ich selbst habe von meiner Mutter nichts weggeworfen...


    von meinem Vater aus sollte ich etwas aussuchen, das habe ich auch gemacht...


    andre ist zwar aus dem Schrank, aber nicht weg.....


    ich selbst schaff es nicht, obwohl ich immer darauf angesprochen wurde... die Sachen meiner Mutter, irgendwie zu verkaufen, aber ich kann doch nicht die Sachen so los werden!!!:°(:-/

    Bei mir war es sehr heftig nach dem Tod meiner Frau..... ich konnte den gemeinsamen Kleiderschrank nicht mehr aufmachen.


    Habe mir beim Ausräumen Hilfe geholt. Die beste gemeinsamme Freundin half und packte alles in Kartons,welche ich zur Städischen-Kleiderkammer brachte.


    Seit dem geht es mir in unserem gemeinsamen Schlafzimmer deutlich besser.


    Es brechen nicht gleich wieder die Erinnerungen , wie sie starb, hervor, für mich eine deutliche gefühlsmäßige Verbesserung.

    ganz ehrlich.....wäre mit meinem lebensgefährten etwas würde ich nicht mal eine benutzte socke von ihm wegschmeissen können!


    seine sachen wären das einzige was mir von ihm bleiben würden mal abgesehen von den erinnerungen...und das sollte ich wegschmeissen???


    niemals!!!!!!!!!!!

    Ich habe ein paar für mich prägnanten Sachen behalten dürfen - bei meiner Tante war es "leichter", weil ihr Sohn sich darum gekümmert hat und sehr praktisch mit allem umgegangen ist. Ich durfte allein in das Zimmer, in dem noch alles von ihr gestapelt war, und mir Sachen mitnehmen, die mich an sie erinnert haben. Ich hatte eigentlich mal vor, die Kleidung ändern zu lassen und selbst zu tragen, aber irgendwie hab ich es nicht geschafft, weil es mir schwer fällt. Ich mag sie nicht mal in die Reinigung geben. Ich hab die Sachen in einer Kiste auf dem Boden und schau sie mir dann und wann an. Ihren Schmuck trage ich gerne, er erinnert mich an sie und ich fühle mich ein bisschen, als wär sie da.


    Von meiner liebsten Person durfte ich auch ein paar Sachen haben; die riechen noch nach ihr und ich hab sie gut weggepackt, damit der Geruch nicht weggeht. Mir hat das n bisschen geholfen, obwohl ich noch oft weinen muss, wenn ich die Sachen sehe.


    Zum Glück war ich nie selbst in der Situation, Sachen weggeben zu müssen, ich glaube, das würde mir auch sehr schwer fallen.

    Wir sind auch gerade dabei, die Sachen unserer Eltern auszuräumen. Sie sind beide in diesem Jahr innerhalb von 8 Monaten verstorben. Es ist sehr schwer, aber es muss sein, weil wir sonst keinen Neuanfang machen können. Und sie würden es auch so wollen. Sie würden nämlich nicht wollen, dass wir ein Mausoleum aus dem Haus machen.


    Wir sortieren die Sachen und die Teile, die noch gut sind, geben wir in ein Sozialkaufhaus bzw. eine Kleiderkammer. Damit kann anderen Menschen geholfen werden, dass würde meinen Eltern gefallen.


    Ja, es tut weh. Bei jedem Stück, dass wir in die Hand nehmen, laufen die Tränen, zittern die Hände, zerreißt es uns das Herz. Es gibt Stücke, die können wir einfach nicht weggeben, zumindest noch nicht.


    Aber wir machen uns bewusst: Es sind nur Sachen. Und sie (meine Mama und mein Papa) sind nicht in diesen Sachen. Die Erinnerung an sie, die Liebe wird immer da sein, in unseren Herzen.


    Es ist schwer, aber es muss sein. Ich glaube, es gehört auch zur Trauerarbeit dazu. Und das, was wir damit schaffen, ist ganz im Sinne meiner Eltern - nämlich, dass ich in mein Elternhaus einziehen kann.


    Liebe, traurige Grüße


    Tortuga