Informationsrecht und Vorgehen nach Tod der Adoptivmutter?

    (Urspr. Fadentitel: "Guten Abend")




    Hallo, ich bin 39 Jahre alt und wurde in der DDR von einem Ehepaar adoptiert. Seit 25 Jahren besteht nun kein Kontakt mehr zu meiner Adoptivfamilie, es ist einfach alles schief gelaufen, was nur schief laufen kann. Ich bin das einzige Kind. Es gibt kein leibliches oder ein zweites adoptiertes Kind. Nun habe ich erfahren, das meine Adoptivmutter verstorben ist. Bisher habe ich noch keine Information darüber erhalten. Von Vater nicht, auch nicht von irgendwelchen Ämtern. Ich weiß das Datum der Beerdigung und werde dort auch hingehen. An diesem Tag werde ich um Vergebung bitten, sowie auch Vergeben.


    Jetzt zu meiner Frage, werde ich jemals darüber informiert? Ich habe keine Ahnung, was ich jetzt machen kann. Muss ich informiert werden? Wo kann ich mich melden, Zwecks Urkunden, Erinnerungen, Erbe oder ähnlichem? Steht es mir zu, informationen zu erhalten?


    Ich Danke für schnelle Antworten.

  • 14 Antworten

    Danke für die vielen Antworten. Ich war nun am Samstag bei der Beerdigung. War schon sehr schrecklich, meinen Adoptivvater so zu sehen. Er tat mir schon sehr leid. Bei einem Telefonat mit Ihm, hat er mir klar zu verstehen gegeben, das er mit mir nichts zu tun haben wolle. Ich hätte dieser Familie als Kind zu viel angetan. Ich wurde mit 6 Jahren adoptiert und lebte dort nur 6 Jahre. Dann kam ich wieder weg. Naja, andere Geschichte.


    Jetzt, nach dem ich so ignoriert wurde, bei der Beerdigung, möchte ich um so mehr einige Erinnerungen haben, egal wie. Ich habe mich bisher noch nicht mit solchen Fällen auseinandergesetzt. Ich finde im Netz immer nur, das ich genauso wie ein leibliches Kind behandelt werde, was die Erbfolge betrifft. Würde sich irgendjemand bei mir melden, Gericht oder ähnliches?


    Es kann ja auch sein, das der Rest meiner Familie sagt, das es niemanden weiter gibt. Dann wäre ich raus. Ich werde heute nochmal beim Nachlassgericht anrufen und mich erkundigen, weiß nur nicht, ob das was bringt.


    Euch allen einen schönen Tag

    Zitat

    Jetzt, nach dem ich so ignoriert wurde, bei der Beerdigung, möchte ich um so mehr einige Erinnerungen haben, egal wie

    Hhm, finde ich jetzt irgendwie komisch! Du hattest (und wolltest) 25 Jahre keinen Kontakt zu Deinen Adoptibveltern und jetzt sind Dir "Erinnerungen" wichtig? Geht's um eine Blumenvase oder einen Pullover der Adoptivmutter oder eher um Geld? ;-D


    Wahrscheinlich wird doch sowieso der Gatte Alleinerbe sein und Du erst nach seinem Tod etwas erben. Und dann würde ich wetten, dass - wenn euer Verhältnis so schlecht und zerrüttet war - die Adoptiveltern dafür gesorgt haben, dass jemand anderes, der ihnen nähersteht als die verschwundene Ex-Tochter, den Nachlass erbt. Wenn Du trotzdem in der gültigen Erbfolge stehst, wirst Du sicher von amtlicher Stelle Bescheid bekommen.


    Ganz ehrlich? Ich würde es für mich schäbig finden, nach 25 Jahren "Schief laufen" und Kontaktabbruch beim Erben wieder da zu sein... :=o

    Immerhin ist sie durch die Adoption das (einzige) Kind ihrer Adoptiveltern; hätten sie sie nicht adoptiert, was die freie Entscheidung der Adoptiveltern war, wäre da niemand und die entfernte Verwandtschaft würde auf der Matte stehen.


    Und was da in der Beziehung schief gelaufen ist, kann man ja wohl schlecht allein einem sechs- bis zwölfjährigen Kind anlasten.