keinen schlaf durch Trauer

    Hallo,


    zunächst einmal dankeschön für alle die sich zeit nehmen um meine Zeilen zu lesen aber da ich nicht mehr weiter weis hoffe ich auf hilfe.


    Zunächst einmal bin ich ein sehr aufgeschlossener und offener Mensch der sehr gern im kontakt mit anderen Menschen steht.und dem es eigentlich unter tage die meiste Zeit recht gut geht jedoch hab ich ein Problem das meist nur in der Nacht auftritt.


    Wenn ich am Abend alleine im Bett liege bzw auch als ih damals eine Freundin hatte und sie vor mir eingeschlafen ist, überkommt ich eine große Trauer bis hien zur Verzweiflung. Ich wache teilweise bis zu 10 mal in der Nacht auf oder habe schreckliche Alpträume.


    Meine Mutter ist 2005 gestorben (Bustkrebs) und war jahrelang zu Hause an schmerzmitteln angeschlossen. Meine Oma hat mir und meiner Schwester damals eingeredet dass, wir eine mitschuld daran hätten, da wir anscheinend nicht genug gebetet haben (ich wurde recht christlich erzogen) 2Monate später ist auch sie an Brustkrebs erkrankt und gestorben und 3 Jahre danach hat sich ein Onkel das Leben genommen mit dem ich immer zu Hause gearbeitet habe (Bauernhof).


    Meine Trauer ist nun umgeschlagen in Hass gegen alle die gestorben sind und mich im Stich gelassen haben. Ich fühle Trauer und endtäuschung wenn überhaupt dann nur noch ca immer 2 min lang in vorm eines schmerzes das ich zeitweise nur mehr am heulen bin und ich nicht einmal genau weiß warum. Nach dieser zeit geht es mir wieder ganz normal, aber ich fange an zu brechen und kann nicht mehr schlafen.


    Ich habe es geschafft all die Jahre vor meinen Gefühlen zu flüchten jedoch hot es mich immer wieder ein wenn es einem Freund oder mir nicht so gut geht. Ich hätte eigentlich schon längst abgeschlossen mit dem Leben nur will ich nicht so egoistisch sein wie die anderen die mich zurückgelassen haben. Als folge darauf habe ich angefangen zu Saufen wie ein Loch wofür ich auch teilweise in meinem Dorf bekannt bin.Nun habe ich seit 4 Monaten jeden Tag gekifft um endlich mal ruhig schlafen zu können ich weiß nicht mehr weiter ich dachte es würde vergehen aber es holt mich immer wieder ein. Auch war ich schon beim Psychologen nur musste ich gehen da ich ihn sonst verprügelt hätte. Ich bin im Falle mittlerweile 21 viele meine Freunde wissen darüber bescheid nur kann mir auch keiner helfen da mir vorkommt sie verstehen mich nicht...

  • 18 Antworten

    Naja, nur weil du mit 11 unter dem absolut schädlichen Einfluss deiner Großmutter Wut auf den Psychologen entwickelt hast, der dich mit der Wahrheit, die du nicht hören wolltest konfrontiert hast, hießt das ja noch lange nicht, dass es dir heute als erwachsenem Menschen nicht weiterhelgen würde!


    Ich denke auch, dass es für dich unabdingabr ist, weil du in deiner Trauerarbeit offensichtlich gefangen bist und nicht abschließen kannst.


    Dass du inzwischen Wut entwickelst auf die Verstorbenen ist meienr Meinung nach ein gutes Zeichen, nur kommt die Wutphase in der Regel nicht erst nach 11 Jahren. Auch dass du in Suchtverhalten gerutscht bist, zeigt, dass du Hilfe benötigst!

    es tut mir sehr leid, was du in deinem leben durchgemacht hast...anstatt einen psychologen würde ich dir einen therapeuten empfehlen, der mit dir eine verhaltenstherapie macht...also wie du besser damit umgehen kannst und das geschehene verarbeiten kannst...


    aber lass dir bitte helfen und schmeiß dein leben nicht schon mit 21 weg...ich bin 23 und habe auch schon einiges durch in meinem leben und werde auch mein leben lang einen therapeuten brauchen...


    und ich weiß, dass vieles immer leichter gesagt als getan ist, jedoch kannst nur du dir helfen, wenn du es möchtest...


    ich hoffe sehr, dass du einen therapeuten findest und hilfe bekommst...das leben ist zu schön um es mit 21 aufzugeben @:) :)*

    ich habe einfach Ansgt mich damit auseinander zu setzen da es mir wie ein Loch ohne Boden vorkommt immer wieder passiert Menschen die ich mag sehr schlimme Sachen und obwohl ich mehr trinke und mir einen Scheiß aus meiner Gesundheit mache bin ich scheinbar der einzige dem nichts passiert. Ich hasse es es kommen immer nur sachen dazu die mich wieder ganz an den Anfang stellen und ich trotz schlafmittel weder essen noch schlafen kann ich wollte den Kontakt zu meinen Freunden und meiner Familie abbrechen da ich es nicht mehr schaffe noch so einen Verlust zu ertragen. Versteh mich nicht falsch es gibt auch Zeiten da liebe ich das Leben und ich bin sonst auch immer gut gelaunt und froh ..... aber so bald ich alleine bin hab ich angst vor dem schlafen bzw nicht zu schlafen oder die Träume. Wenn ich mich mit diesen Gefühlen auseinender setze heul ich mich in den schlaf und steh am nächsten tag wieder am selben punkt....

    ich kann dich sehr gut verstehen, jedoch wird dir leider nichts anderes übrig bleiben, als dich damit auseinander zu setzen...nur so verstehst du und kannst verarbeiten...du kannst natürlich auch so weiter machen, wie bisher...


    wenn man psychische probleme hat (egal, was für welche) dann ist es leider so, dass man selber stark sein muss...es ist schwer da raus zu kommen, aber es lohnt sich und du kannst wieder glücklich sein...


    hast du denn jemanden, der dich unterstützt?...vllt wäre es toll, wenn du jmd hast, der dich begleitet und zu dem du auch vertrauen hast, wenn es dir damit besser geht :-)

    schon mal vielen dank für die Antwort nur die letzen Personen in die ich vertrauen hatte bzw die mich begleitet haben die gibt es nicht mehr und meine anderen Freunde verstehen mich nicht bzw ich kann sie nicht damit belasten, da es sie auch noch zu grunde richten würde. Auch hat mich die Trennung von meiner jetzt ex freundin komplett aus der Bahn geworfen mitlerweile bin ich darüber hinweg aber ich bekomme jetzt sogar schlaf- und magenprobleme mit sachen die wie das beispiel geradenichts mit dem eigentlichen grund zu tun hat es ging nur um einen satz den sie zu mir sagte und zwar dass sie mich nie hängen lassen würde.... ehrlich gesagt hab ich hab ich den Beitrag überwiegend geschrieben um mir mal bestimmte sachen aus meinem Kopf zu lassen. Ich habe diese Zeilen auch aus dem Grund geschrieben da ich eben niht nochma 10 Jahre warten will um dann wieder amAnfang zu stehen. Darf ich fragen was bei dir so passiert ist? denn mir kommt manchmalvor ich passe nicht in diese welt bzw ich bin einfach zu "weich".

    @ Bordstein

    Ich möchte gleich einsteigen mit: Es tut mir schrecklich leid, dass du deine Mutter verloren hast, dass dir deine Oma so einen Schmarrn eingeredet hat und dass du diese Schlafprobleme hast :°_


    Ich habe es selber sehr stark unter Albträumen gelitten und meine Psyche hat dadurch rausgeschrieen, was ich im Alltag verdrängt habe. Ich hatte sogar mal eine Phase, in der sich der Albtraum Nacht für Nacht fortgesetzt hat, es war so real wie ein zweites Leben und ich dachte, ich drehe jetzt vollkommen durch :-( :°(


    Fakt ist: Deine Psyche will dir was sagen. Deine Seele ist überlastet und hat irgendwo einen Knacks.


    i

    Zitat

    Ich habe einfach Ansgt mich damit auseinander zu setzen da es mir wie ein Loch ohne Boden vorkommt immer wieder passiert Menschen die ich mag sehr schlimme Sachen und obwohl ich mehr trinke und mir einen Scheiß aus meiner Gesundheit mache bin ich scheinbar der einzige dem nichts passiert

    Das ist nicht ein Problem, sondern ein ganzer Problem-Komplex:


    a) Angst vor der Traurigkeit ohne Boden: Du hast es wahrscheinlich noch nicht selber erlebt, aber jede Traurigkeit hat einen Boden, d.h. ein Ende. Diesen Boden kann / sollte man nur mit professioneller Hilfe beschreiten, die aus einer Gesprächstherapie mit optionaler Medikation beim Psychiater besteht. Ich hatte auch immer Angst, dass ich nicht mehr aufhören kann, wenn ich einmal die Schleusen öffne. Dass ich einfach ins Bodenlose falle. Da hat mir die Verhaltenstherapie geholfen, wo ich Stück für Stück den Boden des Abgrundes begleitet erforschen konnte. Auch eine Quelle aus Tränen fließt nicht unendlich, sondern irgendwann erschöpft sie sich, trocknet aus, macht einem Frieden Platz. :)*


    b) Menschen, die wir lieben, passieren schlimme Dinge: Das ist wohl eine der krassesten Erfahrungen, die man machen kann. Dir ist das mit dem Tod deiner Mutter leider sehr früh passiert. :°_ Das tut mir leid für dich :°_ :)*


    Ich denke, diese Erfahrung macht jeder im Leben, aber das besondere an deiner (und auch meiner) Situation ist, dass es dir (und mir) sehr früh im Leben passiert ist. Dadurch fühlt man sich extrem als Außenseiter, man ist sehr alleine mit diesen Erfahrungen. Ich habe z.B. mit Leuten, die zwanzig Jahre älter sind, ähnliche Erfahrungen besser teilen können als mit Gleichaltrigen. Mein Partner hatte mit 21 Krebs und ich erinnere mich noch an die Fragen meiner Freunde / Freundinnen, warum ich denn kein Auslandsjahr / Party / Besäufnis mache. Dabei war ich gedanklich in einer ganz anderen Lebensphase, nämlich mit dem potenziellen Tod, schwerer Krankheit, Pflege und Infektanfälligkeit konfrontiert. Keiner (außer meiner Schwimu) hat dies verstanden: Weder meine Eltern, noch sehr, sehr gute Freunde, noch enge Vertraute. Keiner. Mit diesen schweren Schicksalsschlägen ist man als junger Mensch verdammt alleine! :-( :(v


    c)

    Zitat

    obwohl ich mehr trinke und mir einen Scheiß aus meiner Gesundheit mache bin ich scheinbar der einzige dem nichts passiert

    Kenne ich von mir selber. Aber: Auf Dauer geht auch das (wahrscheinlich) nicht gut. Selbstverletzung oder Selbstzerstörung mag man mit 20 noch sehr gut aushalten, wenn man aber weiterlebt / weiterleben will werden sich sehr wohl Spätfolgen einstellen. Dein Konsum von Alkohol / Kiffen ist ja letztlich nichts anderes als selbstverletzendes / selbstschädigendes Verhalten. Das geht mitunter sehr lange gut, bis es eben nicht mehr gut geht. Belies dich ruhig mal zu dem Thema (Selbstverletzendes Verhalten). Auch das ist ein Hilfeschrei der Seele.




    Mein Rat: Mach doch einfach mal ein paar Therapeutentermine. Die Wartezeiten sind laaaaang und wenn es dir bis dahin besser geht, kannst du einfach wieder absagen. Was ich nach vielen Jahren psychischem Leiden gelernt habe: Nichts ist schlimmer, als alleine und ohne Hilfe in so einem Zustand zuhause zu sitzen. Nahe Angehörige wollen und können auch gar nicht helfen bei dem, was du fühlst. Das müssen Außenstehende leisten, die eine professionelle Distanz zu den Themen haben. Angehörige wollen zwar häufig helfen, aber als Betroffener ist man auch nicht in der Lage, deren Hilfsangebote anzunehmen. Angehörige sind nun mal keine Psychotherapeuten, sondern eben Verwandte / Bekannte.


    Analogie: Mit einem Beinbruch würde man auch nicht zum besten Freund, sondern zum nächsten Arzt humpeln ;-)

    zunächst einmal danke für deine Anwort :)


    naja das Gefühl istschwer zu bescheiben es ist die Angst vor dem schlafen bzw nicht schlafen zu können denn auch wenn es schon 10 Jahre vorbei ist verfolgen mich immer noch Bilder die so klar sind als wär es erst vor kurzem passiert (wie meine Mutter an den Schläuchen hengt ....immhien war sie auch ein Jahr so zu Hause) zudem kann ich auch andere Sachen nicht auf sich beruhen lassen bzw vergessen auch wenn sie noch so lange her sind wenn es mich zum damaligen zeitpunkt berührt oder verletzt hat. Deshalb meine Sorge dass ich es eben nie mehr los werde :-/


    Tut mir leid wegen deinem Freund aer ich kann dich verstehen, auch wenn sich noch so jemand versucht in dich hinein zu versetzten ... wenn die Person es nicht selbst oder änliches mitgemacht hat kann man das (fast) nicht verstehen.


    Ich habe im Internet schon nachgeforscht jedoch verletze ich mich nicht absichtlich durch ritzen oder so Zeug meine Taten lassen sich dadurch erklären dass es mir einfach egal ist ob ich am morgen aufwache oder eben nicht. Die wichtigste Person in meinem Leben ist zur Zeit meine Schwester da sie immer für mich da war bzw ist jedoch möchte ich sie nicht wieder belasten da sie nach einiger Zeit der Trauer alles überwunden hat und nun auch 2 Kinder hat. Wobei ich mein Leben einfach so geführt habe als wär nie etwas passiert. Wenn ich sie jetzt damit belasten würde und den kindern es dabei nicht gut geht weil sie es fertig macht könnte ch das mir nie verzeihen.


    Der Gang zum Psychologen könnte sich auch als schwierig ereignen da ich die letzen 10 Jahre damit verbracht habe alles in der Form zu unterdrücken und ich nicht einmal weiß wo ich anfangen soll nachzubohren. Da ich inzwischen so einen Hass auf die Kirche und die Personen habe dass ich sie am liebsten ausgraben und verprügeln würde....


    Aber ich werde trotzdem versuchen deinen Rat durchzuziehen da es längerfristig wohl oder übel nichts daran vorbei führt wenn man ein halbwegs normales Leben führen möchte.


    Nochmals vielen dank für deine Zeit :)

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    Meine Oma hat mir und meiner Schwester damals eingeredet dass, wir eine mitschuld daran hätten, da wir anscheinend nicht genug gebetet haben

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    Da ich inzwischen so einen Hass auf die Kirche und die Personen habe dass ich sie am liebsten ausgraben und verprügeln würde....

    Das kann ich nachvollziehen. Religiöse Erziehung, die Angst zum Kernthema macht, ist völlig verrückt. Wie kann man einem Kind nur so etwas antun? >:(


    Aber du weißt auch, dass du dadurch nichts änderst oder rückwirkend anders machen kann. Wichtig für dich ist die Erkenntnis, dass dich keine Schuld traf und dass dir Müll eingetrichtert wurde.


    Ich möchte aber noch auf deine Schlaflosigkeit eingehen:

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    Wenn ich am Abend alleine im Bett liege bzw auch als ih damals eine Freundin hatte und sie vor mir eingeschlafen ist, überkommt ich eine große Trauer bis hien zur Verzweiflung.

    In den Zeiten, in denen liebe Menschen von mir im Sterben lagen, ging es mir ganz genauso. Tagsüber kommt man klar, in der Nacht kommt die Verzweifelung. Das fehlende Licht löst im Hormonspiegel mehr aus als man manchmal denkt. Angst und Tränen kamen dann auf, die dann im Laufe des Tages fast surreal erschienen.


    Alkohol und Kiffen sind aber eine undankbare Lösung. Durch Alkohol wird der Schlaf unruhiger und von THC musst du in deinen psychischen Belastungen sowieso die Finger lassen. Was mir damals geholfen hat war starker Tee vom Kalifornischen Goldmohn vor dem Schlafengehen. Das bekommst du legal in Kräutershops oder Gewürz/Ethno-Läden - wenn du einen Sommer wartest, kannst du ihn auch selbst im Blumenkübel züchten.


    Aber du wirst unbedingt mit einem Therapeuten deine Sicht auf diese Dinge aufarbeiten müssen, da führt kein Weg dran vorbei. Die Dinge liegen lange zurück - schwere Trauer ist normal, aber Symptome über so viele Jahre nicht. Und du solltest keine Scheu haben, diesen langen (!) Weg zu gehen, denn jeder Tag ohne diesen Weg ist ein verlorener Tag. Sonst wirst du wirklich in weiteren 10 Jahren feststellen, dass du keinen Schritt weiter bist. Dann lieber 5-10 Jahre daran arbeiten. Du bist noch jung, und wenn du mit 30 wieder auf dem Damm bist, kannst du dein Leben immer noch 50 Jahre und mehr genießen. Lass dir helfen und gib nicht auf. :)*

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    Ich habe es geschafft all die Jahre vor meinen Gefühlen zu flüchten jedoch hot es mich immer wieder ein

    Ich fürchte, dass hier die Ursache liegt: Du hast all die Jahre nicht richtig trauern können - aber Trauer holt einen immer ein - deshalb wäre es jetzt sehr wichtig, Deine Trauer intensiv auszuleben - vielleicht mit Hilfe eines anderen Psychologen? - Dadurch, dass Du jahrelang Deine Trauer verdrängt bzw. ER-tränkt hast (im Alkohol...) wirst Du professionelle Hilfe dringend brauchen.


    Ich kann schon ein Stück weit verstehen, dass Du in Deinen kindlichen Hoffnungen darauf fixiert warst, dass Deine Mutter wieder gesund würde und konntest in dem Moment die Worte des Psychologen, Deine Mutter würde sterben, nicht brauchen. - Dass Dir bezgl. der Großmutter bzw. was sie gesagt hat - so übel mitgespielt wurde, das tut mir sehr leid!!! - Dazu darf man Religion nicht missbrauchen - eigentlich soll sie doch ein Anker sein, an den man sich festhalten kann! - Das war also total kontraproduktiv und definitiv falsch und auch sehr unsensibel von Deiner Großmutter!


    Dass Du nicht schlafen kannst, ist sehr normal in Zeiten tiefer Trauer. - Da Du aber jahrelang Deine Trauer verdrängt hast, wirst Du einige Zeit brauchen, bis das wieder einigermaßen eingespielt ist. Ich weiß, was es heißt in Trauerzeiten nicht schlafen zu können: Man hat Angst vor der Nacht, vor den Träumen - tagsüber hat man Angst vor der grausamen Realität..............Ich hab schon sehr sehr oft Trauerzeiten durchlebt - aber ich weiß auch wie WICHTIG es ist, Trauer wirklich zuzulassen und auszuleben. Denn das Ausleben bzw. Zulassen der Trauer ist der Schlüssel zum Weiterleben.


    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft - und die Hilfe eines wirklich einfühlsamen Therapeuten - es gibt auch Psychologen die auf Trauerarbeit spezialisiert sind!


    :)* :)* :)*

    also ich habe noch keine verluste erlebt, aber ich habe eine angst und panikstörung und depressionen...durch meine therapie lernen ich besser damit umzugehen und weiß dennoch, dass ich mein leben lang immer therapie brauche...leide seit ich 8 bin daran und war auch schon in einer psychiatrie, da ich fast gestorben wäre...dw lass dich nicht einfach gehen und handle...geh zum hausarzt und schilder ihm grob dein problem...er wird dir eine überweisung zum therapueten/psychologen geben...und es wird ein langer und schwieriger weg...


    ich kann verstehen, dass du deine schwester nicht belasten willst, aber du bist gerade mal 21 und da ist das wichtig, dass du mit jmd darüber reden kannst...deine schwester wird dich bestimmt unterstützen wo sie kann


    auch wenn es dir wieder besser gehen sollte, würde ich trotzdem eine therapie machen, denn irgendwann kommt es wieder und holt dich eine...ist meine persönliche erfahrung

    Nochmals dankeschön für die vielen Antworten


    ich gedenke dieses Wochenende nur zu Hause zu bleiben und mich bewusst auf die Trauer zu konzentrieren, da ich ihnen nicht ausweichen kann und es mich somit auch für den Rest meines Lebens verfolg. Ich denke wenn man sich langsam herantastet kann nicht alles schief gehen und der gang zum Therapeuten auch wenn es sicherlich das beste wär fühle ich mich nocht nicht dazu bereit. Es tut schon gut sich den ganzen Mist mal von der Seele zu reden und so blöd es auch klint mal im nüchternen Zustand auch mal darüber zu reden. Nochmals danke für eure Hilfe, dacht nicht dass ich so schnell antworten bekomme :-o :-)

    ja überlege dir, wie du was angehen möchtest...solange du nicht bereit bist für eine "veränderung", bringt es nichts, dich zum therapeuten zu zwingen...


    du triffst für dich alleine eine entscheidung, mit der du zufrieden bist :)* @:)

    @ Bordstein94,

    wenn du deine Geschichte so erzählst, dann würde ich sagen ist es kein Wunder, dass du säufst. Und weil deine Umwelt, also die Leute im Dorf, eben nicht alle Umstände kennen, könnte es sein, dass die halt nicht verstehen warum du dich so verhältst, wie du dich verhältst.


    Ich sage dir jetzt einfach mal, dass du ok bist, so wie du momentan bist. Mir 11 Jahren seine Mutter zu verlieren ist kein Pappenstiel. Das schon alleine zu verkraften ist viel. Und dann kommt noch hinzu, dass deine Großmutter dir, bzw. dir und deiner Schwester eine Mitschuld eingeredet hat.


    Ich bin schon etliche Jahre älter als du und habe dadurch natürlich auch eine andere Sicht auf die Dinge dieser Welt. Du solltest als erstes mal deine Schuldgefühle gegenüber deiner Mutter los werden. Wie du das machst ist egal. Also ob dir eine Therapeut hilft oder du dir alleine.


    Ein 11jähriges Kind ist nicht Mitschuld am Tod seiner Mutter. Und schon gar nicht, weil es nicht genug gebetet hat.


    Meiner Meinung nach ist auch nicht Gott Schuld am Tod deiner Mutter. Es wird ja immer so gesagt auf "Fernseh Beerdigungen" in Filmen, bzw. der Pfarrer sagt dann immer: "Es hat Gott gefallen unseren lieben Bruder, Schwester etc. zu sich heim zurufen ...". Oder so ähnlich. Ich glaube nicht, dass dem so ist. Sterben ist eine Sache zwischen der Seele eines Menschen und seinem Körper. Wenn die Seele lange genug hier auf Erden in einem Körper gewandelt ist, dann beschließt sie eines Tages zu gehen. Nach menschlichen Maßstäben kann man nicht verstehen, warum eine Seele nicht immer so lange bleibt, bis der Körper alt und gebrechlich ist. Warum manche Menschen eben sehr früh gehen. Aus der Sicht der Seele soll es sehr wohl Sinn machen.


    Vielleicht hilft es dir zu wissen, dass du nicht Schuld am Tod deiner Mutter bist. Es gibt nur einen Menschen auf dieser Welt der dir diese Schuld vergeben kann. Und das bist du. Mache dir bewußt, dass du nicht Schuld bist. Mit keinem deiner Verhalten, mit nichts.


    Ein weiterer Schritt wäre, deiner Oma zu vegeben. Die hat zwar, also im Schwäbischen würde man sagen: "Einen Scheißdreck an dich na gschwätzd", aber sie wußte es nicht besser. Da sie Tod ist, kannst du es ihr nicht mehr direkt sagen. Aber du könntest z.B. an ihr Grab gehen und es ihr dort sagen. "Liebe Oma, das war zwar ein "Sch..." was du mir und meiner Schwester damals erzählt hast, aber ich vergebe dir.


    Das sind so, meiner Ansicht nach, die beiden größten Baustellen, die du mal angehen könntest. Dir und deiner Oma vergeben. Wenn du diese Last mal weg hast, dann wird wahrscheinlich auch vieles andere in einem anderen Licht erscheinen. Schreib doch mal, ob dir diese Sicht was bringt, oder ob du mich nicht verstehen kannst.

    Zur Zeit bin ich weit von zu Hause weg da ich mir dachte es würde bessr gehen wenn ich ein wenig "abstand" von der ganzen Sache bekomme jedoch hat es mir bis jetzt nicht ganz so genüzt wie ich es mir erhofft habe, da ich das Problem nur um 800km weiter verschoben habe.


    Meine nächsten Ziele wären, da ich in den Osterferien nach Hause fahre die Gräber für den Anfang zu Besuchen um so hoffentlich endlich einen Schlussstrich ziehen zu können (ich war seit der Vorkommnisse nie wieder ein Grab besucht habe bzw auf dem Weg dahin sich mein Magen so verkrampft hat, das ich angefangen habe zu würgen).


    Doch jetzt muss ich sagen 10 Jahre sind mehr als genug und es führt wohl oder übel kein Weg vorbei. Zudem muss ich sagen dass ich seit dem Vorfall nie wieder gebetet habe und auch nicht nach einen tieferen Sinn dahinter gesucht habe. Ich bekomme direkt Wut wenn mir z.B. jemand versucht was religiöses reinzutexten, da ich weder von Gott, irgend einer Religion, oder sonstiges gar nichts halte .... aber jeder wie er meint.


    Naja jedenfalls denke ich es wär mal ein Anfang :-)

    ich dachte'ich knnte mir mit Alkohol und rauchen meinen Charakter genug außer gefächt setzen, das er so zu sagen "betäubt" ist und ich so das interesse an meinen Umfeld zu verlieren (Freunde, Familie, Mädchen und so) nur leider ging der Plan nach hinten los als ich mal nichts zur Verfügung hatte bzw zu viel von etwas und es aus mir ausgebrochen ist (im rausch auch schon mehrmals) ich habe auch über Monate hinweg überlegt ob ich hier einen Beitrag verfassen soll, aber es war eine sehr gute endscheidung da ich " nicht als paranoider Mensch enden will der sich nicht traut jemand zu öffnen da dieser Person ja irgendwann irgendwass zustoßen könnte ... ich meine wer denkt jeden Tag darüber nach ob nicht irgend einem Freund oder Familienmitglied irgendwass schreckliches passieren könnte ":/