Zitat

    Ich bin seit Jahrzehnten medial "begabt" und hatte schon Kontakt zu Verstorbenen, die ich nicht kannte, von denen ich überhaupt nichts wußte. Und bekam von denen Dinge übermittelt, die nur den Hinterbliebenen einordnen konnten. Beispiel: da hat der Verstorbene ein Schmukstück verschenkt mit Worten, die er nie vorher über die Lippen bekommen hat, bestimmte Sätze, die jemand immer wiederholt hat. Das diente wohl dazu, dass die Angehörigen diese Person wirklich wieder erkannten.

    ich auch ! :)^ habe schon sehr viel erlebt in der Hinsicht. Hatte einen schweren Autounfall und als ich mit meinem, sich überschlagenden, Auto durch die Luft flog, hörte ich eine Stimme die mir sagte...dir passiert nichts! Mir ist nichts schlimmes passiert...Die Feuerwehr dachte ich sei tot doch ich saß schon im Strassenrand und sah dem Geschehen dort zu.


    Auf Wunsch gerne mehr. ;-)

    Zitat

    Warum sollte so etwas übermittelt werden, wenn die Seele nicht mehr existiert?? Es macht keinen Sinn.

    viele sagen ja, das sei das Unterbewusstsein, das uns da antwortet....aber auch ich hatte schon eine Oder mehrere Begegnungen dieser Art, die ich dann auch noch so gestaltete, das ich Antworten. Bekam, die niemand wissen konnte. Habe wertvolle Erfahrungen dadurch gemacht und möchte das nie missen.

    Zitat

    Ja, man sieht das Leben entspannter, Probleme des Lebens sieht man mit anderen Augen, vieles nimmt man bewusster wahr, akzeptiert es so wie es ist, man Kämpft nicht verkrampft daran an. Selbst bin ich nicht mehr fixiert auf das eigene Leben, man sieht viele Dinge, Geschehnisse im Leben, mit einer gewissen gelassenheit an, nimmt sie so wie sie sind. dadurch wir das Leben auch Lebenswerter.

    :)^ dem kann ich nur zustimmen !

    Zitat

    Ich bin mir sicher, dass das nichts mit der anderen Seite zu tun hat

    ja das stimmt. Das war mehr als Beispiel gedacht, dass es Dinge gibt, die Wissenschaftlich (noch) nicht nachgewiesen sind. Ich habe in ein einem Vortrag von einer Pastoralreferentin den Satz 'ich bin überzeugt, würden wir anerkennen dass es eine Verbindung zu Verstorbenen gibt würd es in der Psychiatrie weniger Patienten geben.'


    Sie wollte übrigens zum Thema Nahtod promovieren. Die katholische Kirche wollte jedoch nur Erfahrungen von katholischen Christen zulassen. Sie wollte eigentlich das vor allem interkonfessionell angehen. Sie hat dann auf die Promotion verzichtet. Sie wollte daraus ein Buch machen. Bislang hab ich jedoch noch nichts davon gehört.

    Ich hatte auch schon eine Handvoll "Nahtoderfahrungen", zumindest gleichen sie deren gängigen Schilderungen oft bis aufs i-Tüpfelchen. Sie alle habe ich erlebt in der Phase meines Lebens, in der ich mit Halluzinogenen experimentiert habe...und ich kann sagen, der überwältigende und lebensverändernde Aspekt verliert sich von Mal zu Mal.


    Übrig bleibt immer noch die Ungewißheit, ob ich nun an der Schwelle zum Totenreich stand, mit den Toten oder mit Gott gesprochen habe, ob ich Gedankenlesen konnte, oder fremde Sprachen sprechen konnte weil ich mich an eine frühere Inkarnation erinnerte...oder ob mir meine Neuronen einfach nur eine alternative Realität gezaubert haben, an deren "Echtheit" im jeweiligen Moment nicht der geringste Zweifel bestand.


    Auf die Frage, welche der beiden Versionen die richtigere ist, würde ich antworten: Die, die einem selbst mehr nützt, die bewirkt, daß man sich durch sie besser fühlt.

    Zitat

    Auf die Frage, welche der beiden Versionen die richtigere ist, würde ich antworten: Die, die einem selbst mehr nützt, die bewirkt, daß man sich durch sie besser fühlt.

    Dazu fällt mir eine Liedzeile ein: "Just because you feel good, doesn't mean you're right".

    @ GoldenWinter

    Zitat

    Vielleicht sind viele, die eine NTE hatten noch nicht "weit genug" gestorben. Vielleicht hängt es vom Grad des Sterbeprozesses zusammen.

    Da das schwer messbar ist, wird da immer Raum für Glauben bleiben.


    Viel schwerwiegender finde ich aber, dass besagte Erlebnisse eben gar nicht auf Nahtodsituationen beschränkt sind, sondern auch bei kerngesunden Menschen durch Drogen oder diverse mentale Techniken induziert werden können. Ein paar Mikrogramm LSD, die an den richtigen Rezeptoren andocken, können stundenlange Erfahrungen dieser Art herbeizaubern. Bei mir hat mal ein bisschen Cannabis für ein kurzes außerkörperliches Erlebnis genügt, oder für ziemlich deutliches "Sehen" mit geschlossenen Augen in einem verdunkelten Raum. Das ist nichts wahnsinnig Ungewöhnliches. Darüber gibt es vermutlich weit mehr Berichte von Gesunden als von Sterbenden. Auch Phänomene wie luzides Träumen und Schlafparalyse sind häufige und eng verwandte Themen. Und von Verstorbenen zu träumen, ist ohnehin ganz alltäglich. Dass bei einem kurzen Herzstillstand, also einem Zustand, der mit Schlaf oder Bewusstlosigkeit ebenso verbunden ist wie mit der Ausschüttung körpereigener Drogen, mit Sauerstoffmangel und gestörten Hirnfunktionen, eine Kombination solcher Reaktionen auftritt, erscheint mir deshalb nicht überraschend.


    Mein Tip ist folglich, dass NTE nicht auf ein reales Jenseits hindeuten, sondern dass sie erklärbare, nicht auf Todesnähe beschränkte körperliche Vorgänge sind, auf deren Basis sich Jenseitsvorstellungen erst entwickelt haben.

    @ Superkröte

    Zitat

    Nun selber habe ich keine Umfrage veranstaltet, habe mich nur in Büchern von Moody und Kübler-Ross damit beschäftigt, ebenso kenne ich selbst jemand der eine NTE hatte.

    Als Ergänzung empfehle ich das Buch "Der Ego-Tunnel" von Thomas Metzinger, einem Philosophen und Kognitionswissenschaftler, der sich vorwiegend mit philosophischen Problemen der Hirnforschung befasst. NTE nehmen in dem Buch breiten Raum ein. Der Autor hatte bereits als Kind oft spontane außerkörperliche Erfahrungen, und er hat über viele Jahre hinweg Techniken entwickelt, sie auch gezielt herbeizuführen und im Selbstversuch zu studieren, auch unter Laborbedingungen, mit Elektroden am Kopf oder im CT. Der Mann weiß also, wovon er redet. Er kennt die Erfahrungen zur Genüge und ist Experte für alle gängigen religiösen, philsophischen und wissenschaftlichen Theorien auf diesem Gebiet. Er liefert keine endgültigen Erklärungen (soweit ist man noch nicht), aber schafft es, die extrem komplexe Materie, also die Frage, wie Bewusstsein "technisch" funktionieren könnte, ziemlich anschaulich und plausibel zu vermitteln.

    @ Troilus

    Zitat

    Mein Tip ist folglich, dass NTE nicht auf ein reales Jenseits hindeuten, sondern dass sie erklärbare, nicht auf Todesnähe beschränkte körperliche Vorgänge sind, auf deren Basis sich Jenseitsvorstellungen erst entwickelt haben.

    Gut möglich. Klingt plausibel.


    Dennoch halte ich es wie Sinnestäter:

    Zitat

    Auf die Frage, welche der beiden Versionen die richtigere ist, würde ich antworten: Die, die einem selbst mehr nützt, die bewirkt, daß man sich durch sie besser fühlt.

    @ Mollienchen

    Zitat

    Auf die Frage, welche der beiden Versionen die richtigere ist, würde ich antworten: Die, die einem selbst mehr nützt, die bewirkt, daß man sich durch sie besser fühlt.

    Ich würde sagen: Hauptsache, man hat vorm Tod 'ne schöne Nahtoderfahrung. :-D Welche Ursachen die hat und was danach kommt, ist doch ziemlich egal. Bestenfalls ist das Letzte, das man sieht, das "Paradies". Ob das nun real ist oder nur ein letzter Endorphin-Vollrausch zum Abschied, spielt doch letztlich keine Rolle. Insofern bin ich gar nicht der Meinung, das wissenschaftliche Erklärungen die Erfahrung entzaubern. An der Erfahrung selbst ändert sich doch nichts, nur weil die Erklärung sich ändert. Oder?

    Interessanter Faden :)^


    Jedoch meine ich zu denken, dass uns unser Gehirn bei Nahtoderfahrungen einen Streich spielt um das Ganze Martyrium ertragen zu können (SChmerzen etc.). So berichtete zumindest die Wissenschaft der Gehirnforschung – leider. :-/


    Dass das Hirn in der Lage ist uns Streiche zu spielen, ist unstreitbar.

    Schmerzen, das Leben ist voll damit und man bekommt keine NTE um es erträglicher zu machen sondern Opiate oder Morphin. Nicht bei jedem Sauerstoffmangel stellt sich das Hirn auf NTE ein.


    Tatsache ist das es weder Beweise dafür noch richtige stichhaltige Beweise dagegen gibt. Was heute geschrieben steht kann morgen schon wieder out sein.


    Ich wüßte wirklich nicht warum mein Hirn mir unbedingt mein Leid erträglicher machen muß wenn ich unbewußt bin als wenn ich wach und voller schmerz bin ???


    Der Sinn erschließt sich mir nicht.

    Ich frage mich aber ernsthaft welche Erklärung es dafür gibt dass ein Mensch sich von außen betrachtet. Wie soll das funktionieren dass man sich selber von oben irgendwo liegen sieht? Was für einen Sinn macht das? Was passiert wissenschaftlich gesehen wenn Leute hellsichtig sind und was haben Wissenschaftler für Erklärungen für das warum?

    @ gp56

    Zitat

    du scheinst dich mit dem Thema intensiver befasst zu haben. Gibt es einen Grund dafür?

    Nur ein allgemeines Interesse an philosophischen und psychologischen Fragen, plus einige wenige spontane oder drogeninduzierte "mystische" Erfahrungen in jungen Jahren. (Nein, ich bin kein psychedelischer Hippie, der alle Wunderkräuter der Wlt durchprobiert hat, ganz im Gegenteil, ich war da immer sehr, sehr moderat).

    Zitat

    Jedoch meine ich zu denken, dass uns unser Gehirn bei Nahtoderfahrungen einen Streich spielt um das Ganze Martyrium ertragen zu können (SChmerzen etc.). So berichtete zumindest die Wissenschaft der Gehirnforschung – leider. :-/

    Warum hat mein Hirn dann während meines Ersticken Martyriums keien Botenstoffe ausgesendet? Warum wird das erst dann ausgesendet, wenn man Ohnmächtig geworden ist und nicht während des Sterbeprozesses selbst? Ich hätte das bei meinem Ersticken gut gebrauchen können. Ich musste leider alles ganz klar und deutlich mitbekommen. Das war grausam.... :°(

    @ Superkröte

    Zitat

    Ich wüßte wirklich nicht warum mein Hirn mir unbedingt mein Leid erträglicher machen muß wenn ich unbewußt bin als wenn ich wach und voller schmerz bin ???


    Der Sinn erschließt sich mir nicht.

    Normale Schmerzen dienen ja als Warnsignal, darum wäre es kontraproduktiv, sie erträglicher zu machen. Man würde sie dann nicht ernst nehmen, die Ursache nicht vermeiden oder bekämpfen.


    Manche Schmerzen, z. B. bei schwerer körperlicher Anstrengung (Marathon, Bergsteigen u. ä.), sogar beim Sex, werden allerdings sehr wohl durch Endorphine gemildert. Sonst würde das alles nur halb soviel Spaß machen.


    Dass es bei NTE ums Erträglichermachen geht, glaube ich auch nicht. Ich denke, dass sind einfach chaotische Prozesse, die zufällig einen positiv empfunden Nebeneffekt haben können (aber nicht müssen; negative NTE gibt es ja auch). Einen evolutionären Sinn braucht man in NTE ohnehin nicht zu suchen. Wie das Sterben abläuft, ist evolutionär völlig irrelevant.