Dreizehn, als er krank wurde, einundzwanzig, als er gestorben ist. Ja, meine Mutter ist noch da und großartig, wir verstehen uns prima und sehen uns oft. Es geht mir schrecklich gut. Ich hätte ihn halt gern dabei, das ist alles.
    Viele Freunde von mir haben ihre Väter auch früh verloren. Eine Freundin sagte mal ziemlich bösartig: "Väter. Entweder scheiße oder tot, eins von beidem ist immer." Ich freu mich immer riesig, wenn ich jemanden kennenlerne, dessen Vater noch lebt UND prima ist. ;-D

    Tut mir auch leid für dich! :)*


    V.a. ihn so lange noch krank sehen zu müssen, war bestimmt auch nicht einfach.


    Vielen Todesfällen geht zwar eine Krankheit voraus (wenn man mal von Unfällen absieht), aber meiner hatte wenigstens keinen langen Leidensweg zu gehen.


    Wenn jemand mehr oder weniger plötzlich und unerwartet verstirbt, dann ist zwar das Schockerlebnis größer, aber ich bezweifle, daß es viel besser ist, einen lieben Menschen lange Zeit krank sehen zu müssen und vielleicht sogar zu wissen, daß er nicht mehr gesund wird.


    Also zu wissen, er oder sie wird an dieser Krankheit sterben, aber man weiß nur nicht wann.


    Das stelle ich mir auch sehr quälend vor, weil man so ohnmächtig ist und die verbleibende Zeit zwar noch irgendwie nutzen möchte, aber es eben krankheitsbedingt doch nicht mehr so geht.


    Oder wenn ein lieber Mensch zu einem Pflegefall wird ect.


    Krankheit und Tod naher Angehöriger sind einfach schlimme Schicksale, mit denen man aber leider irgendwie klarkommen muß.

    Zitat

    Wenn jemand mehr oder weniger plötzlich und unerwartet verstirbt, dann ist zwar das Schockerlebnis größer, aber ich bezweifle, daß es viel besser ist, einen lieben Menschen lange Zeit krank sehen zu müssen und vielleicht sogar zu wissen, daß er nicht mehr gesund wird.

    Ist beides auf seine ganz eigene Art entsetzlich. Wer behauptet, eins von beidem sei besser, kann vermutlich auch sagen, ob Pest angenehmer ist oder Cholera. Grundsätzlich ist natürlich ein schneller Tod insofern "besser", als der Betroffene selbst nicht so lange leidet, aber für die Angehörigen finde ich beides fürchterlich. Wir hatten nach Beginn seiner Erkrankung noch viele Momente miteinander, die es so nicht gegeben hätte, viele Gespräche und gemeinsame oder geteilte Gedanken, die im Alltag gar nicht aufgekommen wären, das gibt es in der Form nicht, wenn jemand plötzlich verstirbt. Dafür muss man nicht zusehen, wie jemand, den man liebt, derart auseinandergenommen wird und verfällt. Na, wie gesagt – Pest und Cholera. Aber lieber so einen Vater gehabt und ihn verloren haben, als nichts gehabt zu haben und nichts zu verlieren.