war ich 24 Jahre jung. Seitdem hatte ich zahllose solcher Erlebnisse, und hatte mich sehr verletzt, als ich deshalb durch einen Arzt als "schizoide Persönlichkeit" abgestempelt wurde. Was maßte sich dieser kleingeistiger Mensch an?


    Das Eingangsposting ist für mich nichts Besonderes, sondern nur ein weiteres Indiz dafür, dass es wesentlich mehr gibt, als wir i.d.R. beschränkten Menschen (da schließe ich Wissenschaftler und damit auch mich selbst mit ein) erahnen.


    Man möge ein kleines Gedankenexperiment machen: Ein DIN-A4-Blatt wird quer zur Hälfte geteilt, dann nochmals und nochmals und nochmals und nochmals ... Irgendwann kommt man bei den Molekülen an, aber es ist immer noch etwas da. Weitere Teilungen um jeweils die Hälfte. Niemals bleibt NICHTS übrig. Der Mensch macht das aber nur solange mit, bis seine Mess- und Nachweismethoden streiken. Danach ist für ihn "nichts". Dem ist aber bei weitem nicht so.