Troilus

    Ich habe hier nie über Nahtoderlebnisse geschrieben, habe sie weder in Zweifel gezogen noch an ihre Echtheit geglaubt. Deswegen verstehe ich deine wissenschaftlichen Erläuterungen mir gegenüber nicht

    Blade

    Zitat

    Du bist selber nicht bereit andere Überzeugungen zuzulassen, indem du nämlich wissenschaftliche Erklärungsversuche ablehnst, sogar noch bevor du sie überhaupt gehört hast. Aber auch das ist ein Phänomen was man öfters beobachten kann...Toleranz für die eigenen Ansichten zu fordern, aber selber nicht tolerant gegenüber anderen Ansichten zu sein!

    Nein, das stimmt so nicht. Wenn irgend jemand etwas über eine Nahtoderfahrung berichtet und ein anderer eine absolut schlüssige wissentschaftliche Erklärung dafür findet, bin ich gerne bereit mich davon überzeugen zu lassen. Als ich irgendwann mal gelernt habe wie sich Deja vu Erlebnisse wissenschaftlich erklären lassen, habe ich mich auch davon überzeugen lassen. Ich sage nur ganz deutlich dass es Erlebnisse gibt die sich wissenschaftlich NICHT erklären lassen. Darum ging es und um nichts anderes @:)

    Dumal


    trotzdem glaub ich, dass wenn es so statt gefunden hat, sowas einfach keine Beachtung findet. Die werden ihre Erzählung ja nicht beginnen mit "ich habe meinen Körper verlassen und habe die Lampenschirme von oben gesehen". Wobei andererseits können sie andere Details auch nennen ":/ Ich bin für ein neues Experiment: während ein Patient wiederbelebt wird, tanzen ein paar Helfer um den OP Tisch herum YMCA. Das sollte auffällig genug sein, um es zu beachten. Oder die Azubis haben die Aufgabe Richtung Zimmerdecke zu winken ;-D

    Hallo *:) ,


    ich habe mir nur die erste Seite durchgelesen und habe selber eine Erfahrung gemacht, die leider irgendwie anders ist.


    Ich war im Grundschulalter und es gab Gulasch. Leider hatte ich hunger und kaute nicht richtig, so dass ich einen großen Champigon ohne zu pusten, runterschluckte. Die Hitze nahm mir die Luft. Ich konnte nicht mehr atmen. Ich weiss noch, dass ich versucht hatte, die Aufmerksamkeit meiner Mutter zubekommen, die gerade meinem kleinen Bruder half. Dann kippte ich vom Stuhl.


    Ich sah viele Dinge in Sekundenabschnitt. All die Sachen, die ich als Kind gruselig empfand. Was ich z.B mal im Fernsehen gesehen habe, Bilderbücher, oder mal schlimme Träume die ich hatte.


    Dann stand ich auch in einem Tunnel. Auf Schienen. Und ein alter Zug, die mit diesen grossen, runden weissem Licht, kam auf mich zugerasst.


    Ich hielt mir die Augen zu und schrie nach meiner Mutter.


    Da hörte ich meine Mutter dauernt meinen Namen brüllen und ich schlug die Augen auf. Da hatte meine Mutter mich auf den Kopf gestellt und ich hatte ihre Finger im Mund, da sie dachte, mir würde Essen im Hals feststecken.


    Es war wirklich ganz schrecklich und ich frage mich bis heute, wieso alle immer berichten, es sei so wunderschön und wieso es bei mir so grausam war.


    Seitdem hatte ich immer angst zu sterben.

    @ trübfisch

    Zitat

    Ich sage nur ganz deutlich dass es Erlebnisse gibt die sich wissenschaftlich NICHT erklären lassen.

    Um diese These zu untermauern müsstest du mir erstmal erklären was du unter einem Erlebnis verstehst? Ich bin nämlich einer anderen Auffassung, weil unter "Erlebnis" stelle ich mir etwas vor, dass ich immer auf eine subjektive Wahrnehmung reduzieren könnte.

    @ Ellagant

    Viele Patienten haben ja explizit angegeben, dass sie die Lampenschirme von oben sahen. Nur um diese geht es.


    Bei vielen berichteten Details aus dem Raum kann man ja immer noch vermuten, dass diese unbewusst über Hören, Riechen, Berührungen, Hall, Vibrationen, Temperaturunterschiede und was weiß ich in die Wahrnehmung gelangt sind; ungefähr so, wie ein Blinder sich ein mentales "Bild" von einem Raum schafft. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wir sensorisch viel, viel empfindlicher sind, als wir ahnen. Im Normalzustand werden nur viele dieser Wahrnehmungen ausgefiltert, weil wir sie fürs Alltagsleben nicht brauchen und vermutlich verrückt werden würden, wenn wir ständig diesem totalen Informations-Overload ausgesetzt wären. Aber am Rande des Todes, wenn viele Schaltungen aus dem Ruder laufen, die Filter nicht funktionieren und die üblichen Wahrnehmungskanäle ruhen, halte ich es für gut vorstellbar, dass wir quasi mit dem Körper "sehen", und dass dieser Input dann vom Hirn in visuelle Form gebracht wird.


    Insofern kann ich auch einigermaßen nachvollziehen, dass Blinde in so einem Zustand plötzlich "sehen". Sie haben ja oft ein intaktes Sehzentrum, nur die Verbindung zu den Augen funktioniert nicht. Nicht ausgeschlossen also, dass das Sehzentrum in solch extremen körperlichen Situationen "anspringt", von anderem als visuellem Input gefüttert wird und diesen dann in Bilder "umrechnet". Das ist aber ein ziemlich kompliziertes Thema.

    Zitat

    Interessanterweise berichteten Dutzende der Patienten, dass sie während ihres außerkörperlichen Schwebens im Raum auch die Lampenschirme von oben gesehen hatten

    hat mir jemand mal einen Hinweis wo man das nachlesen kann?

    Wieso hat noch niemand die one million dollar challenge gewonnen?


    Noch was zum Glauben vs. Wissen: Übersinnliches und göttliches wird oft angenommen, wenn keine Alternativerklärung (sprich eine wissenschaftliche, rationale) existiert. Früher glaubte man, dass Blitz und Donner Zeichen von Gottes Zorn waren. Warum? Weil man es (noch) nicht wissenschaftlich erklären konnte. Heute sinds die Nahtoderfahrungen und ähnliche.

    @ Ellagant

    Zitat

    Ich bin für ein neues Experiment: während ein Patient wiederbelebt wird, tanzen ein paar Helfer um den OP Tisch herum YMCA.

    Ich glaube, du hast Sinn und Zweck des Lampenschirmexperiments noch nicht so recht durchblickt. ;-)


    Wenn auch nur ein eiziger von den Hunderten Patienten, die von ihrer schwebenden "Seele" in diesem OP berichtet haben, die Symbole auf den Lampenschirmen gesehen hätte, dann wäre das der Beweis für eine Seele, die sich vom Körper trennen kann. Es hat sie aber keiner gesehen. Ich finde das Experiment ausgesprochen genial! Auf diese Idee muss man erstmal kommen!

    Ellagant, man ist nicht von einer Sekunde auf die andere tot. Je nach dem, wie/warum man stirbt gibt es unterschiedliche (und auch unterschiedlich lange) Prozesse. Hormone und Neurotransmitter werden ausgeschüttet, einige Hirnareale werden schon mal abgeschaltet (z.B. der Frontalkortex, da wo die exekutiven Funktionen sitzen, inkl. Aufmerksamkeit und "rationalem Denken") und Neuronen feuern unkontrolliert. Du hast sicher auch schon mal einen Schreckensmoment erlebt, da wirds einem auch ganz anders. Beim Sterbeprozess gehen Vorgänge von noch ganz anderem Kaliber ab.

    Zitat

    Den Körper verlässt die Seele, den Raum aber nicht? Oh da is ne Zimmerdecke, nee da komm ich nicht durch. Vielleicht sind die halt nur so 1-1,5m über ihrem Körper gewesen.

    Ich wollte es nicht schreiben, aber: das ist genau der Punkt. Man kann sich alles schön reden/denken, aber an der Logik kommt vieles nicht vorbei.


    An mylife25s Bericht über das Bild, das er von der Unfallstelle hatte, störte mich vor allem eins: keiner weiß, ob das stimmt. Jeder der an einer bestimmten Stelle verunfallt, kann sich mit Leichtigkeit vorstellen, wie es dort nach dem Unfall vermutlich aussehen wird. Und genau diese Vorstellung hat er/sie dann auch, ob sie der Realität entspricht oder nicht (ist ja schlecht beweisbar). Einen OP-Saal kann ich mir ebenfalls mit mir auf dem Tisch vorstellen, selbst ohne Nahtoderfahrung.


    Ich möchte hier nicht streitig machen, dass es Nahtoderlebnisse gibt und wie diese Aussehen könnten. Ich glaube auch jedem seine Erlebnisse und stelle sie nicht in Frage. Ich möchte jedoch ähnlich wie dumal eine kritische Sichtweise nahe legen. Das Gehirn gaukelt einem gelegentlich die dollsten Dinge vor, warum sollte das nahe dem biologischen Tod nicht noch intensiver als sonst passieren? Der Punkt ist, dass diese Dinge aus dem Gehirn kommen, nicht vom Jenseits. Das ist meine Meinung, die naturgemäß falsch sein kann. Sollte jemand glauben, das Jenseits oder Tote gesehen zu haben, dann halte ich das für denjenigen für ebenso real, wie alles andere um ihn/sie herum.


    Ich bin nicht gläubig im Sinne von Himmel oder Paradies, vermute meine Seele jedoch nach dem biologischen Ende als nicht tot seiend, sondern wie auch immer weiterexistierend. Die Sache mit dem Tunnel und der totalen Liebe halte ich zwar für wünschenswert, aber wenig real. Ich versuche, mich mehr aufs hier und jetzt zu konzentrieren, denn die Liebe zu meiner Frau ist mir viel wichtiger, als die ersehnte (aber vermutet nicht zu bekommende) totale Liebe am Ende des Tunnel (die hoffentlich in noch weiter Ferne ist). Und am allerwenigsten glaube ich an die Kirche und ihre Dienstleistung, gleich welcher Geschmacksrichtung (da werfe ich Moslems, Juden, Christen und allen anderen in einen Topf).

    Troilus, ich hab das Experiment schon verstanden. Ich meinte mit meiner YMCA Idee nur, dass das auffälliger zu bemerken wäre, als eine Bemalung auf einem Lampenschirm ;-) Ich müsste die Bemalung sehen, um beurteilen zu können, ob sie wirklich auffällig ist, oder nicht. Ich bin schon als wacher, lebender Mensch oft unaufmerksam, stell dir nur mal vor, was ich alles nicht sehen würde, würde ich über meinem Körper schweben ;-D

    @ trübfisch

    Zitat

    Vorhersehen von Ereignissen, Eingebungen, Hellsichtigkeit

    Das fällt in die Kategorie "Präkognition". Dazu gibt es Studien und diverse Experiment und das Ergebnis ist eindeutig, nämlich, dass es keinen Beweis für Präkognition gibt. Zwar tauchen immer wieder Studien auf die Gegenteiliges behaupten, aber die Ergebnisse sind entweder nicht reproduzierbar oder aber die Methodik ist so schlampig, dass sie keinerlei Aussage erlaubt.


    Es scheitert also immer an der statistischen Signifikanz oder anders ausgedrückt: Nur weil ich mal ein Ereignis vorher sehe, heißt das nicht, dass ich in die Zukunft schauen kann, sondern es ist statistisch normal auch mal Glück zu haben und ein Ereignis vorherzusagen.

    Es gibt aber auch sehr negative NTE´s. Die Leute fürchten sich nach solche einer Erfahrung davor.


    Ich selbst bin fast erstickt. Es war schrecklich. Da war (noch?) nichts von sterbe erleichternden Substanzen in meinem Gehirn. Ich musste alles bei vollem Bewusstsein mitbekommen. Ich habe irgendwann einfach aufgegeben. Es war nicht toll. Daher mache ich mir eher über den Sterbevorgang an sich Gedanken. Warum sollte der Körper diese "Botenstoffe des Gehirns" erst dann aussenden, wenn man schon nicht mehr bei Bewusstsein ist? Warum nicht, als ich da am ersticken war und die Hölle durchgemacht habe? Das verstehe ich nicht.


    Nach dem tot könnte was sein, muss aber nicht. Das wird ja jeder für sich heraus finden. Möglich ist auch Wiedergeburt in andere Menschen oder Lebewesen.


    Meine Tante und mein Opa hatten schon Nahtoterfahrungen. Meine Tante erzählte mir, dass sie das Gefühl hatte von beiden Seiten (Fuß, Kopf) aus ihrem Körper herausgezogen zu werden. Es war nicht unangenehm. Mein Opa sagte mal zu mir: "Ich will nicht wieder tot sein, will nicht wieder über mir schweben und mich selber da liegen sehen".

    Ja es ist halt die generelle Frage wie es nach dem Tod weitergeht.


    Die Wissenschaftler vertreten die Ausknipstheorie. Der Mensch stirbt das Gehirn wird abgeschaltet. das wars.


    Die spirituellen Menschen sagen es geht nach diesem Leben weiter. Wir gehen in eine andere Daseinsform über.


    Grundsätzlich hat jeder Mensch Angst vor dem Tod, bzw dem Sterben. Ein Wissenschaftler weiss, nach dem Sterben ist alles vorbei. Man versucht also lange zu Leben. Mit zunehmenden Alter steigt die Angst vor dem Tod.


    Spirituelle Menschen wissen, dass es nach diesem Leben weitergeht. Die Angst vor dem Tod hält sich in Grenzen, das Leben wird mehr genossen. Manche freuen sich ein wenig auf das was kommen wird.


    Angenommen der Wissenschaftler stirbt, er hat nicht Recht und geht ins Licht, freut sich über das was er erlebt. Es wird ihm warscheinlich der Gedanke kommen dass er sich unnötig vor dem Tod gefürchtet hat.


    Im Gegenzug kann es ein dass ein Spiritueller Mensch stirbt. Er lag mit seinem Wissen daneben und es gibt kein Licht in das er geht. Es wird scharz und es ist zu ende. Er bekommt es allerdings gar nicht mit, hatte aber aufgrund seines Wissens ein schöneres Leben.


    Ich finde diesen Gedanken toll. ]:D


    Mir ist natürlich klar dass alle hier diskutierenden keine Angst vor dem Tod haben. ]:D